01.05.2012 · Google hat bei „Street View“ nicht nur Straßen gefilmt, sondern auch WLAN-Daten en masse gespeichert. Jetzt weiß man, wer das programmiert hat - der Konzern ist in Erklärungsnot.
Von Detlef BorchersRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Deutsche Pseudomoral. Wenn ein privater User sein WLan nicht ordentlich verschlüsselt und jemand
anderer lädt Filme / Musik illegal herunter (P2P) oder macht andere
Dummheiten, ist der Besitzer des WLans haftbar, weil er es zugelassen hat.
>>> Aus diesem Grund gibt es in D, anders als im Ausland, auch
kaum freie / kostenlose WLan - Hotspots. <<<
Wenn Google jetzt über dieses unverschlüsselte Netz stolpert,
ist nicht der Besitzer, sondern Google schuld? Das ist m. E.
großer Quatsch.
Hier wird doch wieder versucht ein Skandal zu konstruieren. Muss das sein?
Pseudomoral
Ja, es ist eine interessante Doppelmoral. Man kann sogar ein
Astroturfing (für die, die es nicht kennen - siehe Wikipedia)
dahinter vermuten.
Vielleicht ein bisschen gesponnen: Google ist zur Zeit einer der
"Hauptfeinde" der Medienindustrie, u.a. da Bücher
eingescannt, wegen des GEMA-Streits und Zeitungsschnipsel genutzt
werden. Die Politiker, denen das große Unternehmen sowieso
unheimlich sind, sind tw. auf den Zug aufgesprungen (Lobbyismus). Nun
sind sie dankbar, dass die Datenschützer statt auf ACTA und
Vorratsdatenspeicherung los zu gehen, sich Google vorgenommen haben.
Und gegenüber ACTA, INDECT und VDS ist das eine Kleinigkeit,
eigentlich nichts.
Klar wird Google als riesiger Konzern gern angegriffen. Interessant ist
immer wieder, dass Google für etwas angefeindet wird, was andere
Konzerne (u.a. Microsoft) schon lange machen. Dass Google sich eine
Lokalisierungsdatenbank mit WLAN-Daten erstellt hat, haben schon
längst andere Unternehmen erledigt. Wie sonst funktioniert das bei
den Apple Clients oder den anderen Smartphones sonst??
Dass dabei Daten eines offenen WLAN abgegriffen werden, ist n.m.E. halb
so wild. Wer über das Internet unverschlüsselt Daten
verschickt, muss(!!) sich im klaren sein, dass diese abgegriffen werden.
Das, was Google gemacht hat, ist eine extreme Kleinigkeit im Vergleich
zu dem, was die Bundesregierung mit der Vorratsdatenspeicherung vor hat.
Dort werden wirklich Daten gespeichert, gegen deren Abgreifen keiner
sich schützen kann.
Und das diese Daten auch in "falsche" Hände geraten
können, konnte man letztens im EU-Ausland erleben, da sie nicht
für schwere Straftaten eingesetzten werden sollten.
Einem unaufgeklärten Publikum mag man das noch als Geschichte
verkaufen können. Nüchtern betrachtet bleibt eine sehr gute
Idee. Eine die niemandem schadet und einigen nutzt.
Es werden keine persönlichen Daten gesammelt, oder die Daten
irgendwie anders, als über den Ort verknüpft. Fixe Punkte im
Raum werden zur Orientierung genutzt - eine ziemlich alte Kiste.
Und nun ein Aufschrei, weil diese Punkte elektronisch sind?
'...und bei mir im Wohnzimmer!'
Wer eine Sendeanlage betreibt, der weiß auch, dass andere diese
Signale empfangen können. Trotzdem die Aufregung! Wohl eher aus
einem klammen Bauchgefühl heraus,
'weil da jemand die Kiste nutzt, für die ich den Strom bezahle -
meine Kiste. Ohne mich zu Fragen!'
Wir fühlen uns in unserem Unwissen über die digitale Welt
ertappt und greifen zum großen Kaliber - der Moral! Was genau ist
den unmoralisch? Ich bitte um eine klare Formulierung.
