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FAZ.NET-Frühkritik: Maybrit Illner Deutschland auf die Couch

 ·  Im Streit um höhere Steuern geht es längst um mehr als Umverteilung. Zur Debatte steht die Frage, welches Verhältnis wir zu unserem Staat haben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (110)
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Heiko Heide

Die ueblichen Verdaechtigen...

alles Luegner und scheinheilige Populisten, achja wahljahr

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Karin Liedtke
Karin Liedtke (kalied) - 11.05.2013 19:28 Uhr

Weniger Bevormundung

Ich verzichte gern auf das Kindergeld vom Staat und sonstigen"Almosen".
Was einem vorne gegeben wird,wird hinten wieder entwendet.
Unser Staat sollte sich auf Wesentliches konzentrieren und seine Bürger in Ruhe leben lassen!
So wenig Staat wie möglich-so viel Staat wie nötig!

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heike buttkus
ulrich buttkus (loewe53) - 11.05.2013 17:57 Uhr

Geniale Überschrift

Also,wenn ich das richtig verstehe,sind diese Menschen auf diese Couch "Deutschland".Und der Rest vom Volke "Deutschland",ist die Kuh die man melken darf ,kann,müssen nur gut.Für die Deutschlandcouch sitzer muß das Volk,so wie es sich gehört verständnis haben und noch mehr aus ihre Lohntüte abgeben,um dieses "Deutschland" aufrecht zuhalten.Damit,wenn bald die Grüne Kanzlerin kommt,Özdemir seine türkische Regierung beraten kann,um die deutsche Minderheit an der Mittelmeerküste in den Griff bekommt.

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Günter Schreiber

Was Sie geflissentlich verschweigen...

Was Sie in Ihrem Beitrag und die diversen Diskutanten in einschlägigen Talkshows regelmäßig verschweigen, ist die Tatsache, dass diese 68% (Tatsache ist, dass der höchste Wert nach 40 Jahren bei 1,79375 bei 71,75% liegt) vom letzten (!) Bezügeanspruch errechnet wird.

Bei Rentnern hingegen gelten die während des gesamten Versicherungslebens eingezahlten Beiträge. Bei einem Beschäftigten, der immer unterhalb der Bemessungsgrenze lag, ist also das Lebensdurchschnittseinkommen maßgebend. So sind dann Sätze von 52% mit fallender Tendenz erklärbar. Und weitere Wohltaten gibt es nicht. Ich kenne eine Pensionärin, deren jährlich beanspruchte Beihilfe regelmäßig höher liegt, als die Nettopension. Wenn das keine Rundumversorgung ist.

Nur mal so zur Information für die sich gerne arm rechnenden Beamten.

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Falko Steinbach

Kompetenzkrater

Gegen die Antisemitismusvorwürfe wurde Augstein zu Recht in Schutz genommen, welche Konzeptlosigkeit ihn zum Steuerthema geritten hat, nur noch handrotierend mit Umfrageergebnissen zu argumentieren weiß nur er selbst. Und Herr Özdemir, ich glaube Ihnen nicht und spreche Ihnen und den meisten Ihrer Politikerkollegen die Kompetenz ab, mit Steuermehreinnahmen vernünftig haushalten zu können und sie für Infrastruktur und Bildung zielgerichtet ausgeben zu können. Zwischen Wollen und Können klafft besonders bei den Grünen ein Kompetenzkrater.

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Dieter Brucker

Diskussion ohne Fachwissen

Wenn Grüne Parteiführung, ausgebildet als Sozialpädagogen, Theologin, Dramaturgie-Assistentin, über Finanz- und Wirtschaftspolitik diskutieren, dann kommt mir das vor, wie wenn Blinde über Farben sprechen. Das wird dann bei den Diskussionen auch offensichtlich. Bei der gestrigen Illner-Sendung rechnete Herr Schweizer, Präsident des Industrie- und Handelskammertages, vor, dass Personengesellschaften nach den Steuervorhaben der Grünen 85 % Steuern zahlen müssen. Darauf meinte Herr Özdimir, aber nur wenn sie Gewinn machen würden. Scheinbar ist Herrn Özdimir nicht bekannt, dass bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen das Gehalt oder die Tätigkeitsvergütung im Gewinn beinhaltet ist und nicht als Betriebsausgaben absetzbar ist. Das bedeutet, dass ein Handwerker oder Kleinunternehmer, der keinen Gewinn erzielt, eigentlich auf Dauer nicht mehr lebensfähig ist. Ich verstehe nicht, dass von anderer Seite solche Missstände nicht aufgedeckt werden.Ein Gärtner kann doch auch keine Herz-OP

