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Internet (Fast) alles umsonst bei der „New York Times“

19.09.2007 ·  Strategiewechsel bei der „New York Times“: Seit heute sind praktisch alle Online-Angebote der renommierten Zeitung kostenlos. Dasselbe gilt für große Teile des Archivs. Die Zeitung verspricht sich davon höhere Werbeeinnahmen.

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Strategiewechsel bei der „New York Times“: Seit heute sind praktisch alle Online-Angebote der renommierten Zeitung kostenlos. Dasselbe gilt für große Teile des Archivs. Die Zeitung verspricht sich davon höhere Werbeeinnahmen.

Das bislang kostenpflichtige Online-Abonnement der Zeitung, „TimesSelect“, ist gestrichen worden. Seit 2005 waren die Kolumnisten der „New York Times“ sowie Artikel aus dem Archiv nur gegen Bezahlung zu lesen, und zwar für eine Monatsgebühr von 7,95 Dollar oder für 49,95 Dollar jährlich. Nun sind sämtliche Kolumnen offen für alle Leser, ebenso die Archivbeiträge von 1987 an sowie aus den Jahren 1851 bis 1922. Texte aus dem Zeitraum von 1923 bis 1986 werden zum Teil nach wie vor kostenpflichtig sein.

Nach Angaben der Zeitung hatte „TimesSelect“ 227.000 Abonnenten und erzielte jährliche Einnahmen von zehn Millionen Dollar. Die Wachstumserwartungen auf dem Gebiet des Bezahlabonnements seien jedoch gering gewesen im Vergleich mit dem Wachstum der Online-Werbung. Den Sinneswandel bewirkt habe vor allem die Erkenntnis, dass ein stark wachsender Leserkreis über Suchmaschinen wie Google oder Yahoo zur „New York Times“ finde, den man nicht für Bezahlangebote gewinnen könne, der aber die Klickzahlen steigere und die Basis für höhere Anzeigenerlöse biete.

Andere Blätter haben sich sich schon vor längerer Zeit von Bezahlsperren verabschiedet. Die „New York Times“ hat im Internet eine Leserschaft von 13 Millionen „Unique Visitors“ im Monat (http://www.nytimes.com/).

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