06.06.2012 · Thomas Gottschalk verabschiedet sich aus dem ersten Programm mit bestem öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsfernsehen. Er hält den Sendergewaltigen einen Spiegel vor.
Von Michael HanfeldRichtlinien für Lesermeinungen
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das, was manchen umstrittenen Staatsmännern (bspw. Ägypten)
widerfährt, widerfährt manchen Fernsehmachern auch. TG
hörte ich schon als Teenie im Radio, mit Günter Jauch kappelte
er sich beim Wechsel, was ich damals schon lustig fand. Als er im
Fernsehen auftrat, war er für mich nicht mehr so interessant, die
Filme mit Mike Krüger (ja, auch die sah ich an) fand ich für
mich als Cineast nicht gerade sehr bereichernd.
Aber soll man all das (und somit sich selber) wirklich verleugnen?
Zugegeben - Gottschalk live habe ich nur fragmentweise gesehen, das
Format hatte mich an "Fliege" erinnert und wahrscheinlich habe
ich es nicht verstanden. Nunja, auch die Presse hatte wohl Einfluss auf
mich gehabt... wie gesagt: Gestern hui, heute pfui...
Für eine derart anspruchsvolle Sendereihe hätte man einen Moderator gebraucht. Für mich ist Gottschalk kein Moderator. Er hört m.E. niemandem richtig zu außer sich selbst.
Dieser Mensch hat mir seit Jahrzehnten Sekunden-Pickeln verursacht.
Deshalb habe ich seine Sendungen weiträumig umzappt. Weil mir seine
Unechte-Lakritze-Ausstrahlung selbst in der Uschi-TV-Werbung zwider war,
hab ich bei seinen Spots sofort weggezappt. M. a. W.: Für mich
wirds daher nicht öder.
Indes - GEZ-Zahler sind ja tolerant - habe ich als
Minderheitsabgeneigter relativ desinteressiert hingenommen, dass der
Mann vielfach quotenträchtig seinem Business nachging.
Am Vorabend habe ich ihn nicht wahrgenommen. Da gibts die Regional- und
Lokalsendungen der Öffentlich-Rechtlichen Dritten. Manchmal bis zur
Komik tutig, meist indes auch informativ über das nähere
Umfeld. So was scheinen viele TV-User zu präferieren und so hatte
der ARD-Vorabend auch mit Herrn Weingummi keine Chance. Er ist auch
bissel aus der Mode, der Mann. Reif für's Dschungelcamp halt ...
Die Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen, die teilweise in den
Zuschriften geäussert wird, kann ich unterschreiben.
Im Artikel geht es aber darum, dass nun gerade Gottschalk Themen
behandelte, die oft zu kurz kommen. Das mag man kritisieren, ich fand es
aber eine wohltuende Ausnahme vom allgemeinen Angeprangere, welches
meist auch noch ohne viel Substanz daherkommt.
Themenwürdigung
leider wurden diese Themen nicht ausreichend in der Presse - und hier hätte der Deutschen Lieblings"zeitung" mal positiv einwirken können - gewürdigt. So hatte ich ebenfalls einen falschen Eindruck von der Sendung...
Spiegel vorgehalten? Eher selbst entlarvt! Th.G. gehört zu jenen Spitzenleuten, die - gilt übrigens für alle Berufe - am Ende meinen, ohne sie bräche alles zusammen. Auf der für ihn nach oben unbegrenzt offenen Selbstbedeutungsskala turnte Th.G. selbtgefällig herum. Er ritt ein totes Pferd und ist beim Absteigen unsanft -pardon -auf die Fresse gefallen. Ganz banal. Und dass er jetzt hinterher tritt, macht ihn nun erst recht entbehrlich. Wär nicht verkehrt, er schaute mal selbst in den Spiegel!
Hat das endlich mal ein Ende!? Gottschalk war bei "Wetten Dass" schon eine Quälerei, da war doch abzusehen, dass eine eigene Sendung erst recht anstrengend wird. Was mich aber am meisten störte, war die besondere mediale Aufmerksamkeit (auch in der FAZ), den der ganze Kasperkram bekommen hat: Gottschalk überall, kein Entkommen! Ich bin sehr froh, dass Gottschalk weg ist und hoffe, nie wieder von ihm zu hören. Das ganze grenzte doch schon an Körperverletzung. Insofern fasse ich seine Ankündigung ("Sie werden noch von mir hören") als Drohung auf, von der ich hoffe, dass sie durch mediale Nichtbeachtung (besonders auch seitens der FAZ) abgewendet werden kann.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.06.2012 14:30 Uhrhoffen und nie wieder ?
wenn Sie hoffen, nie wieder von ihm zu hören, hoffen Sie nicht, von ihm zu hören. Ist es etwas, was Sie nicht zu hoffen wagen ? :-) So kommt er garantiert wieder ! :-)Hoffen impliziert stets Zweifel oder sagen wir: wer hofft, glaubt nicht dran. Die Logik stammt m.W. von mir, Sie können sie trotzdem verwenden und das Hoffen bzw. Nicht-Hoffen durch eine klare Abschalt-Entscheidung ersetzen..
