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Konflikt um Gema-Tarife Die Gema und die Gier der Internetgiganten

 ·  Im Augenblick wird um die neuen Tarife der Gema gestritten. Die Musikclubbesitzer haben Grund, sich zu sorgen. Beim Großkonzern Google/Youtube liegt der Fall anders.

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Jan Nebendahl
Jan Nebendahl (Flin2) - 09.08.2012 17:25 Uhr

Die Gier der Contentgiganten

Es ist übrigens richtig putzig, wie hier populistisch die "arme" GEMA einerseits, und die bösen, "gierigen", "Internet-Giganten" andererseits dargestellt werden.

Als wären GEMA und Urheberrechtslobbyismus nicht nur die Verlängerten Arme der Major Labels. Disney. Sony Music/Columbia. Comcast-GE/Universal. EMI. Time Warner. Viacom/Paramount. NewsCorp/Fox. Vivendi.

Ein Milliardenkonzern nach dem anderen, der sich für Verschärfung der Urheberrechte stark macht. Auf Kosten der Allgemeinheit. Unter dem Vorwand, den Urhebern zu dienen. Mit Jahresumsätzen von gemeinsam weit über 100 Mrd. €.

So zu tun, als würden die armen Urheber ganz allein gegen die bösen Internetgiganten dastehen, ist bestenfalls naiv, und schlimmstenfalls eine bewusste Irreführung.

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Jan Nebendahl
Jan Nebendahl (Flin2) - 09.08.2012 15:54 Uhr

Umsatz und Gewinn, die grundlegenden Rätsel moderner Marktwirtschaft

Als kulturpolitische Sprecherin einer Bundestagsfraktion sollte man in der Lage sein, zwischen Umsatz und Gewinn zu unterscheiden. Zuerst die Aussage, dass Youtube "mehr als eine Mrd. Dollar erwirtschaftet". Dann die Behauptung, dass Google mit den Inhalten anderer Geld verdient. Der Gesamtkonzern erzielt 54% seiner Umsätze ausserhalb der USA. Wenn dies auf Youtube auch zutrifft, erzielt also Google mit Youtube ausserhalb der USA Umsätze von knapp 500 Mio US-$. Weltweit. Das ist deutlich weniger als die GEMA.

Wieviel Geld verdient denn Google nun mit Youtube? Ein Gewinn von Youtube ist nicht bekannt, nur, dass Youtube wohl zum Ergebnis von Google beiträgt.

Aber Leute wie Frau Krumwiede stellen ja gerne die armen Künstler und die gute GEMA gegen die bösen Internetz-Giganten, vor allem natürlich gegen Google.

Und noch etwas übersieht Frau Krumwiede. Auf der ganzen Welt hat sich Google mit Urhebern geeinigt. Nur die GEMA, die kriegt anscheinend den Hals nicht voll.

Viel Gefasel.

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Joe Völker
Joe Völker (pianojoe) - 08.08.2012 14:19 Uhr

Gut geschrieben!

Endlich mal ein fundierter Artikel zum Thema, der die Sicht der Künstler einfängt. Youtube macht in der Tat etwas, wofür andere zu hohen Strafen verurteilt würden. Sicher ist die GEMA nicht der große Sympathieträger, aber sie erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe.
Bestimmte Aspekte, zB die GEMA-Vermutung oder die Datenträger-Abgabe sind sicher diskussionswürdig. Dass ein Getränk in der Disco ab 2018 0,25 Euro mehr kosten wird, ist m. E. völlig OK und nicht der "Untergang der Abendlandszene". Die Discos haben jahrelang viel zu wenig bezahlt!
Besser wäre es gewesen, der DeHoGa hätte (wie die Karnevalisten verhandelt) und dringend notwendige Verbesserungen eingebracht. Ich würde mir zB eine Unterscheidung zwischen Clubs und Discos wünschen. Das ist überfällig!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 16:56 Uhr
Jan Nebendahl
Jan Nebendahl (Flin2) - 09.08.2012 16:56 Uhr

Was macht denn Youtube Strafbares? Stimmt, nichts.

