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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Google „Street View“ Nach einem kleinen Fehler sieht das nicht aus

 ·  Google hat bei „Street View“ nicht nur Straßen gefilmt, sondern auch WLAN-Daten en masse gespeichert. Jetzt weiß man, wer das programmiert hat - der Konzern ist in Erklärungsnot.

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Stephan Müller

Deutsche Pseudomoral. Wenn ein privater User sein WLan nicht ordentlich verschlüsselt und jemand

anderer lädt Filme / Musik illegal herunter (P2P) oder macht andere Dummheiten, ist der Besitzer des WLans haftbar, weil er es zugelassen hat.
>>> Aus diesem Grund gibt es in D, anders als im Ausland, auch kaum freie / kostenlose WLan - Hotspots. <<<

Wenn Google jetzt über dieses unverschlüsselte Netz stolpert, ist nicht der Besitzer, sondern Google schuld? Das ist m. E. großer Quatsch.

Hier wird doch wieder versucht ein Skandal zu konstruieren. Muss das sein?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 10:28 Uhr
Michael Thomas

Pseudomoral

Ja, es ist eine interessante Doppelmoral. Man kann sogar ein Astroturfing (für die, die es nicht kennen - siehe Wikipedia) dahinter vermuten.

Vielleicht ein bisschen gesponnen: Google ist zur Zeit einer der "Hauptfeinde" der Medienindustrie, u.a. da Bücher eingescannt, wegen des GEMA-Streits und Zeitungsschnipsel genutzt werden. Die Politiker, denen das große Unternehmen sowieso unheimlich sind, sind tw. auf den Zug aufgesprungen (Lobbyismus). Nun sind sie dankbar, dass die Datenschützer statt auf ACTA und Vorratsdatenspeicherung los zu gehen, sich Google vorgenommen haben.

Und gegenüber ACTA, INDECT und VDS ist das eine Kleinigkeit, eigentlich nichts.

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Michael Thomas

Sinnlose Aufregung

Klar wird Google als riesiger Konzern gern angegriffen. Interessant ist immer wieder, dass Google für etwas angefeindet wird, was andere Konzerne (u.a. Microsoft) schon lange machen. Dass Google sich eine Lokalisierungsdatenbank mit WLAN-Daten erstellt hat, haben schon längst andere Unternehmen erledigt. Wie sonst funktioniert das bei den Apple Clients oder den anderen Smartphones sonst??

Dass dabei Daten eines offenen WLAN abgegriffen werden, ist n.m.E. halb so wild. Wer über das Internet unverschlüsselt Daten verschickt, muss(!!) sich im klaren sein, dass diese abgegriffen werden.

Das, was Google gemacht hat, ist eine extreme Kleinigkeit im Vergleich zu dem, was die Bundesregierung mit der Vorratsdatenspeicherung vor hat. Dort werden wirklich Daten gespeichert, gegen deren Abgreifen keiner sich schützen kann.

Und das diese Daten auch in "falsche" Hände geraten können, konnte man letztens im EU-Ausland erleben, da sie nicht für schwere Straftaten eingesetzten werden sollten.

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Jean Claude

Ertappt

Einem unaufgeklärten Publikum mag man das noch als Geschichte verkaufen können. Nüchtern betrachtet bleibt eine sehr gute Idee. Eine die niemandem schadet und einigen nutzt.
Es werden keine persönlichen Daten gesammelt, oder die Daten irgendwie anders, als über den Ort verknüpft. Fixe Punkte im Raum werden zur Orientierung genutzt - eine ziemlich alte Kiste.
Und nun ein Aufschrei, weil diese Punkte elektronisch sind?

'...und bei mir im Wohnzimmer!'

Wer eine Sendeanlage betreibt, der weiß auch, dass andere diese Signale empfangen können. Trotzdem die Aufregung! Wohl eher aus einem klammen Bauchgefühl heraus,

'weil da jemand die Kiste nutzt, für die ich den Strom bezahle - meine Kiste. Ohne mich zu Fragen!'

Wir fühlen uns in unserem Unwissen über die digitale Welt ertappt und greifen zum großen Kaliber - der Moral! Was genau ist den unmoralisch? Ich bitte um eine klare Formulierung.

Gruß

JeanClaude

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Holger J. Bub
Holger J. Bub (Opecta) - 01.05.2012 22:01 Uhr

Und?

