Home
http://www.faz.net/-gsb-6yh7a
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Frühkritik: Maybrit Illner Nur die Freiheit zählt

 ·  Auch bei Maybrit Illner ging es um die Frage, ob Joachim Gauck der richtige Bundespräsident ist. Für die Linkspartei ist er es nicht. Und das ist auch gut so. Markus Lanz hofft derweil auf eine künstliche Hüfte.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
günther reichert

Gauck und Gerstenmeier/beide sind in Diktaturen aufgewachsen/doch so unterschiedlich

Es ist eben schwierig in Diktaturen seinen eigenen Weg zu finden,der Anderen möglichst nicht schadet.Es ist ein schwieriges Kapitel.
Es ist aber besser einen Gauck als Amtsträger(BP)heutzutage zu haben als Gerstenmeier als einstigen Parlamentspräsidenten in den frühen Jahren der BRD(siehe Artikel Gerstenmeier im DER SPIEGEL 4/1966(Stichwort "Gerstenmeier Widerstand").
Glücklich kann sein,der nie in eine solche Lage einer Diktatur gekommen ist.Aber von Trittbrettfahrern,die auf den Zug später aufspringen,wenn eine Wende sich ankündigt,ist nicht unbedingt mehr zu halten.

Empfehlen
Uwe Gerig
Uwe Gerig (UweGerig) - 16.03.2012 11:47 Uhr

Was war damals?

Im vereinten Deutschland plagen wir uns noch immer mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur. Von unserer BK wissen wir nur, dass sie keine "Oppositionelle" in der DDR gewesen ist. Vom wahrscheinlichen neuen BP haben wir außer seiner Selbstglorifizierung (Buch) nur vernebelte Informationen über sein Wirken vor 1989. Die Diskussionsrunde hätte sich genau damit beschäftigen können. Zwei Expertinnen aus der DDR waren ja dabei: Maybrit Illner und Monika Maron. Wie also kam man in Zeiten der zweiten deutschen Diktatur über die Runden? Frau Illner studierte von 1984-88 an der Sektion Journalistik, der "Kaderschmiede" für Linientreue und wurde dort SED-Mitglied. Die kluge Maron war Reporterin bei der "Wochenpost" und schalt ihre Landsleute nach 1990 zu Recht als angepasste Duckmäuser. Dann kam 1995 heraus, dass sie selbst von 1976-78 als "Mitsu" für die Stasi gespitzelt hatte. "Man hat manches Bekloppte gemacht in dieser DDR", sagte sie danach dem SPIEGEL (32/1995).Machte auch Gauck "Beklopptes"?

Empfehlen
Heike Schneider

Ein volk der Selbstbetrüger

Wer bezahlt denn seit Jahren die ganzen Kosten der Gesudnheitsschäden aus dem DDR- Lesitungssport.
Wer bazhlt eueren ganzen Spaß und euere Extremsportarten?
ihr seid so lächerlich, habt n ie gelebt oder gearbeitet, seid nach der Wende plötzlich neureich gworden, konsumiert nur!
Das ganze ökologische Gleichgewicht ist aus dem System gefallen.
IOhr habt ein Luxusproblem, wollt leben wie die Könige1
in Warhheit haben die wenigsten in der Form früher Geld gehabt und mit Geld drucken eine Welt zu retten um dann in Deutschland und Nordeuropa mit Kindergeld im Fersehen die Konkurrenz zu allen Ländern darzustellen, die sich das gar nicht leisten können ist ein Hohn!
Die Rechnung zahlen die nächsten Genrationen. euch hat der Spaß die Gehirnzellen ausgetrieben!
erstickt an Arsen, Blei, Feinstaub und aneueren Sterneköchen!
Ihr seid so lächerlich wie die primitivsten neureichen nur sein können.
Wir neiden euch bestimmt nicht, dass Ihr für die ganze Zerstörung mit verantwortlich seid:#
Lügner!

Empfehlen
Andreas Neubert

Ich weiss nicht, ....

... ob wir mit dem inflationaeren Gebrauch des Begriffs der »Freiheit« in den letzten Jahren dieser Idee einen gefallen tun. Gerade Gauck sollte aufpassen, dass seine gebetsmuehlenartige Wiederholung dieses Begriffs nicht weiter zur abstrakten Worthuelse verkommt.

