http://www.faz.net/-gqz-7l8et
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 12.01.2014, 00:06 Uhr

Sascha Lobo „Das Internet ist nicht das, wofür ich es gehalten habe“

Lange hielt Sascha Lobo das Internet für den Wegbereiter von Demokratie und Befreiung. Jetzt sieht er, dass er sich geirrt hat. In Wahrheit zerstöre es die Grundlagen einer freiheitlichen Gesellschaft.

© dpa Internet kaputt: Sascha Lobo bekennt einen Irrtum

Deutschlands bekanntester Internet-Experte Sascha Lobo bekennt sich geirrt zu haben: „Das Internet ist nicht das, wofür ich es gehalten habe“, schreibt Lobo in einem Beitrag für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Bislang habe er geglaubt und verkündet, dass das Internet das ideale Medium der Demokratie, der Freiheit und der Emanzipation sei. Nach der Spähaffäre um die NSA und den neuen Erkenntnissen über Wirtschaftsspionage und den Kontrollwahn der Konzerne kommt Lobo zu dem Schluss: „Das Internet ist kaputt.“

Als Medium der totalen Kontrolle untergrabe es die Grundlagen der freiheitlichen Gesellschaft, als Vehikel der Wirtschaftsspionage wirke es auch ökonomisch zerstörerisch. Der Skandal, schreibt Lobo, „betrifft auch jene, die glauben, der Totalüberwachung zu entgehen, indem sie Facebook nicht benutzen“. Lobo war Mitglied im Online-Beirat der SPD, Teilnehmer der Netz-Initiative D 21, er hat seit Jahren im Fernsehen, in einer Online-Kolumne und in den sozialen Netzwerken dem Publikum das Internet erklärt und erläutert.

Mehr zum Thema

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und morgen auf FAZ.NET.

Quelle: F.A.S.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Chefredakteur ARD-aktuell Wir dürfen nicht einfach draufhalten

Live-Videos im Netz laufen dem Fernsehen den Rang ab. Müssen Sender ihre ethischen Standards brechen, um mitzuhalten? Kai Gniffke über die Herausforderungen des Streamings. Mehr Von Ursula Scheer

19.07.2016, 14:25 Uhr | Feuilleton
Attentat in Kiew Ukrainischer Journalist stirbt durch Autobombe

Pavel Sheremet, Journalist bei der Online-Zeitung Ukrayinska Pravda, ist in Kiew gestorben als eine Bombe in seinem Auto explodierte. Vor 16 Jahren wurde der Gründer des investigativen Mediums ebenfalls auf grausame Art getötet. Mehr

20.07.2016, 16:03 Uhr | Gesellschaft
Gewalt gegen Frauen Ich fürchte mich nicht

Frauen in Russland, Weißrussland und der Ukraine reden im Internet über Erfahrungen mit sexueller Gewalt. Die orthodoxe Kirche hat etwas dagegen. Mehr Von Kerstin Holm

19.07.2016, 13:41 Uhr | Feuilleton
Entlegene Regionen Facebook testet Drohnen für bessere Internet-Verbindung

Mit Hilfe von unbemannten Drohnen will Facebook die Internet-Qualität besonders in entlegenen Regionen verbessern. Der Name dieses Prototyps lautet Aquila. Wie die Firma verkündete, sei nun in Yuma im amerikanischen Bundesstaat Arizona ein 96-minütiger Testflug gelungen. Mehr

22.07.2016, 15:16 Uhr | Wirtschaft
Aquila Facebooks Internet-Drohne absolviert Jungfernflug

Die sonnenbetriebene Drohne Aquila soll Internet-Verbindungen in entlegene Regionen bringen. Jetzt hat sie ihren ersten Test bestanden. Mehr

22.07.2016, 12:31 Uhr | Wirtschaft
Glosse

Derricks dunkle Vergangenheit

Von Ursula Scheer

Hauptsache Altnazi-Geschichte: Eigentlich gibt es nichts zu berichten, die „Bild“ tut es aber trotzdem. Das wirkt sich ungünstig auf den Nachrichtengehalt aus. Mehr 3 7