Ich frage mich warum schreibt mein so einen langen Artikel mit so einem anklagenden Unterton, und am Schluss ist nix passiert jeder der bei mir vorbei läuft kann mein wlan sehen. Und?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 09:48 Uhr
Michael Thomas

"Nix passiert"

Das ist seit es WLAN gibt der Fall, dass systematisch Straßenzüge - bei weitem nicht nur durch Google - abgescannt werden.

Viele Smartphones und Betriebssysteme haben sogar die Funktion, sich automatisch dann zu verbinden, so dass der Smartphone-Nutzer für ihn kostenfreien Internetzugang hat. Mansche Smartphone-Nutzer scheinen das sogar zum kostenlosen Telefonieren zu nutzen.

Das, was Google gemacht hat, ist Usus und absolut harmlos. Wer ein offenes WLAN betreibt, muss mit den Konsequenzen leben (fremde Nutzung, Haftbarkeit bei Missbrauch, Mitlauschen von unverschlüsseltem Datenverkehr). Entweder will er das oder er sollte auf das WLAN verzichten, da er für alle eine Gefahr darstellt.

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Hermann Luyken

Ingenieuere?

Ingenieuere als skrupel- und bedenklose Menschen ohne eigene Meinung oder Moral darzustellen halte ich für völlig fehl am Platz.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 19:06 Uhr
Michael Thomas

Schwarz-Weiß-Denke

Herrn Luyken kann ich nur zustimmen. Ich frage mich wirklich, wie man aufgrund eines Berufes irgendwelche vermeintliche Klisches bilden kann. Insbesondere die Berufsgruppe der Ingenieure ist sehr weitreichend: vom Bauingenieure über Papieringenieure bis hin zu Maschinenbauer, Verfahrenstechniker, tw. Technische Informatiker und Elektroingenieure. Es ist eine Pauschalisierung eines vermeintlichen Charakterzuges, die ich eher aus unserer unrühmlichen Vergangenheit her kenne.

Daneben sollte man sich eher überlegen, dass ohne Ingenieure (was logischerweise Blödsinn ist) wir ohne fließend Wasser, Strom und Internet in einfachen Hütten zu über 95% von der Tätigkeit in der Landwirtschaft (ohne technische Geräte) leben würden.

Und ja, Ingenieure sind auch in der Softwareentwicklung. Ohne diese kleinen programmierten Chips funktioniert heute auch kaum noch ein technisches Gerät - weder bei der Steuerung von Kraftwerken noch in der Medizin. PC-Programme und Betriebssysteme gehören nicht dazu.

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Closed via SSO

Es stimmt, Ingenieure machen keine Software, Gott sei Dank, denn wo sie's gemacht,

hat es gekracht! Erst als die Mathematiker und hernach deren Handwerksgesellen, die Informatiker, an die entsprechenden Aufgaben gingen, konnten CAD-Systeme z.B. Güterbahnhöfe zeichnen, das hat viel mit Mathematik und wenig mit Ingenieurskunst zu tun.
Und dass solche "Gimmiks" wie "google" nicht von Ingenieuren gemacht wurden, zeigt sich daran, wie vielfältig die Anwendungsmöglichkeiten sind.
Aber Spaß beiseite!
Es geht um Ethik und DIE haben weder Ingenieure noch Informatiker. Denn wer ohne ethischen Grundlagen zu kennen rein technokratisch verschult sein Fach lernt, der hat eben zu wenig gelernt. Wir Mathematiker (ooops geoutet!) gehen an Problemlösungen oft philosophisch heran und haben daher unseren Kant gelesen, wir sind häufig Kantianer. Mathematiker wägen häufiger ab, ob Dinge sinnvoll sind oder nicht. "Richtig" und "Falsch" sind Kategorien der Informatik, nicht der Mathematik, die ständig die Grundlagen neu überdenkt , für andere sinnlos, für viele nützlich.

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Hermann Luyken

Anders ticken

Jeder wird von uns wird wohl anders "ticken" als andere. Zugegeben, die Ausbildung prägt das Denken. Aber daraus abzuleiten, dass jeder Mediziner dazu geneigt ist, einen Frankenstein zu erzeugen, halte ich für keinen objektiven Journalismus. Diesen würde ich mir von einer seriösen Zeitung wünschen. Solches Schubladendenken gehört eher in die Boulevardpresse.

Übrigens, tut mir Leid, dass ich "Ingenieure" falsche geschrieben habe ;-)

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Andreas Heiligtag

Ingenieure...

