07.08.2012 · Im Augenblick wird um die neuen Tarife der Gema gestritten. Die Musikclubbesitzer haben Grund, sich zu sorgen. Beim Großkonzern Google/Youtube liegt der Fall anders.
Von Agnes KrumwiedeRichtlinien für Lesermeinungen
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Es ist übrigens richtig putzig, wie hier populistisch die
"arme" GEMA einerseits, und die bösen,
"gierigen", "Internet-Giganten" andererseits
dargestellt werden.
Als wären GEMA und Urheberrechtslobbyismus nicht nur die
Verlängerten Arme der Major Labels. Disney. Sony Music/Columbia.
Comcast-GE/Universal. EMI. Time Warner. Viacom/Paramount. NewsCorp/Fox. Vivendi.
Ein Milliardenkonzern nach dem anderen, der sich für
Verschärfung der Urheberrechte stark macht. Auf Kosten der
Allgemeinheit. Unter dem Vorwand, den Urhebern zu dienen. Mit
Jahresumsätzen von gemeinsam weit über 100 Mrd. €.
So zu tun, als würden die armen Urheber ganz allein gegen die
bösen Internetgiganten dastehen, ist bestenfalls naiv, und
schlimmstenfalls eine bewusste Irreführung.
Umsatz und Gewinn, die grundlegenden Rätsel moderner Marktwirtschaft
Als kulturpolitische Sprecherin einer Bundestagsfraktion sollte man in
der Lage sein, zwischen Umsatz und Gewinn zu unterscheiden. Zuerst die
Aussage, dass Youtube "mehr als eine Mrd. Dollar
erwirtschaftet". Dann die Behauptung, dass Google mit den Inhalten
anderer Geld verdient. Der Gesamtkonzern erzielt 54% seiner Umsätze
ausserhalb der USA. Wenn dies auf Youtube auch zutrifft, erzielt also
Google mit Youtube ausserhalb der USA Umsätze von knapp 500 Mio
US-$. Weltweit. Das ist deutlich weniger als die GEMA.
Wieviel Geld verdient denn Google nun mit Youtube? Ein Gewinn von
Youtube ist nicht bekannt, nur, dass Youtube wohl zum Ergebnis von
Google beiträgt.
Aber Leute wie Frau Krumwiede stellen ja gerne die armen Künstler
und die gute GEMA gegen die bösen Internetz-Giganten, vor allem
natürlich gegen Google.
Und noch etwas übersieht Frau Krumwiede. Auf der ganzen Welt hat
sich Google mit Urhebern geeinigt. Nur die GEMA, die kriegt anscheinend
den Hals nicht voll.
Viel Gefasel.
Endlich mal ein fundierter Artikel zum Thema, der die Sicht der
Künstler einfängt. Youtube macht in der Tat etwas, wofür
andere zu hohen Strafen verurteilt würden. Sicher ist die GEMA
nicht der große Sympathieträger, aber sie erfüllt eine
sehr wichtige Aufgabe.
Bestimmte Aspekte, zB die GEMA-Vermutung oder die
Datenträger-Abgabe sind sicher diskussionswürdig. Dass ein
Getränk in der Disco ab 2018 0,25 Euro mehr kosten wird, ist m. E.
völlig OK und nicht der "Untergang der Abendlandszene".
Die Discos haben jahrelang viel zu wenig bezahlt!
Besser wäre es gewesen, der DeHoGa hätte (wie die
Karnevalisten verhandelt) und dringend notwendige Verbesserungen
eingebracht. Ich würde mir zB eine Unterscheidung zwischen Clubs
und Discos wünschen. Das ist überfällig!
Was macht denn Youtube Strafbares? Stimmt, nichts.
