http://www.faz.net/-gqz-8xf5d

Vorwurf sexueller Belästigung : Auch Co-Präsident von Fox News muss gehen

  • Aktualisiert am

Schon der Dritte, der im Zuge des Sex-Skandals beim rechtskonservativen Fernsehsender Fox News gehen muss: Co-Präsident Bill Shine. Bild: Reuters

Der Lieblingssender von Amerikas Präsident Donald Trump wird von einem schweren Sex-Skandal erschüttert. Nun trifft es auch den Co-Präsidenten von Fox News.

          Im Skandal um sexuelle Belästigung beim rechtskonservativen Fernsehsender Fox News hat auch Co-Präsident Bill Shine seinen Hut nehmen müssen. Shine trat am Montag von seinem Posten zurück. Nach Informationen der Zeitung „Wall Street Journal“ werfen ihm ehemalige Mitarbeiter vor, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den ehemaligen Fox News-Chef Roger Ailes übergangen und dazu beigetragen zu haben, im Sender eine frauenfeindliche Atmosphäre zu schaffen.

          Shine war ein Vertrauter von Ailes und zum Co-Präsidenten des Senders aufgestiegen, als dieser im Juli 2016 unter dem Druck der Vorwürfe zurücktreten musste. Eine Moderatorin hatte Ailes verklagt. Der Chef des Mutterkonzerns 21st Century Fox, der Medienmagnat Rupert Murdoch, rühmte „die bedeutende Rolle“, die Shine beim Aufbau von Fox News ausgeübt habe.

          Nach Sex-Vorwürfen : Fox News feuert Star-Moderator Bill O’Reilly

          Erst im April hatte sich der Sender von seinem Starmoderator Bill O’Reilly getrennt, dem ebenfalls sexuelle Belästigung von Frauen vorgeworfen wurde. Laut Informationen der Zeitung „New York Times“ hatten er und sein Sender 13 Millionen Dollar Schweigegeld an fünf Frauen gezahlt, die dem Moderator sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten.

          Fox News steht Präsident Donald Trump nahe, der seinerseits im Wahlkampf wegen früherer Prahlereien mit sexuellen Übergriffen unter Druck geraten war.

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Quelle: rad./AFP

          Weitere Themen

          Endlich wieder Steine auf Trump werfen

          Plan von Amerikas Demokraten : Endlich wieder Steine auf Trump werfen

          Fast jeden Tag werden in Amerikas Spitzenpolitik neue Vorwürfe wegen sexueller Belästigung publik. Führende Demokraten sind bereits zurückgetreten. Die Partei will sich so einen moralischen Vorteil gegenüber Donald Trump und dem von ihm unterstützten Roy Moore verschaffen.

          Der Mann, der Trump zum Schweigen brachte Video-Seite öffnen

          Twitter : Der Mann, der Trump zum Schweigen brachte

          Anfang November wurde das Twitter-Konto des amerikanischen Präsidenten Donald Trump lahmgelegt. Der Deutsche, der das getan hat, beharrt darauf, dass es ein „Versehen“ war.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Die französische Philosophin Elisabeth Badinter und die deutsche Publizistin Alice Schwarzer diskutieren in der Pariser Wohung Badinters.

          Islam und Antisemitismus : „In Cafés sitzen keine Frauen mehr“

          Kommt es durch die Einwanderung von Muslimen zum Erstarken des Antisemitismus? Und was bedeutet diese Diskussion für Feministinnen? Ein Gespräch zwischen der französischen Philosophin Elisabeth Badinter und der deutschen Journalistin Alice Schwarzer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.