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Frankfurter Rundschau Der Tag der lebenden Toten

 ·  Die Insolvenz der „Frankfurter Rundschau“ war absehbar, dennoch ist es ein trauriges Datum für Zeitungsleser in ganz Deutschland. Eine Art Nachruf.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (34)
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Joachim Arnold
Joachim Arnold (arnie39) - 14.11.2012 11:19 Uhr

Redlich verdient!

In meiner Jugend (vor 50 Jahren) war die FR DIE Familenzeitung mit Betonung auf den Frankfurter Lokalnachrichten. Die konsequent penetrant linke Ausrichtung, verbunden mit aufdringlich erhobenem moralischen Zeigefinger in Form der unentwirrbar meinungsdurchwirkten Nachrichten hat mich sehr bald abgestoßen und in die Arme der FAZ getrieben.
Ohne zu wissen, wie schlecht es um die FR aktuell steht, schaute ich kürzlich mal wieder in ihre Online-Ausgabe und war entsetzt über diesen Tendenzjournalismus. Zum Beispiel ein Artikel über "Polizeigewalt in Frankfurt" (andere Gewalt hat für die FR schon in den Sechzigern nicht existiert): In Qualität und Tenor wie aus einer kommunistischen Schülerzeitung. Wer soll denn ein solches Blatt noch kaufen? Und wer darin inserieren? Ein solcher Geist kann doch nur noch eine kleine Kerngemeinde von Achtundsechziger-Betonköpfen ansprechen. Aber allein davon kann eine Zeitung nicht leben. Sie hat ihr Ende selbst verschuldet und redlich verdient.

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Hannelore Schäfer

Schade

Wenn ich dann auf FAZ-Online "Homestorys" zu Unternehmen lese und gleich daneben ist die passende Werbung geschaltet, nun, dann kann ich sicherlich davon ausgehen, dass ich es mit einer objektiven und sachlichen Berichterstattung zu tun habe. Solcherlei Scherze hat sich die FR (fast) nicht erlaubt und schon alleine dafür gebührt ihr mein Respekt. Wer nicht mit Meinungen umgehen kann, sollte vielleicht gar keine Zeitungen lesen, denn selbst bei wie auch immer gefärbter Berichterstattung liegt es an mir selbst, was ich an Informationen aus dem gelesenen/gehörten ziehe und welche Meinung ich mir bilde. Ist zwar anstrengend, aber man stirbt nicht daran, wenn man seinen Denkapparat benutzt.

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Chris Deister
Chris Deister (Unke) - 14.11.2012 00:08 Uhr

Oh jauchzet und frohlocket (oder neudeutsch: "rejoice!")

Ein guter Tag. Trotzdem schade. Diese Zeitung war früher mal kleinbürgerlich-sozialdemokratisch, meine Eltern hatten sie abonniert, sie gehörte für mich -als Kind und Jugendlicher- jahrelang zur Morgenlektüre. Von vielen wurde die FR der FAZ traditionell wegen ihres lesefreundlicheren und "ansprechenderen" Layouts der FAZ vorgezogen (das ist kein Witz!). Im Internet kam die FR jedoch nicht ansatzweise an die Präsenz der FAZ heran; das war wohl der Anfang vom Ende. Die andere Sache war eine Radikalisierung in ihrer politischen Ausrichtung; es sei nur an die Dämonisierung von Roland Koch erinnert. Nun, die FR und ihre im grünlinken Wolkenkuckucksheim residierenden Schreiberlinge erhalten nun die Quittung. Manchmal -ganz selten- ist die Welt eben doch gerecht.

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Michael Scheffler

Wenn ich mal im Flugzeug daneben griff oder keine FAZ mehr vorrätig war,

wurde mir beim Lesen notgedrungen schlecht. Ich fragte mich immer, wie ein excellentes Unternehmen wie die Lufthansa dieses Blatt listen konnte. Aber Gott sei Dank gibt es ja im Flugzeug diese Tüten und so wurde alles wieder gut...