Youtube stellt seinen Nutzern eine Videoplattform zur Verfügung, damit diese Videos hochladen und betrachten können. Die Nutzer laden entgegen der Nutzungsbestimmungen urheberrechtlich geschützte Dinge hoch. Diese werden nach einer Anzeige bei Youtube aus dem Sortiment genommen. Obendrein stellt Youtube Urhebern Werkzeuge zur Verfügung, um den Upload urheberrechtlich geschützter Werke zu unterbinden.

Und nach welchem Maßstab haben denn Clubs "zu wenig" gezahlt? Nach dem, dass die GEMA Mitglieder gerne mehr Geld haben wollen?

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Matthias Ulmer
Matthias Ulmer (mulmer) - 08.08.2012 12:19 Uhr

Respekt!

So einen sachlichen und gut informierten Artikel hätte man sich von der Redaktion gewünscht. Dass er von einer Politikerin kommt ist wirklich beeindruckend. Und bewundernswert die aufrechte Haltung, mit der Frau Krumwiede hier eine Meinung vertritt, für die sie in ihrer Partei verflucht wird.

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Werner Grunewald

Google - die Guten?

Was ich mich schon länger frage ist, warum die GEMA nicht gegen Google/YouTube eine Unterlassungserklärung erwirkt. Ist es tatsächlich rechtens, daß YouTube bei nicht verfügbaren Filmchen einen Text einblendet, der der GEMA die Schuld für die Nichtzugänglichkeit dieser Filmchen in die Schuhe schiebt? Ich sehe mit großer Sorge, was Google sich hier für eine unglaubliche Dreistigkeit leistet. "Don't be evil!" ist offenbar Vergangenheit.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 17:13 Uhr
Jan Nebendahl
Jan Nebendahl (Flin2) - 09.08.2012 17:13 Uhr

Wie kommt es...

... dass sich Google in fast allen Ländern der Welt mit den Urhebern einigen kann, nur nicht in Deutschland? USA? Kein Problem. England, Frankreich (auch mit Verwertungsgesellschaft), kein Problem.

Gerüchtehalber verlangt die GEMA 2000.- € / 1 Mio Abrufen.
In England zahlt Google an die dortige Verwertungsgesellschaft 185.- € / 1 Mio Abrufe, also knapp ein Zehntel.

Natürlich ist die GEMA schuld daran, dass Youtube die Filme nicht zeigt. Soll Youtube offenen Auges in die Verlustzone fahren, und der GEMA obendrein ohne Not Forderungen in angeblicher Millionenhöhe in die Hand geben.

Das hat doch mit "evil" nichts zu tun, den Geldbeschaffer für die GEMA zu spielen, nur damit die ganzen Uralt-Mitglieder von anno dazumal fleissig an Dingen verdienen, mit denen sie nix zu tun haben.

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Matthias Ulmer
Matthias Ulmer (mulmer) - 08.08.2012 08:24 Uhr

Nein

Don't be evil hat nie für Google selbst gegolten. Das war immer nur als Drohung gegen die Gegner gemeint.

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Andreas Lucas

Gut recherchiert, sachlich neutral.

Hier wird einmal die Sachlage kompetent und nachvollziehbar geschildert.

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Filip Tuma

Ihrer Satzung nach ein uneigennütziger Verein -

wem ist die GEMA zu Uneigennutz verpflichtet? Jährliche Ausschüttungen im hohen 9-stelligen Bereich lassen bei niemandem Begehrlichkeiten aufkommen? Wie wird man ordentliches Mitglied?
In der öffentlichen Kritik steht derzeit NICHT das Konzept, den Urheber zu schützen und zu entlohnen. Die GEMA jedoch unterliegt dem bürokratischen Reflex, Verantwortlichkeiten von sich zu weisen, scheinbar Dienst nach Vorschrift zu machen - UrhWG aus 1965. Die GEMA sieht keinen Grund, etwas zu ändern. Doch je mehr sie sich gegen die Zeiten stemmt, desto schneller wird sie zum unordentlichen Relikt verstauben.
Mythos: Nicht die GEMA verhindert den Kulturaustausch über Videoportale, sondern die Lizenzgeber?
"Es liegt nicht an uns. Wir haben den Marktteilnehmern unsere Inhalte lizenziert. Sie müssen diese Frage an die deutsche Verwertungsgesellschaft Gema richten, die Urheberrechte sehr restriktiv lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren." (E. Berger - Sony, in: Die Welt.)
Adieu.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 19:38 Uhr
Andreas Lucas

