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Steinbrück bei „Anne Will“ „Wir küssen nicht“

 ·  Peer Steinbrück bekam bei „Anne Will“ die Chance, endlich über Themen zu reden und nicht über Fettnäpfchen. Aber der SPD-Kanzlerkandidat nutzt die Chance nicht und kneift, als es konkret wird.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (146)
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Dirk  Lehmann

wie man hartnäckig nachfragt und sich nicht abschütteln lässt, sah man woanders....

nämlich ein paar Tage zuvor bei Maybritt Illner, die ihre Sendung gewohnt souverän FÜHRTE und auch gleich zu Beginn berechtigt harsch den FDP-Generalsektretär zur Ordnung rief.
Anstatt manipulativ befragter dümmlicher Fussballfans kamen kurze Einspieler mit statistischen FAKTEN und ein hochinteressanter Experte als Studiogast zu Wort, der wissenschaftlich sauber nachgewiesen hatte, daß BAnktrader hemmungsloser, aber glückloser als kriminelle Psychopathen sind.
Illner gab dem Gast auch Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß es das UMFELD, die RAhmenbedingungen und Richtlinien sowie die Statusbedingungen des Unternehmens und der Börsenparkette sind, die zu den katastrophalen Auswüchsen und fatalen weltwirtschaftlichen Folgen der Bannkenkrise 2008/2009 führte.

Es war zwar im Grunde nur eine weitere Bestätigung des Milgram-Experiments und des DStanford-Experiments, aber es zeigte, daß DIE REGELN klar geändert werden müssen.

Gute Sendung, Frau Illner!

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Stephan Seyer

Auftritt Steinbrück

Habe den Auftritt des Hrn. Steinbrück gesehen, kann aber vielen Meinungen über diesen nicht folgen.
Die Diskussion über die Fettnäpchen halte ich komplett für überzogen, Aufreißer aus der B...-Zeitung werden bis ins unendliche vorgehalten ohne wirklich auf konkrete Inhalte einzugehen. In der Hinsicht war der Berlusconi - Clown-Vergleich noch untertrieben, vielmehr ist jener Vertreter der größte Demoskop und schadet mehr als das ein Clown jemanden zum lachen bringen und Schaden anrichten könnte..
Ja, auch konkrete Fragen sind weiterhin bei einer Besteuerung der "Reichen" ausgeblieben, aber wo führte dieser Diskurs hin, EUR 64.000 Jahresverdienst für einen Facharbeiter ist bei weitem mehr als der "normale" Arbeitnehmer im Jahr, geschweige denn ein Mindestlohnempfänger bei EUR 8,50 verdienen würde..128.000 Mark verdienst halte ich für für angemessen auch eine höhere Steuer zu zahlen.. Und Frau Merkel, das ist Fakt, hält sich überall zurück und ist unsichtbar.......

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Markus Soebentroll

Steinbrück für Mindestlohn - wie kann er nur?

Anne Will findet vernünftige Betriebe, bei denen der Mindestlohn zu Entlassungen führen wird. Trotzdem ist Peer Steinbrück weiter dafür - UNMÖGLICH
Frau Will zeigt allen, wie herzlos Steinbrück ist. Da will er Betriebe zugrunde richten! Das sitzt. Da hat sie ihn aber schön festgenagelt und vorgeführt.
OK - wenn er gegen Mindestlohn wäre, dann wäre das natürlich auch ein glatter Beweis für seine Herzlosigkeit. Das ist ja das tolle an Anne Wills Job - Information war gestern - Emotion ist gefragt. Natürlich nur negative.

Für alle die noch mitdenken: Egal was in der Politik gemacht wird, man kann immer jemanden finden, der das nicht gut findet und oft jemanden, dem es schaden wird. Daher kann es nicht das Ziel sein, es allen recht zu machen. Das ist einfach nicht möglich. Bei einer sachlichen Auseinandersetzung muß es daher um die Frage gehen, was für die Gesellschaft INSGESAMT am besten ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.03.2013 10:40 Uhr
Leonhard Schmidt

