16.01.2012 · Wenn Dicke schon die Kassen belasten, schlug Günther Jauch in seiner Sendung vor, könnten sie doch auch die Zeche zahlen. Die Fettsteuer will aber keiner.
Von Joachim Müller-JungRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Mampfe kommt von MacDonalds. Kochen können die Jugendlichen nicht mehr. Essen ist billig. Die Langeweile wird durch Essen vertrieben. Besonders die Leckerlie für den Kleinen Hunger sind beliebt und werden auch schon vom Taschengeld bezahlt. So isst man nicht mehr, um sich für den harten Arbeitstag zu wappnen, sondern Just for Fun. Dabei bleiben dann 17% aller Erwachsenen auf den Strecke. Mehr als 150 Kilogramm sind dann angesagt und ER/SIE stampft dann zum Leidwesen der Normalos durch die Innenstädte. Zum Kotzen. Deshalb bin ich nicht bereit, für diese Adipösen durch meine Krankenkassenbeiträge aufzukommen. In dieser Talkrunde ging es entsprechend verdruckst zu. Es muss klar sein, wer Diabetes Mellitus bekommt wegen Völlerei, der muss dann mit den Folgen leben und dafür auch bezahlen. Im Sinne des mündigen Bürgers wäre die Alternative die Einschränkung der Lebensweise und die Einführung einer Essensordnung analog der Kleiderordnung im Mittelalter.
... da kommen die lieben Eltern nicht drum rum selber Vorbild zu sein. Was soll der/die Kleine schon denken, wenn ihn ein 150 Kg Fleischberg etwas von zurückhaltendem, massvollen Essen erzählt. Da muss man sich auch nicht fragen weshalb einige beim Anblick ihrer Eltern der Magersucht verfallen.
Auch ich hatte mir von der Sendung wesentlich mehr erhofft.
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Was aber doch recht klar zum Ausdruck kam:
Adipositas und mangelnde Bildung gehen Hand in Hand, je dicker, desto
weniger gut gebildet.
Die Verbraucher, insbesondere die mit wenig Bildung benötigen
einfache und klare Handlungsanweisungen, keine komplizierten Konzepte.
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Die Ernährungsampel Ist genau so fehlerträchtig wie ein
Qualitätsurteil der Stiftung Warentest, aber deshalb möchten
wir nicht auf die Meinung der Stiftung verzichten.
Dass dann auch der Apfelsaft ein "Rot" erhält, ist
ernährungsphysiologisch absolut in Ordnung, weil in der Tat
Apfelsaft, Orangensaft und auch die "gesunde" Kuhmilch
hochkalorische Getränke darstellen, bei Übergewicht deshalb
ungeeignet sind.
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Frau Aigner muss ja nicht unbedingt die Ampel einführen, wenn ihr
etwas Besseres einfällt, aber eine vernünftige Lösung von
den hoch bezahlten Politikern mit ihrer gut gesicherten Altersversorgung
darf gerechterweise verlangt werden.
Eines von Schopenhauers liebsten Schimpfwörtern lautet Dummbeuteleien, wahlweise Windbeuteleien. Wenn man nun auf diese eine Steuer erhöbe, also auf den Blödsinn den Politiker und Medienfuzzies so produzieren - dann wären die Staatsschulden im Nu perdu. 19% auf jedes Wort bzw. auf das Salär, das der Autor einstreicht. Allein was man bei ARD und ZDF zusammenkriegte, deckte den Militäretat. Den Sozialetat kassiert der Bürger bei den landläufigen Politikern ab. Die größte Summe aber käme von den Moralinskies dieses Landes; zB. von Ökologen und Migrationsforschern. Und natürlich von Ernährungswissenschaftlern, die in schönster Regelmäßigkeit definieren, was denn nun gesund für uns, den armen arbeitenden Tölpel, ist. Windbeutel sinds wahrscheinlich nicht. Windbeuteleien aber schon gar nicht.
Im zweiten Absatz im letzten Vietrel des Absatzes steckt das Wort "Nachtungsaufnahme". Ich denke es sollte Nahrungsaufnahme haissen.
Wer den Lobbyisten Lauterbach einlädt und ihm zuhört....
...ist selber Schuld. Ein derartig ausgeprägtes messianisch-oberlehrerhaftes, selbstzweifelfreies Auftreten trotz Fliege und Popper-Frisur macht jeden halbwegs thematisch Bewanderten sofort mißtrauisch. Lauterbach sitzt im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken, einem der größten Klinikketten in D mit fast 3 Milliarden Umsatz, börsennotiert usw. Da ist sein pharisäerhaftes Auftreten einfach bigott, berechnend und weit weg von glaubwürdig. Er ist ein profaner Lobbyist.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2012 14:29 UhrBlass und enttäuschend - eben Stern-TV
Das ist ja alles schön und gut. Aber hier gehen Sie doch etwas zu
weit - vielleicht weil der Habitus des Herrn mit Fliege und Nickelbrille
nicht gefällt? Zu intellektuell vielleicht? Das wird immer gerne
mit dem Anwurf "Lehrer" bestraft. In Dtl. darf ja niemand
einen Kopf größer sein und sich vielleicht noch was drauf
einbilden, nicht war-. Schließlich sind wir eine Volksgemeinschaft
... uppps ... das war mal, ach ja.
Lauterbach war der einzige (!), neben den Betroffenen, der substantiell
was beizutragen hatte. Der Rest war Unterhaltung, manchmal auch
geschwafel.
Die Sendung blieb weit unter dem jetztigen Wissensstand zurück.
Blass und enttäuschend - eben Stern-TV.
Joachim Müller-Jung Jahrgang 1964, Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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