18.04.2007 · Politmagazin, „Bambi“-Gala, Sport mit Waldi Hartmann: Es gibt kaum eine Sendung, die Harald Schmidt noch nicht moderiert hat. An diesem Donnerstag präsentiert er erstmals eine Nachrichtensendung: das „heute journal“.
Seit Harald Schmidt wieder bei der ARD ist, nutzt er das gesamte Spektrum, das so ein öffentlich-rechtlicher Sender zu bieten hat. Dass die Show, die seinen Namen trägt, bald nur noch einmal in der Woche laufen wird, muss ihn nicht schrecken, fühlt er sich als Moderator doch überall zu Hause - im Politmagazin („Report“), im Quiz („Pssst“), im Sport („Waldi und Harry“), in Show („Bambi“-Gala) und Kultur (Salzburger Festspiele).
Vielleicht nicht mehr beim Publikum, wohl aber im Fernsehbetrieb genießt Schmidt seltenen Ausnahmestatus: Äußert er einen Wunsch, so wird er erfüllt. Daher darf Schmidt heute Abend erstmals eine Nachrichtensendung präsentieren - allerdings nicht bei seinem Haussender, sondern im ZDF, wo er im „heute journal“ auftritt. Zuvor hatte sich Schmidt als Urlaubsvertreter Claus Klebers ins Gespräch gebracht, der ihn prompt in die Sendung einlud.
Ein netter Abend
Beim ZDF sieht man kein Problem darin, die wichtigste Nachrichtensendung zur Plattform eines Mannes zu machen, der im Hauptberuf Komiker ist und eines der bekanntesten Gesichter der ARD. Man erhoffe sich, so ein Sprecher, einen „netten Abend“ und demonstriere so die „Entspanntheit“ der Redaktion. Vermutlich werde Schmidt nur „im letzten Drittel“ der Sendung einen Beitrag anmoderieren; eine „Kollision mit ernsten Themenfeldern“ wie dem Massaker von Blacksburg, verspricht Chefredakteur Nikolaus Brender, „wird nicht vorkommen“.
Im ZDF sehen wir Schmidt als Nächstes an Bord des „Traumschiffs“ und in der Affenserie „Unser Charly“, wo er einen Obdachlosen spielt. Danach hat er Zeit, neue Herausforderungen in Angriff nehmen: Es bleiben noch das „Wort zum Sonntag“, „Mona Lisa“ und die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin.