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Jubiläumsprogramm Augsburger Puppenkiste kehrt ins Fernsehen zurück

 ·  Lange hatte es so ausgesehen, dass der die Augsburger Puppenkiste in der ARD betreuende Hessische Rundfunk und die Theatermacher nie mehr zusammenfänden. Jetzt kehrt die Marionettenbühne doch ins Fernsehen zurück.

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Da hat jemand an den richtigen Fäden gezogen: Die Augsburger Puppenkiste, ein herausragender Träger der Puppentheaterkunst, wird wieder im Fernsehen gezeigt. Lange hatte es so ausgesehen, dass der die Puppenkiste in der ARD betreuende Hessische Rundfunk und die Theatermacher nie mehr zusammenfänden. Zu Pfingsten wird nun zumindest für ein Wochenende alles anders, das Fernsehjubiläumsjahr der Augsburger Puppenkiste macht es möglich - am 21. Januar 1953 marschierten die Marionetten erstmals auf den Bildschirm, damals noch live und beim NWDR.

Der Hessische Rundfunk, der für die ARD seit den fünfziger Jahren den Kontakt zur Puppenkiste hielt, zeigt an Pfingstsamstag, -sonntag und -montag „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, „Urmel aus dem Eis“ und „Der Löwe ist los“. Die jeweils vier und fünf halbstündigen Folgen laufen im Vormittagsprogramm am Stück, hinzu gesellt sich ein neunzigminütiges Spezial. Im Sommer wird der Kinderkanal einige der Puppenkisten-Klassiker zeigen, welche und wann, steht noch nicht fest.

Ein Fingerzeig

Zwischenzeitlich hatten sich der HR und die Puppenkiste wegen der Vermarktung von DVDs vor Gericht verkracht, der Kinderkanal Kika hatte seine Aussendungen der Puppenkiste 2011 mit dem Verweis eingestellt, sie kämen beim heutigen jungen Publikum nicht mehr an. Doch voriges Jahr hatte Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, sein Interesse am Fortbestand der Puppenkiste im Fernsehen bekundet. Das Medienecho und Hunderte Anfragen bestärkten den BR, etwas zu unternehmen: Seit Beginn dieses Jahres liefert die Augsburger Puppenkiste kurze, satirische Sketche zum Aufgalopp der Sendung „Freitag auf d’Nacht“: die Marionetten, die vergebens darauf warten, als Gäste vorgelassen zu werden, vertreiben sich die Zeit mit Kommentaren zum allgemeinen Weltgeschehen.

Je nachdem, wie die Jubiläumssendungen beim Publikum ankämen, sagt der HR-Sprecher Christian Bender, könne dies ein Fingerzeig für weitere Zusammenarbeit mit der Puppenkiste sein. „Wir haben uns ausgesprochen“, sagt der Leiter des Marionettentheaters, Klaus Marschall. „Wir arbeiten brav weiter. Uns geht es darum, dass die Puppenkiste im Programm bleibt und dass man sie weiter aktuell für die Kinder zeigt.“Jetzt müssen nur die Zuschauer an den Fäden ziehen.

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Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

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