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Internet in Italien Marktplatz für Todfeinde

 ·  In Italien wird die politische Auseinandersetzung vermehrt übers Internet geführt. Die Folge ist eine drastische Verrohung der Debatte.

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Wolfgang Richter

Grillo

Grillo ist ein übler Demagoge und Vereinfacher.
Mögen Teile der Kritik an der italienischen politischen Klasse, der "casta", durchaus berechtigt sein, wenn sie zivilisiert formuliert wären, so hat Grillo keine vernünftigen Lösungen zu bieten.
Jakobinische Parolen sind unverantwortlich und würden, wenn realisiert, zu einem Robespierre'schen Terror- und Tugendstaat führen.
Es gilt immer noch das konstruktive Mißtrauensvotum: Wer es besser kann (oder zu können glaubt), soll gewählt werden. Demagogie führt nicht vorwärts.

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Till Diesing (Zabel24) - 16.12.2012 12:05 Uhr

In Italien?

Och, in Deutschland sind wir nicht besser. Wer hier auf FAZ.net nicht "wertkonservative" Stammtischmeinungen vertritt ist schnell ein Linksfaschist, ein Ökoterrorist oder ein Terrorverharmloser...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.12.2012 16:55 Uhr
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Till Diesing (Zabel24) - 16.12.2012 16:55 Uhr

Das ist wahr Herr Wilbert,

im Zweifelsfall ist immer Schuld wer möglichst nicht zur eigenen Vorstellungs- und Erfahrungswelt gehört. Immer gerne nimmt man da Südländer, Franzosen, Moslems, angebliche 68er, angebliche "Linke", alles was nach EU oder neuen Technologien riecht und überhaupt alles was nicht am üblichen "wir werden von denen da kaputt gemacht"-Geschwurbel mitschwadroniert.

Ich denke, dass die Anonymität des Internets, trotz der Versuchs der FAZ hier nur Klarnamen zuzulassen (wie soll das kontrolliert werden) vielen halt auch das Gefühl gibt, nun mal so richtig verbal zulangen zu dürfen und alles was nicht der eigenen Gedankenwelt entspricht mal so ordentlich rund zu machen. Immer so ganz knapp an der Grenze entlang, was laut den Richtlinien der FAZ noch erlaubt ist - und, wenn die FAZ mir diese Anmerkung durchgehen lässt, meiner Ansicht nach häufig genug darüber.

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Stammtischkultur

Es ist noch schlimmer. Selbst wer wertkonservative Meinungen vertritt, wird bisweilen als Deutschhasser verunglimpft. Fehlt nur noch das Wort Muslimknecht. Es gibt wohl recht unterschiedliche Vorstellungen von „wertkonservativ“.

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16.12.2012, 11:20 Uhr

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