Youtube stellt seinen Nutzern eine Videoplattform zur Verfügung,
damit diese Videos hochladen und betrachten können. Die Nutzer
laden entgegen der Nutzungsbestimmungen urheberrechtlich geschützte
Dinge hoch. Diese werden nach einer Anzeige bei Youtube aus dem
Sortiment genommen. Obendrein stellt Youtube Urhebern Werkzeuge zur
Verfügung, um den Upload urheberrechtlich geschützter Werke zu unterbinden.
Und nach welchem Maßstab haben denn Clubs "zu wenig"
gezahlt? Nach dem, dass die GEMA Mitglieder gerne mehr Geld haben wollen?
So einen sachlichen und gut informierten Artikel hätte man sich von der Redaktion gewünscht. Dass er von einer Politikerin kommt ist wirklich beeindruckend. Und bewundernswert die aufrechte Haltung, mit der Frau Krumwiede hier eine Meinung vertritt, für die sie in ihrer Partei verflucht wird.
Was ich mich schon länger frage ist, warum die GEMA nicht gegen Google/YouTube eine Unterlassungserklärung erwirkt. Ist es tatsächlich rechtens, daß YouTube bei nicht verfügbaren Filmchen einen Text einblendet, der der GEMA die Schuld für die Nichtzugänglichkeit dieser Filmchen in die Schuhe schiebt? Ich sehe mit großer Sorge, was Google sich hier für eine unglaubliche Dreistigkeit leistet. "Don't be evil!" ist offenbar Vergangenheit.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 17:13 UhrWie kommt es...
... dass sich Google in fast allen Ländern der Welt mit den
Urhebern einigen kann, nur nicht in Deutschland? USA? Kein Problem.
England, Frankreich (auch mit Verwertungsgesellschaft), kein Problem.
Gerüchtehalber verlangt die GEMA 2000.- € / 1 Mio Abrufen.
In England zahlt Google an die dortige Verwertungsgesellschaft 185.-
€ / 1 Mio Abrufe, also knapp ein Zehntel.
Natürlich ist die GEMA schuld daran, dass Youtube die Filme nicht
zeigt. Soll Youtube offenen Auges in die Verlustzone fahren, und der
GEMA obendrein ohne Not Forderungen in angeblicher Millionenhöhe in
die Hand geben.
Das hat doch mit "evil" nichts zu tun, den Geldbeschaffer
für die GEMA zu spielen, nur damit die ganzen Uralt-Mitglieder von
anno dazumal fleissig an Dingen verdienen, mit denen sie nix zu tun haben.
Nein
Don't be evil hat nie für Google selbst gegolten. Das war immer nur
als Drohung gegen die Gegner gemeint.
Gut recherchiert, sachlich neutral.
Hier wird einmal die Sachlage kompetent und nachvollziehbar geschildert.
Ihrer Satzung nach ein uneigennütziger Verein -
wem ist die GEMA zu Uneigennutz verpflichtet? Jährliche
Ausschüttungen im hohen 9-stelligen Bereich lassen bei niemandem
Begehrlichkeiten aufkommen? Wie wird man ordentliches Mitglied?
In der öffentlichen Kritik steht derzeit NICHT das Konzept, den
Urheber zu schützen und zu entlohnen. Die GEMA jedoch unterliegt
dem bürokratischen Reflex, Verantwortlichkeiten von sich zu weisen,
scheinbar Dienst nach Vorschrift zu machen - UrhWG aus 1965. Die GEMA
sieht keinen Grund, etwas zu ändern. Doch je mehr sie sich gegen
die Zeiten stemmt, desto schneller wird sie zum unordentlichen Relikt
verstauben.
Mythos: Nicht die GEMA verhindert den Kulturaustausch über
Videoportale, sondern die Lizenzgeber?
"Es liegt nicht an uns. Wir haben den Marktteilnehmern unsere
Inhalte lizenziert. Sie müssen diese Frage an die deutsche
Verwertungsgesellschaft Gema richten, die Urheberrechte sehr restriktiv
lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren." (E.
Berger - Sony, in: Die Welt.)
Adieu.
