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Lügenvorwurf falsch : FPÖ-Chef Strache entschuldigt sich bei Fernsehmoderator

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Der österreichische Vizekanzler Hans-Christian Strache muss sich nun auf Facebook und per Inserat in der „Kronen Zeitung“ bei dem ORF-Fernsehmoderator Armin Wolf entschuldigen. Bild: EPA

Der FPÖ-Vizekanzler hatte dem ORF und dessen Topmoderator vorgeworfen, Lügen zu verbreiten. Neben der Entschuldigung muss Strache eine hohe Geldsumme zahlen.

          Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache und ORF-Moderator Armin Wolf haben sich in ihrem Streit um einen Facebook-Post außergerichtlich geeinigt. Der FPÖ-Chef wird sich demnach per Inserat in der „Kronen Zeitung“ sowie zehn Tage lang auf seinem Facebook-Profil für den Vorwurf der Lüge entschuldigen, schrieb Wolf am Dienstag in seinem Blog und auf seiner Facebookseite. Straches Sprecher bestätigte dies auf Anfrage der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

          Strache hatte Mitte Februar auf seinem persönlichen Facebook-Profil einen Post abgesetzt. „Es gibt einen Ort, wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden“, hieß es da vor einem Foto von Wolf im „Zeit im Bild“-Studio. „Das sind der ORF und das Facebook Profil von Armin Wolf.“ Das Posting wurde von Strache mit Emoji geschmückt und als „Satire“ bezeichnet. Wolf klagte wegen Kreditschädigung, Ehrenbeleidigung und übler Nachrede.

          Im nun geschlossenen außergerichtlichen Vergleich verpflichtet sich Strache, „diese - oder sinngleiche Behauptungen zu unterlassen“, teilte Wolf am Dienstag mit. Per Facebook und „Krone“ wird sich Strache entschuldigen, und zwar „bei Armin Wolf und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des ORF für diese unzutreffende Aussage“. Weiter heißt es: „Ausdrücklich halte ich fest, dass ich Dr. Armin Wolf stets als höchst korrekten und professionellen Journalisten erlebt habe.“ Die Aussage „ziehe ich daher als unwahr zurück“.

          In Straches Facebook-Chronik war das Posting am Dienstagnachmittag nicht mehr zu finden. Die Veröffentlichung in der „Krone“ war laut seinem Sprecher am Mittwoch geplant, ab dann soll die Entschuldigung auch zehn Tage lang in seinem Beitragsfeed fixiert bleiben.

          „Mir scheint diese Lösung fair und sinnvoller als ein möglicherweise jahrelanger Rechtsstreit durch mehrere Instanzen, da ich nicht annehme, dass der Vizekanzler eine (wahrscheinliche) Verurteilung ohne Berufungsverfahren akzeptiert hätte“, erklärte Wolf in seinem Blogartikel. Strache zahle außerdem neben den Verfahrenskosten eine 10.000-Euro-Entschädigung. Diese will Wolf dem Dokumentationsarchiv für den Österreichischen Widerstand spenden.

          Klagen des ORF gegen Strache wegen des Postings waren hingegen zunächst noch nicht erledigt. Es liefen „Vergleichsgespräche zwischen den Anwälten“, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Dienstag der APA.

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