Home
http://www.faz.net/-hon-778g5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fernsehkritik „Hart aber fair“ Hihi, Hitler? Hi-hi-Hilfe!

 ·  Erstaunlich, wie wenig komisch eine Fernsehdebatte über die Frage sein kann, ob man als Deutscher über Hitler lachen darf. Aber einer wenigstens hat etwas davon: Frank Plasberg lernt in seiner Sendung „Hart aber fair“ ein neues Wort kennen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (38)
1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 28.02.2013 08:03 Uhr

Geistige Unreife des Autors und seiner Leser

Das Thema eignet sich weder zum witzeln noch um Klamauk zu machen, egal wie lustig oder geistreich man sich über die Person Hitler hermachen würde. Zu sehr sind die negativen Seiten dieser Person noch heute bei vielen Menschen in leidvoller Erinnerung, so dass schon die blose Erwähnung dieses Namens eine Zumutung ist. Das was dieser Autor für geistreich hält muss ein Jude als Schmach und Veräppelung empfinden. Wer dies nicht begriffen hat, wie dieser geistig unreife Oliver Pocher, bei dem ist die Erziehung zu einem erwachsenen Menschen noch nicht abgeschlossen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.03.2013 16:59 Uhr
Kai-Uwe Lensky

Dann sollten Sie ebenso...

...den "Hundertjährigen, der aus dem Fenster sprang und verschwand" ablehnen.

Empfehlen
Closed via SSO

Überreif? Bitte helfen Sie!

Besteht Ihre Universal-Reife also aus oder in der Abwesen- oder Anwesenheit von ... ich hab´s nicht recht verstanden!

Empfehlen
Imre Rudolf

Monster, Retter, Mediokritäten

Am besten hat mir das lustige Nazi-Raten mit den Kölner Studenten gefallen - wirklich ein Grund zur Sorge dass die jungen Hochschüler die Namen der "Nazi-Größen" nicht wie aus der Pistole geschossen aufsagen konnten. Bis auf den Hinkefuß, den kannte man dann doch noch. Der Historiker Heiber schrieb 1962:"Vielleicht wird von Joseph Goebbels nicht mehr im Bewußtsein der Nachwelt bleiben als sein zur Denunziations-Stereotype gewordener Name". Auch "Dachau" rief nur Fragezeichen hervor. Wem nicht so Recht klar war wieso das zu wissen wichtig ist, dem half der Oberlehrer von der SPD mit einem Beitrag zur Bildung von kritischem Geschichtsbewusstsein:"Wer die Vergangenheit nicht kennt..." Fast unnötig zu erwähnen, dass er dabei den Zeigerfinger erhoben hat. Mit seiner Sucht nach Anerkennung steht er jedenfalls Goebbels in nichts nach. Was mich diese Sendung überhaupt ertragen lies, war die Fähigkeit auf eine Zukunft zurückzublicken, die noch gar nicht eingetreten ist - es wird gewesen sein...

Empfehlen
Closed via SSO

Hitler ist wie Beton

Es kommt darauf an, was man daraus macht!

Empfehlen
burucker michael

Moers fehlte mir nicht,

wohl aber die Erwähnung eines Meisters der "Ambiguität", der doppeldeutigen, nicht zu Ende gesprochenen Sätze, nämlich Werner Finck, in dessen Anti-Nazi-Kabarett allabendlich die Gestapo saß und mitschrieb. "Kommen Sie mit", soll der Schnellredner die eifrigen Mitschreiber gefragt haben, "oder muss ich mitkommen?" Der Unterschied zu den Hitlerwitzen von damals ist doch, dass sie heute nichts kosten, sie zeugen auch nicht mehr vom Mut des Widerstands, allenfalls von der Lust am Tabubruch. Finck hätten sie das Leben kosten können, es waren nur ein paar Monate KZ-Haft, allerdings um den Preis, sich an die Front melden zu müssen. Nicht mal Karasek hat an ihn erinnert.

Empfehlen
Hermann Jung

Was der Kritker noch wissen müsste

Die Sendung habe ich mit Neugier, Schmunzeln und Kenntnisgewinn gesehen. Daher sind mir Details aus der Kritik als Ergänzung zum Thema willkommen. Nun richten sich die Sendung und das FAZ-Feuilleton an unterschiedliche Zielgruppen. Frank Plasberg und seine Gäste haben nicht die Aufgabe, das Thema in der Sendung vollständig zur Darstellung zu bringen. Andreas Platthaus aber ignoriert das einfach - das ist eine Satire wert!

