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Kritik an „Acta“ Raus aus dem Netz

 ·  Nach Sopa und Pipa haben sich die Netzaktivisten ein neues Thema vorgeknüpft: das Urheberschutzabkommen „Acta“. Am Samstag sind europaweit Protestaktionen geplant.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)

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artin menderlein

Digital vs. Analog

@ Lutz von Peter, Ullrich Schnappe & Andreas Kugel Ihr Eigentumsbegriff schön und gut. Das Problem, welches Sie (und mit Ihnen die Rechteverwrtungsindustrie) offensichtlich noch nicht verstanden haben, besteht darin, dass Computer wie wir sie kennen dafür ausgelegt sind, zu kopieren. Das ist in der Systemarchitektur so angelegt, sonst würde die Dinger gar nicht funktionieren können. Ebenso das Internet (falls Sie eine vage Vorstellung von dem dahinterstehenden technischen System haben): konzeptionell ein Kopier-Einrichtung. Nur mal ein Beispiel: eine Email, die Sie versenden erreicht den Empfänger - Sie haben diese aber dennoch in Ihrem "Gesendet"-Ordner.
Digital vs. Analog.
Die einzigen beiden Möglichkeiten, die die Rechteverwertungsindustrie effektiv hat: 1. Computer wie wir sie kennen (Universalmaschinen) abschaffen 2. das Internet in seiner bestehenden Form abschaffen An beiden Optionen wird seit geraumer Zeit mit Inbrunst gearbeitet.

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Ralph Metzger

Können wir doch !

Selbst wenn die Informationen im Netz etwas wirr sind, diejenigen, die sich darin täglich bewegen kennen sich aus.

Es lohnt sich ! Sich damit zu beschäftigen, da stimmt was nicht, rufen Sie bitte die Informationsquellen die sie regelmäßig nutzen auf und geben in die Suchzeile mal ACTA ein.

Traurige Informationen. Warum ? Es war jahrelang geheim !

Nur durch Netzaktivisten kamen erste Veröffentlichungen überhaupt an das Ohr von normalen Bürgern !

Aber das scheint niemanden zu stören, Geheimverhandlungen von Leuten die unsere Gesetze und Abkommen machen ist ja "völlig normal", wehe wenn da ein böser Bube auf die Straße geht !

Meine Bitte --- informieren Sie sich richtig und demonstrieren am 11.02.2012 einfach mal mit !

Beste Grüße

Ralph Metzger

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Andreas Kugel

Können Sie nicht

Die "hardcore-Internetgemeinde" soll Ihre Drohung doch mal wahr machen. Halten sie ja gar nicht lange durch. Sagen ja selbst, dass sich ihr Leben zu einem nicht unerheblichen Teil online abspielt. Aber es täte ihnen wahrscheinlich gut mal vier Wochen kein Internet zu haben.

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Lutz von Peter

Arm

Die Argumente der Netzgemeinschaft laufen eigentlich immer auf das Gleiche hinaus. Die Freiheit des Internets muss geschützt werden, jeder Eingriff ist ein Eingriff zuviel. Die grundlegenden Rechte der Menschheit etc tec etc.
Es gibt kein Grundrecht auf Nutzung fremden Eigentums, auch wenn man so schön fremdes Eigentum übe das Netz verbreiten kann. Und dass fremdes Eigentum über des Netz benutzt wird wird selbst der begeistertste free-internet-Aktivist anerkennen müssen.
Die Netzgemeinschaft hält sich nicht an die bestehenden Eigentumsregeln. Jede neue Technologie, die benutzt wird um dies zu unterbinden wird umgangen. Firmen bieten Produkte allein zum Zweck an, Eigentumsrechte zu verletzen.
Auf den moralischen Kompass der Menschen kann man sich nicht verlassen, da sogar biedere Bürger es inzwischen normal finden, Filme, Musik etc kostenlos herunterzuladen.

