Home
http://www.faz.net/-gsb-74zm2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Internet in Italien Marktplatz für Todfeinde

 ·  In Italien wird die politische Auseinandersetzung vermehrt übers Internet geführt. Die Folge ist eine drastische Verrohung der Debatte.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (5)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 17.12.2012 10:38 Uhr

Seit der sogenannte "Alleinunterhalter" Grillo die PDL Berlusconis deutlich überrundet hat ...

... ruft die politische Korruption Italiens nach dem Riechfläschchen.
Alles kann die Omerta des durchkorrumpierten Staatswesens in Italien vertragen, nur nicht ungeschminkte und offene Worte.
Zur Diskreditierung des allzu erfolgreichen Grillo wird dieser nun als Wüterich und Polterer gezeichnet, umgeben von einem Netz gewaltbereiter Anhänger.
Zur Abrundung werden solche Berichte noch mit einer Gruselprise faschistischer Bedrohung gewürzt.
( Was tut man nicht alles, um eine inhaltliche Auseinandersetzung zu vermeiden ).

Empfehlen
Wolfgang Richter

Grillo

Grillo ist ein übler Demagoge und Vereinfacher.
Mögen Teile der Kritik an der italienischen politischen Klasse, der "casta", durchaus berechtigt sein, wenn sie zivilisiert formuliert wären, so hat Grillo keine vernünftigen Lösungen zu bieten.
Jakobinische Parolen sind unverantwortlich und würden, wenn realisiert, zu einem Robespierre'schen Terror- und Tugendstaat führen.
Es gilt immer noch das konstruktive Mißtrauensvotum: Wer es besser kann (oder zu können glaubt), soll gewählt werden. Demagogie führt nicht vorwärts.

Empfehlen
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 16.12.2012 12:05 Uhr

In Italien?

Och, in Deutschland sind wir nicht besser. Wer hier auf FAZ.net nicht "wertkonservative" Stammtischmeinungen vertritt ist schnell ein Linksfaschist, ein Ökoterrorist oder ein Terrorverharmloser...

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.12.2012 16:55 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 16.12.2012 16:55 Uhr

Das ist wahr Herr Wilbert,

im Zweifelsfall ist immer Schuld wer möglichst nicht zur eigenen Vorstellungs- und Erfahrungswelt gehört. Immer gerne nimmt man da Südländer, Franzosen, Moslems, angebliche 68er, angebliche "Linke", alles was nach EU oder neuen Technologien riecht und überhaupt alles was nicht am üblichen "wir werden von denen da kaputt gemacht"-Geschwurbel mitschwadroniert.

Ich denke, dass die Anonymität des Internets, trotz der Versuchs der FAZ hier nur Klarnamen zuzulassen (wie soll das kontrolliert werden) vielen halt auch das Gefühl gibt, nun mal so richtig verbal zulangen zu dürfen und alles was nicht der eigenen Gedankenwelt entspricht mal so ordentlich rund zu machen. Immer so ganz knapp an der Grenze entlang, was laut den Richtlinien der FAZ noch erlaubt ist - und, wenn die FAZ mir diese Anmerkung durchgehen lässt, meiner Ansicht nach häufig genug darüber.

Empfehlen
Henk Wilbert

Stammtischkultur

Es ist noch schlimmer. Selbst wer wertkonservative Meinungen vertritt, wird bisweilen als Deutschhasser verunglimpft. Fehlt nur noch das Wort Muslimknecht. Es gibt wohl recht unterschiedliche Vorstellungen von „wertkonservativ“.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1962, Feuilletonkorrespondent mit Sitz in Venedig.

Jüngste Beiträge