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Veröffentlicht: 15.02.2013, 16:20 Uhr

Peerblog Chaos-Computer-Club hält Hackerangriff für abwegig

Der „peerblog“, mit dem der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Wahlkampf unterstützt werden sollte, ist nach Ansicht von Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, nicht aufgrund von Hackerangriffen abgeschaltet worden.

© Screenshot/Focus Online Wohin man schaut, nur Nebel. Aus „peerblog“ (Foto) ist „peerfog“ geworden

Der dubiose „peerblog“, mit dem der SPD-Kanzlerkandidat nach amerikanischem Vorbild im Internet unterstützt werden sollte, gibt auch mehr als eine Woche nach seinem abrupten Verschwinden aus dem Netz weiter Rätsel auf. In der „Rheinischen Post“ wies die für „peerblog“ verantwortliche Düsseldorfer PR-Agentur „steinkühler-com“ nun Vorwürfe des Chaos Computer Clubs pauschal zurück. Club-Sprecherin Constanze Kurz hatte in einem Interview mit dem Deutschlandradio die per Pressemitteilung verbreitete Behauptung der PR-Agentur, der Blog habe wegen „fortwährender Cyber-Attacken“ eingestellt werden müssen, als unbewiesene PR-Geschichte bezeichnet.

Im Gespräch mit dieser Zeitung bekräftigt Constanze Kurz ihre Einschätzung, dass der Hackerangriff nur eine Farce gewesen sein dürfte, die Steinbrück schützen und ihm einen einigermaßen glimpflichen Ausstieg aus dem intransparenten Projekt „peerblog“ ermöglichen sollte. Zudem sei es darum gegangen, Journalisten an der Nase herumzuführen. „Und das ist ja leider auch gelungen, wenn man sieht, dass viele Medien unkritisch den angeblichen Hackerangriff als Ursache für das Ende des Blogs vermeldet haben.“

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Constanze Kurz ist überzeugt, dass der „peerblog“ noch im Netz wäre, wenn seine Macher das wirklich wollten. „Denn selbst wenn es einen Angriff gegeben hat, hätte man ihn abwehren können - durch den Zukauf von technischer Kapazität für ein paar Euro.“ Fest zu stehen scheint immerhin: An Geldmangel ist „peerblog“ nicht gescheitert, denn die Geldgeber sollen ja eine sechsstellige Summe für das Projekt bereitgestellt haben. Überprüfen lasst sich auch das freilich nicht, weil die Finanziers anonym bleiben wollen. So bleibt, wohin man schaut, nur Nebel. Aus „peerblog“ ist „peerfog“ geworden.

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