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Klage gegen Wikipedia-Autoren : Zehn Millionen Dollar für Diffamierung

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Das nicht alles stimmt was in der freien Enzyklopädie steht, ist bekannt, aber gibt es auch absichtliche Falschinformationen? Bild: dpa

Unwahre Behauptungen und systematische Verfälschung wirft der Geschäftsmann Yank Barry den Autoren seines Eintrags im Online-Lexikon vor. Er verlangt zehn Millionen Dollar Entschädigung.

          Der Kanadier Yank Barry verklagt vier Autoren der Online-Enzyklopädie Wikipedia auf zehn Millionen Dollar Schadensersatz. Der frühere Sänger der Band „The Kingsmen“, der die Hilfsorganisation „Global Village Champions Foundation“ gemeinsam mit Muhammed Ali gründet hatte, behauptet, der Wikipedia-Eintrag über seine Person sei vorsätzlich mit falschen Informationen manipuliert worden.

          „Meine Seite war geradezu lächerlich falsch, es klang, als sei ich eine schreckliche Person“, sagte Barry, der die Firma VitaPro Foods gründete und leitet, in einem Statement. Die Firma war vor der Jahrtausendwende Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung, es gab Korruptionsvorwürfe. Barry wurde damals in allen Punkten freigesprochen. Da angestrebte Kooperationspartner allerdings dem Eintrag im Online-Lexikon Glauben schenkten und Vereinbarungen somit nicht zustandekamen, entschied sich Barry nun, auf dem Rechtsweg gegen die Autoren des Artikels vorzugehen. Den Beklagten, vier namentlich Genannten, wird unter anderem vorgeworfen, wahre und bewiesene Fakten aus dem Artikel über Barry entfernt zu haben und somit die unwahren Behauptungen noch stärker gewichtet zu haben.

          31 Änderungen werden in der Anklageschrift aufgeführt, unter anderem seien Hinweise auf Barrys Nominierungen für den Friedensnobelpreis entfernt worden, an anderer Stelle wurde in den Artikel die Behauptung eingefügt, Barrys Unternehmen verdiene Geld mit „vorgetäuschten Scheingeschäften“.

          Die Verhandlung wird am 11. Juli vor dem Obersten Gerichtshof des Staates Kalifornien stattfinden.

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