15.02.2013 · Die nächste Sexismus-Debatte fällt aus: Die Satire „Who wants to fuck my girlfriend?“ wird vor allem für Männer peinlich. Man(n) hält sie kaum aus.
Von Michael HanfeldRichtlinien für Lesermeinungen
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“Zeugnisse grenzdebiler männlicher Sexualität“? Wenn es so einfach wäre.....
Was sollen daran jetzt “Zeugnisse grenzdebiler männlicher
Sexualität“ sein?
Diese Kritik weigert sich die Realität der Natur anzuerkennen.
Weder männliche noch weibliche Sexualität ist dazu da bei
bürgerlichen Ideen Anerkennung zu suchen: Sexualität ist eine
Form der Energie, deren einzige Aufgabe darin besteht für den
Fortbestand der Species zu sorgen. Es ist die übliche christliche
Dummheit zu meinen der Mensch sei eine Art Krone der Schöpfung, der
sich prinzipiell von anderen Tieren unterscheide.
Wenn man etwas als „grenzdebil“ einordnen möchte, so
sollte man sich an eine Gesellschaft halten, in der die Sexualität
allzu oft solchen Ausdruck findet.
Da war aber Brüderles Dirndl-Spruch harmloser als der Sendungstitel hier.
Das war den Machern wohl klar, drum haben sie ihn in englisch gebracht in der Hoffnung, dass die Zielgruppe eh kein Englisch versteht.
Die Deutschen können es halt nicht, das wissen wir doch längst!
Satire, Humor durchaus auch "edgy" sucht man in Deutschland vergeblich in den Medien. Wenn dann ist es gewollt und nicht gekonnt. Dafür muss man schon über den Ärmelkanal oder den Atlantik blicken. Dabei gibt es Talent hierzulande, die aber eher in der Kleinkunst auf den Bühnen des Landes zu finden sind. Neulich gerade einen sehr amüsanten Abend in der Stahlburg in Frankfurt erlebt. Nur sind die Medienschaffenden offenbar zu faul, um auf Talentsuche zu gehen.
Ist das heute nicht das grundsätzliche Problem einer Satire?
Die Realität ist derart, dass keine erdachte Satire sie übertreffen kann.