Gruß
JeanClaude
Ich frage mich warum schreibt mein so einen langen Artikel mit so einem anklagenden Unterton, und am Schluss ist nix passiert jeder der bei mir vorbei läuft kann mein wlan sehen. Und?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 09:48 Uhr"Nix passiert"
Das ist seit es WLAN gibt der Fall, dass systematisch
Straßenzüge - bei weitem nicht nur durch Google - abgescannt werden.
Viele Smartphones und Betriebssysteme haben sogar die Funktion, sich
automatisch dann zu verbinden, so dass der Smartphone-Nutzer für
ihn kostenfreien Internetzugang hat. Mansche Smartphone-Nutzer scheinen
das sogar zum kostenlosen Telefonieren zu nutzen.
Das, was Google gemacht hat, ist Usus und absolut harmlos. Wer ein
offenes WLAN betreibt, muss mit den Konsequenzen leben (fremde Nutzung,
Haftbarkeit bei Missbrauch, Mitlauschen von unverschlüsseltem
Datenverkehr). Entweder will er das oder er sollte auf das WLAN
verzichten, da er für alle eine Gefahr darstellt.
Ingenieuere als skrupel- und bedenklose Menschen ohne eigene Meinung oder Moral darzustellen halte ich für völlig fehl am Platz.
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 19:06 UhrSchwarz-Weiß-Denke
Herrn Luyken kann ich nur zustimmen. Ich frage mich wirklich, wie man
aufgrund eines Berufes irgendwelche vermeintliche Klisches bilden kann.
Insbesondere die Berufsgruppe der Ingenieure ist sehr weitreichend: vom
Bauingenieure über Papieringenieure bis hin zu Maschinenbauer,
Verfahrenstechniker, tw. Technische Informatiker und Elektroingenieure.
Es ist eine Pauschalisierung eines vermeintlichen Charakterzuges, die
ich eher aus unserer unrühmlichen Vergangenheit her kenne.
Daneben sollte man sich eher überlegen, dass ohne Ingenieure (was
logischerweise Blödsinn ist) wir ohne fließend Wasser, Strom
und Internet in einfachen Hütten zu über 95% von der
Tätigkeit in der Landwirtschaft (ohne technische Geräte) leben
würden.
Und ja, Ingenieure sind auch in der Softwareentwicklung. Ohne diese
kleinen programmierten Chips funktioniert heute auch kaum noch ein
technisches Gerät - weder bei der Steuerung von Kraftwerken noch in
der Medizin. PC-Programme und Betriebssysteme gehören nicht dazu.
Es stimmt, Ingenieure machen keine Software, Gott sei Dank, denn wo sie's gemacht,
hat es gekracht! Erst als die Mathematiker und hernach deren
Handwerksgesellen, die Informatiker, an die entsprechenden Aufgaben
gingen, konnten CAD-Systeme z.B. Güterbahnhöfe zeichnen, das
hat viel mit Mathematik und wenig mit Ingenieurskunst zu tun.
Und dass solche "Gimmiks" wie "google" nicht von
Ingenieuren gemacht wurden, zeigt sich daran, wie vielfältig die
Anwendungsmöglichkeiten sind.
Aber Spaß beiseite!
Es geht um Ethik und DIE haben weder Ingenieure noch Informatiker. Denn
wer ohne ethischen Grundlagen zu kennen rein technokratisch verschult
sein Fach lernt, der hat eben zu wenig gelernt. Wir Mathematiker (ooops
geoutet!) gehen an Problemlösungen oft philosophisch heran und
haben daher unseren Kant gelesen, wir sind häufig Kantianer.
Mathematiker wägen häufiger ab, ob Dinge sinnvoll sind oder
nicht. "Richtig" und "Falsch" sind Kategorien der
Informatik, nicht der Mathematik, die ständig die Grundlagen neu
überdenkt , für andere sinnlos, für viele nützlich.
Anders ticken
Jeder wird von uns wird wohl anders "ticken" als andere.
Zugegeben, die Ausbildung prägt das Denken. Aber daraus abzuleiten,
dass jeder Mediziner dazu geneigt ist, einen Frankenstein zu erzeugen,
halte ich für keinen objektiven Journalismus. Diesen würde ich
mir von einer seriösen Zeitung wünschen. Solches
Schubladendenken gehört eher in die Boulevardpresse.
Übrigens, tut mir Leid, dass ich "Ingenieure" falsche
geschrieben habe ;-)
Ingenieure...