...müssen sich dem Gewinn-Maximierungsstreben unterordnen und leisten oft zu wenig Widerstand. Google sammelt alle Daten, die es bekommen kann, um Werbung gezielt auf den Internetnutzer abstimmen zu können. Werbung und ihre Ziele haben wohl wenig mit Ingenieurskunst zu tun.

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David Gehle
David Gehle (dcwg) - 01.05.2012 21:24 Uhr

In den Bereichen IT, Software zu Werbe- und Unterhaltungszwecken sitzen sowieso keine Ing.,

die sind da, wo echte Dinge hergestellt werden. In der Informatikerbude mit dem 6er im Lotto (aka Google) hocken Informatiker mit oder ohne Abschlüsse, Angehörige einer der Disziplinen, die für das Syndrom "eigentliche" Weltbeherrscher, Besitzer der Wahrheit besonders anfällig sind. Wie auch die Psychologen, die wiederum einen solchen Zustand (reale Begebenheiten auf eigenes Tun zurückzuführen) im ICD, Kap. V nachschlagen würden.
Wies um die Moral der Informatiker manchmal bestellt ist, konnte ich bereits im ausgehenden 2. Jahrtausend auf einer südwestdeutschen FH bei damaligen Kommilitonen feststellen: was möglich ist, wird gemacht. Nicht weil es sinnvoll ist, sondern möglich.

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Lutz von Peter

Ingenieure...

...ticken anders als andere Menschen, gerade im Bereich IT und besonders Software. Das werden Sie nicht bezweifeln wollen, oder? Schon mal ein Samsung-Telephon gehabt? Na eben, dann müssten Sie es doch gemerkt haben.

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Hermann Eichhorn

Patriot act lässt grüssen

Es ist nicht anzunehmen dass das ausspionieren einem Zufall unterliegt. Google, Apple, Amazon, Ebay, Paypal, Microsoft, Intel, Facebook usw. sind Firmen, die dem Patriot Act unterliegen. Das heisst auf Anweisung müssen diese Firmen einem der 3000 Geheimdienste auf Aufforderung Daten, Zugang und Kontrolle erlauben. Das betrifft auch ausdrücklich die Niederlassungen dieser Firmen im Ausland. Wer also von diesen Firmen Produkte hat, ihren Service nutzt, einen Account hat sollte sich darüber im Klaren sein, dass seine Daten hinterlegt sind, unbeschränkt und der Computer zuhause ausspioniert werden kann von jedem Punkt der Erde. Und: wer hier gegen die Vorratsspeicherung der Telefondaten agitiert und Produkte oder Service der oben aufgeführten Firmen nutzt, sollte mal kurz reflektieren was er da macht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 10:00 Uhr
Stephan Müller

Beispiele gefällig?

1.) Wenn die USA befehlen die Wikileaks - Daten vom Server zu löschen macht Amazon das. Sie sagen, sie hätten keine Wahl.

2.) Wenn die USA zu Visa und Mastercard sagen, dass die Konten von Wikileaks eingefroren werden sollen, machen die das. Sie sagen, so ist die Gesetzeslage.

3.) Wenn Paypal in einem Shop als Zahlungsmöglichkeit eingebunden ist und dieser Waren aus einem einem von den USA gehassten Land verkauft (kubanische Zigarren bei Rossmann) wird PayPal Druck auf diesen Händler ausüben. Rossmann hat in diesem Fall nicht nachgegeben und die Zusammenarbeit mit Paypal deshalb beendet.

Das alles geschieht aus Willkür und ohne richterliche Anordnung. Und wenn ein US - Beamter von Google / Facebook / Yahoo einen Datensatz eines Users haben möchte, bekommt er den auch sofort.

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Lutz von Peter

Was Herr Eichhorn sagen wollte....

ist, dass eifrig von uns Daten gesammelt werden, obwohl dies nach deutschen Gesetzen illegal ist. Dagegen kann man aber nichts tun, weil man eben doch ein smartphone benutzen möchte und seinen Computer am Liebsten auch mit einem operating system nutzen möchte, nur so aus Bequemlichkeit. Von Hand seinen Computer booten ist so lästig.
Und dass nichts, aber auch gar nichts getan wird, um diese Schieflage in Ordnung zu bringen. Google hat seit Jahren schwerste Verstösse gegen diverse Datenschutzgesetze begangen. Microsoft erheblichste Verstösse gegen Gesetze gegen unloyale Konkurrenz. Aber anstatt gegen die Gesetzesbrecher vorzugehen (Microsoft erhält bis auf Weiteres Verbot, in Europa zu verkaufen, IPhone, IPad etc werden vom Markt genommen und die Büros geschlossen, falls nicht sofortige Besserung erfolgt) wie es die amerikanische Regierung tut, passiert ....... nichts. Das wollte Herr Eichhorn sagen.