Den Artikel musste ich zwei Mal lesen, um zu verstehen, dass die FAZ -
die FAZ! - den Abgang Gottschalks bedauert.
Das Bedauern kann ich nicht nachvollziehen. Bei "Wetten, dass
..." habe ich die Quote schon gesenkt, als diese Sendung ein
Dauerwerbeblock für Haribo wurde; das ist also schon ein paar Jahre
her. Entzugserscheinungen hatte ich keine, null-komma-null.
Von Gottschalks Vorabendsendung habe ich mir zwangsläufig drei
Minuten ansehen müssen, weil ich die Fernbedienung nicht gefunden
habe. Da kann ich also nicht mitreden, ausser vielleicht, dass ich mir
Gottschalk (und Jauch und die anderen nervtötenden
Buch-CD-Film-Dauerwerber = "Talkshows") prinizipiell nicht ansehe.
Noch einmal zu Artikel: Gottschalk scheint auch einige charakterliche
Probleme zu haben, wenn er jetzt die Hand, die ihn jahrelang mit Kaviar
(im übertragenen Sinne) gefüttert hat, beisst.
Ab nach Malibu & good riddance.
Verständnis für den FAZ-Nachruf
dieses Bedauern vom FAZ kann man leicht nachvollziehen, wennn man weiß, dass Gottschalk mit Marcel Reich-Ranicki befreundet ist...
Thomas Gottschalk ist ein rotes Tuch für Neider und Spießer. Schon deshalb gehört er ins Fernsehen, damit sich die Kleingeister in Volk und Medien so richtig austoben können. Das teure Staatsfernsehen hat so wenigstens eine therapeutische Funktion.
Gottschalk - Höhepunkt des öffentlich-rechtlichen Fernsehens
Es stimmt, Gottschalk war einer der Höhepunkte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Das lag aber nicht daran, dass Gottschalk irgendwelche besonderen Fähigkeiten hätte, sondern eher daran, dass öffentlich-rechtliche Behördenwirtschaft niemanden hat hochkommen lassen, der ihm das Wasser reichen könnte. Insofern: Ja, Gottschalk hinterlässt eine Lücke - und: Nein, wir wollen ihn keinesfalls zurück.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.06.2012 17:24 UhrKostenhöhepunkt vorallem:
zuletzt runde 200.000 Euro pro Wetten-daß.
Musste es nicht heißen: Mit mir war es sehr öde? So haben es
jedenfalls die Zuschauer empfunden. Daran kann auch der wohlwollende
Nachruf des Redakteurs nichts ändern.
"Ohne mich wird es sehr öde"!! ??
Herr Gottschalk, Sie überbewerten und überschätzen sich gewaltig!
Erst ist weg. Seine Dienstleistung war Durchschnitt. Musste ich nicht
haben. Ich werde ihn nicht vermissen.
ARD und ZDF sollten sich aber besinnen und dem Auftrag der
Gebührenzahler gerecht werden. Es geht darum, Wirtschaft, Kultur
und Politik mit Vernunft und Augenmaß -also nicht reisserisch- zu
begleiten.
Mir geht es immer um Sachverhalte und deren gerechte -also nicht
tendenziöse- Darstellung. Also: Zurück zu den Wurzeln des
Auftrags der Gebührenzahler.
Einschaltquoten, Werbeeinnahmen -> Geld
Es geht immer ums Geld und je deutlicher schwächer die
Schwächsten sind desto Rauerwird das Klima. Das sollte niemanden
wundern wenn die Verlustängste wachsen und der Konkurenzkampf um
solche Überbezahlten Positionen wie Gottschalk eine innehatte immer
härter wird.
.
Tue Gutes und Sprich darüber. Das stimmt und sollte jeder
beherzigen. Aber solche Sendungen helfen einzelnen. Sind Systemisch aber
eher unbedeutend. Wir sollten froh darüber sein dass wir in einem
Land leben indem die Solidarität mit den Schwächsten in der
breite der Gesellschaft vorhanden ist. Die Absetzbewegungen in
Ländern mit weit weniger Mitgefühl sind unangenehmer.
aber ich sehe auch kein vorabendprogramm. Und auch seine früheren Sendungen im Abendprogramm habe ich nie gesehen - ausser mal zufällig ein paar Minuten. Das war allerdings mehr als genug.
