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Fragen Sie Gottschalk Von der Unfehlbarkeit

 ·  Warum ihm Kulenkampff doch noch zum Vorbild wurde; wie er sich einmal mit seinen Erinnerungen blamierte; wie sich seine Mutter einmal vom Papst umstimmen ließ: Thomas Gottschalk antwortet auf Fragen unserer Leser.

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Harald Schmidt hat in einem Interview Hans-Joachim Kulenkampff als sein großes Vorbild bezeichnet. War er das auch für Sie? Und wer waren eigentlich Ihre Feindbilder im Fernsehen, als Sie groß wurden?
Beate Hinnrichs, Emden

Thomas Gottschalk: Als Zuschauer habe ich Kulenkampff geliebt, aber zum Vorbild wurde er für mich erst, als ihn die spaßfreie deutsche Fernsehkritik in seinen letzten Jahren beschimpfte, weil ihm beim „Großen Preis“ der Spaß wichtiger war als die Spielregeln. Dabei war er immer noch besser als die meisten anderen. Feindbilder im Fernsehen habe ich nicht, weil ich schon beim leisesten Verdacht, dass da eines entstehen könnte, wegschalte.

Haben Sie mal Katja Riemann interviewt?
Tim Wunstorf, Stuttgart

Thomas Gottschalk: Da bringen Sie mich in Verlegenheit, ich weiß es nicht mehr. Getroffen hab’ ich sie ein paar Mal und habe keinerlei negative Erinnerungen. Ich hab’ mich aber gerade erst blamiert, als ich mich bei „50 Jahre ZDF“ an eine großartige Wette erinnert habe, die aber gar nicht in meiner Spielzeit gelaufen ist, sondern die ich offensichtlich bei Wolfgang Lippert gesehen hatte.

Hatten Sie schon einmal eine Audienz beim Papst? Werden Sie sich um eine bei Papst Franziskus bemühen?
Erika Sader, Neuzelle

Thomas Gottschalk: Der hat, glaube ich, gerade Wichtigeres zu tun. Ich hatte aber eine beeindruckende Begegnung mit Johannes Paul II., Wunder eingeschlossen: Meine Mutter kam aus Oppeln, hat sich aber nach dem Krieg energisch als Deutsche gesehen. Nachdem der Papst mich aber mit den Worten begrüßte: „Ich habe gehört, Ihre Mutter kommt aus Polen“, hat sie das als unfehlbar hingenommen.

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