Ihrer Satzung nach ein uneigennütziger Verein
Man wird übrigens ordentliches GEMA Mitglied, wenn man in einem
Zeitraum von 5 Jahren mindestens 30.000 Euro erwirtschaftet hat. Den
ordentlichen Status erhalten also professionelle, d.h. erfolgreiche
Urheber.
Aber leider steht das "Konzept" (ich würde es eher das
Grundprinzip einer modernen Marktwirtschaft nennen) den Urheber zu
entlohnen durchaus in der öffentlichen Kritik. Eine Piratenpartei
fordert sogar den freien Zugang und das prinzipielle Recht zu privaten
Kopie (und Verbreitung. Wie der Urheber damit geschützt werden
soll, bleibt indessen ein Rätsel.
Im übrigen ist bei der GEMA durchaus noch Potential für
Verbesserungen. Sowohl was Lizenzierungsmodelle betrifft, als auch ihr
Selbstverständnis. Aber eine Alternative zu ihr gibt es nicht.
Ebenso wenig, wie auch nur ansatzweise als fair zu bezeichnende
"Angebote" der Portale und Contentnutzerkonzernen.
Endlich mal ein sauberer, nicht populistischer Artikel zu dem Thema! Danke!
Ich bin seit vielen Jahren in dieser Branche tätig und auch kein Freund der GEMA, da diese zum Teil sehr schwerfällig ist und hinsichtlich ihrer Kommunikation seit Jahrzehnten schlecht arbeitet. Ausserdem sind ihre Tarife für die Radiosender deutlich zu niedrig mit ca. 2% der Sendereinnahmen. (Und die Mehrheit der Deutschen halten die GEZ-Gebühren für GEMA-Gebühren, wie ich in vielen Gesprächen immer wieder feststellen muss) Das ändert aber nichts an den Fakten.
Wie soll man sich mit einem Angebotsmonopolisten fair einigen? "Einvernehmliche Einigungen" bestehen darin, dass der Monopolist den Vertragspartner unter Druck bis zum Maximum auspresst und dieser keine andere Wahl hat als letztendlich zuzustimmen. Das ist wirtschaftliches Einmaleins.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 18:24 UhrSorry, sie scheinen darüber nur Kinderwissen zu haben - die GEMA wird wie
jedes quasi-Monopol von einem Gremium kontrolliert, das in D übrigens noch deutlich niedrigere Preise und nettere Bedingungen erzwingt als in diversen anderen Ländern (wo das auch seit langem ähnlich geregelt ist, da man weis, das einzelne Komponisten keine Chance haben, ihr Geld zu bekommen). Die Autorin erwähnt das auch explizit in ihrem Artikel - aber die GEMA-Gegner ignorieren diese Tatsache geflissentlich.
Absicht oder schlecht recherchiert?
Was mich etwas stört ist die Tatsache, dass hier bewusst
Google/Youtube als gierig hingestellt wird, während auf die Gier
der GEMA gegenüber Youtube mit einem Wort eingegangen wird.
In anderen Ländern hat Youtube sich mit Rechteverwertern geeinigt.
Und wie? In den anderen Ländern verlangten die Rechteverwerte
0,xCent pro gespieltem Video. Die Gema wollte aber mehrere Cent pro
Video und das bekäme Youtube durch die Werbung definitiv nicht rein.
Bitte noch einmal die Hintergründe recherchieren (die in
verschiedenen anderen Zeitungen wie SZ und ZEIT schon des öfteren
veröffentlicht wurden) und dann den Artikel am besten nochmal überarbeiten.
Momentan grenzt er eher an boulevardeske Meinungsmache denn an gut
recherchierte Berichterstattung.
lol, bitte mal selber recherchieren
"In anderen Ländern hat Youtube sich mit Rechteverwertern geeinigt."
