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Online-Journalismus : Googles Ideen für Zeitungsverlage

  • Aktualisiert am

Google denkt über Bezahlmodelle nach Bild: picture-alliance/ dpa

Vor dem Hintergrund der Zeitungskrise macht sich Google Gedanken über die Zukunft von bezahlten Zeitungsinhalten im Internet. Das Ergebnis ist ein mehrstufiges Bezahlsystem, das für digitalen Inhalt sogenannte Micropayments eintreiben soll. Google nennt das Modell bisher „eine Ideenskizze“.

          Der Suchmaschinenkonzern Google ist einer Anfrage des amerikanischen Zeitungsverlegerverbandes NAA gefolgt und hat sich Gedanken über die Zukunft von bezahlten Inhalten im Internet gemacht. Hintergrund ist die Krise auf dem amerikanischen Zeitungsmarkt, die die Verlage nach neuen Erlösmöglichkeiten für ihre Inhalte suchen lässt. Google galt dabei wegen seines Nachrichtenportals Google News als einer der Mitverursacher der Krise und als wichtigster Konkurrent. In dem nun vorgelegten Konzept sieht Google Werbung auch künftig als die Haupteinnahmequelle im Internet an, hat sich aber für die Zeitungen ein mehrstufiges Bezahlsystem ausgedacht, das dereinst für digitalen Inhalt sogenannte Micropayments (kleine Beträge, die sich summieren) eintreiben soll und dabei dem Download-Modell von Apples iTunes nicht unähnlich ist.

          Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) wertete den Vorschlag am Donnerstag als „Umdenken“, warnte aber vor einem Datenmonopol. „Google wird reich mit den Inhalten anderer, das muss sich ändern“, sagte BDZV-Sprecher Hans-Joachim Fuhrmann der Deutschen Presseagentur. Kay Oberbeck, Unternehmenssprecher von Google Deutschland, Österreich und Schweiz, verwies dagegen im Gespräch mit dieser Zeitung auf die „sehr gute Zusammenarbeit mit Verlagen und Website-Betreibern“. Der scharfe Ton der Debatte spiegele nicht das tatsächliche Verhältnis. Google habe im letzten Geschäftsjahr 3,6 Milliarden Euro weltweit an Verlage ausgeschüttet. Oberbeck betonte, der Vorschlag Googles sei „keine Produktankündigung, sondern eine Ideenskizze“.

          (hhm)

          Quelle: F.A.Z.

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