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Gekündigte Fernsehspielchefin NDR schließt Vergleich mit Doris Heinze

22.06.2010 ·  Der NDR und die wegen Betrugsvorwürfen fristlos gekündigte Fernsehspielchefin Doris Heinze haben einen Vergleich geschlossen. Im August 2009 war herausgekommen, dass sie mehrere Drehbücher selbst unter Pseudonym geschrieben hatte.

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Der Norddeutsche Rundfunk und die wegen Betrugsvorwürfen fristlos gekündigte Fernsehspielchefin Doris Heinze haben einen Vergleich geschlossen. Der Vergleich sei auf „Anraten des Arbeitsgerichts“ zustande gekommen, sagte ein Sprecher des NDR auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das Übereinkommen hält fest, dass Heinzes Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist am 9. September 2009 endete.

Nicht produzierte Drehbücher werden rückabgewickelt. Auch sei eine Einigung über die Rückzahlung strittiger Honoraransprüche erzielt worden. Die Zahlung soll sich auf knapp 90.000 Euro belaufen. Damit hat sich der NDR in den wesentlichen Punkten durchgesetzt - in der Frage der der fristlosen Kündigung, die Doris Heinzes Anwalt mit einer Kündigungsschutzklage zunächst hatte angreifen wollen, und bei der Begleichung des wirtschaftlichen Schadens.

Mehrere Drehbücher selbst unter Pseudonym geschrieben

Im August 2009 war herausgekommen, dass Doris Heinze in mehreren Fällen Drehbücher selbst unter Pseudonym geschrieben hatte und ihren Mann unter Pseudonym schreiben ließ - bei Produktionen, die sie als Fernsehspielchefin des NDR selbst betreute. Der Alias-Name, unter dem Doris Heinze bei zwei Drehbuchaufträgen und einem Entwurf („Treatment“) dem eigenen Sender gegenüber auftrat lautete Marie Funder, ihr Mann firmierte unter „Niklas Becker“, er schloß Verträge zu fünf Fernsehfilmen ab.

Dem NDR war dadurch ein Schaden entstanden, da Drehbücher von Angestellten angemeldet werden müssen und nur mit dem halben Honorarsatz verrechnet werden. Der Skandal hatte jedoch auch das Ansehen des Senders und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschädigt.

Der Streit vor dem Arbeitsgericht, der zweimal vertagt worden war, hat sich damit erledigt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen Doris Heinze aber noch wegen Betrugsverdacht.

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