05.10.2007 · Die deutschen Fernsehsender der RTL-Gruppe zahlen wegen Wettbewerbsverstößen beim Verkauf von Fernsehwerbezeit ein Bußgeld von 96 Millionen Euro. Dafür soll das Bundeskartellamt seine Untersuchungen gegen die Werbevermarktungstochter einstellen.
Die deutsche Fernsehsenderfamilie der Luxemburger RTL-Gruppe zahlt wegen Wettbewerbsverstößen beim Verkauf von Fernsehwerbezeit ein Bußgeld von 96 Millionen Euro. Im Gegenzug werde das Bundeskartellamt seine Untersuchungen gegen die Werbevermarktungstochter von RTL, IP Deutschland, einstellen, teilte RTL am Freitag in Köln mit.
Zuvor hatte bereits die zweite große deutsche Senderfamilie, Pro Sieben Sat.1, mitgeteilt, ein Bußgeld in Höhe von 120 Millionen Euro zu akzeptieren. In beiden Fällen hatten sich die Wettbewerbshüter gegen ein Rabattsystem gewandt, das den Verdacht des Missbauchs einer marktbeherrschenden Stellung sowie auf wettbewerbsbeschränkende Absprachen begründe.