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Medien Zeitungen sind Nachrichtenquelle Nummer eins

11.01.2010 ·  Wer sagt, das alles Neue aus dem Internet käme: Eine amerikanische Studie hat festgestellt, dass Zeitungen weiter die mit Abstand wichtigste Nachrichtenquelle für Regionales sind. Neue Informationen stammen „nahezu alle“ aus traditionellen Medien.

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Wer sagt, die Zeitungen, die amerikanischen zumal, seien tot? Außer den Apologeten im Internet, die ihr eigenes, nicht vorhandenes Geschäftsmodell bewerben? Eine Studie des Forschungsinstituts Pew, die am Montag veröffentlicht wurde, hat festgestellt, dass Lokalzeitungen weiter die mit Abstand wichtigste Nachrichtenquelle für Regionales sind.

Das „Project for Excellence in Journalism“ untersuchte im vergangenen Sommer die Verbreitung von Lokalnachrichten in der Stadt Baltimore, 53 Medien wurden dafür ausgewertet. Die Studie ergab, dass die Erstberichterstattung zu sechs Ereignissen einer Woche zu 61 Prozent von Zeitungen - insbesondere der „Baltimore Sun“ (48 Prozent) - und deren Onlineausgaben stammte. In 28 Prozent der Fälle informierte das Fernsehen als erstes, gefolgt von Radio (sieben Prozent) und reinen Online-Medien (vier Prozent). Bei zwei Nachrichtenereignissen hatten neue Medien die Nase vorn, in einem Fall war dies ein Twitter-Dienst der Polizei.

Neue Informationen stammen „nahezu alle“ aus traditionellen Medien

Kritisch vermerkt die Studie, dass der Anteil der Geschichten, die auf Informationen Dritter beruhen, zunehme. Insbesondere Regierungsstellen produzierten Nachrichten, auf deren Informationen - vor allem auf denjenigen der Polizei - beruhten 63 Prozent der untersuchten Geschichten. In siebzehn Prozent der untersuchten Geschichten brachten die Medien jedoch originäre, gänzlich neue Informationen in Umlauf, „nahezu alle“ hätten die traditionellen Medien beigesteuert, die auch ausführlich Gebrauch von neuen Plattformen machten: Zeitungen, Fernsehen und Radios stellten rund ein Drittel (31 Prozent) ihrer Geschichten auf verschiedenen Plattformen dar, fast die Hälfte der Zeitungsgeschichten wurde fürs Internet geschrieben. Für bemerkenswert hält die Studie die Bandbreite der Medienplattformen - 53 verschiedene machte sie ausfindig, reichend von den Blogs der „talk radios“ bis zu jenen ehemaliger Journalisten - und den Gebrauch von Twitter.

Der Projektleiter Tom Rosenstiel sagte, die Studie lege den Schluss nahe, dass man im Internet kaum etwas „aggregieren“, also aus verschiedenen Quellen zusammenzutragen könne, gäbe es keine Zeitungen mehr.

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Von Martin Otto

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