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2013 13:16 Uhr
Paul Banaschak

da sind sie sicherlich der einzige der solche Menschen kennt,

die gerne 85% der Steuerlast auf sich nehmen.
Ich kenne viele Rot/Grüne Wähler, die ihre Steuerlast durch Betrug deutlich gesenkt haben. Einer war Gastwirt, hat immer beschissen, dass die Balken gekracht haben. Das hat ihn dann nicht gestört, später, als sein Pachtvertrag abgelaufen war, Sozialhilfe (damals noch) zu beantragen.
Das sind die Menschen, die von anderen immer lauthals rufen, dass die Reichen doch viel höhere Steuern zahlen sollten.

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Werner  Kiby

Herr Brucker,

im Prinzip gebe ich Ihnen Recht, nur finden Sie diese Defizite bei allen Parteien. Ein frueherer Wirtschaftsminister von der CSU war Mueller von Beruf, der Gesundheitsminister Bahr von der FDP hat Bankkaufmann gelernt und die schoene FDP-Dame mit dem nackten Bauch im Stern sitzt in Bruessel und hat keinen blassen Schimmer von Staatsverschuldung. Ich gebe aber zu, dass sich das bei den Gruenen haeuft. Katrin Eckehardt - Goering z.B. geht mir auf den Keks, zur nicht vorhandenen Ausbildung kommt noch schlechter Diskussionsstil hinzu, wie bei Illner wieder zu beobachten war. Und nun kringeln Sie sich mal: In einer Ausagbe des Stern vom November 2012 heisst es in einer Promigeschichte ueber sie: "Sie weiss, was sich gehoert. Sie kann sich gut benehmen." Was habe ich gelacht. Allerdings heisst es zum Schluss auch: "Vor der Gruenen Katrin Goering-Eckhart muss auch der schwaerzeste Schwarze keine Angst haben." Was wiederum stimmt.

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Peter Gorski

Naja, Fachwissen und so....

Bei Personengesellschaften kenn ich mich ein wenig aus, schliesslich bin ich eine .-)
Um als Einzelunternehmer auf 85 % Steuerlast zu kommen, muss man nicht nur verdammt viel Umsatz machen und davon sehr viel Gewinn generieren, man muss nach reichhaltigen Konsum immer noch so viel übrig haben, um nochmal von einer neu eingeführten Vermögenssteuer betroffen zu sein.
Das mag ein hartes Schicksal sein, 85% Steuern zahlen zu müssen,
und ja, ich finde das auch zu viel aber....
ich kenne viele Einzelunternehmer , die dieses Schicksal gerne auf sich nehmen würden .-)

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Hans Maier

Mich wundert wie wenig Tiefgang die FDP hat

und wie wenig sie die große Idee des Liberalismus erklären kann .
Die Fragen sind:
Steht der Mensch im Mittelpunkt oder der Staat / das Kollektiv ? Eindeutige Antwort: der Mensch !
Ist der Mensch der Sklave des Staates ? Nein !
Oder ist der Staat nur ein Hilfsmittel der Menschen um ein friedliches Zusammenleben verschiedener Individuen zu ermöglichen ? Ja !
Vieles der Staatshörigkeit der Deutschen kommt auch von unserer Unterscheidung zwischen Staatsdienern , Staatsbürger und Staat .
Die Begriffe sind eigentlich so zu verstehen der Staatsdiener ist der „Sklave“ des Staates und der Staat gehört den Staatsbürgern .
Daraus folgt, nur der Bürger ist frei und der Beamtenstatus hat in einem freien Land nichts verloren .
Dass in Deutschland ein System gewachsen ist in dem die Verhältnisse auf den Kopf gestellt und die Beamten und verbeamteten Politiker über den Bürger bestimmen sieht man am einfachsten an der EU und dem Euro .
Wo sind die Zeiten der vermögenswirksame Leistungen ?

