Home
http://www.faz.net/-hmw-781u5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Bibliothek

Fragen Sie Gottschalk Von der Unfehlbarkeit

Warum ihm Kulenkampff doch noch zum Vorbild wurde; wie er sich einmal mit seinen Erinnerungen blamierte; wie sich seine Mutter einmal vom Papst umstimmen ließ: Thomas Gottschalk antwortet auf Fragen unserer Leser.

© picture alliance / Keystone Vergrößern Spaß war ihm wichtiger als Spielregeln: Hans-Joachim Kulenkampff mit Martin Jente in seiner Show „Einer wird gewinnen“

Harald Schmidt hat in einem Interview Hans-Joachim Kulenkampff als sein großes Vorbild bezeichnet. War er das auch für Sie? Und wer waren eigentlich Ihre Feindbilder im Fernsehen, als Sie groß wurden?
Beate Hinnrichs, Emden

Thomas Gottschalk: Als Zuschauer habe ich Kulenkampff geliebt, aber zum Vorbild wurde er für mich erst, als ihn die spaßfreie deutsche Fernsehkritik in seinen letzten Jahren beschimpfte, weil ihm beim „Großen Preis“ der Spaß wichtiger war als die Spielregeln. Dabei war er immer noch besser als die meisten anderen. Feindbilder im Fernsehen habe ich nicht, weil ich schon beim leisesten Verdacht, dass da eines entstehen könnte, wegschalte.

Haben Sie mal Katja Riemann interviewt?
Tim Wunstorf, Stuttgart

Thomas Gottschalk: Da bringen Sie mich in Verlegenheit, ich weiß es nicht mehr. Getroffen hab’ ich sie ein paar Mal und habe keinerlei negative Erinnerungen. Ich hab’ mich aber gerade erst blamiert, als ich mich bei „50 Jahre ZDF“ an eine großartige Wette erinnert habe, die aber gar nicht in meiner Spielzeit gelaufen ist, sondern die ich offensichtlich bei Wolfgang Lippert gesehen hatte.

Hatten Sie schon einmal eine Audienz beim Papst? Werden Sie sich um eine bei Papst Franziskus bemühen?
Erika Sader, Neuzelle

Thomas Gottschalk: Der hat, glaube ich, gerade Wichtigeres zu tun. Ich hatte aber eine beeindruckende Begegnung mit Johannes Paul II., Wunder eingeschlossen: Meine Mutter kam aus Oppeln, hat sich aber nach dem Krieg energisch als Deutsche gesehen. Nachdem der Papst mich aber mit den Worten begrüßte: „Ich habe gehört, Ihre Mutter kommt aus Polen“, hat sie das als unfehlbar hingenommen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Anke Engelke im Gespräch Das ist für euch!

Anke Engelke macht Fernsehen für Zuschauer, die selbst entscheiden können, wann sie klatschen wollen. Und lädt Gäste ein, die man nicht aus dem Fernsehen kennt. Geht das? Mehr

15.07.2014, 20:51 Uhr | Feuilleton
Stimmen zum Lahm-Rücktritt Großer Verlust, größter Respekt

Der Rücktritt von Philipp Lahm aus der Nationalmannschaft bewegt die Fußballwelt - und sogar die Bundeskanzlerin. FAZ.NET hat die ersten Reaktionen gesammelt. Mehr

18.07.2014, 11:53 Uhr | Sport
Arjen Robben „Es tut mir leid für die Brasilianer“

Durch das 3:0 gegen Brasilien wird Holland WM-Dritter. Im Interview spricht Bayern-Spieler Arjen Robben über Fifa-Kommerz, Louis van Gaal und das Verschwinden der Brasilianer noch vor der Siegerehrung. Mehr

13.07.2014, 09:03 Uhr | Sport

Ist ein Tisch noch ein Tisch?

Von Edo Reents

Die Sachen sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Aber die allgemeine Zweckentfremdung der Dinge streift schon das Bizarre, ach was, sie übersteigt das Kafkaeske! Mehr 3 3