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Medienaufsicht : Zwei türkischsprachige Sender verlieren Zulassung

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Die deutsche Medienaufsicht hat zwei türkischsprachigen Fernsehsendern die Zulassung entzogen. Die Verantwortung der Programme werde nicht mehr von Deutschland aus wahrgenommen, außerdem sind ehemals Verantwortliche zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden.

          Die deutsche Medienaufsicht hat zwei türkischsprachigen Fernsehsendern die Zulassung entzogen. Nach einem Beschluss der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten werden die Lizenzen für die bundesweit ausgestrahlten Programme „Kanal 7 INT“ und „tvt“ widerrufen. Laut ZAK-Mitteilung von diesem Donnerstag hat die Veranstalterin, die in Frankfurt am Main ansässige Euro 7 Fernseh- und Marketing GmbH, „gegen maßgebliche Bestimmungen der Zulassungsbescheide verstoßen“.

          Das Unternehmen ist nach Einschätzung der ZAK „weder personell noch finanziell in der Lage, die Fernsehprogramme künftig entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu veranstalten“. Insbesondere stützen sich die Medienwächter dabei „auf den Umstand, dass einerseits die Verantwortung der Programme nicht mehr von Deutschland aus wahrgenommen wird, andererseits ehemals Verantwortliche zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden sind“.

          Bei der Programmbeobachtung hatte die Medienaufsicht festgestellt, dass das in Deutschland ausgestrahlte Angebot weitgehend identisch mit dem Originalprogramm in der Türkei war. Bei Besuchen in der Senderzentrale in Frankfurt wurde niemand angetroffen. Außerdem wurde ein früherer Geschäftsführer, der noch immer Gesellschafter ist, im Zuge strafrechtlicher Ermittlungen verhaftet. Die Senderzulassungen waren am 13. März 2007 von der Hessischen Landesmedienanstalt erteilt worden, die jetzt auch den Widerruf laut ZAK „umgehend umsetzen“ wird.

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