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Gabriel Sunnus
Gabriel Sunnus (gibs) - 10.05.2013 19:02 Uhr

Staatsschelte

Das allgemein übliche Schimpfen über den „Staat" hat für mich die Qualität von Dampfablassen, vielfach auch von unreifem Lamentieren. Staat sind die Organisationsform (= Verfassung) und all die Institutionen und Ämter, in denen sich das Gemeinwesen organisiert hat, über die Parlamente bis hin zum letzten Bauaufsichts- und Katasteramt. Alles auf demokratischem Wege zustande gekommen. Wem das nicht gefällt, soll sich politisch engagieren mit dem Ziel, etwas zu ändern -vielleicht durch Eintritt in eine Partei, Mitarbeit in einem Kommunalparlament - oder auswandern. Vielleicht fühlt er sich in einem Staat, der schwächer ausgeprägt ist, wohler.
Es wird oft polemisch oder oberflächlich argumentiert. Z.B. kritisiert der Autor des Artikels Herrn Özdemirs Haltung, weil er als eine der Aufgabe des Staates sieht, die Kinder zu beschützen. Darf man sich denn nicht mehr am Grundgesetz orientieren? (Art. 6: Ehe und Familie stehen unter dem besonderem Schutz der staatlichen Ordnung).

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2013 05:43 Uhr
Werner  Kiby

Harr Banschak,

sagten Sie nicht, Sie haetten sich schon vor 15 Jahren ins Ausland abgesetzt? Vermute mal, in die Schweiz. Wollen Sie sich von da aus organisieren? Moeglicherweise sogar aus dem Untergrund? Und wer sind "wir"? Ihre Prophezeihung, nach dem 22.09.2013 sieht das Parlament anders aus, finde ich uebrigens genial. Da muss einer erst einmal drauf kommen.

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Paul Banaschak

Aber Herr Sunnus, wir wollen uns engagieren

dazu gehört auch auserparlamentarische Opposition dazu. Für sie mag das ein Fremdwort sein, für uns nicht.
Und wir werden uns auch parlamentarisch organisieren. Nach dem 22.09.13 sieht das Parlament anders aus.

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Hans Maier

Staatschelte, Beamtenbeleidigung , ich fasse es nicht .

So was kann nur ein Staatsdiener schreiben .
Nachhilfe in Demokratie wäre nötig.
Das Grundgesetz, die Bibel und der Koran sind keineswegs Naturgesetze , sondern nur von Menschen geschriebene Bücher .
Wer aus ihnen einen Absolutheitsanspruch ableitet ist in guter Gesellschaft .
Staatsschelte , Beamtenbeleidigung , ich fasse es nicht .

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Wolfgang Müller

Illner ?!

Ötzdemir ?!?!

Da greift mein Reflex zur Fernbedienung.

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Ekke Hoffmann

Lösen wir uns doch von den Sprechblasen und Phrasen und beschränken uns auf Fakten

Fakten sind:
1. Der Staat hat die höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten.
2. Als der Staat früher noch nicht soviele Steuereinnahmen hatte, gab es ordentlichere Strassen und Bildungseinrichtungen mit den entsprechenden Toiletten als jetzt.
3. Überall wo die Grünen (mit)regieren gingen Steuern oder Abgaben oder beides hoch (BW, NRW), die Neuverschuldung wuchs trotz höchsten Steuereinnahmen und die Lage wurde für die Bevölkerung schlechter. In BW u. NRW wird bei Lehrerstellen gekürzt (individuelle Förderung jedes Schülers?), die Steuern erhöht (u. a. Grunderwerbsteuer), dafür jedoch 50 neue (gut bezahlte) Stellen für grüne und rote Parteimitglieder in den Ministerien geschaffen.
Dies sind Fakten, weshalb wir uns nicht so sehr über Interpretationen bei Talkshows aufregen sollten, sondern einfach prüfen: was haben die Grünen (Kretschmann) und Roten (Kraft) wirklich gemacht, als sie an die Macht kamen. Dies genügt - um falls gesunder Menschenverstand vorhanden- sie nicht zu wählen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2013 14:48 Uhr
Werner  Kiby

Herr Banaschak.

woher haben Sie deise Weisheit schon wieder? Koennen Sie Quellen nennen, aus denen Ihre Behauptung ersichtlich wird? Ich lese naemlich auch Verschuldungskurven und komme nicht zu Ihrem simplen Schluss. Und noch etwas: Wenn unter bestimmten Regierungen eine hoehere Verschuldung stattgefunden hat, dann kann das doch nachvollziehbare Gruende haben. Beispielsweise stieg die Verschuldung unter der Regierung Kohl rasant wegen der Wiedervereinigung. Worum es mir geht: Wann fangen Sie endlich an zu differenzieren statt staendig nur ohne jegliches inhaltlich ueberzeugende Argument auf Ihre vermeintlichen politischen Gegener einzudreschen?

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Paul Banaschak

Herr Kiby, schauen sie sich die Verschuldungskurven an

der Anstieg ist immer besonders stark, wenn Rot mitregiert hat. Unter Rot/Grün ist er besonders steil. Auf Bundes- wie auf Landesebene.
Gefallen ihnen die Realitäten nicht?
Sie müssen schon mit Gegenargumenten kommen nicht: Sie hauen immer nur auf Rot/Grün ein. Das sind keine Argumente sondern das ist ein Offenbarungseid.

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Werner  Kiby

Herr Hoffmann,

Sie haben eine schlichte Weltsicht. Sie unterscheiden fein zwischen den guten Schwarzen und den boesen Rot-Gruenen. Das ist st mir zu billig. Fragen Sie auch nicht nur, was die einen gemacht haben, fragen Sie auch, was die andern gemacht haben. Dann brauchen Sie naemlich keinerlei Wahlempfehlungen zu geben.

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ERICH HUMPLIK

Lügen dreist - dies ohne spezielle Ausbildung; 2011 Bundeshaushalt 454 MILLIARDEN Zins u. Tilgung

Lachnummer da diskutieren Politiker fachfremd ohne jede diesbezügliche Ausbildung/Studium
Warum wurde nicht Prof. Kirchhof mit einbezogen?
Er hat über zehn Jahre mit drei Bundesländern seine STEUERPLÄNE durchgerechnet.
Bis 20000€ sind im Jahr steuerfrei. der HÖCHSTSTEUERSATZ beträgt 25-27%.
Aber alle SUBVENTIONEN fallen weg; SCHIFFSPAPIERE, Solarindustrie, niemand kann mehr Aktienverluste vom STEUERZAHLER ausgleichen lassen.
Bis jetzt: Jemand hat 4,2 Millionen verdient im Jahr - kaufte sich in eine Immobilie ein mit 3,6 Millionen - drei Jahre musste er keine Steuern zahlen.
Schon in der Aufklärung, später in der FRANZÖSISCHEN REVOLUTION ging es um Gleichheit, Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Freiheit.
Unter Freiheit versteht man u.a., dass der Bürger über den Lohn des Unternehmers verfügen kann. Mit einem gewissen Beitrag für das Allgemeinwohl.
Warum müssen Politiker und BEAMTE nicht für die Pension vorsorgen? Nur geringe Beiträge für die Krankenkasse zahlen? GLEICHHEIT sieht wohl

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Dirk Schubert
Dirk Schubert (dschub) - 10.05.2013 17:16 Uhr

Kein Wort zur europaeischen Transferunion?

Mich hat schon sehr gewundert, dass der Gruene Oezdemir seine Maerchen von den maroden Strassen und Bruecken als Begruendung fuer die Steuerplaene der Gruenen zum Besten geben konnte, ohne dass irgendein Teilnehmer der Diskussion auf die ebenfalls von den Gruenen befuerwortete europaeische Transferunion und die Eurobonds zu sprechen kam.

Ist es nicht naheliegend, dass eine Partei, die sich fuer die dauerhafte Alimentierung des Mittelmeerraums durch den Norden einsetzt, dem deutschen Staat gerne noch hoehere Steuereinnahmen sichern moechte? Da spricht Oezdemir von der ohnehin hohen deutschen Verschuldung und von weiteren Neuschulden, ohne dass irgendein Teilnehmer auf geleistete oder garantierte Milliardenzahlungen innerhalb der Schuldenunion abhebt? Oder auf seine empoerungsbeauftrage Bundesvorsitzende, die ihre Hauptaufgabe darin sieht, moeglichst viele neue Bezieher ins deutsche Sozialsystem zu holen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2013 13:17 Uhr
Günter Schreiber

