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Gerichtsurteil Wein und Wahrheit

12.11.2007 ·  Vergeblich hat Robert Parker, der berühmte amerikanische Wein-Journalist, versucht, das Erscheinen eines Buches über ihn zu verhindern. Es legt dar, dass Parker möglicherweise geschäftlich mit Winzern verbandelt sei.

Von Jürg Altwegg, Genf
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Vergeblich hat Robert Parker, der berühmte amerikanische Wein-Journalist und Verfasser des weltbekannten Wein-Führers, versucht, das Erscheinen eines Buches über ihn zu verhindern. Geschrieben hat es seine langjährige französische Mitarbeiterin Hanna Agostini. Das Magazin „Marianne“ hat im Oktober einen Vorabdruck veröffentlicht.

Die Autorin legt dar, dass Parker - der stets seine Unabhängigkeit betont - privat und möglicherweise geschäftlich mit Winzern verbandelt sei, deren Produkte er über den grünen Klee lobe. Der Titel des Buches lautet: „Robert Parker, Anatomie d'un mythe“.

Parkers Freund Alain Raynaud, ein Weingutbesitzer, der einen „Grand Cru“ in Saint-Emilion besitzt, reichte Klage ein. Und zwar wegen „Verletzung der Privatsphäre“, mit deren Schutz in Frankreich vieles in der Presse und im Buchmarkt verhindert werden kann. Hanna Agostini berichtet, dass Parker der Pate von Alain Raynauds Tochter ist. Das mitzuteilen stelle keine Verletzung der Privatsphäre dar, befand nun ein Gericht in Bordeaux, sondern sei reine Information. Das Buch darf ohne die von Raynaud verlangten Schwärzungen erscheinen.

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Jahrgang 1951, Kulturkorrespondent mit Sitz in Genf.

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