Die Gesamtgesellschaft

... im Blick zu haben, wie Sie schreiben, ist genau der richtige Ansatz. Ich hoffe nicht dass es sich Politik und Gesellschaft nicht schon derart im angelsächsischen Dumpinglohntal gemütlich gemacht haben dass ein umsteuern nicht mehr möglich ist. Haben wir uns alle schon zu sehr an die 9-cent-Brötchen und 9-€-Haarschnitte gewöhnt die zwar für uns Konsumenten zunächst angenehm günstig erscheinen aber es letztlich doch nicht sind weil die Arbeitnehmer in diesen Branchen zum Amt gehen und aufstocken müssen - mit unser aller Steuergeld wohlgemerkt. Nebenbei entwerten Dumpinglöhne die Arbeitskraft an sich und konterkarieren den Leistungsgedanken.
"Sozial ist was Arbeit schafft" ist ein guter und richtiger Satz. Er verkehrt sich jedoch ins Gegenteil wenn Arbeit geschaffen wird von der niemand leben kann.

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Dirk  Lehmann

Wer DAS für hartes Nachfragen hält, der sollte mal im Archiv Nachhilfe suchen...

Es gab einmal wirklich harten, kritischen Journalismus... in den 70er Jahren, als das öffrechtl TV noch Journalisten hatte, die nicht toll aussahen, auch nicht Dauerlächelten, sondern mit ernster Miene FRAGEN Stellten und auf Antworten beharrten.
Das legendäre "Kreuzverhör" eines Politikers mit Casdorff und Rohlinger
Der legendäre Johannes Gross, Friedrich Novottny, ... aber auch Scholl-Latour...

Anne Will ist hochintelligent, hatte schon immer den Mut, sich von Gesprächspartnern nicht über den Tisch ziehen zu lassen. In dieser sendung hatte sie viele Möglichkeiten, dem Zuschauer WIRKLICH zu Erkenntnissen zu helfen. Doch irgendwie hatte sie stets im entscheidenden Moment doch die typischen öff-rechtlichen Beißhemmungen.

Der schockierend dumme, unnötige und von Steinbrück zu recht entlarvte Einspieler "Schalke-Borussia" stahl wichtige sendezeit und war dramatisch weit unter ihrem Niveau, das war hochnotpeinlich für SIE -SCHADE ! Denn Steinbrück blubberte nur vor sich hin...

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Dirk  Lehmann

ich bin gegen Steinbrück, aber....

auch ich habe, nachdem ich diese Frühkritik gelesen und dann die Sendung in der Mediathek angeschaut habe, starke Zweifel an der Wahrnehmung des Herrn Hank...

Anne Will ist wie die Illner eine der Wenigen, die sich vom Interviewpartner nicht einlullen lassen und ggf hart nachfragen, das schätze ich an beiden, im gegensatz zu den ganzen Clowns im TV, angefangen beim unsäglich peinlichen Jauch, dann die üblichen Stichwortgeber und Hofberichtserstatter wie Kerner, und wie sie alle heißen...

ABER: Will hat zwar harte Fragen gestellt, aber dann doch immer wieder, wenn sie Steinbrück in die Enge getrieben hatte, ihn eben NICHT dazu gezwungen, ANTWORTEN zu geben, anstatt die üblichen WAhlkampfblasen auszuspucken.

Steinbrück hatte zuviel Gelegenheit zu Ausflüchten, seine Vorwürfe der Unverbindlichkeitsstrategie Merkels hätte Will einfach kontern können: "Ja, so wie Sie jetzt auch" .. beide hatten zuviel Respekt vor dem Anderen, Steinbrück setzte sich blubbernd durch...mit flachen Gags.

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Kurt Weiss
Kurt Weiss (Kybourg) - 14.03.2013 21:13 Uhr

Blick nach Frankreich

Wird in Deutschland eigentlich nicht zur Kenntnis genommen, dass das Programm Steinbrücks all jene sozialistischen Komponenten enthält, mit denen Monsieur Hollande zurzeit Frankreich krachend an die Wand fährt: höhere Einkommenssteuern für Mittelstand und "Reiche", höhere Abgeltungssteuer, Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und ein gesetzlicher Mindestlohn. Letzterer (heute EUR 9.43/Stunde) hat dazu geführt, dass aus Unqualifizierten Langzeitarbeitslose wurden und die Jugendarbeitslosigkeit bei 25% liegt. Wer heute in Frankreich ein Unternehmen aufbauen will ist wahnsinnig. Was geht in den Köpfen jener Leute vor, die diesen Irrweg auch diesseits des Rheins einschlagen wollen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.03.2013 20:44 Uhr
Kurt Weiss
Kurt Weiss (Kybourg) - 15.03.2013 20:44 Uhr