Ihrer Satzung nach ein uneigennütziger Verein

Man wird übrigens ordentliches GEMA Mitglied, wenn man in einem Zeitraum von 5 Jahren mindestens 30.000 Euro erwirtschaftet hat. Den ordentlichen Status erhalten also professionelle, d.h. erfolgreiche Urheber.
Aber leider steht das "Konzept" (ich würde es eher das Grundprinzip einer modernen Marktwirtschaft nennen) den Urheber zu entlohnen durchaus in der öffentlichen Kritik. Eine Piratenpartei fordert sogar den freien Zugang und das prinzipielle Recht zu privaten Kopie (und Verbreitung. Wie der Urheber damit geschützt werden soll, bleibt indessen ein Rätsel.
Im übrigen ist bei der GEMA durchaus noch Potential für Verbesserungen. Sowohl was Lizenzierungsmodelle betrifft, als auch ihr Selbstverständnis. Aber eine Alternative zu ihr gibt es nicht. Ebenso wenig, wie auch nur ansatzweise als fair zu bezeichnende "Angebote" der Portale und Contentnutzerkonzernen.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 07.08.2012 18:29 Uhr

Endlich mal ein sauberer, nicht populistischer Artikel zu dem Thema! Danke!

Ich bin seit vielen Jahren in dieser Branche tätig und auch kein Freund der GEMA, da diese zum Teil sehr schwerfällig ist und hinsichtlich ihrer Kommunikation seit Jahrzehnten schlecht arbeitet. Ausserdem sind ihre Tarife für die Radiosender deutlich zu niedrig mit ca. 2% der Sendereinnahmen. (Und die Mehrheit der Deutschen halten die GEZ-Gebühren für GEMA-Gebühren, wie ich in vielen Gesprächen immer wieder feststellen muss) Das ändert aber nichts an den Fakten.

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Marcel Kernics

"Einvernehmlich einigen"?

Wie soll man sich mit einem Angebotsmonopolisten fair einigen? "Einvernehmliche Einigungen" bestehen darin, dass der Monopolist den Vertragspartner unter Druck bis zum Maximum auspresst und dieser keine andere Wahl hat als letztendlich zuzustimmen. Das ist wirtschaftliches Einmaleins.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 18:24 Uhr
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 07.08.2012 18:24 Uhr

Sorry, sie scheinen darüber nur Kinderwissen zu haben - die GEMA wird wie

jedes quasi-Monopol von einem Gremium kontrolliert, das in D übrigens noch deutlich niedrigere Preise und nettere Bedingungen erzwingt als in diversen anderen Ländern (wo das auch seit langem ähnlich geregelt ist, da man weis, das einzelne Komponisten keine Chance haben, ihr Geld zu bekommen). Die Autorin erwähnt das auch explizit in ihrem Artikel - aber die GEMA-Gegner ignorieren diese Tatsache geflissentlich.

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Armin Meier
Armin Meier (Duese5) - 07.08.2012 17:40 Uhr

Absicht oder schlecht recherchiert?

Was mich etwas stört ist die Tatsache, dass hier bewusst Google/Youtube als gierig hingestellt wird, während auf die Gier der GEMA gegenüber Youtube mit einem Wort eingegangen wird.
In anderen Ländern hat Youtube sich mit Rechteverwertern geeinigt. Und wie? In den anderen Ländern verlangten die Rechteverwerte 0,xCent pro gespieltem Video. Die Gema wollte aber mehrere Cent pro Video und das bekäme Youtube durch die Werbung definitiv nicht rein.
Bitte noch einmal die Hintergründe recherchieren (die in verschiedenen anderen Zeitungen wie SZ und ZEIT schon des öfteren veröffentlicht wurden) und dann den Artikel am besten nochmal überarbeiten.
Momentan grenzt er eher an boulevardeske Meinungsmache denn an gut recherchierte Berichterstattung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.08.2012 21:25 Uhr
Markus Buchner

lol, bitte mal selber recherchieren

"In anderen Ländern hat Youtube sich mit Rechteverwertern geeinigt."