Empfehlen
Torsten Gingemeyer

Eine Talkshow ohne echten Talk! Nur politisch korrekte Worthülsen!

Wie so häufig im deutschen staatlichen Zwangsgebühren- und Erziehungsfernsehen eine Talkschow ohne Gäste mit wirklich unterschiedlichen Meinungen. Absolut langweilig und zum abschalten. Es ist nicht nur das Thema das mich als junger Mensch nur noch nervt und von dem ich glaube das die Mehrheit der jungen Menschen in diesem Land die Nase gestrichen voll hat, es ist auch der Stil dieser Sendungen. Warum sitzt dort kein Mensch drin der einfach einmal sagt das jeder Mensch unabhängig von seiner ethnischen Herkunft,in einer Demokratie grundsätzlich über alles lachen darf und natürlich auch über Hitler. Jemand darf ihn mögen oder hassen.Das ist Meinungsfreiheit. Im staatlichen Fernsehen kommt diese bei vielen Themen nicht mehr vor. Man merkte den Diskutanten in dieser Sendung an, das sie sehr beklemmt darauf achteten ja nicht die Sprachgebote der Political Korrektnes zu verletzen. Insgesamt beklemmend, ewiggestrig und gespenstisch kam mir diese Sendung vor.Fazit: Abschalten!

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 16:42 Uhr
Rolf Michael Ruoff

Nur politisch korrekte Worthülsen!

Richtig, nur politisch korrekte Worthülsen, aufgeblasen von Herrn Aufplasberg.

Empfehlen
Keith Emerson

Sehr geehrter Herr Gingemeyer,

Glückwunsch, das war ein phantastischer Kommentar, der alles auf den Punkt gebracht hat. Daß Sie sich als jungen Menschen zu erkennen gegeben haben, macht mir Hoffnung, daß es in diesem Land in Zkunft auch noch andere Menschen gibt, als Pisa-Geschädigte und gleichgeschaltete Gutmenschen. Alles Gute

Empfehlen
Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 26.02.2013 13:59 Uhr

... Ernst Lubitsch konnte damit umgehen ...

Colonel Ehrhardt: "They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck, and the Fuhrer is going to end up as a piece of cheese!"

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 15:05 Uhr
Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 26.02.2013 15:05 Uhr

Ja, Ernst Lubitsch, Billy Wilder und viele, viele weitere...

...man stelle sich mal vor was aus Film und Fernsehen in Deutschland hätte werden können, hätte es nicht diesen Aderlass an Talenten gegeben.

Empfehlen
Viktor Hummel
Viktor Hummel (Vihum) - 26.02.2013 13:27 Uhr

Rache vis ins 4. Glied?

Erinnere mich dunkel an den Bibelunterricht. Da heisst es:
„... der Gnade bewahrt Tausenden, der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, der aber nicht ungestraft lässt, sondern die Schuld der Vorfahren heimsucht an Söhnen und Enkeln, bis zur dritten und vierten Generation.“ (Zürcher Bibel 2007)

Empfehlen
Thomas Wiesengrund

Ewige Geschichtssippenhaft ?

Ich bin nicht der größte "Freund" von Oliver Pocher, aber "Hut ab" für seine gestrige Darbietung.
Er war in der verkniffenen Talkrunde der Einzige, der eine echte eigene Meinung hatte und diese plausibel vertrat.

Das ewige Gemäkel und Gestochere an dem imaginären Deutschen, der immer Schuld hat, diese nie abtragen kann und am besten in büsender Haltung durchs Leben gehen sollte, baut nichts auf, ausser Unwillen.

Leute wie Dressler verstehen nur sich selber, respektieren nur ihre Meinung und ihr Umfeld, politisch korrekt versteht sich.
So läuft die Welt aber heute nicht mehr. Die Reduzierung der deutschen Geschichte auf die 12 Jahre des 3. Reichs dient zur Instrumentalisierung der Geschichte, aber nicht zu ihrem Verständnis.
Würde man Dressler glauben, würden alle, sogar unsere Politiker ständig (aus der Geschichte) lernen, wer soll das glauben ?
Solange Deutsche in "Geschichtssippenhaft" genommen werden, ist der Umgang mit Geschichte nicht vorurteilsfrei möglich.