...müssen sich dem Gewinn-Maximierungsstreben unterordnen und leisten oft zu wenig Widerstand. Google sammelt alle Daten, die es bekommen kann, um Werbung gezielt auf den Internetnutzer abstimmen zu können. Werbung und ihre Ziele haben wohl wenig mit Ingenieurskunst zu tun.
In den Bereichen IT, Software zu Werbe- und Unterhaltungszwecken sitzen sowieso keine Ing.,
die sind da, wo echte Dinge hergestellt werden. In der Informatikerbude
mit dem 6er im Lotto (aka Google) hocken Informatiker mit oder ohne
Abschlüsse, Angehörige einer der Disziplinen, die für das
Syndrom "eigentliche" Weltbeherrscher, Besitzer der Wahrheit
besonders anfällig sind. Wie auch die Psychologen, die wiederum
einen solchen Zustand (reale Begebenheiten auf eigenes Tun
zurückzuführen) im ICD, Kap. V nachschlagen würden.
Wies um die Moral der Informatiker manchmal bestellt ist, konnte ich
bereits im ausgehenden 2. Jahrtausend auf einer südwestdeutschen FH
bei damaligen Kommilitonen feststellen: was möglich ist, wird
gemacht. Nicht weil es sinnvoll ist, sondern möglich.
Ingenieure...
...ticken anders als andere Menschen, gerade im Bereich IT und besonders Software. Das werden Sie nicht bezweifeln wollen, oder? Schon mal ein Samsung-Telephon gehabt? Na eben, dann müssten Sie es doch gemerkt haben.
Es ist nicht anzunehmen dass das ausspionieren einem Zufall unterliegt. Google, Apple, Amazon, Ebay, Paypal, Microsoft, Intel, Facebook usw. sind Firmen, die dem Patriot Act unterliegen. Das heisst auf Anweisung müssen diese Firmen einem der 3000 Geheimdienste auf Aufforderung Daten, Zugang und Kontrolle erlauben. Das betrifft auch ausdrücklich die Niederlassungen dieser Firmen im Ausland. Wer also von diesen Firmen Produkte hat, ihren Service nutzt, einen Account hat sollte sich darüber im Klaren sein, dass seine Daten hinterlegt sind, unbeschränkt und der Computer zuhause ausspioniert werden kann von jedem Punkt der Erde. Und: wer hier gegen die Vorratsspeicherung der Telefondaten agitiert und Produkte oder Service der oben aufgeführten Firmen nutzt, sollte mal kurz reflektieren was er da macht.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 10:00 UhrBeispiele gefällig?
1.) Wenn die USA befehlen die Wikileaks - Daten vom Server zu
löschen macht Amazon das. Sie sagen, sie hätten keine Wahl.
2.) Wenn die USA zu Visa und Mastercard sagen, dass die Konten von
Wikileaks eingefroren werden sollen, machen die das. Sie sagen, so ist
die Gesetzeslage.
3.) Wenn Paypal in einem Shop als Zahlungsmöglichkeit eingebunden
ist und dieser Waren aus einem einem von den USA gehassten Land verkauft
(kubanische Zigarren bei Rossmann) wird PayPal Druck auf diesen
Händler ausüben. Rossmann hat in diesem Fall nicht nachgegeben
und die Zusammenarbeit mit Paypal deshalb beendet.
Das alles geschieht aus Willkür und ohne richterliche Anordnung.
Und wenn ein US - Beamter von Google / Facebook / Yahoo einen Datensatz
eines Users haben möchte, bekommt er den auch sofort.
Was Herr Eichhorn sagen wollte....
ist, dass eifrig von uns Daten gesammelt werden, obwohl dies nach
deutschen Gesetzen illegal ist. Dagegen kann man aber nichts tun, weil
man eben doch ein smartphone benutzen möchte und seinen Computer am
Liebsten auch mit einem operating system nutzen möchte, nur so aus
Bequemlichkeit. Von Hand seinen Computer booten ist so lästig.