...und in Deutschland hat sich die GEMA mit myvideo, tape.tv, vimeo und konsorten geeinigt. dass die GEMA sich im gegensatz zu verwertungsgesellschaften im ausland nicht von google über den tisch ziehen lassen will, ist mehr als nachvollziehbar. siehe zB die abrechnung deutscher verlage aus england (PRS-gebiet)... http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/

wenn myvideo & co. trotz GEMA-zahlungen ein funktionierendes geschäftsmodell aufrecht erhalten können, wieso nicht der platzhirsch youtube?

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Rudolf März
Rudolf März (maerkur) - 07.08.2012 17:32 Uhr

Frau Krumwiede, nehmen die Grünen keine Spenden an ?

Wenn doch:
Warum ?
Von wem ?
Von den Andersdenkenden?
Für was ?

Ein Monopol wie die GEMA eines ist, noch dazu ausgestattet mit nahezu absolutistischen Exekutivmitteln, steht nicht gerade für eine moderne Demokratie und erst recht nicht für eine freie Marktwirtschaft. Die GEMA verteidigt nur ihre Pfründe, was sie weiterleitet nur Kosten.

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Melanie Czarnofske

Das ist weniger einseitig als die permanente Negativ-PR gegen die GEMA!

Mag ja sein, dass nicht alles gut läuft bei der GEMA, aber dann sollte man sich wenigstens an einen Tisch setzen und verhandeln, das alle Seiten zufrieden sind bzw. sich etwas verändert im Interesse aller. Und nicht über die Köpfe von Urhebern entscheiden. Denn es ist schließlich nicht die GEMA, die sich gegen die Urheberrechtsverletzungen wehrt, sondern die Urheber, die hinter der GEMA stehen. Mich wundert, dass viele achso kritische junge Leute eher auf der Seite von Google und Co. stehen, die doch sonst schon machen, was sie wollen, ohne auf die Interessen anderer einzugehen, weil sie es sich aufgrund ihrer finanziellen Macht leisten können. Ich frage mich, wie diese Leute reagieren würden, wenn man ihnen Ideen klauen würde oder mit ihrer Arbeit Geld verdient ohne sie zu beteiligen. Wenn es um das Gut anderer geht, ist man sicher liberaler, als wenn es ums eigene geht. Wen sollte es denn stören, wenn die Urheber entlohnt werden? Jeder andere wird auch für seine Arbeit entlohnt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:59 Uhr
Rolf-Dirk Maehler

@ Melanie Czarnofske (melziebrie) - Da scheinen Sie aber etwas nicht mitbekommen zu haben

Es wird nicht über die Köpfe der "Urhebern" entschieden, sondern nur über die Köpfe von uns ganz normalen Bürgern. Aufgrund einer verfehlten Gesetzgebung kann die GEMA nahezu willkürlich Einnahmen erheben und zwar in einer Gesamthöhe des Vielfachen der repräsentierten Urheberrechte. Ganz normale Gaststätten müssen Leistungen erbringen auf der Basis von alltäglicher Maximalbelegung = völlig unrealistisch. Und Datenträger werden mit einer völlig unrealistischen Abgabe belegt, wie z.b. Datenträger für Fotoapparate. Wo bitte werden da Urheberrechte genutzt? Und die Liste kann man endlos fortsetzen. Auch Kunstschaffende müssen in einer freien Gesellschaft ihre Produkte selbst vermarkten, nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage, aber keinesfall über Zwangsabgaben. Auch gegen eine Vertretung durch eine Organisation wie die GEMA wäre nichts einzuwenden, wenn diese wie jeder andere Marktteilnehmer einen Leistungsnachweis erbringen müsste um zu berechnen.

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Sebastian Kramer (Krakz) - 07.08.2012 17:54 Uhr

So ist es nun ja nicht

Die Sachlage ist ja nicht, dass Youtube die Künstler ausbeutet oder an denen verdient, die Musik wird einfach nicht gespielt.