Wer nicht hören will muss fühlen.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 14:39 Uhr
Patrick Geibel

Reich

...lich informiert sind sie ja nicht. Durch Acta werden Upload und Download eines PC`s ständig überwacht, unabhängig davon ob ich Musik, Filme, etc illegal anschaue. Zudem können beispielsweise Videos auf Youtube gelöscht werden nur weil z.b. im Hintergrund Musik zu hören ist. Wenn sie im Internet ein Bild runterladen, für eine PP-Presentation, ist es das selbe. Ich sehe die Freiheit eines jeden gefährdet.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 07.02.2012 13:54 Uhr

Sehr geehrter Herr v. Peter sie vertreten eine extreme sichtweise

Als Gegensichtweise könnte man aufführen dass wir in der Letzten Zeit sehen konnten wie Gestandene Demokraten demokratiefeindliche Positionen Vertreten haben.
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Sowohl ihre Formulierung als auch meine Überspitzt dargestellte Formulierung, wenig zur Klärung der Fakten beitragen sondern nur extrempositionen abstecken.
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Auch wenn ich gewöhnlich den Kommentar Empfehle den ich kommentiere habe ich es in diesem Fall nicht gemacht. Sondern den Kommentar von Moe Pad 07.02.2012 11:41 Uhr.
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Ich persönlich kenne den Stand der ACTA nicht und sehe aber das eine Übertreibung sehr sehr schnell dazu führen kann, dass weltweit die verschiedenen Rechtsauffassungen aufeinanderprallen und sehr viel Schaden angerichtet wird. Und das nur weil einigen Unternehmen die Gewinne wegbrechen weil sie sich nicht an neue Technologien anpassen können?
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Eine nüchterne Beschreibung des Inhaltes und der Pro und Contra Argumente würden mich interessieren.

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Mathias Kluber

Schmalspurjuristenbelästigung.

Die Freiheitsrechte sollen eingeschränkt werden unter dem Deckmantel von Gier und Profit.

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Moe Pad
Moe Pad (MoePad) - 07.02.2012 13:43 Uhr

Das Eigentum ist geschützt.

Das Eigentum ist gesetzlich geschützt. Und an die entsprechenden Leute kommt man mit bestehendem Gesetz ran (s. Kim Schmitz).
Wozu also die Überwachung? Es wird ja auch (zum Glück!) nicht jeder Brief, den man verschickt, geöffnet und durchgelesen, weil man den Briefverkehr missbrauchen könnte, um Anschläge oder ähnliches zu planen.

Und wenn hier alles astrein und mit gutem Gewissen gemacht wird, warum laufen dann die Verhandlungen zu Acta unter Ausschluss der Öffentlichkeit?

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Juan Llamazares
Juan Llamazares (Llamaj) - 07.02.2012 13:27 Uhr

Deshalb ist es trotzdem ein Unding über etwas abzustimmen das man gar nicht kennt.

Man muss sich das mal überlegen: Da sollen Parlamente einen internationalen Vertrag absegnen, dessen Inhalt sie gar nicht kennen. Und das schlimme ist: Die tun das auch noch. In ACTA ist geregelt daß bei Auslegungsstreitigkeiten die Verhandlungsprotokolle gelten. Nur: Diese sind bisher gar nicht veröffentlicht worden.

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Moe Pad
Moe Pad (MoePad) - 07.02.2012 11:41 Uhr

Danke ...

... für diesen Artikel und die enthaltenen Links :) Eine Auflistung, was denn Acta nun genau regelt und was nicht, wäre noch sehr interessant gewesen (aber wahrscheinlich zu aufwendig). Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden! Um mal Gabe Newell sinngemäß zu zitieren: "(Software-)Piraterie ist fast immer ein Service-Problem." Der gute Mann verdient sein Geld übrigens mit der Herstellung von Computerspielen. Und seiner Firma geht's immer noch gut, obwohl er nichts von DRM und sonstigem hält. Anstatt das die Industrie ihre "Rechte" mit Acta durchsetzt, könnte sie auch mal allgemein ihr Konzept für den digitalen Vertrieb überdenken.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 07.02.2012 11:03 Uhr

Die, die Profite des Informationszeitalters in den Händen zu haben glauben

Ich zitiere aus Avaaz: „Es ist empörend -- die Regierungen von 80 Prozent der Weltbevölkerung waren von den Verhandlungen um das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ausgeschlossen und ungewählte Bürokraten haben eng mit Konzern-Lobbyisten zusammengearbeitet um sich neue Regeln und ein viel zu mächtiges Vollzugsverfahren auszudenken.“ Die Forderung endlich die Öffentlichkeit einzuschalten, also in den wirklich öffentlichen Diskurs einzusteigen, ist doch die, die Avaaz stellt. Geschähe dies, müssten auch keine angeblich überholten Vorlagen mehr diskutiert werden. Denn auch das haben die zu verantworten, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Konzerne, die die Profite des Informationszeitalters in den Händen zu haben glauben - Patente, Urheberrechte, usw. usf. -, und die sehr gut wissen, wie sie damit die Weltbevölkerung in ihren Grundrechten bedrohen.

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Jahrgang 1972, Redakteur im Feuilleton.

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