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„Graf Yoster“ : Schauspieler Lukas Ammann mit 104 gestorben

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Lukas Ammann wurde in den sechziger und siebziger Jahren im deutschen Fernsehen bekannt. Bild: dpa

Als „Graf Yoster“ schrieb Lukas Ammann Fernsehgeschichte. Der Detektiv mit Adelstitel war einer der ersten deutschen TV-Ermittler. Im Alter von 104 Jahren ist der Schweizer gestorben.

          Schauspieler Lukas Ammann, der mit seiner Rolle als Detektiv „Graf Yoster“ Kultstatus erreichte, ist tot. Der 104 Jahre alte Ammann sei „nach kurzem Leid“ am Mittwoch in seiner Münchner Wohnung gestorben, teilte seine enge Vertraute Annemarie von Kienlin der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch eine Sprecherin des Südwestrundfunks bestätigte den Tod Ammanns.

          „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ war eine der ersten Krimiserien im deutschen Fernsehen und lief von 1967 bis 1976. Gedreht wurden 76 Folgen – die ersten 24 Episoden noch schwarz-weiß, dann in Farbe. „Die Serie war ein Straßenfeger“, erinnerte sich Ammann später. Sie verschaffte dem am 29. September 1912 in Basel geborenen Schauspieler große Popularität.

          Ein TV-Comeback hatte der Schweizer, der seit mehreren Jahrzehnten in München lebt, schließlich im Schwarzwald. Von 1994 bis 2000 spielte er in „Die Fallers“ mit, einer bis heute laufenden Fernsehserie des Südwestrundfunks (SWR). Ammann war der erste Schauspieler der Serie und von Beginn an dabei. In 249 Episoden spielte er den Schwarzwälder Landwirt Wilhelm Faller und damit das Familienoberhaupt. Eine ähnlich hohe Bekanntheit wie „Graf Yoster“ erreichte er mit dieser Rolle aber nicht.

          Erst vor wenigen Tagen hatte der Bayerische Rundfunk begonnen, die Kultserie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ wieder zu zeigen. „Die Serie hat heute eine große Fangemeinde“, sagte eine Sprecherin des BR in München.

          Ammann habe bis zuletzt daheim in seiner Wohnung gelebt, sagte von Kienlin, die nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten mit dem beliebten Schauspieler eng befreundet war. „Wir waren jeden Tag zusammen. Ich bin seit einer Woche nicht von seiner Seite gewichen.“

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