Sie haben recht,

die dauerhafte Alimentierung der südlichen Staaten ist auch meiner Meinung nach der eigentliche Grund. Und wie leistungshemmend eine solche Umverteilung auf die Empfänger wirkt, sehen wir im Länderfinanzausgleich, in dem mittlerweile 3 Geberländer 13 Nehmerländer alimentieren. Frankreich schlägt derzeit den gleichen Weg ein, wohlwissend, dass Deutschland zahlen wird, wenn es in Schwierigkeiten gerät.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Umfrage, wonach über 70% der Deutschen Steuererhöhungen bis hin zum Mittelstand befürworten, gefälscht ist. Wir werden darüber sich noch hören.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 10.05.2013 16:18 Uhr

Was ist denn dieser "Staat" zu dem "wir" ein Verhältnis haben sollen?

L'État, c'est moi! sagte Ludwig der 14. Das kann ich noch nachvollziehen, wenn ich Untertan eines absolutistischen Monarchen bin. Ich wandele das mal ab in die Fiktion: "der Staat sind wir" was ja wohl eher als ein programatisches Slogan verstanden werden kann. Ich habe kein Verhältnis zu einem metaphysischen Gebilde namens "der Staat"! Ich habe ein Verhältnis zu meiner Familie und meinen Freunden. Ich habe ein Verhältnis zu Regierungen, die mich (mehr schlecht als recht) regieren, notgedrungen zu den Steuer Eintreibern im Finanzamt, die darauf aus sind, mir mein sauer verdientes weg zu nehmen. Zu "Bürgern in Uniform", die mich mit einer Kelle an den Straßenrand winken und meine "Papiere" sehen wollen, (eine Frechheit!). Zu den "talking heads" in der Tagesschau, die mir immer die gleichen Worthülsen und "newspeak" an den Kopf werfen und mir sagen, wie die Milliarden an Steuern in den Orkus verpuffen. Nein, zu einem "Staat" kann ich kein Verhältnis haben! Mfg Josef K.

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wolfgang lotz

Voellig falsch gestellte Frage ...

... richtig sollte sie heissen : " welches Verhaeltnis hat der Staat zu seinem Souveraen - dem Volk " ! Nicht Louis XIV - "L'Etat, c'est moi" sollte Vorbild sein fuer unsere politische Nomenklatura - sondern Perikles - seligen Angedenkens an die Urform der Demokratie - im Antiken Athen - nicht dem heutigen ! Aber die Unsrigen , die immer so vollmundig von Demokratie reden - praktizieren ein "Staatsverstaendnis" , das neuere Vorbilder hat. Und das, obwohl die in D. - mehrmals in gar nicht so langer Vergangenheit - an sehr unschoene Begleiterscheinungen erinnern. Mit der wachsenden - eigentlich ausufernden - Macht des Staates verliert das Gemeinwesen sein Selbstverstaendnis - und an Ende ist dann Chaos und gewaltsamer Umsturz. Es ist ein Irrglaube , dass "die Geschichte sich nicht wiederholt". Im Gegenteil, sie wiederholt sich immer wieder - und in immer gleicher zerstoererischer Form - fuer das Volk !!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 16:55 Uhr
Detlev  Baumbach

@ Lotz - @ Mirbach

Ich sei - gewährt mir die Bitte - in Eurem Bunde der Dritte...;-)

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 10.05.2013 16:28 Uhr

Herr Lotz, Sie sind mir gerade mit Ihrem Kommentar zuvorgekommen! :-)

Great minds think alike! ;-)

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Eberhard van Kell

Wohlfahrtsstaat

Jede Form von Paternalismus schränkt die Freiheitsrechte des Einzelnen ein . Der Satz stammt nicht von Philipp Rößler und der FDP sondern von Immanuel Kant . Er wurde von vielen Philosophen der damaligen Zeit geteilt ( u.a. Wilhelm von Humboldt ). Deutschland war damals das Land der Dichter und Denker. Das ist lange vorbei ! Die Denker sind weniger geworden , zumal in der Politik . Dichter und Phantasten haben offensichtlich zugenommen . Nicht anders ist es zu erklären , daß uns jeden Tag durch die Gutmenschen von SPD und Grünen eingeredet wird , daß es unanständig ist durch Arbeit mehr Geld zu verdienen als der Durchschnitt bzw der Erwerbslosen.Ein tolles Land . Allerdings : wir sehen uns im September wieder.

