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Gema gegen Youtube Wenn zwei sich streiten

Der Konflikt zwischen Youtube und der Gema um die Vergütung von Musikvideos kommt nicht voran. Über die umfangreiche Sperrung von Musik ärgern sich vor allem die Fans.

© dpa Vergrößern Ban Ki Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen trifft den Musiker Park Jae-sang, Botschafter einer neuen Welt.

Ginge es nach deutschen Regeln, hätte der südkoreanische Musiker Park Jae-sang in den vergangenen sechs Monaten viereinhalb Millionen Euro verdient. Und zwar allein damit, dass sich Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ein Youtube-Video von ihm angesehen haben. Der Zähler des vierminütigen Clips „Gangnam Style“ des Rappers „Psy“ steht bei 1,161 Milliarden Besuchen.

Es geht allerdings nicht nach deutschen Regeln, nicht einmal hierzulande. Stattdessen ging das Popspektakel fast klanglos an Deutschland vorüber. Das Video ist gesperrt. Und so wie der „Gangnam Style“ nur eine Episode in der neuen Medienlandschaft ist, ist auch der aktuelle Konflikt zwischen Youtube und der deutschen Rechteverwertungsgesellschaft Gema nur eine weitere Etappe eines Jahre währenden Streits. Während fortlaufend Gerichte beschäftigt sind, über Berufungen zu entscheiden, die nach Urteilen stets von beiden Seiten beantragt werden, kommt der Kulturraum der jungen Deutschen unter die Räder.

Der Klick für ein Video soll 0.375 Cent kosten

Aktuell beschwert sich die Gema bei der Schiedsstelle des deutschen Patent- und Markenamts darüber, dass Youtube beim Aufruf in Deutschland gesperrter Videos behauptet, die Gema habe erforderliche Musikrechte nicht eingeräumt. Diese Aussage ist der staatlich legitimierten Verwertungsgesellschaft zu einfach, denn so kategorisch wie es scheint, verhalte sich die Gema in den Angelegenheiten gar nicht. Sie wolle lediglich 0.375 Cent pro Aufruf eines jeden Videos, für dessen Rechteverwertung sie sich zuständig sieht.

Gestritten wird aber nicht nur über den Preis, den Youtube, wie Google behauptet, nicht kategorisch zu zahlen ablehne, sondern auch über den Charakter der gegenseitigen Zugeständnisse, die dem Geschäftsmodell von Youtube bislang nicht entsprächen. In 45 Ländern komme Youtube mit Rechteverwaltern zurecht, teilte Googles deutsche PR-Agentur mit. In Deutschland ist man sich aber auch nach vier Jahren Dauerstreit nicht einig.

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Nun fordert die Gema von Youtube Schadenersatz in Höhe von 1,6 Millionen Euro, weil es trotz umfangreicher Sperren noch immer frei zugängliche Videos gebe. Park Jae-sang wird das ziemlich egal sein, seinen deutschen Fans nicht.

Quelle: FAZ.net

 
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Veröffentlicht: 11.01.2013, 16:13 Uhr

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