„Die Frau Prohacek kriegt das hin“, ist sich deren Chef Dr. Reiter (Gerd Anthoff) sicher. Dass muss die Kriminalrätin Eva-Maria Prohacek (Senta Berger) auch, denn es geht nicht nur darum, einen ehemaligen Politiker der Geldwäsche zu überführen, sondern ebenfalls darum, ihre entführte Nichte Pia (Ella-Maria Gollmer) zu finden. Dabei belastet sie ihre Vergangenheit, der Tod des Sohnes bei einem Autounfall. Ihr Bruder will nun das Haus der Familie verkaufen. Zu viele Erinnerungen hängen für sie daran.
Der Nächste, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, ist der ehemalige Staatsminister Schöler (aalglatt: Michael Brandner). Kurz nach dem Ende seiner politischen Karriere wechselte er zu einem Unternehmen, mit dem er vorher zu tun hatte. Vor Nachforschungen wähnt er sich, dank guter Kontakte, sicher. 230 Millionen Euro, von denen nicht klar ist, woher sie kamen, flossen in ein Projekt.
Glücklicherweise stellt sich ein Mitarbeiter der Bank, über die die Geschäfte abgewickelt wurden, als Kronzeuge zur Verfügung. Doch ist Norbert Franke (Johannes Herrschmann) zu trauen? Zur Seite steht Prohacek wie immer der Kollege Langner (Rudolf Krause), der, von allen unterschätzt, zum Aufklärer wird.
Bei den großen Jungs mitspielen
Nicht in der Vergangenheit, sondern fast schon in der Zukunft lebt die Oberstaatsanwältin Grieshaber (wunderbar intrigant: Melika Foroutan). Sie würde gerne Generalstaatsanwältin werden und bei den großen Jungs mitspielen. Dass das nicht ganz so einfach ist, zeigt ihr Dr. Reiter: Ein Beziehungsnetz taugt nur, wenn man sich nicht darin verheddert. Reiter, mit dem Prohacek in der Vergangenheit manchen Strauß ausfocht, steht diesmal an ihrer Seite, auch wenn er stets seinen eigenen Vorteil im Auge hat.
In „Persönliche Sicherheiten“ ist nichts, wie es scheint und Prohacek muss sich auf die Suche nach der Welt hinter den Spiegeln begeben, die Regisseur Florian Kern in die Handlung einbaut. Das Drehbuch von Hartmut Block und Michael Gantenberg wartet mit einigen Überraschungen auf, die deutlich die Inspiration durch Christopher McQuarrie atmen, den Autor von “Operation Walküre - Das Staufenberg-Attentat“.
Die Spannung, wer hinter der Entführung steckt, hält bis zuletzt. Zehn Jahre ist es her, dass Senta Berger in „Unter Verdacht: Verdecktes Spiel“ zum ersten Mal in der Rolle der Ermittlerin Eva-Maria Prohacek auftrat. Die Schauspielerin hat die Pensionsgrenze ihrer Figur längst überschritten. Deren achtzehnter Fall aber zeigt, dass die Serie vom Ruhestand weit entfernt ist.
Super Krimi...
Werner Ettenhuber (Tramper1)
- 21.10.2012, 13:49 Uhr
Schwachsinniges Drehbuch, da helfen auch keine Top-Schauspieler mehr...
Dirk Lehmann (DkLehmann)
- 21.10.2012, 10:58 Uhr