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NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze klagt gegen Entlassung

23.10.2009 ·  Die unter Betrugsverdacht stehende frühere NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze wehrt sich vor Gericht gegen ihre fristlose Entlassung. Heinze hatte zugegeben, Drehbücher unter Pseudonym verfasst zu haben, ohne ihren Arbeitgeber zu informieren. Sie macht formale Fehler bei der Kündigung geltend.

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Die unter Betrugsverdacht stehende frühere NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze wehrt sich vor Gericht gegen ihre fristlose Entlassung. Wie das Hamburger Arbeitsgericht am Freitag mitteilte, will sie den Fortbestand ihres Arbeitsverhältnisses erreichen. Laut Gericht führt Heinze formale Fehler des NDR bei der Kündigung an, außerdem fehle ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechender Kündigungsgrund.

Heinze hatte laut NDR zugegeben, dass sie unter dem Pseudonym Marie Funder zwei Drehbücher und einen Entwurf verfasst hatte. Über ihre Autorenschaft informierte sie demnach nicht ihren Arbeitgeber. Der NDR zahlte das Honorar dafür an externe Produktionsfirmen. Heinze hätte nur die Hälfte bekommen, wenn sie korrekt abgerechnet hätte. Außerdem räumte Heinze laut NDR ein, dass sie ihrem Ehemann unter Ausnutzung ihrer Position als Drehbuchautor Vorteile verschafft hatte. Er soll unter dem Pseudonym Niklas Becker fünf Drehbücher verfasst haben. Heinze soll auch im Jahr 2007 ein Drehbuch doppelt an zwei verschiedene Kunden verkauft haben. Heinze wurde fristlos gekündigt, nachdem der Fall nach Recherchen der „SüddeutschenZeitung“ aufflog. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts.

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