...und in Deutschland hat sich die GEMA mit myvideo, tape.tv, vimeo und
konsorten geeinigt. dass die GEMA sich im gegensatz zu
verwertungsgesellschaften im ausland nicht von google über den
tisch ziehen lassen will, ist mehr als nachvollziehbar. siehe zB die
abrechnung deutscher verlage aus england (PRS-gebiet)... http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/
wenn myvideo & co. trotz GEMA-zahlungen ein funktionierendes
geschäftsmodell aufrecht erhalten können, wieso nicht der
platzhirsch youtube?
Frau Krumwiede, nehmen die Grünen keine Spenden an ?
Wenn doch:
Warum ?
Von wem ?
Von den Andersdenkenden?
Für was ?
Ein Monopol wie die GEMA eines ist, noch dazu ausgestattet mit nahezu
absolutistischen Exekutivmitteln, steht nicht gerade für eine
moderne Demokratie und erst recht nicht für eine freie
Marktwirtschaft. Die GEMA verteidigt nur ihre Pfründe, was sie
weiterleitet nur Kosten.
Das ist weniger einseitig als die permanente Negativ-PR gegen die GEMA!
Mag ja sein, dass nicht alles gut läuft bei der GEMA, aber dann sollte man sich wenigstens an einen Tisch setzen und verhandeln, das alle Seiten zufrieden sind bzw. sich etwas verändert im Interesse aller. Und nicht über die Köpfe von Urhebern entscheiden. Denn es ist schließlich nicht die GEMA, die sich gegen die Urheberrechtsverletzungen wehrt, sondern die Urheber, die hinter der GEMA stehen. Mich wundert, dass viele achso kritische junge Leute eher auf der Seite von Google und Co. stehen, die doch sonst schon machen, was sie wollen, ohne auf die Interessen anderer einzugehen, weil sie es sich aufgrund ihrer finanziellen Macht leisten können. Ich frage mich, wie diese Leute reagieren würden, wenn man ihnen Ideen klauen würde oder mit ihrer Arbeit Geld verdient ohne sie zu beteiligen. Wenn es um das Gut anderer geht, ist man sicher liberaler, als wenn es ums eigene geht. Wen sollte es denn stören, wenn die Urheber entlohnt werden? Jeder andere wird auch für seine Arbeit entlohnt.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:59 Uhr@ Melanie Czarnofske (melziebrie) - Da scheinen Sie aber etwas nicht mitbekommen zu haben
Es wird nicht über die Köpfe der "Urhebern" entschieden, sondern nur über die Köpfe von uns ganz normalen Bürgern. Aufgrund einer verfehlten Gesetzgebung kann die GEMA nahezu willkürlich Einnahmen erheben und zwar in einer Gesamthöhe des Vielfachen der repräsentierten Urheberrechte. Ganz normale Gaststätten müssen Leistungen erbringen auf der Basis von alltäglicher Maximalbelegung = völlig unrealistisch. Und Datenträger werden mit einer völlig unrealistischen Abgabe belegt, wie z.b. Datenträger für Fotoapparate. Wo bitte werden da Urheberrechte genutzt? Und die Liste kann man endlos fortsetzen. Auch Kunstschaffende müssen in einer freien Gesellschaft ihre Produkte selbst vermarkten, nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage, aber keinesfall über Zwangsabgaben. Auch gegen eine Vertretung durch eine Organisation wie die GEMA wäre nichts einzuwenden, wenn diese wie jeder andere Marktteilnehmer einen Leistungsnachweis erbringen müsste um zu berechnen.
So ist es nun ja nicht
Die Sachlage ist ja nicht, dass Youtube die Künstler ausbeutet oder
an denen verdient, die Musik wird einfach nicht gespielt.
Dass der Sperr-Hinweis die Gema etwas piekst, ist richtig erkannt, aber
doch normal
Letztlich versteht sich Youtube primar als Abspielplattform von
User-Generated-Content - das ist dann für Medienprofis nicht das
richtige Umfeld
Und die GEMA hat eher das Problem, dass die Künstler am liebsten
gar nichts in dem Verein tun, den Scheck einlösen und dann
über die Bürokratie lästern. Die sollten sich mal mehr
für ihren Geldeintreiber grade machen
Dem Artikel dieser "grünen" Dame muß man schärfstens widersprechen: Die Gema ist kein ...
