http://www.faz.net/-gsb-781u5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 01.04.2013, 11:09 Uhr

Fragen Sie Gottschalk Von der Unfehlbarkeit

Warum ihm Kulenkampff doch noch zum Vorbild wurde; wie er sich einmal mit seinen Erinnerungen blamierte; wie sich seine Mutter einmal vom Papst umstimmen ließ: Thomas Gottschalk antwortet auf Fragen unserer Leser.

© picture alliance / Keystone Spaß war ihm wichtiger als Spielregeln: Hans-Joachim Kulenkampff mit Martin Jente in seiner Show „Einer wird gewinnen“

Harald Schmidt hat in einem Interview Hans-Joachim Kulenkampff als sein großes Vorbild bezeichnet. War er das auch für Sie? Und wer waren eigentlich Ihre Feindbilder im Fernsehen, als Sie groß wurden?
Beate Hinnrichs, Emden

Thomas Gottschalk: Als Zuschauer habe ich Kulenkampff geliebt, aber zum Vorbild wurde er für mich erst, als ihn die spaßfreie deutsche Fernsehkritik in seinen letzten Jahren beschimpfte, weil ihm beim „Großen Preis“ der Spaß wichtiger war als die Spielregeln. Dabei war er immer noch besser als die meisten anderen. Feindbilder im Fernsehen habe ich nicht, weil ich schon beim leisesten Verdacht, dass da eines entstehen könnte, wegschalte.

Haben Sie mal Katja Riemann interviewt?
Tim Wunstorf, Stuttgart

Thomas Gottschalk: Da bringen Sie mich in Verlegenheit, ich weiß es nicht mehr. Getroffen hab’ ich sie ein paar Mal und habe keinerlei negative Erinnerungen. Ich hab’ mich aber gerade erst blamiert, als ich mich bei „50 Jahre ZDF“ an eine großartige Wette erinnert habe, die aber gar nicht in meiner Spielzeit gelaufen ist, sondern die ich offensichtlich bei Wolfgang Lippert gesehen hatte.

Hatten Sie schon einmal eine Audienz beim Papst? Werden Sie sich um eine bei Papst Franziskus bemühen?
Erika Sader, Neuzelle

Thomas Gottschalk: Der hat, glaube ich, gerade Wichtigeres zu tun. Ich hatte aber eine beeindruckende Begegnung mit Johannes Paul II., Wunder eingeschlossen: Meine Mutter kam aus Oppeln, hat sich aber nach dem Krieg energisch als Deutsche gesehen. Nachdem der Papst mich aber mit den Worten begrüßte: „Ich habe gehört, Ihre Mutter kommt aus Polen“, hat sie das als unfehlbar hingenommen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.S.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Designer Hans Donner Hans im Glück

Ihn zog es schon immer in die Ferne. Mit nichts in der Tasche, aber mit vielen Ideen flog der Designer Hans Donner nach Rio. Seither gestaltet sich das Land auch nach seinen Entwürfen. Mehr Von Peter-Philipp Schmitt

26.07.2016, 20:41 Uhr | Stil
Polen Papst fühlt sich stark trotz Sturz

Papst Franziskus hat im Rahmen des Weltjugendtags das wichtigste katholische Wahrzeichen Polens besucht - die Schwarze Madonna von Tschenstochau. Auf dem Weg zur Messe strauchelte er kurz, kam aber schnell wieder auf die Beine und setzte sein Programm fort. Mehr

28.07.2016, 17:55 Uhr | Politik
Schwimmerin Britta Steffen Einkaufen ist für mich nur Stress

Britta Steffen ist noch immer die schnellste Schwimmerin der Welt – in Freistil über 50 Meter. Im Stil-Fragebogen verrät die frühere Sportlerin, welche ihrer Talente das Schwimmen gefördert haben. Mehr Von Bernd Steinle

28.07.2016, 14:17 Uhr | Stil
IOC-Präsident Harting kritisiert Bach als Teil des Doping-Systems

Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat den IOC-Präsidenten Thomas Bach deutlich kritisiert: Für mich ist er eigentlich Teil des Dopingsystems, nicht des Anti-Dopingsystems. Der IOC-Präsident erwidert dem Diskus-Olympiasieger, dass dies eine nicht akzeptable Entgleisung sei. Mehr

27.07.2016, 14:09 Uhr | Sport
TV-Kritik: Hart aber fair Was geschah in München?

Das wusste niemand, über Stunden noch nicht einmal die Polizei. Erwartet wird Gewissheit, die niemand bieten kann. Das bietet erst den Raum für Gerüchte und haltlose Spekulationen. Mehr Von Frank Lübberding

25.07.2016, 06:02 Uhr | Feuilleton
Glosse

Merkels Trotz

Von Christian Geyer

Dass die Kanzlerin ihre Pressekonferenz dazu nutzte, sich als Rechthaberin zu inszenieren, war unsouverän, instinktlos und in der Sache falsch. Ein Kommentar. Mehr 588