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Fernsehwoche, 8. bis 14. Juli : Martial Arts in Högsboträsk

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Vier schwedische Polizisten kämpfen mit allen Mitteln um den Erhalt ihrer Dienststelle. Außerdem in der Fernsehwoche: Ein deutscher Wiedergänger De Niros und eine Liebe, vom Ende her erzählt.

          Vier schwedische Polizisten kämpfen mit allen Mitteln um den Erhalt ihrer Dienststelle. Außerdem in der Fernsehwoche: Ein deutscher Wiedergänger des „Taxi Driver“ Robert De Niro und eine Liebe, die Regisseur Francois Ozon von ihrem Ende her erzählt.

          Samstag, 8. Juli

          ZDF, Fußball, 21 Uhr: Spiel um den 3. Platz

          Christoph Bach und Daniela Schulz in „Sieben Himmel”

          Der lachende Dritte? Oder doch eher der unsichtbare? Um ein bißchen mehr als die Ehre geht es bei diesem Spiel, mit dem sich der WM-Gastgeber vom Turnier verabschiedet. Vorsicht vor den Schwalben der Portugiesen.

          Sonntag, 9. Juli

          ARD, Liebesdrama, 0 Uhr: 5 x 2 - Fünf mal zwei

          Der Anfang ist ein Ende: Ein Paar beim Scheidungsrichter, eine Ehe wird in dürren Worten heruntergerechnet auf das, was an Verhandlungsmasse übriggeblieben ist. So wie François Ozon die beiden filmt, in ihrer Ohnmacht den leeren Blick in eine Ferne gerichtet, die hinter ihnen liegt, hat man nicht unbedingt den Eindruck, einem Ende beizuwohnen, sondern spürt schon jenen Sog, das emotionale Vakuum rückwirkend mit Erlebnissen zu füllen. Die Geschichte einer Ehe, von ihrem Ende her erzählt, läßt ja in gewisser Weise genauso viele Möglichkeiten offen wie der Anfang. Wo der Beginn einer Liebe einen Wechsel auf die Zukunft ausstellt, da begreift Ozon das Ende als einen Wechsel auf die Vergangenheit. Die Tatsache, daß eine Beziehung unglücklich endet, bedeutet nicht, daß sie von vornherein wertlos war.

          Fünf Szenen einer Ehe also, die Scheidung, ein Abendessen mit Freunden, die Geburt des Sohnes, die Hochzeit, das Kennenlernen im Urlaub. Das Wunder des Films ist Valeria Bruni-Tedeschi, die hier endlich einmal ihre Schönheit nicht hinter neurotischer Traumverlorenheit verstecken muß und sich auf eine Weise der Kamera ausliefert, die man nur allzugern für die ungeschminkte Wahrheit halten würde, wenn man nicht wüßte, daß auch dies nur eine Illusion ist. Über ihrem Leuchten übersieht man leicht, daß ihr Partner Stéphane Freiss ein perfekter Widerpart ist, der mit seiner an den Rändern verwitternden Männerschönheit alles aufbietet, um stets die Fasson zu wahren. Das WM-Finale, das nur nebenbei, läuft um 20 Uhr im Ersten.

          Montag, 10. Juli

          ZDF, Drama, 0 Uhr: Sieben Himmel

          Ein Déjà-vu? So ein schwarzmähniger, verschattet blickender Einzelgänger, der so kantig wie kauzig unter Isolation und Nachtseiten der Großstadt leidet, hat uns doch schon einmal Rätsel aufgegeben. Ja, der 1975 geborene Schauspieler Christoph Bach erinnert an den jungen Robert De Niro. Davon profitiert besonders Michael Buschs Film „Sieben Himmel“. Bachs Hauptrolle hat manches mit der legendären Titelfigur von Scorseses „Taxi Driver“ (1976) gemeinsam. So arbeitet Buschs Wachmann wie Scorseses schlafloser Taxifahrer nachts. Auch diesen Berliner Johann treibt Einsamkeit zu Pornostreifen, während er sich gleichzeitig extrem nach Reinheit sehnt. Und wie der New Yorker Taxifahrer von einst Tagebuch führt, speichert Johann seine Traumprotokolle im Laptop. Im übrigen freilich peilt Buschs Film, anders als „Taxi Driver“, vor allem exotische Ränder der Gesellschaft an. Dafür sorgt schon die dämonisch geschminkte weibliche Hauptfigur Jenny (Daniela Schulz), die fürs Internet strippt, sich in der Gothic Scene bei quasimittelalterlichen Rollenspielen austobt und chronisch zwischen Sexpartner Patrik und Seelenfreund Johann pendelt. Mit visuellem Kalkül illustriert der Regisseur getrennte Welten und den Fluchtpunkt ins Freie. Der Regisseur ist auf Kontraste fixiert. Über diese hinaus fällt ihm wenig ein. Bachs tiefe Blicke können diesen Mangel überspielen, nicht beheben. So oft Johann und Jenny über den See rudern, sowenig erreichen sie je neue Ufer. Im effektbewußten Hin und Her tritt der Film auf der Stelle.

          Dienstag, 11. Juli

          BR, Psychodrama, 21.45 Uhr: Ein toter Bruder

          Stefan Krohmer schildert in Chabrol-Manier eine Feier alter Studienfreunde, in deren Mitte sich ein Mord ereignet. Wie immer geht es bei Krohmer um das Gefühl, in den besten Jahren „gescheitert“ zu sein, das fatale Dynamik entwickelt. Diesmal ist es die Archivarin Annette (Marie Bäumer), die in Begleitung ihres Mannes, des erfolglosen Journalisten Jakob (Thomas Dannemann), unverhofft eine Kinderfreundin trifft, die sie nie mehr sehen wollte. Denn Diana (Valerie Koch), die Frau des Gastgebers, ist an den Rollstuhl gefesselt seit einem Unfall, bei dem Annettes Bruder ums Leben kam.

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