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Wolfgang Richter

Überlebt

Das linke Kampfblatt hat sich überlebt. Seinen Inhalt bieten taz, SZ und das Internet genauso.
Das Publikum interessiert die ewige Wiederkehr des Gleichen nicht mehr.
Wenn die SPD will, dann kann sie ja einige Millionen zuschießen.

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Thomas Sievers

Ein großer Verlust für die Zeitungslandschaft !

...selbst zwar nie dauerhafter Leser der FR bedauer ich ihren Untergang dennoch zutiefst. Lese ich mir hier so manche Kommentare durch, wird mir aber auch klar, das man mit diesem Volk als Zeitung keinen Start mehr gewinnen kann.

Unfähig Nachrichten, Meldungen und Meinungen zunächst einmal einfach zu lesen, wird zerrissen und abgelehnt und auf solche "Zeitungen" wie die "Junge Freiheit" verwiesen, die den Namen "Zeitung" kaum wert ist. Denn was für Nachrichten liest man dort? Richtig. Keine. Man liest die Meinung die man als Hinterzimmer-Nationalist schlimmstenfalls kopfnickend unbedingt immer schon mal lesen wollte. Mehr ist es dann aber auch nicht, und dafür könnte man sich auch gleich selbst eine Zeitung drucken.

Schade ist es nur um die Pressevielfalt in Deutschland. Aber in Zeiten von 1:30 Min. Headlines und Geiz-ist-Geil ist es halt schwer, noch wirkliche Leser zu finden. Und das gilt für alle Zeitungen. Egal ob regional oder überregional, wir haben das Lesen verlernt.

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Carlos Anton

Kein Grund zur Trauer

Die Frankfurter Rundschau hat sich überlebt und war zuletzt nur eine TAZ für etwas ältere Leser. Die üblichen linken Parolen, keine Meinungsvielfalt und keine originellen Köpfe. Wer will das lesen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.11.2012 11:15 Uhr
Egon Diedrich
Egon Diedrich (egdie) - 14.11.2012 11:15 Uhr

Kein Grund zur Trauer

Nur der, an AltersStarrsinne leidende SOZI, lässt sich gern durch linke Medien manipulieren ! Er brauch die vorgegebenen Meinungen linker Scharfmacher, um mit sich und seinen vorgefassten Meinungen im Reinen zu sein. So einfach ist ein SOZILeben. Ein Leben nach dem Handbuch der Genossen. Doch toll ! Oder ? Nicht Denken oder Nachdenken zu müssen ! seinen angestauten Frust der komischen Gestalt bei der Rasur im Spiegel seine Meinung blasen. BASTA

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Christoph Rohde

Dumont-Presse

Ja, die Einseitigkeit und Moralisiererei hat den Leuten nicht gefallen. Claudia Roth und FR sind gefallen, Empörung allein ist kein Charakternachweis.

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Berthold Bürger

Links/Rechts, Gut/Böse und Schwarz/Weiß

Mittlerweile wenig erstaunlich, dass hier die inhaltsleichten, wenn nicht inhaltslosen Posts die meiste Zustimmung erhalten. Sich mal mit einer gut fundierten anderen Meinung auseinander zu setzen hat aber noch niemandem geschadet und die FR war zumindest damals als ich sie sie las, eine gute Zeitung. Ich las übrigens parallel die FR und die FAZ (falls das mich und mein Argument retten kann :).

Links ist böse und rechts ist gut ist natürlich das schlichtere und für gewisse Geister damit vermeintlich bessere Weltbild, das verstehe ich irgendwie schon...

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Alina Duesselman

trauriges Datum für Zeitungsleser in ganz Deutschland?

Also ich freue mich und die Umwelt freut sich mit mir!