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Theodor Wedel

Subtrahieren Sie das Konspirative in Ihrem Beitrag und Sie haben Recht

Datenschutz spielt in den USA traditionell keine große Rolle. Wenn Sie betrunken beim Autofahren erwischt werden, stehen Sie in den meisten Staaten am nächsten Tag mit vollem Namen und Anschrift in der Lokalzeitung. In einigen Staaten können Sie auch online nachschauen, was Ihre Nachbarn an Steuern bezahlen. Dass alle die von Ihnen genannten Firmen (bis auf Intel) eifrig Daten sammeln, ist korrekt. Das tun sie aber, weil sie es dürfen, nicht weil der amerikanische Staat einen Weltüberwachungsplan hat. Im Übrigen verstehe ich nicht so recht, wie die NSA via Apple, Amazon und Facebook unbeschränkten Zugang zu einem PC erhalten soll? Ihrem letzten Satz stimme ich völlig zu. Das BKA kann mit der Vorratsdatenspeicherung lediglich herausfinden, dass ich am 29.04. mit meiner Oma telefoniert habe. Amazon kann aus meiner bisherigen Einkaufsliste ein Persönlichkeitsprofil erstellen, meine Hobbys ableiten, usw.

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Wolfgang Richter

Wo bleibt der Staat?

Da betreibt ein ausländisches Unternehmen "ganz aus Versehen" einmal flächendeckend Funkspionage und klärt so ganz nebenbei alle ungesicherten W-LAN-Zellen auf.
Und der deutsche Staat schaut friedlich und untätig dabei zu.
In jedem souveränen Staat säßen inzwischen diverse Google-Funktionäre dafür in U-Haft, das Aufklärungs-Equipment würde beschlagnahmt, das Management hätte kalte Füße,...
Nicht so in Deutschland. Da darf man straflos machen, was man will, zumal als US-Firma.
Man stelle sich einmal vor, ein deutsches Unternehmen würde eine solche Unverschämtheit in einem wirklich souveränen Land wie GB, F oder USA versuchen. Da gäbe es dicken Ärger.
Zu Recht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 18:51 Uhr
Michael Thomas

@Lutz von Peter: Falscher ;-)

Andere Länder, andere Sitten: im Norden der Skandinavischen Länder ist es Usus, dass die Türen nicht abgeschlossen werden. Dadurch soll es Menschen, die sich verirrt haben, ermöglicht werden, dass sie sich vor der Kälte retten.

Ihr Argument, dass man sich bei einem offenen WLAN nicht einklinken darf, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar (und ihr Vergleich hinkt). Wie bei Häusern, Funk oder Rechnern muss man irgendwie erkennen können, ob es ein öffentliches Angebot ist oder nicht. Hierzu dient in der realen Welt Schlösser, Zäune, ein vorhandenes oder nicht Ladenschild etc. In der virtuellen Welt verwendet man Authentisierungsmethoden und Verschlüsselung. Wie soll man sonst erkennen, ob es sich um ein Angebot der Telekom, des örtlichen Kaffees oder sonst einem Laden handelt? Ist mt-fotos.dfe (keine echte URL!) eine Sammlung privater Fotos oder öffentlich? Wenn ich es nicht verschlüssele oder mit einem Passwort versehe, ist es in der virtuellen Welt öffentlich.

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Lutz von Peter

Falsch

Sie benutzen die Argumente totalitärer Staaten, aber Sie sind nicht der Einzige hier.

Es wird hier immer wieder behauptet, und es bleibt doch falsch.
Wenn ich ein offenes WiFi-Netzwerk betreibe ist das meinetwegen unklug oder sogar leichtsinnig. Dennoch darf sich nicht jeder in mein Netzwerk einklinken, darf nicht über mein Netzwerk surfen und schon gar nicht meine Daten ausspähen oder klauen.