Und dass nichts, aber auch gar nichts getan wird, um diese Schieflage in
Ordnung zu bringen. Google hat seit Jahren schwerste Verstösse
gegen diverse Datenschutzgesetze begangen. Microsoft erheblichste
Verstösse gegen Gesetze gegen unloyale Konkurrenz. Aber anstatt
gegen die Gesetzesbrecher vorzugehen (Microsoft erhält bis auf
Weiteres Verbot, in Europa zu verkaufen, IPhone, IPad etc werden vom
Markt genommen und die Büros geschlossen, falls nicht sofortige
Besserung erfolgt) wie es die amerikanische Regierung tut, passiert
....... nichts. Das wollte Herr Eichhorn sagen.
Subtrahieren Sie das Konspirative in Ihrem Beitrag und Sie haben Recht
Datenschutz spielt in den USA traditionell keine große Rolle. Wenn Sie betrunken beim Autofahren erwischt werden, stehen Sie in den meisten Staaten am nächsten Tag mit vollem Namen und Anschrift in der Lokalzeitung. In einigen Staaten können Sie auch online nachschauen, was Ihre Nachbarn an Steuern bezahlen. Dass alle die von Ihnen genannten Firmen (bis auf Intel) eifrig Daten sammeln, ist korrekt. Das tun sie aber, weil sie es dürfen, nicht weil der amerikanische Staat einen Weltüberwachungsplan hat. Im Übrigen verstehe ich nicht so recht, wie die NSA via Apple, Amazon und Facebook unbeschränkten Zugang zu einem PC erhalten soll? Ihrem letzten Satz stimme ich völlig zu. Das BKA kann mit der Vorratsdatenspeicherung lediglich herausfinden, dass ich am 29.04. mit meiner Oma telefoniert habe. Amazon kann aus meiner bisherigen Einkaufsliste ein Persönlichkeitsprofil erstellen, meine Hobbys ableiten, usw.
Da betreibt ein ausländisches Unternehmen "ganz aus
Versehen" einmal flächendeckend Funkspionage und klärt so
ganz nebenbei alle ungesicherten W-LAN-Zellen auf.
Und der deutsche Staat schaut friedlich und untätig dabei zu.
In jedem souveränen Staat säßen inzwischen diverse
Google-Funktionäre dafür in U-Haft, das
Aufklärungs-Equipment würde beschlagnahmt, das Management
hätte kalte Füße,...
Nicht so in Deutschland. Da darf man straflos machen, was man will,
zumal als US-Firma.
Man stelle sich einmal vor, ein deutsches Unternehmen würde eine
solche Unverschämtheit in einem wirklich souveränen Land wie
GB, F oder USA versuchen. Da gäbe es dicken Ärger.
Zu Recht.
@Lutz von Peter: Falscher ;-)
Andere Länder, andere Sitten: im Norden der Skandinavischen
Länder ist es Usus, dass die Türen nicht abgeschlossen werden.
Dadurch soll es Menschen, die sich verirrt haben, ermöglicht
werden, dass sie sich vor der Kälte retten.
Ihr Argument, dass man sich bei einem offenen WLAN nicht einklinken
darf, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar (und ihr Vergleich
hinkt). Wie bei Häusern, Funk oder Rechnern muss man irgendwie
erkennen können, ob es ein öffentliches Angebot ist oder
nicht. Hierzu dient in der realen Welt Schlösser, Zäune, ein
vorhandenes oder nicht Ladenschild etc. In der virtuellen Welt verwendet
man Authentisierungsmethoden und Verschlüsselung. Wie soll man
sonst erkennen, ob es sich um ein Angebot der Telekom, des
örtlichen Kaffees oder sonst einem Laden handelt? Ist mt-fotos.dfe
(keine echte URL!) eine Sammlung privater Fotos oder öffentlich?
Wenn ich es nicht verschlüssele oder mit einem Passwort versehe,
ist es in der virtuellen Welt öffentlich.
Falsch
Sie benutzen die Argumente totalitärer Staaten, aber Sie sind nicht
der Einzige hier.
Es wird hier immer wieder behauptet, und es bleibt doch falsch.
Wenn ich ein offenes WiFi-Netzwerk betreibe ist das meinetwegen unklug
oder sogar leichtsinnig. Dennoch darf sich nicht jeder in mein Netzwerk
einklinken, darf nicht über mein Netzwerk surfen und schon gar
nicht meine Daten ausspähen oder klauen.