Dass der Sperr-Hinweis die Gema etwas piekst, ist richtig erkannt, aber doch normal

Letztlich versteht sich Youtube primar als Abspielplattform von User-Generated-Content - das ist dann für Medienprofis nicht das richtige Umfeld

Und die GEMA hat eher das Problem, dass die Künstler am liebsten gar nichts in dem Verein tun, den Scheck einlösen und dann über die Bürokratie lästern. Die sollten sich mal mehr für ihren Geldeintreiber grade machen

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Rolf-Dirk Maehler

Dem Artikel dieser "grünen" Dame muß man schärfstens widersprechen: Die Gema ist kein ...

... Wohltätigkeitsverein, wie es hier versucht wird darzustellen. Ganz im Gegenteil haben unsere erlauchten Gesetzgeber es geschafft, der GEMA quasistaatliche Vollmachten zu erteilen und das Abkassieren darf sogar mit Unterstützung juristischer Hilfstruppen auf der Basis von Vermutungen erfolgen. Auch ganz normale Speisegaststätten müssen sich auf der Basis ihrer maximal möglichen Belegung abzocken lassen, obwohl man weiß, daß es gerade in diesem Gewerbe auch Zeiten mit schwächerem Besuch gibt. Jedermann darf für seine Waren und/oder Leistungen nur aufgrund tatsächlicher Nachweise berechnen, nur die Gema darf vermuten. Und um der Sache noch die Krone aufzusetzen, werden Zwangsgebühren für Datenträger einfach erhoben ohne auch nur den Schatten eines Nachweises für entsprechende Nutzung. Und der Beweis ist einfacher als man denkt: Datenträger in Fotoapperaten werden mit der Gebühr belegt, obwohl es mehr als offensichtlich ist, daß sie niemals wie behauptet genutzt werden. Und vieles mehr

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Johann Schulz-Gebeltzig

GEMA ist sowas von letztes Jahrtausend!

Das Problem der GEMA ist nicht Google, nicht die Clubs, nicht die Raubkopierer - sondern ihr eigener Starrsinn. Ihre Unvernunft. Ihre Dummheit.

Man kann nicht pro Klick(!) auf ein Video zweistellige Centabgaben fordern. Das ist absurd! Früher kaufte man eine Schallplatte und von dieser gingen z.B. geratene 50ct an den Künstler. Man hörte sie dutzende Male. Nun sind es z.B. 12ct pro Klick! Selbst wenn ich das in Abwesenheit in Schleife laufen lasse! Wie absurd!

Beim Musikstreaming à la Simfy und Spotify erkennt die Musikbranche gerade, dass man zwar wenig verdient, aber dafür von vielen. Von Millionen! Und Fans die Musik trotzdem noch separat auf CD kaufen. Und Konzerte besuchen! Hoffentlich werden die Künstler und Musiklabel endlich so vernünftig, der GEMA ihre Inhalte zu entziehen. Sich aus dem System zu lösen. SELBER Geld zu verdienen.

Und ja, mancher bleibt auf der Strecke. Wie in der Wirtschaft auch! Jeder, der nicht eine Nachfrage bedient, erleidet Schiffbruch. Auch Musiker!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:28 Uhr
Martin Haas

Wer fordert zweistellige Centabgaben pro Klick?

Es ist nicht ratsam, propagandistische Behauptungen einfach nachzuplappern, ohne die Fakten zu kennen. Oder haben Sie einen Beleg für diesen Unsinn?

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Fritz Fisch
Fritz Fisch (maniac78) - 07.08.2012 15:39 Uhr

Ein Wolf im Schafspelz

Oja! Ein sehr interessanter Artikel. Unparteiisch und ausreichend recherchiert! - Das soll wohl ein Witz sein, die GEMA als kultureller Robin Hood. Bei diesem Verein stehen doch die Interessen der Künstler an letzter Stelle, das sind Verbrecher doch weil es hier um viel Geld geht schaut der Staat natürlich weg.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:25 Uhr
Martin Haas

@Fisch

Informieren Sie sich doch bitte erst mal über die GEMA, bevor Sie hier mit Beleidigungen um sich schmeißen und tausende von Komponisten und Textdichtern als Verbrecher beschimpfen. Schämen Sie sich!

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Roland Magiera

Dem Bund Deutscher Karneval gehören Schützenvereine an, die sollte man nicht ärgern.