Ich kenne Frankreich gut...

weil ich in der franz. sprechenden Schweiz lebe, mich häufig in Frankreich aufhalte und dort in früheren Jahren auch zwei Filialbetriebe hatte. Sarkozy war nicht mein Freund, doch versuchte er wenigstens, das Rentenalter wieder anzuheben und die 35-Stundenwoche durch steuerbefreite Ueberstunden zu flexibilisieren. Ferner hatte er die Arbeitkosten ermässsigt, indem er die Löhne durch einen Teil der Sozialabgaben entlastete und auf die von allen getragenen Mehrwertsteuern verlagerte. All dies hat Hollande wieder rückgängig gemacht. Er hat eine noch nie dagewesene Machtfülle. Seine Sozialisten kontrollieren die Volkskammer und den Senat, regieren in allen Regionen mit Ausnahme des Elsasses sowie in allen Grosstädten. Sarkozy hatte nie soviel Macht und zudem von Haus aus alle Gewerkschaften gegen sich.

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Dirk  Lehmann

der Vergleich mit Frankreich und insbesondere Hollande ist unzulässig, weil...

Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.

Frankreich ist - pointiert , aber zutreffend formuliert - im Grunde überwiegend ein Agrarstaat mit ein paar größeren Unternehmen, wobei bezeichnenderweise das größte die deutsch-frz. EADS/Airbus ist, danach kommt lange nix mehr...

Frankreich ist strukturell in der Feudalzeit hängengeblieben, mit einer überbordenden BÜROKRATIE, die seinesgleichen sucht, Mittelstand wie in D gibt es nicht.

Hollande ist gerade einmal ein paar Monate im Amt, er hat vom bürgerlichen Sarkozy ein chaotisch heruntergewirtschaftetes Land übernommen.

Ihre Lagervergleiche mit Schwarz/Weiss Denken (bzw rot/schwarz) hilft nicht weiter.

Hollande muss so etwas wie eine Agenda 2010 in Frankreich durchführen, wovor sich Sarkozy - ebenso wie seine ganzen bürgerlichen, typisch frz-opportunistischen Vorgänger, scheute.

Hollande ist klüger als Sarko, aber die frz Mentalität, seit Generationen verkrustetes Anspruchsdenken (Rente mit 55) und NICHT er selber sind das Problem !!!

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Klaus Hundertmark

Das kann nicht funktionieren !!

Wie kann Steinbrück denn glaubhaft alle die Themen bedienen, die ihm von Nahles & Co. zusätzlich aufgedrückt werden ? Seine eigenen Stärken bleiben da auf der Strecke. Letztendlich kann er am Ende des Tages noch so viel Kreide fressen, er bleibt halt ein Wolf, der nur partiell zu den ganz Linken passt.

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Peter Alt
Peter Alt (petera000) - 14.03.2013 18:55 Uhr

Nochmal und nochmal: Siehe Schweiz und Schweden

Niedrigere Steuersätze und niedrigere Schulden führen zu weniger Arbeitslosigkeit und mehr Wohlstand. Das kann man an der Schweiz und Schweden ganz praktisch und nicht nur "theoretisch" deutlich sehen.
Wenn etwas sozial ist, dann niedrigere Steuersätze. Schweden hat meines Wissen, die Steuern so weit gesenkt, dass bis 1500 Euro monatlich (also 18000(!) im Jahr) einkommensteuerfrei sind. Wenn Sie liebe SPDler wirklich wollen, dass niedrigere Einkommensschichten mehr Geld zur Verfügung haben, dann machen Sie das was Schweden vorgemacht hat. Das bringt's dann wirklich. Wie gesagt, keine graue Theorie sondern Praxis. Genauso gibt es unzählige Beispiele, sehen Sie sich um in der Welt, welche praktisch zeigen, dass hohe Steuern (und hoher Schuldenstand) eben NICHT zu Wohlstand und niedriger Arbeitslosigkeit führen sondern umgekehrt!
Siehe derzeit ganz praktisch Frankreich! Manche meinen das wäre paradox. Ist es aber nicht.