Empfehlen
Bernd Auer

Generationensichtweise

Ein grumelicher, alter Mann schreibt mir nicht vor worüber ich zu lachen habe oder ob ich für Taten meiner Vorfahren in der Schuld stehe.
Ebensowenig lasse ich mir von einer populistischen, skandalorientierten Redaktion ein schlechtes Gewissen einreden.

Wir sorgen schon dafür das so ein Demagoge nicht mehr kommt. Dafür braucht es diese lachhafte Diskussion nicht.

Empfehlen
Tőkés Tibor
Tőkés Tibor (Tibci) - 26.02.2013 12:22 Uhr

Warum lachen?

Das war Tragische Zeit für Deutschland und für ganze Europa,ist unmöglich lachen.Volgt am erste die Sovietische Diktatur und Heute der USA und Spekulationskapitalvollmacht .

Empfehlen
Thomas Müller
Thomas Müller (tholer) - 26.02.2013 12:16 Uhr

Hitler zieht immer!

Wenn man bedenkt, daß man kaum die ARD anschalten kann ohne von der ewig gleichen Sippe angeblafft zu werden, die krampfhaft darum bemüht sind so etwas wie eine Debatte zu simulieren, wundert es eigentlich, daß Hitler nicht viel öfter verwurstet wird. Der geht doch immer. An Tagen mit Nachrichtenflaute machen manche Zeitungen auch schon mal mehr Hitler als Tagesgeschehen. Das läßt sich auch so gut auf Halde produzieren...

Empfehlen
Matthias Zinn

Wieviel tausend € bekommt der WRD vom Eichborn-Verlag?

Selten hat ein Buch derartige Werbung erhalten wie "Er ist wieder da".
Da müssen doch Summen fließen!

Empfehlen
Heiko  Friedrichs
Heiko Friedrichs (Heikjo) - 26.02.2013 11:18 Uhr

Und täglich grüst der NS Geist

ja wieder einmal holt man die alte Nazi Keule raus für die schnelle Effekt Hascherei, was bei der Titanic klappt scheint bei der ARD um so besser zu funktionieren.

Da wird ein Buch zerrissen, was die Gäste wohl selber nicht kennen, aber der Inhalt alleine ist für manche ausreichend um den Teufel in Führer Gestalt wieder auf die Wand zu malen und jeden Deutschen zu ermahnen, das man nicht vergessen solle wo der Platz des Deutschen ist.

So propagierte Dreßler mal wieder die kollektive Erbschuld (bei der einem irgendwie auch immer die Erbfeindschaft ins Gedächtnis kommt) und dass andere Nationen alles machen dürfen, nur wir Deutschen nicht.
Also wenn das nicht schon rassistische Untertöne hatte.

Und als junger Deutscher fragt man sich einmal mehr, wofür soll man sich verantworten? Dass die Vorfahren mal was übles angestellt haben? Mag sein, nur wieso soll ich dafür vor anderen kriechen?
Die anderen Nationen haben doch auch alle ihre Leichen im Keller, nur die liegen da schon länger.

Empfehlen
Heinrich Kanther

Harald Schmidt sagte mal...

.. auch Ausländer und Behinderte haben ein Recht auf Verarschung. Damit ist das Thema eigentlich erledigt.

Aber schön, dass der ÖR uns mit dieser kulturell wichtigen Sendung bildet. Wieviel unserer Zwangsgebühren wurden dafür eigentlich verblasen?

Empfehlen
peter hagedorn

über Hitler lachen

Nein man kann nicht über Hitler lachen man muss.
Hitler kannte kein Humor und er predigte es. Er stelle sich dem Tierreich gleich (der stärkere soll die Macht haben). Doch keine Tierart käme auf die Idee z.B. die Hasen alle auszurotten. Aber Hitler und das ohne Gefühl und Humor. Denn zu dem Humor gehört Gefühl. Also lasst uns über den lachen der uns beigbrachte wie es ist nie mehr was zu lachen zu haben.

Empfehlen
Ede Moeser
Ede Moeser (Lemaitre) - 26.02.2013 11:00 Uhr

Etwas thematisch entfremdet...

