12.12.2012 · Taugt das Fernsehen als praktische Lebenshilfe? Pflegt er eigentlich echte TV-Feindschaften? Darauf hat Thomas Gottschalk deutliche Antworten. Das gilt auch für die Frage nach seiner Kollegin Heidi Klum.
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Ich bekenne mich zu 'Harz4-TV':)
Mein (ländliches) Umfeld ist zum größten Teil der Meinung, dass im Fernsehen alles 'gestellt' ist, auch diese 'Harz4 Programme' wie man Frauentausch, Einsatz in 4 Wänden, Messie-Wohnungen etc. im Volksmund nennt. Man misst dem Ganzen in der Regel nicht allzuviel Bedeutung bei, da es als zu realtiätsfremd gesehen wird. Würden diese Sendungen echte Fälle zeigen, fände ich es in der Tat bedenklich, wie stark schon allein die Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit auseinandergehen, von Kindererziehung und Ernährung ganz zu Schweigen. Da müßte man sich ernsthaft fragen was in der Schule und im Elternhaus vermittelt wird.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.12.2012 11:37 Uhr"Würden diese Sendungen echte Fälle zeigen"
Da kann ich Sie beunruhigen.
Nach einem Jahr Zivildienst bei der Caritas, in dem wir auch
Alkoholikerbuden ausräumen mussten, kann ich aus eigener Erfahrung
sagen, dass das echte Leben noch weit schlimmer ist.
Ich habe Tische aus "Wohnungen" getragen, wo davor noch einer
lag und so tat als würde er schlafen, weil seine "Perle"
vom Amt eine neue andere Wohnung bekam, weil sie es nicht länger
ertragen konnte, beim Saufen sein Gesicht zu sehn oder so. Allein der
Gestank ist überaus einprägsam. So sehr, dass ich mich lieber
mit den anderen Zivis gestritten habe, als die versiffte und unglaublich
verstunkene Matraze anzufassen. Die dachten, die wären schlau, wenn
sie alles schnell hochtragen und mir die Matraze lassen.
Durch dieses leistungslose H4-Einkommen stürzen solche Menschen
erst recht ab, wenn denen jeder Druck etwas zu leisten genommen wird.
Der Staat verdummt die Leute mit H4 und macht sie durch und durch von
sich abhängig, imho so schädlich wie Alkoholsucht aber viel teurer.