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Leonhard Schmidt

Ich kann jedem

der den kritischen Beitrag von Herrn Hank gelesen hat nur empfehlen sich das Interview in der ARD-Mediathek anzuschauen.
Es wird deutlich dass Herr Steinbrück sehr konkrete Aussagen zu sehr vielen Punkten anbringt und keineswegs "kneift" wie es hier wörtlich heißt. Diese Interpretation ist sehr gewagt.

Man muss immer wieder fragend entgegenhalten ob es von Frau Merkel auch nur annähernd ähnlich konkrete Aussagen über ihre Politik gibt?! Antwort: Es gibt sie nicht. Und wenn sie Äußerungen macht macht sie anschließend das Gegenteil.
Mir ist ein Klartext-Politiker allemal lieber als diese Dame, die morgens den feuchten Zeigefinger aus den Fenster hält und prüft aus welcher Himmelsrichtung der Wind weht damit ihre Beliebtheitswerte nicht sinken.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.03.2013 23:05 Uhr
Uwe Eisele
Uwe Eisele (jimbond) - 14.03.2013 23:05 Uhr

Steinbrücks Leistung wird hier falsch dargestellt

Ich stimme Ihnen völlig zu - wenn man den Artikel liest, muss man den Eindruck haben, Steinbrück habe eine richtig schlechte Figur gemacht. Wenn man sich aber das Interview in er Mediathek anschaut, dann stellt man fest, dass er vielleicht ein oder zwei schwache Momente gehabt, insgesamt aber alles andere als unkonkret und Fragen ausweichend gewesen ist.
Ganz falsch wird von Herrn Hank die Diskussion um den Mindestlohn wiedergegeben. Von "Stammeln", wie Herr Hank schreibt, kann da keine Rede sein. Steinbrück sagt ganz klar, was für ihn die Motivation hinter bzw. der Sinn eines Mindestlohnes ist. Und egal, ob man diese Meinung teilt oder nicht, diese klarne Antworten als inhaltsarmes Stammeln zu bezeichnen wird dem Ganzen nicht gerecht.
Ich finde Herrn Hanks Bewertung sehr offensichtlich tendenziös, aber das ist in einem Kommentar natürlich auch erlaubt.

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patrick hermsdorf

Nach Steuer-Entlastungen fragen wir schon gar nicht mehr?


Wie verrückt sind wir eigentlich schon, dass wir nur noch um Steuererhöhungen debattieren?!
Oder lag das jetzt an Steinbrück?

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Otto Meier

Ein schlechter Lügner, dieser Steinbrück. Das ist eine echte Überraschung.

Mit diesem Auftritt hat Steinbrück etwas ganz deutlich gemacht: Er bleibt seiner Linie, der Agendapolitik, treu. Das ganze soziale Geschwätz der letzten Wochen brach förmlich in sich zusammen. War das ein Knall.

Daß Steinbrück, wie alle Politiker, nur das Beste der Bürger, ihr Geld, will, sollte dabei keine Zeile wert sein. Das versteht sich doch von selbst. Aber der aus der Versenkung aufgetauchte Totengräber der SPD, Schröder, scheint sich den Peer ja wohl zur Brust genommen zu haben, denn anders läßt sich das Gestammel des Kanzlerkandidaten kaum erklären.

Allerdings, so richtig hat der SPD und dem Steinbrück die Wandlung vom Saulus zum Paulus wohl sowieso kaum jemand abgenommen. Und so erklärt sich auch wohl die Hilflosigkeit gegenüber den Fragen der Anne Will. Denn wer nicht wirklich hinter dem steht, was er da so an Floskeln absondert, dem fällt die Argumentatition doch selbstverständlich schwer.

Fazit: Die Glaubwürdigkeit von Partei und Kandidat hat sich in Luft aufgelöst.

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Kerstin Leopold

Zu den Steuererhöhungen: irgendwo muss das Geld ja herkommen,

wenn man homosexuelle Partnerschaften steuerlich subventionieren will, obwohl das eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Unterstützungsgemeinschaften ist und keinerlei gesellschaftlichen Nutzen hat.

