Home
http://www.faz.net/-gqz-72pyn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Noch eine Talkshow Stefan Raab sucht die Supermeinung

Mit einer neuen Talkshow will Stefan Raab seine Zuschauer für Politik interessieren. Diskutiert werden gesellschaftsrelevante Themen. Die populärste Meinung gewinnt 100.000 Euro.

© AP Vergrößern Plant die Talkshow als Meinungsquiz: Stefan Raab

Stefan Raab will die Zuschauer von ProSieben in einer eigenen Talkshow für Politik interessieren. Das Format, das am 11. November startet, soll „Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen“ heißen, bestätigte ein Sprecher des Münchner Privatsenders am Sonntag einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“.

Die Show wird sonntags nach dem Spielfilm laufen - also in Konkurrenz zu Günther Jauch in der ARD. „Herr Jauch hat in unseren Zielgruppen einen recht überschaubaren Marktanteil. Wir wollen ihn da natürlich schlagen“, sagte Raab dem „Spiegel“. In der Sendung sollen fünf Talkgäste - „zwei bis drei Berufspolitiker, ein Promi und ein Normalbürger“ - mit dem Ziel diskutieren, die absolute Mehrheit der Zuschauer hinter sich zu versammeln.

Wer mehr als die Hälfte der Zuschauer von seiner Argumentation überzeugt, wird mit 100 000 Euro belohnt. „Während die anderen Talks alles völlig ergebnislos vor sich hin diskutieren, wissen Sie bei uns am Ende künftig wenigstens, welche Meinung die Masse der Zuschauer hat“, sagte Raab. „Ehrlich gesagt wundere ich mich, dass das bisher noch niemand gemacht hat.“ Die Themen seiner Sendung sollen nach Angaben des Senders „gesellschaftsrelevant“ sein.

Wer wird der politische „King of Kotelett?“

„Wir werden es am Anfang nicht einfach haben. Aber nicht, weil unser Konzept absurd wäre, sondern weil es so neu und deshalb riskant ist“, meinte der 45-jährige Fernsehmacher. Er hofft, dass die Berliner Politik schnell mitspielt: „Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100 000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett.“

Diskutiert wird über vier Themen. ProSiebenSat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg soll am Ende jeder Gesprächsrunde das Geschehen zusammenfassen und analysieren. Die Zuschauer können dann über Telefon und SMS für ihren Favoriten stimmen. In einer Finalrunde debattieren noch drei Gäste. Sollte keiner die absolute Mehrheit der Zuschauer überzeugen, wandern die 100 000 Euro in den Jackpot.

Produziert wird die Show, die mehrmals im Jahr laufen soll, von der Firma Raab TV, an der Raab und das Kölner Unternehmen Brainpool TV beteiligt sind. Raabs Ziel: „Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen“ und „die jungen Zielgruppen mit solchen Formaten wieder für Politik interessieren“.

Mehr zum Thema

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Stinkefinger-Affäre Jan Böhmermann will Varoufakis-Video gefälscht haben

In seiner ARD-Sendung zeigte Günther Jauch ein Video, in dem der griechische Finanzminister Varoufakis Deutschland den Mittelfinger ausgestreckt haben soll. Nun behauptet ZDF-Moderator Jan Böhmermann, er habe das Video manipuliert. Mehr

19.03.2015, 00:05 Uhr | Feuilleton
Fleisch auf Reisen Briten schicken Kotelett ins All

Das fleischige Flugobjekt drang mit einem Wetterballon in eine Gegend vor, die nie ein Kotelett zuvor erreicht hat. Mehr

26.11.2014, 10:52 Uhr | Technik-Motor
TV-Kritik: Günther Jauch Jetzt seien Sie doch mal ein bisschen stolz!

Wenn Frauen weniger als Männer verdienen, erhitzt das die Gemüter. Führt Frauenministerin Schwesig ideologische Grabenkämpfe oder befindet sich Deutschlands Wirtschaft noch im Mittelalter? Mehr Von Sven Astheimer

23.03.2015, 04:37 Uhr | Feuilleton
Wahl in Hamburg Klarer Sieg für Scholz

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und seine SPD haben die Bürgerschaftswahl am Sonntag klar gewonnen, ihre absolute Mehrheit im neuen Sechs-Parteien-Parlament aber verloren. Mehr

16.02.2015, 09:17 Uhr | Politik
Varoufakis obszöne Geste Den Deutschen den Stinkefinger zeigen

Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis stilisiert sich als Ikone des Widerstands gegen übermächtige europäische Mächte. Doch es könnte sein, dass er ein paar falsche Zeichen zu viel gesetzt hat. Mehr Von Michael Hanfeld

16.03.2015, 18:02 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.09.2012, 12:39 Uhr

Ein Testfall

Von Fridtjof Küchemann

Die amerikanische Bildungsfirma Pearson will verhindern, dass ihre Eignungstests fürs College im Internet auftauchen. Daher überwacht sie Schüler in den sozialen Netzwerken. Die Öffentlichkeit ist empört. Mehr 6 8