Nur damit sie das kapieren, Herr Hoppe, denn Sie argumentieren schon
genauso konfus und unmoralisch wie die "ACTA etc"-Ablehner:
es ist unklug, meine Haustüre nicht abzuschliessen, noch
dämlicher ist es, meine Türe sperrangelweit offen zu lassen.
Dennoch darf ein Dritter weder meine Wohnung betreten, noch sich darin
umsehen, noch mein Telephon benutzen noch für zehn Minuten eine
Bratpfanne aus meiner Küche wegnehmen und sie dann sauber wieder
zurückstellen.
Was soll das: Staat?
Hier geht es um die Privatsphäre an welche sich gerade der Staat
nicht hält, welche gegenüber dem Staat mit besonderen Rechten
mühsam verteidigt werden muss.
Der "Staat" nutzt doch die so eingesammelten Daten von Google.
Bspw. war da ein junges Paar, welches ein altes Haus gekauft hat.
NACHDEM sie stolz ihr neues Zuhause auf Facebook präsentiert haben,
kam der Staat und sagte: Das steht unter Denkmalschutz, das dürft
ihr nicht beliebig nutzen. Woher hatte der Staat das Wissen? Aus
Facebook!
Hätte das junge Paar seinen Facebook-Account "dicht"
gemacht, wäre nix passiert. So sind sie in den Mühlen der
Bürokratie.
Dito mit Google, der "Datenkrake". Der Staat ist der
größte Nutznießer von Google.
Es ist jeder frei darin, sein WLAN "dicht" zu machen, zu
"verstecken" und mit 128bit (mehr erlaubt der Staat m.W.
nicht, obwohl längst mehr geht) zu verschlüsseln.
Jeder hat das Recht auf Privatsphäre - nur nutzen muss er das selbst!
Tja, sind eben keine Ingenieure sondern nur smarte Tüftler - kleiner Unterschied.
Natürlich. Google macht keine Qualitätssicherung der Software.
Macht kein Review. Nichts dergleichen. Jeder kleine Programmierer kann
ungesehen und unbemerkt alles negative in Googles Software unterbringen.
Hallo Google. Welche versteckten Türen und Tore stecken alles in Android.
Sind dessen Nutzer auch alle aus Versehen vollständig ausgespäht?
@Lutz von Peter: OpenSource Software
Als erste einmal ist OpenSource-Software nicht ein einziger Typ von
Software. Sie können sicher sein, dass es sehr viele Projekte gibt,
bei denen es eine umfangreiche Qualitätsprüfung gibt, die tw.
besser als bei kommerzieller Software ist (z.B. existieren bei einzelnen
umfangreichen Projekten regelmäßig
Sicherheitsüberprüfungen, z.B. bei OpenBSD oder dem
Samba-Projekt). Beim Linux-Kernel wird kein Stück Code ohne
Prüfung durch Linus Torvalds übernommen. Bei vielen Projekten
ist das ähnlich.
Daneben sind eingebaute Hintertüren (z.B. bei Einbrüchen in
Server) relativ schnell (d.h. nach ein paar Tagen) entdeckt worden. Nur
ein Fall ist mir bekannt, bei denen es mehrere Wochen waren, was ein
kleiners Projekt war.
Da kommerzielle Software-Hersteller weniger transparent sind, bedeutet
dies nicht, dass es dort besser läuft.
Bei Android kann man auch auf alternative Projekte umsteigen, d.h. man
ist nicht daran gebunden, was der Hersteller (nicht Google!!!)
ausliefert.
Es kann durchaus mehrere Androiden geben
das was als Open Source rausgegeben wird und
das was Google und dessen Kunden in den Telefonen einsetzt.
Es ist, nach den letzten Erfahrungen, wohl eher so dass das offen
gelegte Android
nur ein Teil der Wahrheit ist.
Übrigens auch Kernbereiche des Apple OS gibt es als Open Source.
Das ignorieren viele oder sie sind unwissend.
Oho....
"Android ist Open Source und damit transparent". Das war
einmal, denn natürlich könnte jeder in den Source Code
vordringen und ihn bis ins Detail auseinandernehmen.
Die Realität sieht aber doch so aus, dass das auch bei Open Source
Programmen keiner mehr machen wird, dafür sind auch die Open source
Programme bereits viel zu umfänglich. Wir sind nicht mehr im Jahr
1990 (oder wann die ersten Open Source Programme auftauchten).