Das Geld kann man brauchen für:

Betreuungsgeld
Rentenkasse
Armutsbekämpfung
Pflegeleistungen
Ganztagsschulen
Bildung
Kita-Ausbau
...Flughafen BER

Ich fand in der Sendung auch den Einspieler mit der Rente erschreckend. Vielen ist wahrscheinlich noch gar nicht bewusst, wie stark das Rentenniveau tatsächlich gekürzt wird. Ganze Generationen werden in der Renten in die Armut abrutschen. Aber Hauptsache, es wird ohne Sinn und Versand die Eitelkeit von homosexuell lebenden Menschen gefördert.

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Reinhard Lammering

Wann endlich fragen unsere

Top-Journalisten die Polit-Darsteller danach, welche der unendlich vielen und den fairen Wettbewerb behindernden Subventionen sie denn endlich streichen wollen? Wer nur danach fragt, wer denn in welchem Maße weitere Belastungen zu gewärtigen hat, hat die nächste Steuererhöhung innerlich akzeptiert.

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Herman Kohlgraf Medeco

Ausbeutung von Arbeitnehmern zu Lasten des Staates u. der Steuerzahler

darf es nicht länger geben.
Wenn ich hier lese, dass Arbeitgeber es sich nicht leisten können, 8.50 Euro Mindeststd.-Lohn
zu zahlen, dann sollen sie keine MA beschäftigen.
Es geht nicht darum die Arbeitgeber zu entlasten, sondern den Staat. Jeder, der 100%
arbeitet (ob qualifiziert durch Lehre oder nicht) muss in unserem Land von seiner 100%-
igen Arbeit mindestens leben können. HartzIV-Ergänzung ist für solche Menschen eine
schallende Ohrfeige der Regierung. Heute ist 2013 und nicht die Zeit vor Bismarck.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.03.2013 18:27 Uhr
patrick hermsdorf

Das ist prinzipiell richtig, doch:


Auf 13,3% vom Bundeshaushalt für ALG2 (+ neue (höhere) Steuern) darf sich die Bundespolitik noch austoben. Der Rest ist verbucht.

Deshalb wird der SPD-Mindestlohn auch nur für Steuermehreinnahmen+ geplanter Ausgabenkürzung beworben: Der Binnenmarkt hat davon nix. Der Steuerzahler auch nicht, keine Rede von irgendwelchen Entlastungen!

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Jochen Wagner

Viel Spaß beim Lesen, und wer sich über Claquere aufregt, sollte vielleicht mal das Forum wechseln..

Spürt man bei den Allensbachschen 17 % nicht förmlich die Desinformation dahinter? Ich bin jedenfalls verblüfft über die hier offenbarte Einschätzung, PS wäre ausgewichen. Er hat gesagt, dass Singles mit 100.000 € Jahreseinkommen (J) mit 49 % besteuert werden sollen! Im Moment haben wir 42 % auf J ab 50.000 und 45 % auf J über 250.000 €. Gibt es denn ein Statement mit höherer Aussagekraft als dasjenige, das obere Einkommen stärker zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben beitragen lassen und gleichzeitig die Mittelschicht nicht über Gebühr belasten will?

Auf die 17 % bezogen hatte PS übrigens noch Folgendes parat: „Die Menschen wollen, dass viele Aufgaben öffentlich finanziert werden.“ Uns dass dieser Trend längst zu einer Entwicklung geführt hat, kann man am Aufsatz „Die Renaissance der Kommunen“, der google- und dann als PDF abrufbar ist, gut nachlesen. Btw, gilt nicht der Satz – und hat PS nicht sogar darauf angespielt - „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“?