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Curt Hoppe
Curt Hoppe (-dc-) - 10.05.2013 15:25 Uhr

Umverteilung von unten nach oben?

Immerhin sind die Pensionen unter großen Wehen im Laufe der letzten Jahrzehnte um etwa 4% reduziert worden (v. 75% auf ca. 72% - d. letzten Gehalts!), Wahnsinn, Armut droht auch hier.
Das entpricht etwa der Rentenkürzung für die Riesterrente, die Zuschüsse bekommen inzwischen jedoch auch Beamte.
Das Weihnachtsgeld für Bundesbeamte wurde aber flugs ´mal 2010 verdoppelt, von 30% auf 60%, wg. d. guten Konjunktur (bekommt hier ein Rentner Weihnachtsgeld – bitte melden!).
Und dann bekommt ein Beamter lebenslang Beihilfe zu allen Krankheits- + Pflegekosten, als Pensionär 70% + für die restl. 30% gibt´s noch die Mindestpension von 1.400,-- €.
Die gute Konjunktur ist schon für´s Weihnachtsgeld verfrühstückt + wenn ein Großteil der Rentner inzwischen H4 beansprucht, ist dort nicht´s zu holen.
Da müssen die Steuern zwangsläufig erhöht werden.
Rente kürzen, Pension + Beihilfe weitgehend beibehalten, ach – eben fällt´s mir wieder ein:
Meinen die das mit Umverteilung von unten nach oben?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 17:43 Uhr
Curt Hoppe
Curt Hoppe (-dc-) - 10.05.2013 17:43 Uhr

Mach´ ich doch glatt Frau Soodt,

den Erklärbär für Sie.
Was die Mindestpension mit der Beihilfe zu tun hat:
Etwas mit Armut bei Rentnern!
Und das geht so:
Rentner:
Durchschnittliche Pflegekosten bei Pflegestufe 3 in der BRD = 3.252,-- €/mtl. (pflegekostet.de)
Ein „Eckrentner“ bekam 2011 = 1.236 € Rente + 1.550,-- € Pflegegeld (stationär/Stufe3).
Das macht selbst bei „bruttofürnetto“ minus 466,--/mtl., also 5.592,-- p.a.
Deshalb „gehen“ viele davon nach ein paar Jahren zum „Amt“, in einem TV-Bericht lt. einer Frage an die Heimleiterin in diesem über 90%.
Beamter:
Gleiche Bedingungen, aber Mindestpension = 1.400,-- €, Pflegekosten abzgl. 70% Beihilfe = 975,60 €.
Bleiben 424,40 €/mtl., also 5.092,80 p.a. (ohne Weinachtsgeld).
(Fr. Soodt: ich bin auch kein "polemischer Faktenignorier", die Angabe der Pensionshöhe lesen Sie bitte in dem "Werk" eines ehemaligen Beamten, Herrn Werner Siepe mit dem schönen Titel "Fakten statt Vorurteile", Berlin/2010 nach).

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wolfgang lotz

... was unter dem Strich am Monatsende auf dem Konto ankommt ...

... ist der Punkt , nicht ob der eine oder andere Prozentsatz stimmt. Und da sind die Empfaenger der Rente entscheidend schlechter dran als die "Staatsdiener". Versuchen Sie doch einmal zu rechtfertigen warum ein Angestellter im"oeffentlichen Dienst" soviel besser versorgt wird - als jemand der sein ganzes Leben brav in die Rentenkasse eingezahlt hat. Das Argument der "freien Berufswahl" sticht da ueberhaupt nicht !!

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wolfgang lotz

...genau das ist das Problem im modernen Staat ...

... nicht die, die den Wohlstand erwirtschaften - und das sind alle, die nicht im oeffentlichen "Dienst" stehen - werden gepflegt - sondern diejenigen, die nichts leisten ausser Verwalten, Kontrollieren - und "im Wege-Stehen" !! Wohlstand waechst nicht durch den "Staat", sondern durch die Arbeit derjenigen, die den "Staat" alimentieren !!

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Dagmar Soodt
Dagmar Soodt (D.Soodt) - 10.05.2013 16:02 Uhr

Grundgütiger!