Android ist eine Linux-Distribution
Und somit Open Source. Also transparent. Was nicht heißt, dass Android nicht nach Hause funken kann. Nur können Sie das unter Einstellungen -> Sicherheit selbst bestimmen. Bei iOS sieht das höchstwahrscheinlich deutlich anders aus. Schon allein die Sprachbefehle an Siri gehen an Apple-Server. Und wenn man schon eine Software hat, die Semantik so gut beherrscht, warum sollte man die entsprechenden Informationen nicht speichern und weiter auswerten?
Es ist doch sehr erstaunlich, dass anscheinend die Datentechnisch so hoch sensiblen deutschen immer noch zu Hauf ein offenes WLAN betreiben! Im Prinzip genauso, wenn ich nachts die Tür nicht abschließe und mich am nächsten morgen wundere, dass meine Einrichtung fehlt.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.05.2012 23:17 UhrSinn von Offenen WLANs
Abgesehen von privaten Haushalten habe offene WLANs schon einen Sinn.
Die Verwaltung der Zugangsdaten ist aufwändig und die Tools eher spärlich.
Einfacher ist es dann, die Verschlüsselung über ein VPN
(virtual private network) sicherzustellen. Das ist sicherer und die
Verwaltung einfacher.
Bei privaten Haushalten ist es aber wirklich fahrlässig, was auch
Gerichtsentscheinungen gezeigt haben.
Richtig, aber....
Völlig richtig, Herr Kübler, man sollte weder die
elektronische noch die physische Tür unabgeschlossen lassen. Soweit
die Realität. Schade eigentlich, oder? Ich habe (kurze) Phasen
meines Lebens in Gegenden gelebt, wo Haustüren nicht abgeschlossen
werden, die meisten wohl nicht einmal Schlüssel haben. Ein
unvergleichliches Freiheitsgefühl.
Bei den physischen Türen finden die Leute es noch bedauerlich, dass
es nicht anders geht, bei offenen Netzwerken eher normal, dass man
einfach eindringt, wenn man kann (Ihr Kommentar beweist es). Ein
weiterer Bewies für die rohen Sitten in der Cyberwelt.
Google ist beleibe nicht die einzige Firma, bei der diese "ich
nehms mir, wenn Du Dich nicht wehrst"-Haltung vorherrscht.
Höchste Zeit, dass diese Leute zur Rechenschaft gezogen werden.
Wer sein WLAN ohne Verschlüsselung betreibt, der darf sich auch auf
andere Besuche freuen... z.B. von denjenigen, die Musik kostenlos
herunterladen wollen oder anderes Unsägliches. ... also, bitte
WPA2 mit langem Passwort benutzen (z.B. Zahlen und anderen Zeichen), das
macht das Raten dann viel schwieriger.
In Bezug auf Google ist es Einfach, den einen Strich durch die Rechnung
zu machen, indem man den Funknetznamen alle 6 Monate ändert. Somit
hätten die gespeicherten Namen in der Google Datei keinen Wert
mehr. So oft kommen die Wagen ja nicht vorbei.
Des weiteren können viele Access Points so konfiguriert werden,
daß die nicht alle 80 Sekunden einen Namen versenden. Dies
funktioniert aber nur wenn Funkstille beim Google-Wagen vorbeifahren
herrscht.
Letzendes ist es vielleicht gar nicht so schlecht, den Massen es klar zu
machen, welche Privatsphären-Risiken sie mit Handy, Computer, etc.
eingehen. Hier in den Staaten ist dieser Krieg schon lange verloren.
Gegenmaßnahmen
Und was soll das? Was interessiert es jemanden, ob man ein WLAN (welches
sowieso fleißig in die Nachbarschaft pustet) betreibt und deren
Vorhandensein zur Orientierung genutzt wird?
Man sollte wissen, was man schützt. Weder im Sinne der
Privatsphäre noch zum Schutz der persönlichen Daten ist eine
Gegenmaßnahme erforderlich.
Wichtig ist vielmehr, dass das WLAN geschützt ist und die Daten
verschlüsselt sind.
MAC Adresse
IMHO wird die MAC- Adresse gespeichert, nicht die SSID.