04.12.2008 · Das Bundesarchiv kooperiert mit der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Schrittweise und kostenlos gibt das Archiv hunderttausend digitalisierte Bilder aus seinem Bestand für das Netz frei.
Das Bundesarchiv geht ins interaktive Internet und hat sich die Online-Enzyklopädie Wikipedia dafür als Kooperationspartner ausgesucht. Seit vergangenem Donnerstag gibt das Archiv kostenlos und schrittweise hunderttausend digitalisierte Bilder aus seinem Bestand für das Netz frei, damit diese von Wikipedia-Mitgliedern mit den entsprechenden Einträgen verbunden werden können.
„Das ist für uns der Einstieg in das Web 2.0“, sagte Angelika Menne-Haritz, die Vizepräsidentin des Bundesarchivs, in Berlin bei der Vorstellung des Projekts, das erstmals staatlich angelegte und betreute Bestände mit Hilfe privater Nutzer erschließen soll. Zum einen will das Bundesarchiv damit den Zugang zu den Beständen verbreitern, zum anderen hofft es, auf diesem Weg bislang unerkannt gebliebene Personen auf Fotografien identifizieren zu können. Die deutschsprachige Version von Wikipedia ist nach der englischsprachigen die zweitgrößte der Welt. Die Kooperation mit dem Bundesarchiv zeigen, welche Bedeutung die Online-Enzyklopädie inzwischen habe, sagte ihr Gründer Mathias Schindler.