Immer wieder drauf auf die Beamten, ob es zum Thema passt oder nicht - ich kann es nicht mehr hören. Ein wenig mehr Recherche Ihrerseits hätte nicht geschadet. Ich habe wenig Lust, zum gefühlt tausendsten Mal den Erklärbären für polemische Faktenignorierer zu machen, nur soviel: Die Pension liegt bei ca. 68 Prozent, nicht bei 72, das Weihnachtsgeld wurde mitnichten verdoppelt, sondern nach einer erfolgten vorübergehenden (!) Kürzung wieder auf den ursprünglichen Stand gebracht, das Weihnachtsgeld für Rentner ist in der monatlichen Rentenzahlung anteilig enthalten, ebenso wird es mittlerweile bei den Beamten gehandhabt und was die Höhe der Beihilfe mit der Mindestpension zu tun hat, erschließt sich mir gerade auch nicht. Wir haben freie Berufswahl in Deutschland, warum sind Sie nicht Beamter geworden, wenn das Ihrer Meinung doch der Berufstand zu sein scheint, dem die Wohltaten nur so hinterhergeworfen werden?

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Anders Sch
Anders Sch (fransch) - 10.05.2013 13:15 Uhr

Für die Gerechtigkeit -

Was halten die Grünen und SPD von der Idee die Pensionen an die durchschnittliche Rente zu koppeln? Das wäre doch gerecht, und würde Anreiz für die Politiker schaffen dass die Leute was verdienen können. Von Einsparpotential ganz zu schweigen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 16:25 Uhr
wolfgang lotz

.... wieso nicht einfach die Staatsdiener ins Rentensystem integrieren ...

.... zu den gleichen Bedingungen wie Arbeiter und Angestellte im produktiven ( !! ) Wirtschaftsprozess. Der "friderizianische Zopf" der Sonderbehandlung der "Staatsdiener" gehoert abgeschnitten !!

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Otto Meier

Eine recht ermüdende Show - ohne jeden Wert.

Es kann doch nicht immer nur darum gehen, neue Steuern (wieder) einzuführen oder Steuern (wieder) zu erhöhen. Unser Steuersystem ist absolut untauglich und dadurch unsozial, unsolidarisch und somit ungerecht. Da hilft nur noch eine extreme Vereinfachung, auch mit Blick auf unser Verhältnis zum Staat.

Selbstverständlich ist auch die Verwendung der Steuern wichtig, aber auch da hilft letztlich nur, das gesamte System, insbesondere das Soziale Netz, zu vereinfachen, es zum Beispiel auf ein steuerfinanziertes System umzustellen.

Die Komplexität des Systems ist auf allen Ebenen drastisch zu reduzieren, um überhaupt noch einen Überblick erhalten zu können. Solange darüber nicht ernsthaft gesprochen und solange das nicht ernsthaft in Angriff genommen wird, kann sich nicht wirklich etwas zum Positiven verändern.

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fridolin hinterhuber

Blendend.

Natürlich steht Deutschland,insgesamt betrachtet,in Europa "blendend" da.Bei näherer Betrachtung kann man jedoch nicht übersehen,dass viele der neu geschaffenen Arbeitsplätze solche prekärer Art sind.Es wurde schon oft genug erklärt,was das bedeutet:Eine Zeitbombe der Armut,die im Alter explodiert.Das kann man auch nicht mit Sprüchen abtun,dass andernfalls ausländische Konkurrenz dafür sorgen würde,dass die Betroffenen überhaupt keine Arbeit hätten.Man kann mir nicht einreden,dass dann jede Woche ein Geschwader von Putzfrauen und Friseurinnen aus Polen Rumänien zum zweitägigen Arbeitsbesuch einfliegen würde.Zweckbestimmte Angstmache!

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 10.05.2013 12:55 Uhr

Es geht um die Fragen,

welches Verhältnis wir eigentlich zu unserem Staat haben was wir ihm zutrauen:..........

Unser Verhältnis zum Staat wird geprägt vom Verhalten der Politiker dem Bürger gegenüber. Und der Bürger wird belogen, getäuscht und als dummer Esel behandelt und darf zusehen, wie sich Politiker jedweder Couleur auf Steuerzahlerkosten die Taschen füllen und mit Privilegien sowie Versorgungspöstchen aller Art versorgen.

Welches Verhältnis kann dann wohl der Bürger zu diesem Staat haben? Doch wohl nur ein gestörtes, wenn überwiegend Gestörte den Staat repräsentieren.

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10.05.2013, 06:53 Uhr

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