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BTS-Fernsehauftritt abgesagt : Japanische Empfindlichkeit bei Atompilzen

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Im Oktober erst ist die Boygroup BTS bei den BBC Radio 1 Teen Awards als beste internationale Gruppe ausgezeichnet worden. Bild: dpa

Die koreanische Boygroup BTS darf nicht im japanischen Fernsehen auftreten. Grund ist ein T-Shirt, das einer der Sänger beim Auftritt zum Jahrestag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft trug.

          Das umstrittene T-Shirt eines Bandmitglieds kostet die populäre südkoreanische Boygroup BTS einen geplanten Liveauftritt im japanischen Fernsehen. Die Rundfunkanstalt TV Asahi nannte die Kontroverse über das Shirt, das das Bild einer Atombombenexplosion zeigt, als Grund für die Absage des Auftritts von BTS in ihrem Programm „Music Station“ an diesem Freitag. „Wir entschuldigen uns bei den Zuschauern, die sich auf die Aufführung gefreut haben“, hieß es auf der Website des Senders.

          Japan ist das einzige Land der Erde, auf das in einem Krieg Atombomben abgeworfen wurden – am 6. und 9. August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki, von den Vereinigten Staaten.

          Bilder des T-Shirts des BTS-Sängers Jimin haben in den sozialen Medien in Japan eine Flut von Kommentaren ausgelöst. Auf dem Hemd ist ein Atompilz zu sehen, wie er nach einer Kernbombenexplosion zustande kommt, zusammen mit den Wörtern „Patriotismus“, „Unsere Geschichte“, „Befreiung“, „Korea“.

          Der Sänger habe das Hemd offensichtlich im vergangenen Jahr getragen, um der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (1910-45) zu gedenken, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

          BTS (Boygroup Bangtan Boys) ist auch außerhalb Südkoreas sehr beliebt. Die Gruppe mit sieben Mitgliedern gibt es seit 2013. Inzwischen sind die Musiker Stars ihrer eigenen Real-Life-Doku und haben auf YouTube über zehn Millionen Abonnenten.

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