06.02.2009 · Zum amerikanischen Medienkonzern News Corp gehören Zeitungen wie die „Times“ und das „Wall Street Journal“ sowie das Online-Netzwerk MySpace. Jetzt ist das Unternehmen tief in die Krise gerutscht: im vergangenen Quartal stand ein Minus von 6,4 Milliarden Dollar.
Die vom australischen Medienmogul Rupert Murdoch beherrschte News Corp hat wegen der Wirtschaftskrise und enormer Abschreibungen im vergangenen Quartal einen Milliardenverlust erlitten. Unter dem Strich stand ein Minus von 6,4 Milliarden Dollar (5,0 Mrd Euro). Der Umsatz fiel um mehr als acht Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Der amerikanische Konzern kündigte am Donnerstagabend in New York rigorose Einsparungen und einen Stellenabbau an.
Die News Corp musste in ihrem zum Jahreswechsel beendeten zweiten Geschäftsquartal allein Abschreibungen vor allem auf Firmenwerte im TV-Geschäft sowie in der Zeitungs- und Nachrichtensparte von rund 8,4 Milliarden Dollar vornehmen. „Der Abschwung ist noch heftiger und voraussichtlich länger als zunächst gedacht“, räumte Murdoch ein. Die Zahlen fielen schlechter als von Analysten erwartet aus. Im nachbörslichen Handel zeigten sich die Anleger unentschlossen. Nach einer Berg- und Talfahrt notierten die Titel zuletzt etwas fester.
Murdochs News Corp. kontrolliert beim schwer angeschlagenen deutschen TV-Sender Premiere rund ein Viertel der Anteile. Zuletzt garantierte er eine Sanierung in letzter Minute über eine geplante Kapitalerhöhung. Zu dem amerikanischen Konzern gehören zudem neben Zeitungen wie der Londoner „Times“ und dem „Wall Street Journal“ auch die Fox-Fernsehsender, das Hollywood-Studio Twentieth Century Fox und das Online-Netzwerk MySpace.