Es ist ein schwerer Fehler, sich mit denen anzulegen.
Da ist speziell im ländlichen Raum echte Macht konzentriert.
So stark, dass ich meinen Augen kaum trauen konnte, als so ein bayerischer Schützenverein nicht nur auf Wunsch eine Papst-Audienz erhalten hat, sondern im Vatikan seine Vorderlader abfeuern durfte.

Wenn die Gema sich mit diesen Vereinen anlegt, dann verliert sie. Aus den Kneipenwirten lässt sich schon wegen deren schlechten Ruf einiges mehr herauspressen und darauf verzichtet die Gema nicht.

Will damit sagen, dass sich der Bund deutscher Karneval imho in einer wesentlich mächtigeren Position befindet als die Dehoga.

Unser Fachabiklassenpauker (NRW) erschien eines Tages in voller Clowns-Montur im Unterricht, die schon ins Spöttische abgleitenden Blicke hat er prophylaktisch mit "wehe hier lacht einer, Karneval ist ne ernste Angelegenheit!" beendet. Später wurde er von einem anderen Pauker übel angeätzt, woraufhin dieser den wilden Zorn der Klasse zu spüren bekam.

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Closed via SSO
Sebastian Kramer (Krakz) - 07.08.2012 14:53 Uhr

Einseitig bis zur Schmerzgrenze,

Schon das Schielen auf den weltweiten (!) Brutto-Umsatz des Unternehmens zeugt schon von einer gehörigen Interessens-Blindheit. Das Spekulieren darüber was Youtube sich leisten könnte oder sollte, ist doch müßig. Anders als Clubbetreiber oder Radiostationen kann der Konzern auf GMEA-pflichtige Musik verzichten. Statt Geld an Musiker und Gema zu verteilen, wird lieber Geld in Web-TV-Formate investiert.

Ich meine, das ist auch klüger. Das Verhalten ist in etwas so, als würde ein Firma auf Fahrstuhlmusik verzichten, weil das Gedudel mit GEMA zu teuer wird. Außerdem lernt der User hier einmal, dass es legal eben nicht alles umsonst geben kann. Mancher Verlag wäre froh, wenn er sich diese Position leisten könnte.

Und dann noch das Gegreine, dass die Internetwirtschaft Think Tanks und Lobbygruppen finanziert. Das macht die Musik- und Filmindustrie schon ewig, aber jetzt stößt man mal auf Gegner, die mehr Kleingeld haben und das ist dann ganz ganz Bööse

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 15:39 Uhr
Johann Schulz-Gebeltzig

Fahrstuhlmusik

Genau deshalb gibt es Fahrstuhlmusik-Anbieter..... Ohne Witz! Auch GEMA-freie Hintergrundmusik für Bars, Bistros, Lounges. Günstiger als über die Zwangszentrale - die selbst hunderte Millionen kostet!!

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fritz Teich

Absolut richtig!

Man vermisst in der Liste der "Kriegsgewinnler" nur noch die liebe und ganz unschuldige Telekom.

Die "Internetindustrie" ist insoweit eine einzige kriminelle Vereinigung. Alle verdienen an den "massenhaften Verstoessen gegen das Urheberrecht im Internet", nur nicht die Urheber.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 07.08.2012 14:11 Uhr

Einseitig und naiv

Eine völlig einseitige Apologie der GEMA. Die Kritik an dieser Organisation wird an keiner Stelle wirklich aufgegriffen. Stattdessen plumpes Google-Bashing. Ein großer Konzern muß ja einfach böse sein. Ich bin weit davon entfernt Googles Interessen zu vertreten, aber was ist falsch daran, jemanden mit Spenden zu unterstützen, dessen Meinung einem gefällt? Wen unterstützen denn die Hollywood-Studios? Was ist mit den absurd hohen Gehältern der GEMA-Vorstände, mit den Zwangsabgaben auf Datenträger? Was mit der skandalösen Beweislastumkehr bei der GEMA-Vermutung?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:21 Uhr
Melanie Czarnofske

ja wie hoch sind denn die Vorstandsgehälter? Und die der Google-Vorstände?

Das müssen Sie dann mal sagen...

