Die amerikanischen Kritiker waren sich einig: Das ist die beste Serie der Saison. Nicolas Paalzow, der Geschäftsführer von Sat.1, legt noch eins drauf und nennt sie „die derzeit beste Serie der Welt“. Die Rede ist von der Reihe „Homeland“, in der es um die Nachwehen des 11. September geht. Die paranoide CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) befasst sich mit dem Irak-Heimkehrer Nicholas Brody (Damian Lewis), der in Gefangenschaft von Al Qaida war und verdächtigt wird, ein Terror-Schläfer zu sein. In „Homeland“ geht es um Suspense genauso wie um ein Misstrauen, das eine Gesellschaft in ihren Grundfesten trifft. Dafür gab es in diesem Jahr den Golden Globe und den Emmy – für die Serie an sich wie für die beiden Hauptdarsteller, die Zahl der Preise summiert sich inzwischen auf siebzehn.
Verfolgung und Wahn
Geschrieben haben das Stück die Autoren Alex Gansa und Howard Gordon, die zuvor an der Echtzeitserie „24“ (mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle des Agenten Jack Bauer) gearbeitet haben. Sie spielen mit dem nagenden Zweifel, der den Kriegsheimkehrer Brody umgibt, den die CIA für einen potentiellen Attentäter hält und deshalb sein gesamtes Haus verwanzt. Doch entgeht den Agenten, dass Brody in der Garage einen Gebetsteppich ausrollt – was ihn nur noch verdächtiger macht. Die ihm mit Verve nachstellende Agentin Carrie Mathison wiederum ist derart von depressiven Schüben geplagt, dass die Grenze zwischen Verfolgung und Wahn verschwimmt. Mit „Homeland“ haben die Autoren Gansa und Gordon gewissermaßen eine Fortsetzung von „24“ und das Gegenstück zugleich geschaffen.
Sat.1 wird die Serie vom kommenden Februar an zeigen, es beginnt sonntagabends mit einer Doppelfolge um 22.15 Uhr nach den beiden seit langem mit Erfolg laufenden Serien „Navy CIS“ und „The Mentalist“. Produziert wird „Homeland“, das auf der israelischen Vorlage „Hatufim“ (Kriegsgefangener) von Fox, ausgestrahlt wird sie seit Oktober 2011 von dem Sender Showtime, der damit beste Einschaltquoten erzielt.
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