Empfehlen
Günther Schulz

Gauck Debatte

Was ist das überhaupt für eine "Debatte"? Die tägliche Talk Show bemüht sich krampfhaft um aktuelle Themen und walzt immer wieder das gleiche Thema mit zum Teil gleichen Talkern dreimal die Woche aus. Wen interessiert das, außer den Medien die das gleiche Material in ungezählten Wiederholungen mit Lautsprecherwirkung unter das Volk bringen. Das einzig feststellbare Ergebnis ist am Ende, dass die dauernde Massensuggestion die erwünschte Wirkung bei den Meinungsumfragen zeigt!

Empfehlen
Angela Ansbacher

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut

Darum erlaube ich mir, hier eine provokante Behauptung aufzustellen. Herr Gauck darf gelassen seiner Amtszeit entgegen sehen, er wird nicht scheitern. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Er hat das Glueck, n a c h zwei gescheiterten Praesidenten anzutreten. Ein dritter in Folge waere ein Desaster. An Laecherlichkeit kaum zu ueberbieten. Die Presse wird ihn schonen, musste sie sich doch nach den zwei gefallenen bereits des Vorwurfs "Praesidentenmoerder" erwehren. Und zudem, als "Konsenspraesident" (Linke aussen vor), ist ihm der weitestgehende Zuspruch auch der Parteien sicher. Weil alle koennen nicht irren. Herr Gauck wird allseits groesstmoegliche Akzeptanz erfahren. Eine Order in den Redaktionsstuben zur Maessigung sehe ich durchaus fuer realistisch. Herr Gauck darf sich also freuen. Freuen wir uns mit ihm. Er wird sicher the best of all.

Empfehlen
Heinz Lindemann

Der SCHWARZE KANAL ist wieder da...

... jetzt aber mit einem Herrn Augstein...
-----
"Ich trage einen großen Namen", so hieß eine TV-Serie...
Was wären Augstein als "Herr Schmidtkuntz"
oder der Sohn des DDR-Kulturministers Klaus Gysi als "Genosse Przybulski" geworden... ???

Karl-Eduard von Schnitzler hätte seine Freude (wenn auch nicht an der 30er Frisur...) am "Verleger Augstein"...

Empfehlen
Uwe Gerig
Uwe Gerig (UweGerig) - 16.03.2012 08:19 Uhr

Angepasster Freiheitskämpfer

Noch eine Lobeshymne über den edelmütigen Widerstandskämpfer und Freiheitshelden, der "schon kritisiert" wird, bevor er im Amt ist. Dem Autoren (Jahrgang 1965) will ich keine Vorwurf wegen seiner Hymne machen, er kann das SED-Regime nicht kennen, in dem der heute so redselige Kandidat sich einst mit einer Familie und vier Kindern durchsetzen musste. Gauck war wie alle von den WEST-Kirchen alimentierten evangelischen Kirchenleute in hohem Maße privilegiert (Reisefreiheit, Ausreise von erwachsenen Kindern in den "Westen" und Wiedereinreise zu Besuchen), trotzdem musste er mit dem Regime kooperieren ("Kirche im Sozialismus"), wenn er seine kleinen Privilegien nicht gefährden wollte. Daraus kann man ihm heute keinen Vorwurf machen. Dass er selbst darüber nicht reden möchte, ist auch menschlich verständlich. Dass er trotz dieser Vita den Freiheitsapostel spielt, nehmen ihm vor allem diejenigen übel, die sich wie ich mit Familie (1983) die Freiheit unter Lebensgefahr durch Flucht erkämpften.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.03.2012 11:24 Uhr
Uwe Gerig
Uwe Gerig (UweGerig) - 16.03.2012 11:24 Uhr

Typisch "West"-Deutsch!

Ihre Ansicht, Frau Bender, ist typisch "West"-Deutsch. Sie sind aus Unkenntnis gutgläubig. Wer die Diktatur DDR Richtung "Westen" verlassen wollte und einen "Ausreiseantrag" stellte, hatte monatelange, meist jahrelange Schikanen zu erdulden, verlor seinen Beruf, musste sich mit Hilfsarbeiten durchschlagen. Können Sie alles nachlesen, Frau Bender. Von Gauck konnten zwei erwachsene, verheiratete Kinder mit ihren Familien relativ schnell und problemlos ausreisen. Die dritte Tochter verliebte sich 1989 in einen Mann aus Bremen, heiratete den problemlos standesamtlich in Rostock und im Simmer 1989 kirchlich in Bremen. Papa Pastor reiste dazu mit Frau und Tochter problemlos nach Bremen und nahm die Trauung vor. Wenn andere Deutsche aus der DDR in "dringenden Familienangelegenheiten" gen "Westen" reisen durften, mussten die anderen Familienmitglieder als "Pfand" im SED-Staat zurückbleiben. Gauck war also gegenüber anderen vielfach "privilegiert", was ihm heute (vermutlich) peinlich ist.

