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Verleihung der Goldenen Kamera : Ein Hauch von Hollywood in Hamburg

  • Aktualisiert am

„Beste Schauspielerin international“: Die Australierin Nicole Kidman nimmt die Goldene Kamera in Hamburg persönlich entgegen. Bild: dpa

Glanz und Gloria an der Elbe: Zum 52. Mal wurde die Goldene Kamera verliehen. Auf dem roten Teppich herrschte großer Ansturm und Besuch aus Hollywood war auch da – doch es gab ebenso politische Botschaften zu hören.

          Hamburg kann auch Hollywood – zumindest ein bisschen: Stars aus der amerikanischen und deutschen Filmprominenz sind am Samstagabend zur Verleihung des Film- und Fernsehpreises in die Hamburger Messehallen gekommen. Hunderte Fans warteten, um einen Blick auf Jane Fonda, Nicole Kidman oder Colin Farrell zu erhaschen. Im schwarzen Anzug, die Hände lässig in den Hosentaschen, präsentierte sich der 40-jährige Farrell den Fotografen. „Ich bin sehr dankbar“, sagte er den wartenden Journalisten über seine Auszeichnung als bester internationaler Schauspieler bei der Goldenen Kamera.

          Vor allem für deutsche Schauspieler gab es was zu holen: Wotan Wilke Möhring hat für seine Rolle in dem RTL-Dreiteiler „Winnetou“ die Goldene Kamera bekommen. Der 49-Jährige sei als Besetzung ein Coup gewesen, begründete die Jury ihre Entscheidung. „Er gibt den Westernhelden physisch wie charakterlich ungemein glaubhaft.“ Möhing nahm den Preis gerne entgegen: „Ich freu’ mich wahnsinnig“. Er setzte sich in der Kategorie „Bester deutscher Schauspieler“ gegen seine beiden Kollegen Tom Schilling „Auf kurze Distanz“ (Das Erste) und Tobias Moretti „Im Namen meines Sohnes“ (ZDF) durch.

          Auf dem roten Teppich: Barbara Schöneberger Bilderstrecke

          Auch Lisa Wagner hat die Goldene Kamera gewonnen: Die Schauspielerin wurde für ihre Darstellung als mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe in „Letzte Ausfahrt Gera“ (ZDF) ausgezeichnet. Sie erhielt die Auszeichnung am Samstagabend in Hamburg. „Exzellent, wie sie mit undurchsichtigem Mienenspiel, in Starre verharrend die Bedrohlichkeit der Frau Zschäpe entlarvt“, urteilte die Jury. Ebenfalls nominiert waren Claudia Michelsen mit „Ku’damm 56“ (ZDF) und Jutta Hoffmann mit „Ein Teil von uns“ (Das Erste).

          Politische Botschaften bei der Goldenen Kamera

          Die zu den traditionsreichsten deutschen Medienpreisen zählende Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 52. Mal verliehen. Für die Bestenkategorien sind sechs Schauspieler nominiert – bei den Frauen Jutta Hoffmann, Claudia Michelsen und Lisa Wagner sowie bei den Männern Wotan Wilke Möhring, Tobias Moretti und Tom Schilling.

          Bereits vor der Verleihung stand fest, dass die Hollywood-Stars Nicole Kidman und Colin Farrell als beste internationale Schauspieler geehrt werden. Die amerikanische Schauspielerin Jane Fonda und Moderatorenlegende Dieter Thomas Heck bekamen Auszeichnungen für ihr Lebenswerk. Auch andere Gäste brauchten nicht mehr nervös zu sein, sie standen bereits als Preisträger fest – so wie die TV-Journalisten Caren Miosga, Marietta Slomka und Peter Kloeppel, die stellvertretend für ihre Redaktionen in der Kategorie „Beste Information“ ausgezeichnet wurden.

          Slomka, Miosga und Kloeppel nahmen ihre Dankesreden zum Anlass, an den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, und die Pressefreiheit in Deutschland zu erinnern.

          Teilweise war der Ansturm auf dem roten Teppich so groß, dass die Gäste warten mussten, bevor sie über ihn schreiten konnten. Zu den Ersten, die sich den Fans und Fotografen präsentierten, gehörten die Schauspieler Matthias Matschke und Marie-Luise Marjan. Auch der Schlagerstar Roberto Blanco und Fernsehkoch Horst Lichter waren unter den frühen Gästen. Armin Rohde – mit schwarzer Sonnenbrille – machte Faxen für die Fotografen. Zu der live im ZDF übertragenen Show, deren Ausrichter die Funke Mediengruppe ist, wurden 1200 Gäste erwartet.

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