...diese Parteizuweisung v Humor
Allerdings irritiert mich diese Pauschalisierung schon

Humor in Reihen der CDU?
Dr. A. Merkel...darauf wollten sie sicherl nicht hinaus
Seehofer...derartig miesen humoristischen Geschmack traue ich Ihnen nicht zu
Merz...leider nicht mehr zugegen

Humor in Reihen der FDP?
Rösler... mit seinen kunstvoll erdachten Anekdoten, rhetorisch genauso glanz-u wertvoll vorgetragen, wenn auch gänzlich unterschiedl in den speziellen Defiziten, wie seine Vorsitzende
Brüderle...in seiner jovialen, leicht vino'esken zarten Bierzelt-Art
Ein Lindner da noch am erfrischendsten

Humor in Reihen der Grünen?
Trittin...in-sei-ner- neu-ent-deck-ten-so-fas-zi-nie-rend-be-ton-end-en-Sprach-weise-stets-mit-einem-leicht-süff-isan-ten-Läch-eln-ob-der-ei-gen-en-Humor-ig-keit
Roth und Künast...

Humor in Reihen der SPD?
Gabriel...oh bitte nicht
Steinmeier...wahrlich nicht sein sujet
Steinbrück erfrischend intelligent ironisch, zynisch bisweilen (nur kann das mitunter nachvollziehen)

Empfehlen
Christopher Haku

Muhuhuhussolini

auf was für einem Planeten leben wir eigentlich auf dem Sendungen wie diese laufen? So eine Sinnfreie Diskussion habe ich schon lange nicht mehr gesehen nur noch getoppt von der Schweinegrippepanikmache der Politik und Medien.
Ich lache über was ich will allen voran über die paar Knallchargen bei Plaßberg. Am besten erkennt man übrigens Humorgutmenschen an ihrem Lachen über Hitlerwitze. Ist es ein entrüstetes oder ein herzliches? Fragen sie sich selbst wozu sie gehören.
Deutschland scheint im Augenblick seinen inneren Reichsparteitag zu erleben.

Empfehlen
Closed via SSO

Ich hab nach 2 Minuten das Geschwafel ausgeschaltet,

weil ich es einfach nicht mehr ertragen habe! Niemand möchte solche Verhältnisse erneut haben! Niemand, der bei Verstand ist, heißt die Verbrechen dieser Mörder gut!

Aber irgendwann muss man endlich zu einem vernünftigen Umgang mit der eigenen Historie kommen.
Deutschland ist eindeutig MEHR als "nur" Hitler und die Nazis. Ich kann das ewige heuchlerische Gesabbel dieser Leute nicht mehr hören. Ständig beschäftigen sie sich mit den Schatten der Vergangenheit, fast schon masochistisch, verschwenden aber so gut wie keinen Gedanken auf sich am Horizont breit machende nationalistische Tendenzen in Europa infolge der desaströsen EU-Politik.

Oder freier ausgedrückt: wenn man täglich mit der Nazi-Keule Moral und Anstand in den Kopf eingebläut bekommt, dann wirkt das irgendwann nicht mehr richtig. Im Gegenteil, dann schlägt es plötzlich bei den ganz Dummen und Geschichtsvergessenen ins Gegenteil um. Perversion pur!

Ich wünsche mir einfach, dass wir in Deutschland zur Vernunft gelangen!

Empfehlen
Christian Bergisch

Die Frage, ob man über Hitler lachen darf, ist so alt wie die Nazi-Bewegung selbst.

Filme wie "Der große Diktator" oder Lubitschs "Sein oder Nichtsein" waren ja zeitgenössiche Werke zu diesem Thema. Aber auch Mel Brooks' Remake oder die herrliche Satire "Schtonk" sind in meinen Augen gelungene Auseinandersetzungen mit der Materie, über die ich herzlich lachen kann. Zugleich sind sie jedoch nicht so platt gefasst, daß sie nicht auch Gelegenheit zum Nachdenken bieten. Das sollte man auch klar von dem Thema an sich und dessen historisch-wissenschaftlicher Aufarbeitung trennen. Vielleicht sind wir hierzulande noch nicht soweit, wo der beliebteste Gesellschaftstanz immer noch der Eiertanz ist.

Empfehlen

26.02.2013, 06:44 Uhr

Weitersagen
 

Unsere Geschichten, nur anders erzählt

Von Andreas Platthaus

Mit Kafka teilte er die Einfühlung in das Schicksal der Bedrängten. Das Erfolgsrezept seiner Bücher könnte den Titel eines Aufsatzes tragen, den er 1993 veröffentlicht hat. Zum Tod von Gabriel García Márquez. Mehr 3 3