Thomas hat den Absprung verpasst; Niemand will Ihn mehr sehen
Der liebe Thomas Gottschalk scheint einfach nicht zu verstehen, dass das Interesse an Ihm sehr gesunken ist. Wetten, dass wollte keiner mehr sehen. Und auch bei Gottschalk live -dessen Quoten miserabel waren- wollte keine mehr sehen. Doch die öffentlichen Fernsehanstalten, wollten Sie nicht eingestehen, dass Sie mit Herrn Gottschalk einen absoltuten Fehlgriff geleistet haben, und ließen diese schwadornieren bis Anfang Juni zu. Hoffentlich ist nun endlich schluss mit schnarchenden Inhalten.
Man stelle sich mal vor, ARD und ZDF würden ohne Quoten arbeiten.
Undenkbar. Es müssten bei der nächsten
Gebührenverhandlung mehr Gebühren verlangt werden. Wetten, die
FAZ und alle anderen würden über die ARD und ZDF herfallen um
die beiden zu grillen.
Die Firma Gottschalk ist ein Millionenunternehmen und Gottschalk muss in
die Öffentlichkeit, sonst wollen Haribo und Genossen keine Werbung
mit Gottschalk mehr machen. So ist halt Marktwirtschaft die wir alle
wollen. Lassen Sie es gut sein, Gottschalk hat seine Zeit gehabt.
Magnetsendungen
im Öffentlich Rechtlichen kann die Meinung des Fernseh-Journalisten durch die Werbeeinnahmen gekauft und damit auch Einfluss auf Sendeinhalte genommen werden. Plädiere für rigoroses Werbeverbot, reinen Bildungsauftrag und unabhängigen Journalismus im Öffentlich -rechtlichen Alles Unterhaltsame zu den Privaten. Dazu sind diese da. Die öffentlich-rechtliche Bigotterie ist kaum noch zu ertragen. Dann lieber ein ehrliches !) Privatfernsehen.
Marktwirtschaft? Hä?
Wenn mit einer zwangserhobenen, jährlichen Marktverzerrung in Höhe von fast acht Milliarden Euro ein journalistischer, politischer und kultureller Verblödungsapparat aufgeblasen wird und dabei als Kollateralschaden die Marke Gottschalk abfällt, kann man das schlecht der Marktwirtschaft in die Schuhe schieben. Die paar zusätzlichen Werbepiepen sind doch nur Brosamen, wenn auch eine dreiste Unverschämtheit.
Wenn sie meinen, werter autor....
Ich will ihnen gerne ihre Meinung zu diesem Herrn belassen.
Aber in meinem Umfeld ist und bleibt Herr G der Prototyp des
mittelmässigen Spiessers den er stets perfekt repräsentierte,
seit er im Bayrischen Rúndfunk vor 40 Jahren zum ersten Mal
Musiksendungen auf Plastik Niveau produzierte.
Das heisst nicht, dass es für ihn und seine Quote keinen klatz
geben sollte, nur, ich hoffe man darf ohne zensiert zu werden auch in
der FAZ erwähnen, dass manche sein Ausscheiden für etwas ganz
Ausgezeichnetes halten?
Prototyp des mittelmässigen Spiessers
Wie wahr, aber:
Der Papagei ist bunt, doch das Entscheidende am Papagei ist das Papageiische!
"Ohne mich wird es sehr öde! "
Das halte ich für ein Gerücht. Endlich ist dieser Typ vom
Bildschirm verschwunden.
„Sie werden noch von mir hören“
Uh, das halte ich für eine böse Drohung. Bitte, bitte nicht.
Mach Radio in Bayern aber bitte nur bei einem Sender, der nicht
bundesweit zu empfangen ist.
Vielen Dank
Entgegen der mitfühlenden Tränen, die hier für Herrn Gottschalk vergossen werden, sage ich: der Entlassene ist ein Eckpfeiler des Systems der gnadenlosen TV-Verblödungskultur und wird nun selbst Opfer des Systems, an dem er lange Jahre mitgewirkt hat. Weder Tränen noch Mitgefühl sind hier am Platz! Stattdessen mein Rat: Werfen Sie ihre Glotze in den Sondermüll und erleben Sie eine ungeahnte neue Freiheit in Ihrem Leben!
Noch öder als mit ihm, kann es ohne ihn auch nicht mehr werden.
Und daß die FAZ jetzt hier quasi als "Rächer der Witwen
und Waisen" auftritt, ist ja noch blöder,
als die Spiegel Online-Nummer. Man glaubt es nicht: erst schreibt ihn
die Journaille von Spon bis Faz runter - und jetzt soll er
plötzlich der Heilsbringer sein? Und ja liebe Leute: Fussball ist
(mir und Millionen anderer Leser!) tatsächlich wichtiger, als ein
abgehalfterter Showmaster, der gefälligst endlich seine
Millionen-Gage in Malibu verfrühstücken soll. Und bitte ein
für allemal damit aufhören, uns hier mit seiner penetranten
Mittelmäßigkeit zu nerven!
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun
Es gibt genauso wenig Grund, Ihr fußballerisches Privatvergnügen mit Zwangsgebühren zu finanzieren, auch nicht das "Millionen anderer Leser".