... Wohltätigkeitsverein, wie es hier versucht wird darzustellen. Ganz im Gegenteil haben unsere erlauchten Gesetzgeber es geschafft, der GEMA quasistaatliche Vollmachten zu erteilen und das Abkassieren darf sogar mit Unterstützung juristischer Hilfstruppen auf der Basis von Vermutungen erfolgen. Auch ganz normale Speisegaststätten müssen sich auf der Basis ihrer maximal möglichen Belegung abzocken lassen, obwohl man weiß, daß es gerade in diesem Gewerbe auch Zeiten mit schwächerem Besuch gibt. Jedermann darf für seine Waren und/oder Leistungen nur aufgrund tatsächlicher Nachweise berechnen, nur die Gema darf vermuten. Und um der Sache noch die Krone aufzusetzen, werden Zwangsgebühren für Datenträger einfach erhoben ohne auch nur den Schatten eines Nachweises für entsprechende Nutzung. Und der Beweis ist einfacher als man denkt: Datenträger in Fotoapperaten werden mit der Gebühr belegt, obwohl es mehr als offensichtlich ist, daß sie niemals wie behauptet genutzt werden. Und vieles mehr
GEMA ist sowas von letztes Jahrtausend!
Das Problem der GEMA ist nicht Google, nicht die Clubs, nicht die
Raubkopierer - sondern ihr eigener Starrsinn. Ihre Unvernunft. Ihre Dummheit.
Man kann nicht pro Klick(!) auf ein Video zweistellige Centabgaben
fordern. Das ist absurd! Früher kaufte man eine Schallplatte und
von dieser gingen z.B. geratene 50ct an den Künstler. Man
hörte sie dutzende Male. Nun sind es z.B. 12ct pro Klick! Selbst
wenn ich das in Abwesenheit in Schleife laufen lasse! Wie absurd!
Beim Musikstreaming à la Simfy und Spotify erkennt die
Musikbranche gerade, dass man zwar wenig verdient, aber dafür von
vielen. Von Millionen! Und Fans die Musik trotzdem noch separat auf CD
kaufen. Und Konzerte besuchen! Hoffentlich werden die Künstler und
Musiklabel endlich so vernünftig, der GEMA ihre Inhalte zu
entziehen. Sich aus dem System zu lösen. SELBER Geld zu verdienen.
Und ja, mancher bleibt auf der Strecke. Wie in der Wirtschaft auch!
Jeder, der nicht eine Nachfrage bedient, erleidet Schiffbruch. Auch Musiker!
Wer fordert zweistellige Centabgaben pro Klick?
Es ist nicht ratsam, propagandistische Behauptungen einfach nachzuplappern, ohne die Fakten zu kennen. Oder haben Sie einen Beleg für diesen Unsinn?
Oja! Ein sehr interessanter Artikel. Unparteiisch und ausreichend recherchiert! - Das soll wohl ein Witz sein, die GEMA als kultureller Robin Hood. Bei diesem Verein stehen doch die Interessen der Künstler an letzter Stelle, das sind Verbrecher doch weil es hier um viel Geld geht schaut der Staat natürlich weg.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:25 Uhr@Fisch
Informieren Sie sich doch bitte erst mal über die GEMA, bevor Sie hier mit Beleidigungen um sich schmeißen und tausende von Komponisten und Textdichtern als Verbrecher beschimpfen. Schämen Sie sich!
Dem Bund Deutscher Karneval gehören Schützenvereine an, die sollte man nicht ärgern.
Es ist ein schwerer Fehler, sich mit denen anzulegen.
Da ist speziell im ländlichen Raum echte Macht konzentriert.