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Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 13.11.2012 20:11 Uhr

Nur der Anfang

Mitterweile sind die Redaktionen deutscher Zeitungen nachweislich ja fast ausschließlich von Grün/Links-Anhängern bevölkert. Liberal oder konservativ ist heute kein Teil der Medien mehr.
Natürlich gibt es eine Berechtigung für Linke und Grüne Meinungsmache. Wenn es aber nur noch diese gibt, dann klinken sich die Leser und Leserinnen anscheinens aus. Warum eine Zeitung kaufen, wenn ohnehin überall das Gleiche steht?

Mehr Meinungsvielfalt würde helfen. Denn diese, und auch der Respekt vor Andersdenkenden, gehört zu einer Demokratie.

In den letzten Tagen wurde auch auf der faz eindeutig gefordert, dass die CDU auch ihre letzten konservativen Aushängeschilder zurücknehmen solle.

Ihr würde das gleiche geschehen wie der SPD und der Frankfurter Rundschau.

Die Bürger und Leser wollen Vielfalt, klare Standpunkte und vor allem ein Gegengewicht zum Establishment. Bedenkt dies bitte, liebe faz-Redakteure.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.11.2012 10:02 Uhr
Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 14.11.2012 10:02 Uhr

Ach, hören Sie doch auf

Eben, ich bin ja auch für weniger Meinungsmache und lediglich das Publizieren von Fakten. Das passiert nur leider selten.
Wie gesagt, die Umfragen in den Schreibstuben unserer Journalisten denke ich mir ja nicht aus.
Es findet sich halt anscheinend fast ausschließlich ein bestimmtes Klientel in den Redaktionen, die eben auch ihren ganz bestimmten Blick auf die Welt haben. Das hat ja auch seine Berechtigung, ist aber leider etwas einseitig.
Ob ich den Spiegel, die Süddeutsche, die Zeit, die taz etc. lese macht garkeinen Unterschied. Von den Medien von ARD und ZDF muss ich garnicht sprechen. Mal davon abgesehen, dass man da mittlerweile auf einem Niveau angekommen ist...

Und ich bitte Sie, wenn Ihnen als einziges Beispiel der Bayernkurier einfällt, dann ist das schon entlarvend. Ich komme nicht aus Bayern und lese den Bayernkurier auch nicht.

Mehr Vielfalt wagen, dann klappts vielleicht, wie in der Politik, mit dem Ankommen. Gegen den Strom schwimmen half z.B. auch bei der Weltwoche.

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Gustav Lebeding

Wenn Sie "klare Standpunkte" lesen wollen,

dann müssen Sie den Bayern-Kurier oder focus lesen oder einfach Bayern-Nachrichten hören. Dort taucht z.B. Europa nur am Rande auf und über Parteien wird außer CSu nichts berichtet. So stark sind die CSU-Einflüsse - hm, und da reden Sie von ". Linke und Grüne Meinungsmache"? Hm, also viel lesen scheinen Sie ja nicht.

Tageszeitungen sollten keine Standpunkte, sondern Nachrichten anbieten. Ein freier Bürger oder freie Bürgerin kann sich dann ja selbst seine/ihre klaren Standpunkte herausarbeiten.

Ein gutes Medium vermittelt Infos. In Kommentaren, die klar von einer Nachricht abgesetzt sind, liest man dann Standpunkte, klare, unklare, linke, rechte oder wischiwaschi und Komik wie hier im Forum.

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Carlos Anton

@Karl Hammer

Das sind doch Randerscheinungen, die wahrscheinlich auch einmal verboten werden...

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Karl Hammer

doch gibt es wieder,...

Junge Freiheit (freiheitlich konservativ), eigentümlich frei (freiheitlich), sezession (konservativ)
Sind alle noch klein, aber das wird schon.

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Robert Bock

Die Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten

haben da besser vorgesorgt. Sie können und dürfen trotz inhaltlicher Endzeitstimmung nicht sterben. Alle Zeitungen sollten sich zum Widerstand gegen die schädlichen Einflüsse der bevorstehenden Zwangsgebühren zur Wehr setzen.

