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Gruner+Jahr-Vorstand Julia Jäkel Wir haben zwölf Jahre lang Kraft und Kapital investiert

 ·  Gruner+Jahr stellt die „Financial Times“ ein. Wir fragen das Vorstandsmitglied Julia Jäkel, ob es keine Alternative gab und ob dies das Ende des Qualitätsjournalismus in ihrem Hause ist.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (13)
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Rolf Joachim Siegen

kollossale Fehlinvestition

Keiner der verantwortlichen Herrschaften scheint sich je dem britischen 'Guardian' gewidmet zu haben. Das Blatt ist aus meiner Sicht das einzig unangepasste Presseerzeugnis Europas. Dort werden die Dinge beim Namen genannt, waehrend andere nur von einander abschreiben. Dabei bleiben die Briten stets auf dem Teppich, sie meiden reisserische Toene und Pauschalurteile.
Die Pleite der deutschen FT ist ein Beispiel fuer mangelnde Selbstkritik und Lernunfaehigkeit in Deutschland, ausserdem fuer fehlende Leidenschaft am Journalismus. Wer Meinungsfuehrerschaft anstrebt, muss Ungewoehnliches tuen und eigene Akzente setzen -statt sich damit zu begnuegen, bloss der Ableger einer anderen Zeitung zu sein.
Die Koepfe von Gruner waehlten das falsche Vorbild und merkten es nicht einmal.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 25.11.2012 11:46 Uhr

Kann sein dass

das Investment von Verstand und Können mehr geholfen hätte...

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Thomas Müller
Thomas Müller (tholer) - 25.11.2012 11:44 Uhr

Das Problem mit der FTD

war eben die wirtschaftskundige Klientel, die solche Blätter theoretisch kaufen sollte, und eine eher wirtschaftsunkundige aber dafür ideologisch gefestigte Autorenschaft. Interessant finde ich viel eher, daß so eine Publikation 12 Jahre lang rot fahren kann, ohne den Stecker gezogen zu bekommen. Daraus entnehmen ich, Zeitungen werden in Deutschland offenbar nicht nach wirtschaftlichen Kriterien, sondern von den Verlagshäusern mit anderen Zielen geführt. Wunderbar...

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Vespasia Pellegrino

"Sehe ich aus ...

... wie eine Marionette?"

Ja.

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Gerd Halfpap
Gerd Halfpap (Halfpap) - 25.11.2012 09:03 Uhr

Nieten in Kostümchen

Vielleicht sollten sich die Nieten in Nadelstreifen einmal überlegen, ob es sinnvoll ist eine Niete im Kostümchen in den Vorstand zu berufen, wenn sie es fünf Jahre federführend versucht hat ein Blatt rentabel zu gestalten, aber kläglich gescheitert ist.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 24.11.2012 23:08 Uhr

zwölf Jahre lang Kraft und Kapital investiert

blöd nur wenn die potentiellen Leser nicht auf dämliche Werbemails einsteigen, simple Werbemittel nicht attraktiv sind um ein Probe-Abo zu zeichnen..

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Quer Denker

Qualitätsjournalismus? Wie definiert denn das G+J

Sorry, aber den Stern und Spiegel mit Qualitätsjournalismus in Verbindung zu bringen ist schon Sprengstoff. Zum einen wissen gerade auch bei diesen Blättern die wenigsten Journalisten in D noch Berichterstattung von Kommentaren zu trennen, zum anderen werden kritische aber sachliche Kommentare der Leser einfach unterdrückt, wenn sie nicht in die Artikelbotschaft passen, die man rüberbringen will. Bei kleinsten Vorkommnissen in Politik und Wirtschaft werden sofort Verallgemeinerung und äußerst abwegige Systemschwächen ausgemacht und gegen Unternehmen die eine gewisse Konkurrenzsituation im Onlinezeitalter darstellen wird offiziell zu Felde gezogen, obwohl man deren Gratisangebote auch selber gern in Anspruch nimmt. Es ist eben auch eine gewisse Objektivität abhanden gekommen. Viele Beitrage werden mehr als Attacke wahrgenommen, eine Bildzeitung auf Hochglanzpapier eben. Wenn ich sie nicht gelegentlich im Flieger in die Hände bekommen würde, würde ich sie gar nicht mehr kennen.

