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Veröffentlicht: 08.10.2014, 17:08 Uhr

Markworts Pseudonyme Rang und Namen

Ein Ego ist nicht genug, sechs sind gerade richtig: „Focus“-Herausgeber Helmut Markwort tritt häufiger unter Pseudonym in Erscheinung - angeblich, um unerkannt und ungestört arbeiten zu können.

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© dpa Alter Egomane: Helmut Markwort benutzte schon fünf oder sechs Pseudonyme.

Helmut Markwort hat jetzt zugegeben, sich vor Jahren als „Moritz Rodach“ ausgegeben zu haben. Unter dem Pseudonym gab er 2008 Hinweise für drei Beiträge von „Focus Online“ über den FC Bayern: was es bei einer Russland-Reise zu essen und zu trinken gab oder wer wo saß. Gut informiert war der damalige Chefredakteur und heutige „Focus“-Herausgeber - seit 2003 ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Bayern.

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Rausgerutscht ist die Pseudonymerei Markworts Lebensgefährtin, der „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel, neulich bei der Vergabe des Deutschen Radiopreises. Dort hieß es, Markwort kommentiere daheim Fußballspiele gerne als „Moritz Rodach“. Seither macht die Geschichte die Runde, und es wird gefragt, ob Markwort nicht in einem Rollenkonflikt stecke. Im „BJV Report“, der Zeitschrift des Bayerischen Journalistenverbands, sagt Markwort nun, er habe im Laufe seines Berufslebens sogar fünf oder sechs Pseudonyme benutzt - als er beim „Stern“ war, habe er für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ oder die „Welt am Sonntag“ unter einem Alias geschrieben oder bis zuletzt bei seinem Anzeigenblatt „Darmstädter Tagblatt“.

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Warum, das will einem nicht so ganz in den Sinn, zumindest nicht die Begründung, mit dem Namen des Chefredakteurs habe er - etwa bei seinem „Radio Gong“ -, nicht unbefangen als Reporter wirken können. Unter dem Namen Moritz (Vorname seines Sohnes) Rodach (Ort seiner Schulzeit) bei „Focus Online“ aufgetaucht zu sein sei ein Gelegenheitsjob gewesen und - „in meinem grundsätzlichen Bemühen, ein objektiver Journalist zu sein, meine subjektive Schwachstelle“. Für manche Egos reicht ein Name offenbar nicht.

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