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Montag, 13. Februar 2012
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Medienkonzern Hubert Burda übergibt an Paul-Bernhard Kallen

10.12.2009 ·  Hubert Burda hat seine Nachfolge geregelt: Kurz vor seinem 70. Geburtstag macht der Verleger seinen Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Kallen übernimmt das Amt zum 1. Januar des kommenden Jahres.

Von Holger Schmidt
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Hubert Burda hat seine Nachfolge geregelt: Kurz vor seinem 70. Geburtstag macht der Verleger seinen Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Kallen übernimmt das Amt zum 1. Januar des kommenden Jahres. Burda bleibt als geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter im Unternehmen und wird auch in den nächsten Jahren die Strategie des Hauses bestimmen.

Kallen (52 Jahre) ist seit 1996 im Unternehmen und seit 1999 Vorstandsmitglied, zunächst für den Bereich Technologien. Nach dem Ausscheiden des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Todenhöfer im vergangenen Jahr übernahm Kallen auch die Bereiche Finanzen, Direktmarketing, Ausland und Druck. Kallen ist auch für den Aufbau der Internet-Beteiligungen zuständig; zuletzt ging der Kauf von 25,1 Prozent am Online-Geschäftsnetzwerk Xing für 48 Millionen Euro auf sein Konto.

Der Volkswirt Kallen hat nach Studium und Promotion zunächst als Assistent der Geschäftsführung für die PHB-Weserhütte gearbeitet, bevor er für acht Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey anheuerte. 1996 übernahm er die Leitung des Burda-Dienstleistungsgeschäft in München. Kallen gilt eher als introvertierter Investmentbanker und Strippenzieher denn als Medienmann. Auf der großen Bühne, auf der Hubert Burda zu Hause ist, fühlt sich Kallen weniger wohl.

Interviews gibt er so gut wie keine. "Ich tue das, was dem Haus nutzt - sonst nichts", wird Kallen zitiert, dessen öffentliche Auftritte sich bisher auf die Bilanz-Pressekonferenz beschränkt haben. Entsprechend suspekt war ihm der pompöse Kurzauftritt von Christiane zu Salm in der Burda-Führungsetage. Künftig wird Kallen wohl häufiger, als ihm lieb ist, ins Rampenlicht müssen. Auf Burdas Digitalkonferenz DLD Ende Januar in München wird die erste Gelegenheit dazu sein.

Die Bestellung Kallens ist Burdas letzter Schritt in der Regelung des Generationenwechsels. Vor gut einem Jahr hatte er Philipp Welte (47 Jahre) vom Axel Springer Verlag zurückgeholt und ihm das wichtige Verlagsgeschäft anvertraut. Erst vor kurzem hat Burda auch die Nachfolge von Helmut Markwort als Chefredakteur des "Focus" in die Hände von Wolfram Weimer (45 Jahre) gelegt. Weitere Änderungen im Vorstand, in den neben Kallen und Welte noch Robert Schweizer, als assoziiertes Mitglied für Recht und Compliance sowie Holger Eckstein als stellvertretender Finanzvorstand sitzen, sind nicht geplant.

Für Hubert Burda wird die Welt nach dem 1. Januar nicht anders aussehen. Er wird seine "verlegerische und unternehmerische Richtlinienkompetenz wie bisher aktiv und in vollem Umfang wahrnehmen", wie es heißt. Der "Verleger", wie er intern genannt wird, ist also weiterhin der strategische Kopf und das Aushängeschild seines Medienhauses; das Tagesgeschäft überlässt er - wie schon in den vergangenen Jahren - aber weitgehend seinen Vorständen Kallen und Welte.

Burda, der wohl letzte große Verleger seiner Art in Deutschland, treibt die geordnete Übergabe seines Lebenswerkes weiterhin an. Er hat früh die Herausforderungen erkannt, die das Internet für die Verlage bedeutet. Er ist an vielen Internetunternehmen beteiligt, doch den Stein der Weisen hat auch er noch nicht gefunden. Legendär ist seine Klage zu Jahresanfang, mit Online-Werbung könnten die Verlage nur "lausige Pennys" verdienen. Auch im Verhältnis zu Google schlagen zwei Herzen in seiner Brust: Einerseits die Furcht, dass Google immer mehr Werbung im Internet an sich zieht, andererseits die Bewunderung für die Leistung, das wahrscheinlich innovativste Unternehmen der Welt zu sein. In diesem Metier wird Hubert Burda auch in den kommenden Jahren zu sehen, zu hören und zu lesen sein.

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Eingeführte

Von Gerhard Stadelmaier

Nachhilfe zuerst: Die „Einführung“ nämlich ist republikweit an allen Theatern das meistgespielte Stück. Es dauert ungefähr eine halbe Stunde. Mehr