So stark, dass ich meinen Augen kaum trauen konnte, als so ein
bayerischer Schützenverein nicht nur auf Wunsch eine Papst-Audienz
erhalten hat, sondern im Vatikan seine Vorderlader abfeuern durfte.
Wenn die Gema sich mit diesen Vereinen anlegt, dann verliert sie. Aus
den Kneipenwirten lässt sich schon wegen deren schlechten Ruf
einiges mehr herauspressen und darauf verzichtet die Gema nicht.
Will damit sagen, dass sich der Bund deutscher Karneval imho in einer
wesentlich mächtigeren Position befindet als die Dehoga.
Unser Fachabiklassenpauker (NRW) erschien eines Tages in voller
Clowns-Montur im Unterricht, die schon ins Spöttische abgleitenden
Blicke hat er prophylaktisch mit "wehe hier lacht einer, Karneval
ist ne ernste Angelegenheit!" beendet. Später wurde er von
einem anderen Pauker übel angeätzt, woraufhin dieser den
wilden Zorn der Klasse zu spüren bekam.
Einseitig bis zur Schmerzgrenze,
Schon das Schielen auf den weltweiten (!) Brutto-Umsatz des Unternehmens
zeugt schon von einer gehörigen Interessens-Blindheit. Das
Spekulieren darüber was Youtube sich leisten könnte oder
sollte, ist doch müßig. Anders als Clubbetreiber oder
Radiostationen kann der Konzern auf GMEA-pflichtige Musik verzichten.
Statt Geld an Musiker und Gema zu verteilen, wird lieber Geld in
Web-TV-Formate investiert.
Ich meine, das ist auch klüger. Das Verhalten ist in etwas so, als
würde ein Firma auf Fahrstuhlmusik verzichten, weil das Gedudel mit
GEMA zu teuer wird. Außerdem lernt der User hier einmal, dass es
legal eben nicht alles umsonst geben kann. Mancher Verlag wäre
froh, wenn er sich diese Position leisten könnte.
Und dann noch das Gegreine, dass die Internetwirtschaft Think Tanks und
Lobbygruppen finanziert. Das macht die Musik- und Filmindustrie schon
ewig, aber jetzt stößt man mal auf Gegner, die mehr Kleingeld
haben und das ist dann ganz ganz Bööse
Fahrstuhlmusik
Genau deshalb gibt es Fahrstuhlmusik-Anbieter..... Ohne Witz! Auch GEMA-freie Hintergrundmusik für Bars, Bistros, Lounges. Günstiger als über die Zwangszentrale - die selbst hunderte Millionen kostet!!
Man vermisst in der Liste der "Kriegsgewinnler" nur noch die
liebe und ganz unschuldige Telekom.
Die "Internetindustrie" ist insoweit eine einzige kriminelle
Vereinigung. Alle verdienen an den "massenhaften Verstoessen gegen
das Urheberrecht im Internet", nur nicht die Urheber.
Eine völlig einseitige Apologie der GEMA. Die Kritik an dieser Organisation wird an keiner Stelle wirklich aufgegriffen. Stattdessen plumpes Google-Bashing. Ein großer Konzern muß ja einfach böse sein. Ich bin weit davon entfernt Googles Interessen zu vertreten, aber was ist falsch daran, jemanden mit Spenden zu unterstützen, dessen Meinung einem gefällt? Wen unterstützen denn die Hollywood-Studios? Was ist mit den absurd hohen Gehältern der GEMA-Vorstände, mit den Zwangsabgaben auf Datenträger? Was mit der skandalösen Beweislastumkehr bei der GEMA-Vermutung?
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 17:21 Uhrja wie hoch sind denn die Vorstandsgehälter? Und die der Google-Vorstände?
Das müssen Sie dann mal sagen...