Empfehlen
Marie-Luise Bender

Bitte sachkundig machen!

Gauck redet z. B. in seiner Biographie ("Winter im Sommer, ...") über die "Kompromisse" ("Kirche im Sozialismus") und seine Privilegien, z. B. das "Privileg", dass keines seiner Kinder studieren durfte und dass er seine Kontakte zu Richard von Weizsäcker zwar für die Ausreise inhaftierter politischer Gefangener nutzte, nicht aber für seine Söhne.

Empfehlen
Paul Banaschak

weil sie eben so blöd sind, hat sich Gauck zu recht abfällig über

die Occupay-Bewegung geäussert.
Das ist genau das gleiche, wenn die LINKE etwas über Adam Smith sagt. Dort hat auch keiner jemals ein Buch von A. Smith gelesen. Allerdings wohl auch keines über K. Marx. Sonst würden sie nicht diesen Unsinn erzählen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.03.2012 11:35 Uhr
günther reichert

Kinder haben das Recht naiv zu sein,Erwachsene in essentiellen Dingen nicht mehr.

Kampagnen sind leider ein modernes Verführungsmittel von(insbesondere auch junger) Menschen geworden,die glauben,dass allein ein Achtungserfolg ohne weitere Arbeit an anderen Lösungen,zu einem Erfolg einer Umsetzung ihrer Forderung führen würde.Es ist insofern wirklich naiv,wenn eine Counterdependance auf Dauer das bestimmende Element eines Protestes ist und deshalb zu keiner weiterer Erkenntnis,weiterem Handeln und Ergebnis führt.Auch die Kampagnen,die in den frühen Tagen des Baus von AKWs,die von der Atomindustrie durchgeführt wurden,aber besser bzgl Handeln und Ergebnis organisiert waren,enthielten das Element einer Version der Counterdependance.Sie war abhängig davon,dass d Menschen die Aussagen glaubten.Hier fehlte die Erkenntnis,dass besonders die Entsorgung d radiokaktiven Abfall (in e dicht besiedeltem Land) nicht zu lösen ist.Das war genauso naiv.Heute leiden die Konzerne ,die AKWs betreiben selbst darunter.Und Japan es vorgemacht,was ca.40 Jahre alte AKWs anrichten können.

Empfehlen
Stefan Uhlig
Stefan Uhlig (printul) - 16.03.2012 09:43 Uhr

Albern ist noch harmlos formuliert

Gauck hat doch völlig recht mit seiner Kritik an der O´-"Bewegung". In Zelten vor Banken hausen, sich von der Polizei "wegräumen" lassen wie geprügelte Hunde ohne dass irgendwer aufschreit, das kann doch alles nicht sein. Erst wenn die O.B. ein richtiges Konzept hat, wie es besser laufen könnte in unser Finanzwelt, erst dann kann man sie ernst nehmen und diskutieren. Warum entwerfen sie z.B. nicht mal das Konzept einer ethisch anspruchsvollen Bank und setzen das dann um ? So eine Bank könnte doch viele Kunden haben, sind doch angeblich so viele Anhänger der "Bewegung". Mit dem Begriff selbst habe ich so meine Probleme ...

Empfehlen
Closed via SSO

Habe erst spät mich eingeschaltet...

und bin zunehmend der Meinung, daß Gauck der Richtige ist. Gut hat mir der junge Liberale gefallen, der einen vernünftigen, rationalen Weltblick hat. Und gut hat mir gefallen, daß die Linke nichts Besseres als einen Herrn Ernst hervorbringt. Mit dem ist sie verurteilt zur absoluten Looserpartei zu verkommen. Eine Ausstrahlung wie ein altbackenes Brötchen. So sind sie halt unsere veralteten Klassenkämpfer.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

Jüngste Beiträge

Regen in Paris

Von Nils Minkmar

Acht Monate lang durfte Regisseur Patrick Rotman den französischen Präsidenten Hollande begleiten. Entstanden ist ein Film über Regen und Depression. In Frankreichs Kinos scheint er zu floppen. Mehr 1 6