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Heike Schneider

Wenn ich dazu meinen Kommentar abgeben darf...

Der Widerspruch konnte ja größer kaum sein, als das Internet neu eingeführt wurde und man uns die neuen Möglichkeiten immer mehr schmackhaft machte. Als Bibliothekarin habe ich die Entwicklung verfolgt und bin darüber zusammengebrochen. Vor allem durch die abolut entgleitende Sexualisierung, wo wir ja als gebildete Frauen erst so richtig an Wert verlieren. Selbst in der Verwaltung konnten Sie noch nicht mal für die Sicherheit der Software ect. garantieren. Eine schnelle rücksichtlose Einführung, alles künstlich hochgeputscht. Man ahnte und wusste das es auch um Digitalisierung von Medien ging, um vor allem Studenten, Juristen ect. den Zugriff zu erleichtern. Was die dauerhafte Fortführung und alles kostet, an Personal ect. daran hat niemand gedacht. "Nichts ist unmöglich" Das war damals die Werbung. Entgrenzt - jetzt erleben wir den Absturz dieser für mich perversen Oberflächlichkeit und Dummheit! Überholen ohne einzuholen hat noch nie geklappt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 20:41 Uhr
Karl Hammer

Das Internet hat eine nie gekannte Freiheit der Information geschaffen

daran ändern auch seine Schmuddelbereiche nichts.
Im Internet ist eine Gegenöffentlichkeit entstanden, die inzwischen qualitativ den klassischen Journalismus hinter sich gelassen hat, vor allem jenen der staatstragenden linksliberalen Medien.
Der Staat und seine Presse sind zwar noch am lautesten, haben aber längst die Kontrolle über die Deutungshoheit verloren. Das wird sich noch deutlicher zeigen. Oberflächlich, dumm und infantil ist heute vor allem das, was aus den staatlich öffentlich-rechtlichen Propagandamedien und den politisch kontrollierten Zeitungen kommt.

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thomas röver

frankfurter rundschau- es wird nicht die einzige zeitung bleiben die stirbt

sie war eine bedeutende überregionale zeitung, und dies sollte man ihr nie absprechen.
ich werde auch ein stück sozialer heimat verlieren und identität.
ihr soziales engagement war einzig. sie war eine plattform für amnesty international und vielen anderen bewegungen, wie startbahn west.
es ist aber nicht nur eine geistige auszehrung der rundschau, sondern auch unserer brd.
wo sind die deutschen philosophen der jetztzeit,wo ist die gesellschaftliche betroffenheit in userem land hinsichtlich gesellschaftlich sozialer fragen?
eine moralische elite kann ich auch nicht erkennen.
all dies ist auch der niedergang meiner rundschau.....
heute sind stakattoartige rettungsmassnahmen der politiker quälendes tagesgeschehen,die
uns mit inhaltslosen floskeln traktieren...
sie wird mir fehlen..

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Michael Emmerich

Selber Schuld!

Danke für diesen Kommentar, der klarstellt, dass die Pleite der FR eben nicht nur das Ergebnis mangelnder Verwertungsmodelle im Internet ist. Der Niedergang wurde schon eingeleitet, da war das Internet noch gar nicht geboren. Zuletzt muss ich sagen, wirkte die FR auf mich eher wie das Sprachrohr von linken Rändern der Jusos und Grünen bishin zu Linkspartei, Occupy, Antifa und Autonomer Szene (verwiesen sei u.a. auf die jüngste Kampagne der FR gegen die Frankfurter Polizei infolge des Falls Wevelsiep, gut dargestellt beispissweie unter "Das FR-Komplott" auf blu-News). Das mag zum Geschäftsmodell für einen Blog oder ein Forum taugen, nicht aber für eine regionale, schon gar nicht für eine überregionale Zeitung. Man könnte meinen, die FR wollte die Menschen dazu erziehen, noch viel linker als die SPD zu sein. Genau daran ist sie nun gescheitert: An den Menschen, die kein Geld dafür bezahlen wollen, um zu einer extremistischen Ideologie erzogen zu werden. Selber schuld.