@Teich
Ich verstehe Ihre Frage nicht. Ich muß beim Kauf von Festplatten, USB-Sticks, DVD-Rohlingen etc. unabhängig von der Nutzung über den Kaufpreis Abgaben zahlen, die die GEMA nach ihrem geheimen Schlüssel verteilt. Was hat das mit Google zu tun?
Zwangsabgabe fuer Google?
Was soll denn die "Internetindustrie" von der Hardewareindustrie unterscheiden?
Die Scheinheiligkeit dieser Argumentation
Frau Krumwiede ist hier mal wieder ganz typisch mit einer sehr
einseitigen Argumentation unterwegs. Sie fordert auf der einen Seite
ganz polemischt, dass die Urheber (ich spare mir die lächerlichen
weiblichen Zusätze hier) an Gewinnen durch ihre Werke beteiligt
werden müssen.
Auf der anderen Seite "vergisst" Frau Krumwiede, dass die GEMA
und die durch diese vertretenen Künstler selber massiv sich an den
Leistungen anderer bereichern. Die Hersteller von Festplatten und
Smartphones erbringen eine Leistung und müssen durch die sog.
Pauschalabgabe irgendwelche Künstler bezahlen, deren Werke
möglicherweise auf diesen Geräten gespeichert werden (egal ob
sie vorher von einem Kunden bezahlt wurden oder nicht).
Würde die GEMA folgenden Vorschlag annehmen: Es gibt keine
Pauschalabgabe mehr und die GEMA soll ihre Vorführgebühren
haben. Davon können die Künstler "nicht leben"? Wenn
sie nicht davon leben können, müssen sie den Beruf wechseln.
Das muss der Bäcker dessen Brot nicht schmeckt auch.
Abgabe für Privatkopie
Die Geräteabgabe ist der Ausgleich für die Privatkopie. Und
weil es technisch nicht möglich ist bei dem, der privat kopiert
eine Lizenzgebühr zu erheben, wird die Gebühr auf den
Datenträger umgelegt und über den Hersteller eingezogen, ein
unkompliziertes und klares Verfahren. Die Höhe der Abgabe wird
ausgehandelt, von Gerichten geprüft und vom Patentamt
beaufsichtigt. Und die Verteilung der Abgabe erfolgt aufgrund von
Beschlüssen der Greien der Rechteinhaber.
Wenn jemand jetzt sagt, dass er einen Stick gekauft hat und keine Musik
darauf speichert, dann ist das eben in der Abgabenhöhe
einkalkuliert: auf X Leute die nichts darauf abspeichern kommen Y die
das Ding mit Musik vollknallen.
Oh wie plump!
Sehr geehrter Herr Teich, haben sie auch noch irgendwas argumentatives
zu ihrem atemberaubenden Text beizutragen, oder wars das?
Ein Festplattenhersteller, oder ein Smartphone Hersteller oder ein
Hersteller für FAXGERÄTE hat absolut nichts mit irgendeiner
Art von Kunst zu tun. Mit der gleichen Logik könnte ich Hersteller
von Hämmern und Meisseln zur Zwangsabgabe zwingen, weil ich damit
künstlerische Skulpturen "kopieren" kann.
Die GEMA hat sich mit Hilfe der Pauschalabgabe zu einem Parasiten
entwickelt, der eigentlich nur von der Arbeit anderer Branchen und deren
Innovationen profitiert. Die Künstler, die die Pauschalabgabe
verteidigen, denen gönne ich jede einzelne Raubkopie von Herzen,
denn sie sind keinen Deut besser.
Wenn sie ohne Pauschalabgabe nicht von Ihrer Kunst leben können,
dann ist das das Problem der Künstler. Das Problem hat jeder
Teilnehmer der Wirtschaft, der seine Waren/Leistungen nicht verkaufen
kann. Die Künstler sind diesbezüglich extrem arrogant.
Geraeteabgabe ausweiten!
Die "Internetindustrie" kann nicht erst das Chaos anrichten
und dann behaupten, es ginge sie nichts an!