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 07.08.2012 15:02 Uhr

@Teich

Ich verstehe Ihre Frage nicht. Ich muß beim Kauf von Festplatten, USB-Sticks, DVD-Rohlingen etc. unabhängig von der Nutzung über den Kaufpreis Abgaben zahlen, die die GEMA nach ihrem geheimen Schlüssel verteilt. Was hat das mit Google zu tun?

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fritz Teich

Zwangsabgabe fuer Google?

Was soll denn die "Internetindustrie" von der Hardewareindustrie unterscheiden?

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Walpurga Müller-Schmidt

Die Scheinheiligkeit dieser Argumentation

Frau Krumwiede ist hier mal wieder ganz typisch mit einer sehr einseitigen Argumentation unterwegs. Sie fordert auf der einen Seite ganz polemischt, dass die Urheber (ich spare mir die lächerlichen weiblichen Zusätze hier) an Gewinnen durch ihre Werke beteiligt werden müssen.

Auf der anderen Seite "vergisst" Frau Krumwiede, dass die GEMA und die durch diese vertretenen Künstler selber massiv sich an den Leistungen anderer bereichern. Die Hersteller von Festplatten und Smartphones erbringen eine Leistung und müssen durch die sog. Pauschalabgabe irgendwelche Künstler bezahlen, deren Werke möglicherweise auf diesen Geräten gespeichert werden (egal ob sie vorher von einem Kunden bezahlt wurden oder nicht).

Würde die GEMA folgenden Vorschlag annehmen: Es gibt keine Pauschalabgabe mehr und die GEMA soll ihre Vorführgebühren haben. Davon können die Künstler "nicht leben"? Wenn sie nicht davon leben können, müssen sie den Beruf wechseln. Das muss der Bäcker dessen Brot nicht schmeckt auch.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.08.2012 12:49 Uhr
Matthias Ulmer
Matthias Ulmer (mulmer) - 08.08.2012 12:49 Uhr

Abgabe für Privatkopie

Die Geräteabgabe ist der Ausgleich für die Privatkopie. Und weil es technisch nicht möglich ist bei dem, der privat kopiert eine Lizenzgebühr zu erheben, wird die Gebühr auf den Datenträger umgelegt und über den Hersteller eingezogen, ein unkompliziertes und klares Verfahren. Die Höhe der Abgabe wird ausgehandelt, von Gerichten geprüft und vom Patentamt beaufsichtigt. Und die Verteilung der Abgabe erfolgt aufgrund von Beschlüssen der Greien der Rechteinhaber.
Wenn jemand jetzt sagt, dass er einen Stick gekauft hat und keine Musik darauf speichert, dann ist das eben in der Abgabenhöhe einkalkuliert: auf X Leute die nichts darauf abspeichern kommen Y die das Ding mit Musik vollknallen.

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Walpurga Müller-Schmidt

Oh wie plump!

Sehr geehrter Herr Teich, haben sie auch noch irgendwas argumentatives zu ihrem atemberaubenden Text beizutragen, oder wars das?

Ein Festplattenhersteller, oder ein Smartphone Hersteller oder ein Hersteller für FAXGERÄTE hat absolut nichts mit irgendeiner Art von Kunst zu tun. Mit der gleichen Logik könnte ich Hersteller von Hämmern und Meisseln zur Zwangsabgabe zwingen, weil ich damit künstlerische Skulpturen "kopieren" kann.

Die GEMA hat sich mit Hilfe der Pauschalabgabe zu einem Parasiten entwickelt, der eigentlich nur von der Arbeit anderer Branchen und deren Innovationen profitiert. Die Künstler, die die Pauschalabgabe verteidigen, denen gönne ich jede einzelne Raubkopie von Herzen, denn sie sind keinen Deut besser.

Wenn sie ohne Pauschalabgabe nicht von Ihrer Kunst leben können, dann ist das das Problem der Künstler. Das Problem hat jeder Teilnehmer der Wirtschaft, der seine Waren/Leistungen nicht verkaufen kann. Die Künstler sind diesbezüglich extrem arrogant.

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fritz Teich

Geraeteabgabe ausweiten!

Die "Internetindustrie" kann nicht erst das Chaos anrichten und dann behaupten, es ginge sie nichts an!

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