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Eduard Heindl

Das Schiff des Theseus

Wenn man immer wieder die Teile Austauscht, ist es dann noch das Selbe, diese Frage hatten sich schon der Griechische Plutarch (~100nChr.) und nicht erst der Philosoph David Hume gestellt.
Nur so viel zur Quelle.
Die Zeiten für Zeitungen auf Papier werden schwer, inzwischen hat Google mehr Umsatz mit Werbung als die gesamte US Presse, Zeitungen+Zeitschriften!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 21:52 Uhr
Thomas Sievers

...aber verifizierte, recherchierte Beiträge für lau?

Was alle beim Internet immer vergessen. Journalismus ist ein Beruf und kein Freizeitvergnügen. Es bedarf der Recherche, der Kontakte, des verifizierens und und und. Das Internet per se ist nur ein Medium wie das Radio und Fernsehen auch, gefüllt werden muss es mit Menschen.

Und Nachrichten und Hintergrundinfos für buchstäblich Umsonst? Wird nie funktionieren. Ganz nebenbei: die klickzahlen für wirkliche Nachrichtenportale steigen auch nicht. Youtube und blabla .. DAS ist das Internet von heute..

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Julian Mai
Julian Mai (Julay1993) - 13.11.2012 19:34 Uhr

es geht zu Ende

Da muss ich Ihnen vollkommen Recht geben! Die Zeit der Zeitungen auf Papier und auch die der gebundenen Bücher neigt sich dem Ende zu. Gegen das Internet und die Smartphones mit ihren Apps haben die klassischen Zeitungen keine Chance mehr. Es ist doch viel bequeme,r mit einem kurzen Blick auf das Handy, alle Nachrichten auf einen Blick zu haben, wie in einen Laden zu gehen, sich eine Zeitung zu kaufen und darin dann auch noch blättern zu müssen.... traurig aber wahr....

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Michael Radloff

Sie sind zu großzügig

Sicher braucht auch der politisch links von der FAZ eingestellte Leser ein Medium, das er mit Genuß lesen kann. Aber das linke Spektrum ist doch bestens bedient: SZ, Spiegel, Stern.......
.......... ............... ............ Vorwärts, TAZ.
Wem soll da bundesweit die Frankfurter Rundschau fehlen? Geht da der Lokalpatriotismus mit Ihnen durch, Herr Körte?

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Joachim Schroeder

Rettungsmaßnahmen!

Frau Merkel, wo bleibt das Rettungsprogramm für die Medienlandschaft
Deutschland, oder ist Ihnen ein ''Großeuropa'' mit einem Euro, der Ihrer
Meinung nach weit mehr ist als eine Währung, aber nur Milliarden in
''Schwarzen Löchern'' nutzlos versickern läßt, mehr wert?

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Jörg Beckmann

Konkurrenz besser?

Guter Nachruf auf eine einst nicht nur gute deutsche überregionale Zeitung, sondern vor allem auf eine Zeitung, die viele Jahre für eine wie ich meine- vernünftige linke Haltung in Deutschland stand. Zwar eher links, doch nie "parteiisch-links"! Also keineswegs eine SPD-Zeitung...trotzdem nicht erfolgreich...da fragt man sich, warum...es sei denn die Konkurrenz war schlicht besser gemacht...?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 21:07 Uhr
Marcel Schmitt

Doch...

Genau das war sie eben doch - eine SPD-Zeitung. Nicht umsonst ist die SPD auch Gesellschafter dieser - und übrigens auch vieler anderer - Zeitungen. Die dd.vg ist nämlich volltändig im Eigentum der SPD, ein Unding im übrigen wie ich finde, da die Presse unabhängig von jeglicher Partei sein sollte oder betroffene Zeitungen zumindest als Parteizeitungen gekennzeichnet werden sollten.

