06.02.2012 · Nach Sopa und Pipa haben sich die Netzaktivisten ein neues Thema vorgeknüpft: das Urheberschutzabkommen „Acta“. Am Samstag sind europaweit Protestaktionen geplant.
Von Fridtjof KüchemannRichtlinien für Lesermeinungen
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@ Lutz von Peter, Ullrich Schnappe & Andreas Kugel Ihr
Eigentumsbegriff schön und gut. Das Problem, welches Sie (und mit
Ihnen die Rechteverwrtungsindustrie) offensichtlich noch nicht
verstanden haben, besteht darin, dass Computer wie wir sie kennen
dafür ausgelegt sind, zu kopieren. Das ist in der Systemarchitektur
so angelegt, sonst würde die Dinger gar nicht funktionieren
können. Ebenso das Internet (falls Sie eine vage Vorstellung von
dem dahinterstehenden technischen System haben): konzeptionell ein
Kopier-Einrichtung. Nur mal ein Beispiel: eine Email, die Sie versenden
erreicht den Empfänger - Sie haben diese aber dennoch in Ihrem
"Gesendet"-Ordner.
Digital vs. Analog.
Die einzigen beiden Möglichkeiten, die die
Rechteverwertungsindustrie effektiv hat: 1. Computer wie wir sie kennen
(Universalmaschinen) abschaffen 2. das Internet in seiner bestehenden
Form abschaffen An beiden Optionen wird seit geraumer Zeit mit Inbrunst gearbeitet.
Selbst wenn die Informationen im Netz etwas wirr sind, diejenigen, die
sich darin täglich bewegen kennen sich aus.
Es lohnt sich ! Sich damit zu beschäftigen, da stimmt was nicht,
rufen Sie bitte die Informationsquellen die sie regelmäßig
nutzen auf und geben in die Suchzeile mal ACTA ein.
Traurige Informationen. Warum ? Es war jahrelang geheim !
Nur durch Netzaktivisten kamen erste Veröffentlichungen
überhaupt an das Ohr von normalen Bürgern !
Aber das scheint niemanden zu stören, Geheimverhandlungen von
Leuten die unsere Gesetze und Abkommen machen ist ja "völlig
normal", wehe wenn da ein böser Bube auf die Straße geht !
Meine Bitte --- informieren Sie sich richtig und demonstrieren am
11.02.2012 einfach mal mit !
Beste Grüße
Ralph Metzger
Die "hardcore-Internetgemeinde" soll Ihre Drohung doch mal wahr machen. Halten sie ja gar nicht lange durch. Sagen ja selbst, dass sich ihr Leben zu einem nicht unerheblichen Teil online abspielt. Aber es täte ihnen wahrscheinlich gut mal vier Wochen kein Internet zu haben.
Die Argumente der Netzgemeinschaft laufen eigentlich immer auf das
Gleiche hinaus. Die Freiheit des Internets muss geschützt werden,
jeder Eingriff ist ein Eingriff zuviel. Die grundlegenden Rechte der
Menschheit etc tec etc.
Es gibt kein Grundrecht auf Nutzung fremden Eigentums, auch wenn man so
schön fremdes Eigentum übe das Netz verbreiten kann. Und dass
fremdes Eigentum über des Netz benutzt wird wird selbst der
begeistertste free-internet-Aktivist anerkennen müssen.
Die Netzgemeinschaft hält sich nicht an die bestehenden
Eigentumsregeln. Jede neue Technologie, die benutzt wird um dies zu
unterbinden wird umgangen. Firmen bieten Produkte allein zum Zweck an,
Eigentumsrechte zu verletzen.
Auf den moralischen Kompass der Menschen kann man sich nicht verlassen,
da sogar biedere Bürger es inzwischen normal finden, Filme, Musik
etc kostenlos herunterzuladen.
Wer nicht hören will muss fühlen.
Reich
...lich informiert sind sie ja nicht. Durch Acta werden Upload und Download eines PC`s ständig überwacht, unabhängig davon ob ich Musik, Filme, etc illegal anschaue. Zudem können beispielsweise Videos auf Youtube gelöscht werden nur weil z.b. im Hintergrund Musik zu hören ist. Wenn sie im Internet ein Bild runterladen, für eine PP-Presentation, ist es das selbe. Ich sehe die Freiheit eines jeden gefährdet.