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Heinz Fach

Zitate völlig aus dem Kontext

Rainer Hank hätte zu Beginn des Artikels schreiben sollen, dass er ein Kritiker des Sozialstaats ist und mit einem Studium in Literaturwissenschaft, Philosophie und Katholische Theologie keine Ahnung von Wirtschaft hat. Denn dann hätte er z.B. Grenzsteuersätze und proportionale Tarife nicht als Fachchinesisch bezeichnet. Schließlich sind das Grundbegriffe für alle die Einkommenssteuer zahlen und über "Kalte Progression" sprechen und diese verstehen wollen. Außerdem - wie will der Bund der Steuerzahler präzise etwas vorrechnen, wenn die SPD noch keinen genauen Verlauf der Einkommenssteuerkurve vorgelegt hat, sondern lediglich einen Spitzensteuersatz?
In Bezug auf den Bonus oder Manus bei Frauen in der Politik hat Herr Steinbrück lediglich betont, dass Frau Merkel eher einen Bonus hat, weil Ihr die Leistung angerechnet wird, dass Sie es als Frau trotz Manus geschafft hat Bundeskanzlerin zu werden, was in diesem Artikel leider völlig missverständlich beschrieben wurde.

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Johann Otto

Frau Will ist eine wunderbare Gastgeberin...

...und Herr Hank ein wunderbarer FAZ-Redakteur, beide stilsicher, intelligent, dem linken Zeitgeist nicht verpflichtet. Einziger Makel: Frau Will arbeitet für das Demokratieabgabe-Fernsehen, kann sich ja noch ändern!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.03.2013 09:17 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 15.03.2013 09:17 Uhr

Herr Otto

Wie kommen Sie auf die Idee im GEZ-Fernsehen seien "Grün-Sozen-Zwangshuschen" tätig? Wenn Sie denn die Sendung gesehen haben sollten, was bei Ihrem Kommentar nicht zu vermuten ist, hätten sie auch mitbekommen, dass der FAZ-Kommentar eine Frechheit ist.

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Johann Otto

Das beweist…

…wie souverän und unabhängig Frau Will sich selbst im GEZ-Fernsehen erweist – im Gegensatz zu vielen Grün-Sozen-Zwangshuschen!

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Leonhard Schmidt

Genau... alle so

... wunderbar auf rechts geföhnt hier. Auch der Herr Otto wie man sieht :-) bei der "wunderbaren" Frau Will können Sie sich aber nicht so sicher sein. Deren Lebensgefährtin Miriam Meckel hat mal einem SPD - Ministerpräsidenten namens Peer Steinbrück als Staatssekretärin gedient. HUCH !!!???

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Heinz Krause

Erwachsen

Als Gegner von Frau Merkel würde ich mir um der Demokratie Willen einen charakterlich gereiften, erwachsenen, reflektierten und entspannten Kandidaten wünschen...

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 14.03.2013 14:01 Uhr

Bitte nicht zensieren

Also ich habe die Sendung gesehen und sie war fürwahr kein Glanzstück für Peer Steinbrück, da er in entscheidenden Fragen - wie Politiker aller Parteien - wenig konkret wurde. Ich glaube da auch zu erkennen, dass er im Kopf zu sehr die Peitsche von Frau Nahles fürchtet ;-).

Egal, jedenfalls war sein Auftritt auch nicht so schlecht wie er von der FAZ gemacht wird. Wundert mich bei der doch eher rechten Presselandschaft kaum. Wenn die FAZ dann selbst Leute in Talkshows schickt (wie z. B. zur Anerkennung der Homoehe) kommt da nur Stuss ohne erkennbare Logik.... Eine Kritik in der eigenen Zeitung erscheint dann freilich nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.03.2013 16:05 Uhr
Dietmar Fleischhauer

"bei der doch eher rechten Presselandschaft"

Das war echt gemein, ich wär gerade vor Lachen fast erstickt.

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Burkhard Bortz

Planlos....

Der Kanzlerkandidat hat nur gezeigt, was alle schon wissen. Hier werden abgedroschene Phrasen wieder heraufgeholt, die die schon lange nicht mehr aktuell sind. Die Reichen müssen ran! Ja, gut das sagen alle. Der Bundesbürger ist mit höheren Abgaben einverstanden, behauptet Herr Steinbrück. Das glaube ich kaum. Wen hat er gefragt und woher kommen diese Erkentnisse? Der Kandidat hat gezeigt, dass er plan - ziel - und konzeptionslos in den Wahlkampf geht. Leider wird es Bürger geben, die SPD wählen und hoffen ..... hoffen auf was??

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14.03.2013, 06:51 Uhr

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