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Andreas Ulbrich

es ist einfacher

Es gibt einfach mehr linke Journalisten als Menschen, die in Wirklichkeit bereit sind diesen ideologischen Kram zu lesen. Noch dazu wenn es aus dem intellektuellen Souterrain kommt.
Über gestorbene soll man ja nichts schlechtes sagen. Der Autor hält sich daran.
Das ehrt ihn.
Meine Trauer hält sich in Grenzen.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.11.2012 00:35 Uhr
Gustav Lebeding

... wenn man sowas nur hört: "fast nur noch linken Mainstream in Zeitungen"

Haben Sie, Herr Arno Kowalski, noch nie was von "Die Welt", focus, Bild, FAZ, Bayern-Kurier usw. gehört? Sie scheinen sich in der Medienlandschaft nicht auszukennen. Man kann froh sein, dass wir viele Medien haben und verschiedene Perspektiven auf das gesellschaftliche Leben lesen, hören und sehen können. Offensichtlich will die Mehrheit hier im Forum nur putinistischen oder chinesischen Sozialismus oder Bayern-Kurierismus?

Schaut man sich in der Medienlandschaft bei uns um, findet man alles, was man nur so denken kann - aber schauen und lesen, das muss man schon "selber!" (Familienministerin), pardon: selbst ...

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Michael Scheffler

Naja, wenn die FR nicht links war, wer dann?

Natürlich, Herr Beckmann, wenn Sie den Maßstab taz, ND oder JungeWelt / jungle world ansetzen, mag die FR noch weniger links gewesen sein, wenn es so etwas heute überhaupt noch gibt, wo selbst ein Posener für die Welt schreibt.

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Marcel Schmitt

...

Offensichtlich haben Sie den Kommentar nicht richtig gelesen oder zumindest nur das was Ihnen passt. Nicht nur war der Autor ein Leser der FR, er war dort sogar 8 Jahre lang Redakteur und sollte sich somit deutlich besser über die politische Ausrichtung der Zeitung auskennen als Sie das glauben.
Im übrigen kann man die politische Orientierung der FR durchaus als nahe an der SPD bezeichnen, schließlich ist diese Hauptgesellschafter der Zeitung. Entweder wollen Sie das nicht wahrhaben oder sehen es einfach nicht.

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Arno Kowalski
Arno Kowalski (arko) - 13.11.2012 19:57 Uhr

Das Tödliche liegt einfach darin...

... dass es fast nur noch linken Mainstream in Zeitungen gibt. Die will man doch nicht alle lesen, denn sie kochen doch alle den gleichen Brei mit immer den gleichen Zutaten auf.
Die wenigen Zeitungen, die da ernsthaft etwas anders machen, haben ihr Publikum.
PS. Die FAZ muss aufpassen, dass sie nicht einen gefährlich ähnlichen Weg geht..
Mir persönlich fehlt eine Zeitung, die der "political correctness" nicht erlegen ist und natürlich auch nicht dumpfbackig daherkommt.

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Jörg Beckmann

War etwa "links" tödlich?

Das, Andreas Ulbrich...was Sie da als Erklärung schreiben, hat nun wirklich nichts mit der ehemaligen FR zu tun. Offenbar haben Sie die FR nie gelesen. Sie war eben gerade kein Parteiblatt, dem die "linke Ideologie" aus jeder Zeile troff. Und hochgestochen "intellektuell" war sie auch nicht...immer wieder schön, wenn Menschen über Tote herfallen, die sie kaum kannten....allerdings, in einem mögen Sie recht haben, die FR galt als "links"...und das scheint heutzutage tödlich zu sein. Jedenfalls für eine Zeitung.

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13.11.2012, 16:52 Uhr

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