Home
http://www.faz.net/-gqz-74yzc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

„Homeland“ Die beste Serie aller Zeiten

Sat.1 zeigt im Frühjahr die außergewöhnlichste Serie, die das amerikanische Fernsehen derzeit zu bieten hat: In „Homeland“ geht es um das Spannungsfeld zwischen Freiheitsrechten und Terrorabwehr nach dem 11. September.

© dapd Vergrößern Bald in Deutschland: Nick Brody (Damian Lewis) und Carrie Mathison (Claire Danes) in der TV-Serie „Homeland“

Die amerikanischen Kritiker waren sich einig: Das ist die beste Serie der Saison. Nicolas Paalzow, der Geschäftsführer von Sat.1, legt noch eins drauf und nennt sie „die derzeit beste Serie der Welt“. Die Rede ist von der Reihe „Homeland“, in der es um die Nachwehen des 11. September geht. Die paranoide CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) befasst sich mit dem Irak-Heimkehrer Nicholas Brody (Damian Lewis), der in Gefangenschaft von Al Qaida war und verdächtigt wird, ein Terror-Schläfer zu sein. In „Homeland“ geht es um Suspense genauso wie um ein Misstrauen, das eine Gesellschaft in ihren Grundfesten trifft. Dafür gab es in diesem Jahr den Golden Globe und den Emmy – für die Serie an sich wie für die beiden Hauptdarsteller, die Zahl der Preise summiert sich inzwischen auf siebzehn.

Verfolgung und Wahn

Michael Hanfeld Folgen:  

Geschrieben haben das Stück die Autoren Alex Gansa und Howard Gordon, die zuvor an der Echtzeitserie „24“ (mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle des Agenten Jack Bauer) gearbeitet haben. Sie spielen mit dem nagenden Zweifel, der den Kriegsheimkehrer Brody umgibt, den die CIA für einen potentiellen Attentäter hält und deshalb sein gesamtes Haus verwanzt. Doch entgeht den Agenten, dass Brody in der Garage einen Gebetsteppich ausrollt – was ihn nur noch verdächtiger macht. Die ihm mit Verve nachstellende Agentin Carrie Mathison wiederum ist derart von depressiven Schüben geplagt, dass die Grenze zwischen Verfolgung und Wahn verschwimmt. Mit „Homeland“ haben die Autoren Gansa und Gordon gewissermaßen eine Fortsetzung von „24“ und das Gegenstück zugleich geschaffen.

TV-Homeland © dapd Vergrößern Die beiden Hauptdarsteller bei der Emmy-Preisverleihung

Sat.1 wird die Serie vom kommenden Februar an zeigen, es beginnt sonntagabends mit einer Doppelfolge um 22.15 Uhr nach den beiden seit langem mit Erfolg laufenden Serien „Navy CIS“ und „The Mentalist“. Produziert wird „Homeland“, das auf der israelischen Vorlage „Hatufim“ (Kriegsgefangener) von Fox, ausgestrahlt wird sie seit Oktober 2011 von dem Sender Showtime, der damit beste Einschaltquoten erzielt.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Großes Serienfinale: Mad Men Bald ist die Party vorbei

Obwohl zu Beginn der siebten Staffel alles ganz gut aussieht für Don Draper, dürfen die Zuschauer auf den nächsten tiefen Fall gespannt sein. Mehr Von Nina Rehfeld, Phoenix

08.04.2015, 21:39 Uhr | Feuilleton
Golden Globes Boyhood als bester Film ausgezeichnet

Der Film Boyhood hat bei den Golden Globes den Preis für den besten Film in der Kategorie Drama gewonnen. Zudem erhielt er zwei Auszeichnungen für die beste Regie und die beste Nebenrolle. Mehr

12.01.2015, 09:41 Uhr | Feuilleton
Kunstauktion in London Noch mehr Abschiede von Castle Howard

Bei Sotheby’s in London werden weitere Schätze aus dem berühmten englischen Schloss versteigert. Mit dem Erlös soll der Erhalt des Gebäudes gesichert werden - nur zu welchem Preis? Mehr Von Gina Thomas, London

10.04.2015, 11:29 Uhr | Feuilleton
Emmy-Preisverleihung Auszeichnung für deutsche Miniserie

Der dreiteilige Fernsehfilm "Unsere Mütter, unsere Väter" hat einen International Emmy erhalten. Die Auszeichnung wurde bei einer Gala in New York verliehen. Mehr

25.11.2014, 11:29 Uhr | Aktuell
Netflix-Serie Daredevil Der verletzlichste aller Superhelden

Daredevil ist blind, doch seine anderen Sinne sind geschärft. Ab heute streift der Marvel-Superheld bei Netflix durch Hell’s Kitchen – in einer hervorragend geschriebenen und inszenierten Serie. Mehr Von Nina Rehfeld

10.04.2015, 19:19 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 10.12.2012, 20:05 Uhr

Jean d’O

Von Jürg Altwegg

In der vergangenen Woche ist der fast 90 Jahre alte Jean d’Ormesson mit vier Romanen in Gallimards legendäre Bibliothèque de la Pléiade aufgenommen worden. Hat er das verdient? Kritische Stimmen mehren sich. Mehr