16.11.2006 · Nachdem die Bedrohung des Klassiksenders Bayern 4 bundesweite Hörerproteste ausgelöst hat, macht Hörfunkdirektor Johannes Grotzky nun eine Rolle rückwärts und spielt den Fall herunter. Mit einer schleierhaften Erklärung.
Nachdem die Bedrohung des Klassiksenders Bayern 4 (siehe auch: Der Bayerische Rundfunk will seinen Klassiksender opfern) bundesweite Hörerproteste ausgelöst hat, macht Hörfunkdirektor Johannes Grotzky nun eine Rolle rückwärts und spielt den Fall herunter. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte er: „Von seiten der Geschäftsführung steht die Ausstrahlung von Bayern 4 Klassik auf UKW nicht zur Disposition.“ Tatsächlich habe es im Rundfunkrat Bedarf gegeben, noch einmal darüber zu diskutieren, „ob Bayern 4 Klassik auf UKW einer jungen Welle weichen könnte“. Dies sei jedoch „eine partielle Diskussion, die ohne Auswirkung auf die Entscheidung der Geschäftsführung geblieben ist“.
Schleierhaft bleibt dann freilich, warum sie dort überhaupt geführt wird. In seiner Stellungnahme gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die erst auf wiederholte Anfrage zustandekam, hatte Grotzky auf das Votum des Rundfunkrates verwiesen. Normalerweise werden solche Entscheidungen diesem Gremium jedoch gar nicht anheimgestellt.