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Financial Times Deutschland Die Übernahmepläne wackeln

07.10.2007 ·  Der Geschäftsführer des „Spiegel“, Mario Frank, steht vor einer schweren Niederlage. Die Mitarbeiter KG wird aller Voraussicht nach gegen seinen Plan votieren, fünfzig Prozent an der defizitären „Financial Times Deutschland“ zu übernehmen.

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Der Geschäftsführer des „Spiegel“, Mario Frank, steht vor einer schweren Niederlage. Die Mitarbeiter KG wird aller Voraussicht nach gegen seinen Plan votieren, fünfzig Prozent an der defizitären „Financial Times Deutschland“ zu übernehmen. Die meisten der rund siebenhundert „stillen Teilhaber“, deren Interessen die Mitarbeiter KG mit 50,5 Prozent der „Spiegel“-Anteile vertritt, misstrauen Franks Idee.

Es geht um die Frage, warum der „Spiegel“ die FTD-Anteile übernehmen soll, die bislang der britischen Pearson-Gruppe gehören, und dies nicht Gruner + Jahr selbst vollzieht. Gruner + Jahr gehören die anderen fünfzig Prozent der FTD - und 25,5 Prozent des „Spiegel“.

Für neun Millionen Euro zu haben

Beim „Spiegel“ sehen viele mit Unbehagen, wie Gruner + Jahr über den Geschäftsführer Frank, der von dort zum „Spiegel“ kam, das Ruder übernimmt. Frank hat sich zudem durch Kostenstreichungen und den brachialen Umbau der Tochterfirma Spiegel TV unbeliebt gemacht. Hinzu kommt der Machtkampf, den er sich mit dem Chefredakteur Stefan Aust leistet.

Die Stimmung ist derart aufgeheizt, dass die Sprecher der Mitarbeiter KG fürchten mussten, von den eigenen Leuten das Misstrauen ausgesprochen zu bekommen, falls sie doch für Franks Plan votierten. So deutet sich ein Fiasko an - für den „Spiegel“-Geschäftsführer, die FTD, Gruner + Jahr und Pearson. Denn jetzt weiß jeder, dass die FTD 2007 einen Verlust von acht Millionen Euro macht, nur neun Millionen Euro kosten soll, dem „Spiegel“ der Preis aber zu hoch ist. Den Wert der FTD steigert das nicht.

Quelle: miha. / F.A.Z., 08.10.2007, Nr. 233 / Seite 44
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