Nur damit sie das kapieren, Herr Hoppe, denn Sie argumentieren schon genauso konfus und unmoralisch wie die "ACTA etc"-Ablehner:

es ist unklug, meine Haustüre nicht abzuschliessen, noch dämlicher ist es, meine Türe sperrangelweit offen zu lassen. Dennoch darf ein Dritter weder meine Wohnung betreten, noch sich darin umsehen, noch mein Telephon benutzen noch für zehn Minuten eine Bratpfanne aus meiner Küche wegnehmen und sie dann sauber wieder zurückstellen.

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Closed via SSO

Was soll das: Staat?

Hier geht es um die Privatsphäre an welche sich gerade der Staat nicht hält, welche gegenüber dem Staat mit besonderen Rechten mühsam verteidigt werden muss.
Der "Staat" nutzt doch die so eingesammelten Daten von Google. Bspw. war da ein junges Paar, welches ein altes Haus gekauft hat. NACHDEM sie stolz ihr neues Zuhause auf Facebook präsentiert haben, kam der Staat und sagte: Das steht unter Denkmalschutz, das dürft ihr nicht beliebig nutzen. Woher hatte der Staat das Wissen? Aus Facebook!
Hätte das junge Paar seinen Facebook-Account "dicht" gemacht, wäre nix passiert. So sind sie in den Mühlen der Bürokratie.
Dito mit Google, der "Datenkrake". Der Staat ist der größte Nutznießer von Google.

Es ist jeder frei darin, sein WLAN "dicht" zu machen, zu "verstecken" und mit 128bit (mehr erlaubt der Staat m.W. nicht, obwohl längst mehr geht) zu verschlüsseln.

Jeder hat das Recht auf Privatsphäre - nur nutzen muss er das selbst!

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Mark Erz
Mark Erz (Sterling) - 01.05.2012 18:54 Uhr

"Ingenieure"?

Tja, sind eben keine Ingenieure sondern nur smarte Tüftler - kleiner Unterschied.

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Udo Meyer
Udo Meyer (Nettfaz) - 01.05.2012 18:08 Uhr

Ganz aus Versehen

Natürlich. Google macht keine Qualitätssicherung der Software. Macht kein Review. Nichts dergleichen. Jeder kleine Programmierer kann ungesehen und unbemerkt alles negative in Googles Software unterbringen.

Hallo Google. Welche versteckten Türen und Tore stecken alles in Android.
Sind dessen Nutzer auch alle aus Versehen vollständig ausgespäht?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.05.2012 23:26 Uhr
Michael Thomas

@Lutz von Peter: OpenSource Software

Als erste einmal ist OpenSource-Software nicht ein einziger Typ von Software. Sie können sicher sein, dass es sehr viele Projekte gibt, bei denen es eine umfangreiche Qualitätsprüfung gibt, die tw. besser als bei kommerzieller Software ist (z.B. existieren bei einzelnen umfangreichen Projekten regelmäßig Sicherheitsüberprüfungen, z.B. bei OpenBSD oder dem Samba-Projekt). Beim Linux-Kernel wird kein Stück Code ohne Prüfung durch Linus Torvalds übernommen. Bei vielen Projekten ist das ähnlich.

Daneben sind eingebaute Hintertüren (z.B. bei Einbrüchen in Server) relativ schnell (d.h. nach ein paar Tagen) entdeckt worden. Nur ein Fall ist mir bekannt, bei denen es mehrere Wochen waren, was ein kleiners Projekt war.

Da kommerzielle Software-Hersteller weniger transparent sind, bedeutet dies nicht, dass es dort besser läuft.

Bei Android kann man auch auf alternative Projekte umsteigen, d.h. man ist nicht daran gebunden, was der Hersteller (nicht Google!!!) ausliefert.

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Udo Meyer
Udo Meyer (Nettfaz) - 01.05.2012 20:49 Uhr

Es kann durchaus mehrere Androiden geben

das was als Open Source rausgegeben wird und
das was Google und dessen Kunden in den Telefonen einsetzt.
Es ist, nach den letzten Erfahrungen, wohl eher so dass das offen gelegte Android
nur ein Teil der Wahrheit ist.

Übrigens auch Kernbereiche des Apple OS gibt es als Open Source.
Das ignorieren viele oder sie sind unwissend.

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Lutz von Peter

Oho....

"Android ist Open Source und damit transparent". Das war einmal, denn natürlich könnte jeder in den Source Code vordringen und ihn bis ins Detail auseinandernehmen.
Die Realität sieht aber doch so aus, dass das auch bei Open Source Programmen keiner mehr machen wird, dafür sind auch die Open source Programme bereits viel zu umfänglich. Wir sind nicht mehr im Jahr 1990 (oder wann die ersten Open Source Programme auftauchten).