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Klaus Michael Strauss

Medien brauchen nicht nur Kunden, sondern Fans

Macintosh, iPod, iPhone, iPad "..revolutionized the industry..." was Benutzerfreundlichkeit und breite Beteiligung an Inhalten betrifft.
Unveräußerlich für Medien die Qualität der Information. Eigene Recherche mit Korrespondenten, sachkundiges Gegenlesen der Beiträge, ordnungspolitisch und ethisch fundierte Kommentare, Plattform für gesellschaftlichen Diskurs in allen Bereichen.

Wer wie die F.A.Z. solches Niveau halten, kontinuierlich verbessern und technisch erneuern kann, darf sich angesichts ernster Bedrohung solcher Qualität auf genügend zahlungsbereite Fans verlassen.

So wie BILD Fans hat und behalten wird.
Das Trauerspiel imitierten Kommerzfernsehens von ARD und ZDF dagegen, könnte auf DLF und Arte reduziert werden.

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Heinz Fromm
Heinz Fromm (gast007) - 24.11.2012 21:08 Uhr

Als nächstes ist wohl der Stern dran

Aus aktuellem Anlass fällt der Blick auf den Stern. Die FR hat es vorgemacht und der Stern dürfte ein weiterer Kandidat sein, dem das Prinzip "Missionieren kommt vor Informieren" wirtschaftliche Probleme machen wird. Ich halte das aus informationshygienischen Gründen sogar für wünschenswert.

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Ralf Kowollik

Alles nur Ausreden

Die FTD macht es sich zu einfach, wenn sie die Schuld an ihrem Scheitern allein externen Faktoren (die Konkurrenz durch das Internet, die Finanzkrise, etc. pp.) zuschiebt. Bei der FTD stimme das journalistische Konzept einfach nicht. Zu keinem Zeitpunkt hat es die FTD vermocht, das hohe journalistische Niveau ihres britischen Mutterblattes "Financial Times" zu erreichen. Stattdessen kam mir die FTD zunehmend vor wie der erweiterte Wirtschaftsteil der "taz". Das konnte auf die Dauer nicht gutgehen.

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Thomas Ilias

Definition von Qualitätsjournalismus

"Entschuldigen Sie bitte: Wir haben den „Stern“, wir haben „Geo“, wir haben „Brigitte“, um nur einige Titel zu nennen, und wir sind am „Spiegel“ beteiligt. Schon weit vor der Gründung der „FTD“ galt Gruner+Jahr immer als das Haus von hervorragendem Journalismus. Wir sind der Zeitschriftenverlag mit den meisten starken Marken in Deutschland, um die uns alle Verlage beneiden."

Wie lächerlich ist das denn? Stern, Geo und Brigitte als Beispiele für Qualitätsjournalismus?

Da verstehe ich aber was anderes unter Qualitätsjournalismus.....

Die FTD hätte man retten können. Es fehlte nur der Mut und Können im Vorstand. Eine Abkehr von Print wäre zumindest ein Versuch wert gewesen.

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Torsten Schäfer

Interview-Methoden

Ich hätte mir von den FAZ-Autoren gewünscht, an der einen oder anderen Stelle auch mal nachzuhaken. So wirkt das Interview in vielen Dingen doch recht oberflächlich. Auf die Position des Betriebsrates wird nicht weiter eingegangen. In Sachen Vermischung von Werbung und redaktionellem Beitrag darf Frau Jäkel "Dieser Vorwurf ist absurd" antworten, ohne dezidiert auf entsprechende Vorgänge im Haus G+J angesprochen zu werden.

Das ist mir dann doch zu wenig.

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Hermenegild Seiler

Abo

Ich habe mein FTD-Abo gekündigt, weil mir das Blatt wirtschaftsfeindlich und Kapitalismus-feindlich vorkam. Eine nicht nur äußerlich rote Wirtschaftszeitung mit reißerischen Schlagzeilen geht nicht. Das marktwirtschaftliche System hat bei uns genug Feinde. Und anstatt Banken-Bashing die roten Ideologien bekämpfen, wäre besser gewesen. Bin nicht der Einzige mit dieser Meinung.

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23.11.2012, 15:35 Uhr

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