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„Space Night“ wird fortgeführt Freie Musik im All

Viele flogen mit ihr in die Nacht - doch vor kurzem hatte der Bayerische Rundfunk die „Space Night“ wegen zu hoher Gema-Musikgebühren eingestellt. Nun wird sie doch fortgeführt.

© dpa Vergrößern Chillout-Lounge des Universums: Die „Space Night“ war seit 1994 eine sichere Bank

Gilt das deutsche Urheberrecht auch im Weltall? Für Fans der „Space Night“ des Bayerischen Fernsehens musste dies so wirken. Die beliebte Sendung hatte seit 1994 so manchem Spätheimkehrer oder Langglotzer mit  ihren spektakulären Bildern aus dem Weltraum und Chill-out-Musik den Weg in die Nacht geebnet. Den Schlaflosen verschaffte sie zumindest Entspannung.

Doch am 7. Januar war damit Schluss. Der Bayerische Rundfunk gab die Einstellung der Sendung unter dem Hinweis bekannt, dass durch die neuen Gema-Tarife die Ausstrahlung zu teuer würde. Daraufhin äußerte sich Protest bei Liebhabern der „Space Night“ und verschiedenen Internet-Initiativen. Einige boten allerdings auch an, eigene Musik für die Sendung zur Verfügung zu stellen, die unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht wurde.

Frei lizenzierte Musik wäre „keine Notlösung“

Der Betreiber des Blogs „Metawelle“ etwa schrieb in einem offenen Brief an den zuständigen Programmleiter beim Sender BR Alpha: „Warum verzichten Sie nicht einfach auf Gema-Inhalte und verwenden stattdessen frei lizenzierte Musik? Diese Alternative wäre keine Notlösung, sondern eine Win-Win-Situation für BR, Zuschauer und Künstler.“

Nun hat der Bayerische Rundfunk mitgeteilt, dass die „Space Night“ doch weitergeführt werde. Man sei dankbar für die zahlreichen Angebote von Musikern und DJs. Neue Folgen seien in Arbeit, bei denen auch solche frei veröffentlichte Musik verwendet werden könne; der BR verfüge zudem in Gestalt seiner „weltweit geschätzten Klangkörper“ auch über eigene Musikrechte und Kompositionsmöglichkeiten.

Vage Formulierung zur Einigung mit der Gema

Andererseits habe man jedoch inzwischen bei Verhandlungen mit der Gema „den Status der „Space Night geklärt“, so dass die alten Folgen zunächst ab dem 25. Februar wiederholt werden könnten. Was genau mit der vagen Formulierung vom geklärten Status gemeint ist, wollte ein Sprecher des Bayerischen Rundfunks am Mittwoch nicht näher kommentieren. Für die neuen Folgen, die ab Herbst gesendet werden sollen, erwäge man für die Musikauswahl sowohl frei lizenziertes als auch urheberrechtlich geschütztes Material zu verwenden.

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Quelle: Faz.net

 
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