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Theodor Wedel

Android ist eine Linux-Distribution

Und somit Open Source. Also transparent. Was nicht heißt, dass Android nicht nach Hause funken kann. Nur können Sie das unter Einstellungen -> Sicherheit selbst bestimmen. Bei iOS sieht das höchstwahrscheinlich deutlich anders aus. Schon allein die Sprachbefehle an Siri gehen an Apple-Server. Und wenn man schon eine Software hat, die Semantik so gut beherrscht, warum sollte man die entsprechenden Informationen nicht speichern und weiter auswerten?

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Daniel Kübler

Offene WLAN Netzwerke?

Es ist doch sehr erstaunlich, dass anscheinend die Datentechnisch so hoch sensiblen deutschen immer noch zu Hauf ein offenes WLAN betreiben! Im Prinzip genauso, wenn ich nachts die Tür nicht abschließe und mich am nächsten morgen wundere, dass meine Einrichtung fehlt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.05.2012 23:17 Uhr
Michael Thomas

Sinn von Offenen WLANs

Abgesehen von privaten Haushalten habe offene WLANs schon einen Sinn. Die Verwaltung der Zugangsdaten ist aufwändig und die Tools eher spärlich.

Einfacher ist es dann, die Verschlüsselung über ein VPN (virtual private network) sicherzustellen. Das ist sicherer und die Verwaltung einfacher.

Bei privaten Haushalten ist es aber wirklich fahrlässig, was auch Gerichtsentscheinungen gezeigt haben.

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Lutz von Peter

Richtig, aber....

Völlig richtig, Herr Kübler, man sollte weder die elektronische noch die physische Tür unabgeschlossen lassen. Soweit die Realität. Schade eigentlich, oder? Ich habe (kurze) Phasen meines Lebens in Gegenden gelebt, wo Haustüren nicht abgeschlossen werden, die meisten wohl nicht einmal Schlüssel haben. Ein unvergleichliches Freiheitsgefühl.
Bei den physischen Türen finden die Leute es noch bedauerlich, dass es nicht anders geht, bei offenen Netzwerken eher normal, dass man einfach eindringt, wenn man kann (Ihr Kommentar beweist es). Ein weiterer Bewies für die rohen Sitten in der Cyberwelt.
Google ist beleibe nicht die einzige Firma, bei der diese "ich nehms mir, wenn Du Dich nicht wehrst"-Haltung vorherrscht.
Höchste Zeit, dass diese Leute zur Rechenschaft gezogen werden.

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Constantin von Wentzel

Gegenmaßnahmen einsetzen...

Wer sein WLAN ohne Verschlüsselung betreibt, der darf sich auch auf andere Besuche freuen... z.B. von denjenigen, die Musik kostenlos herunterladen wollen oder anderes Unsägliches. ... also, bitte WPA2 mit langem Passwort benutzen (z.B. Zahlen und anderen Zeichen), das macht das Raten dann viel schwieriger.

In Bezug auf Google ist es Einfach, den einen Strich durch die Rechnung zu machen, indem man den Funknetznamen alle 6 Monate ändert. Somit hätten die gespeicherten Namen in der Google Datei keinen Wert mehr. So oft kommen die Wagen ja nicht vorbei.

Des weiteren können viele Access Points so konfiguriert werden, daß die nicht alle 80 Sekunden einen Namen versenden. Dies funktioniert aber nur wenn Funkstille beim Google-Wagen vorbeifahren herrscht.

Letzendes ist es vielleicht gar nicht so schlecht, den Massen es klar zu machen, welche Privatsphären-Risiken sie mit Handy, Computer, etc. eingehen. Hier in den Staaten ist dieser Krieg schon lange verloren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.05.2012 23:12 Uhr
Michael Thomas

Gegenmaßnahmen

Und was soll das? Was interessiert es jemanden, ob man ein WLAN (welches sowieso fleißig in die Nachbarschaft pustet) betreibt und deren Vorhandensein zur Orientierung genutzt wird?

Man sollte wissen, was man schützt. Weder im Sinne der Privatsphäre noch zum Schutz der persönlichen Daten ist eine Gegenmaßnahme erforderlich.

Wichtig ist vielmehr, dass das WLAN geschützt ist und die Daten verschlüsselt sind.

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heko lecher

MAC Adresse

IMHO wird die MAC- Adresse gespeichert, nicht die SSID.

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