Sehr geehrter Herr v. Peter sie vertreten eine extreme sichtweise
Als Gegensichtweise könnte man aufführen dass wir in der
Letzten Zeit sehen konnten wie Gestandene Demokraten
demokratiefeindliche Positionen Vertreten haben.
.
Sowohl ihre Formulierung als auch meine Überspitzt dargestellte
Formulierung, wenig zur Klärung der Fakten beitragen sondern nur
extrempositionen abstecken.
.
Auch wenn ich gewöhnlich den Kommentar Empfehle den ich kommentiere
habe ich es in diesem Fall nicht gemacht. Sondern den Kommentar von Moe
Pad 07.02.2012 11:41 Uhr.
.
Ich persönlich kenne den Stand der ACTA nicht und sehe aber das
eine Übertreibung sehr sehr schnell dazu führen kann, dass
weltweit die verschiedenen Rechtsauffassungen aufeinanderprallen und
sehr viel Schaden angerichtet wird. Und das nur weil einigen Unternehmen
die Gewinne wegbrechen weil sie sich nicht an neue Technologien anpassen können?
.
Eine nüchterne Beschreibung des Inhaltes und der Pro und Contra
Argumente würden mich interessieren.
Schmalspurjuristenbelästigung.
Die Freiheitsrechte sollen eingeschränkt werden unter dem Deckmantel von Gier und Profit.
Das Eigentum ist geschützt.
Das Eigentum ist gesetzlich geschützt. Und an die entsprechenden
Leute kommt man mit bestehendem Gesetz ran (s. Kim Schmitz).
Wozu also die Überwachung? Es wird ja auch (zum Glück!) nicht
jeder Brief, den man verschickt, geöffnet und durchgelesen, weil
man den Briefverkehr missbrauchen könnte, um Anschläge oder
ähnliches zu planen.
Und wenn hier alles astrein und mit gutem Gewissen gemacht wird, warum
laufen dann die Verhandlungen zu Acta unter Ausschluss der Öffentlichkeit?
Deshalb ist es trotzdem ein Unding über etwas abzustimmen das man gar nicht kennt.
Man muss sich das mal überlegen: Da sollen Parlamente einen
internationalen Vertrag absegnen, dessen Inhalt sie gar nicht kennen.
Und das schlimme ist: Die tun das auch noch. In ACTA ist geregelt
daß bei Auslegungsstreitigkeiten die Verhandlungsprotokolle
gelten. Nur: Diese sind bisher gar nicht veröffentlicht worden.
... für diesen Artikel und die enthaltenen Links :) Eine Auflistung, was denn Acta nun genau regelt und was nicht, wäre noch sehr interessant gewesen (aber wahrscheinlich zu aufwendig). Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden! Um mal Gabe Newell sinngemäß zu zitieren: "(Software-)Piraterie ist fast immer ein Service-Problem." Der gute Mann verdient sein Geld übrigens mit der Herstellung von Computerspielen. Und seiner Firma geht's immer noch gut, obwohl er nichts von DRM und sonstigem hält. Anstatt das die Industrie ihre "Rechte" mit Acta durchsetzt, könnte sie auch mal allgemein ihr Konzept für den digitalen Vertrieb überdenken.
Die, die Profite des Informationszeitalters in den Händen zu haben glauben
Ich zitiere aus Avaaz: „Es ist empörend -- die Regierungen von 80 Prozent der Weltbevölkerung waren von den Verhandlungen um das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ausgeschlossen und ungewählte Bürokraten haben eng mit Konzern-Lobbyisten zusammengearbeitet um sich neue Regeln und ein viel zu mächtiges Vollzugsverfahren auszudenken.“ Die Forderung endlich die Öffentlichkeit einzuschalten, also in den wirklich öffentlichen Diskurs einzusteigen, ist doch die, die Avaaz stellt. Geschähe dies, müssten auch keine angeblich überholten Vorlagen mehr diskutiert werden. Denn auch das haben die zu verantworten, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Konzerne, die die Profite des Informationszeitalters in den Händen zu haben glauben - Patente, Urheberrechte, usw. usf. -, und die sehr gut wissen, wie sie damit die Weltbevölkerung in ihren Grundrechten bedrohen.