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Internet Zu hohe Online-Ausgaben bei ARD und ZDF

21.11.2007 ·  Die öffentlich-rechtlichen Sender haben laut einem Pressebericht mehr Geld für Internet-Aktivitäten ausgegeben, als sie sich selbst zugebilligt hatten. Dies habe die Gebührenkommission Kef errechnet.

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Wer soll sich darüber noch wundern? ARD und ZDF haben, nach einem Bericht der Gebührenkommission KEF, mehr Geld für ihre Online-Auftritte ausgegeben, als sie dürfen. In den Jahren 2004 bis 2008 belaufen sich die Ausgaben der Sender auf insgesamt rund 275 Millionen Euro. Das sind 34 Millionen Euro mehr, als ARD und ZDF per Rundfunkstaatsvertrag zu steht. Der nämlich legt fest, dass sie exakt 0,75 Prozent ihres gesamten Jahresetats fürs Internet ausgeben dürfen. Bei der ARD liegt der tatsächliche Prozentsatz nun aber bei 0,84 Prozent, beim ZDF sogar bei 0,9 Prozent. Auch das Deutschlandradio liegt mit 0,81 Prozent über der Schwelle.

Um sich aus der Sache herauszuwinden, haben die Sender auch gleich eine Erklärung parat: Die technischen Kosten, die mit dem Internet verbunden seien, müsse man dem numerisch festgelegten Ausgabensatz hinzufügen dürfen. Man habe der Defintion der Kef zufolge ein Promille mehr ausgegeben als zugestanden, sagte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff im Gespräch mit dieser Zeitung. Man habe lange mit der Kommission gerungen, um die sogenannten Streamingkosten nicht als Teil des Online-Budgets einzuordnen. Die Kef von seinem Standpunkt zu überzeugen sei nicht gelungen. „Ich bedauere das“, sagte Raff.

Die Gebührenkommission Kef kritisiert aber auch noch etwas anderes: Dass man nämlich gar nicht genau berechnen kann, was ARD und ZDF tatsächlich fürs Internet ausgeben. Die technischen Kosten - etwa des Videoabrufs - lassen sich ja noch bestimmen. Die inhaltlichen Kosten aber sind kaum zu erfassen, weil die Beiträge im Internet, um die es geht, genauso oder ähnlich im Fernsehen oder im Radio laufen und dann dort verrechnet werden. Was zu dem Schluss führt, dass der Bericht der Kef eine Rechnung mit einer großen Unbekannten ist. ARD und ZDF dürften mehr als ein Promille über den ihnen zugestandenen Ausgaben fürs Internet liegen. Wie hoch, das weiß niemand.

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Von Ursula Scheer

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