14.02.2013 · Die ARD hat eine berührende Reportage über die Leiharbeiter beim Internetriesen Amazon gezeigt. Das Geschäftsmodell beruht auf Einschüchterung und Misstrauen.
Von Frank LübberdingRichtlinien für Lesermeinungen
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Die abgesicherten Arbeitsverhältnisse bei ARD und ZDF
Dieser Text ist doch Blödsiinn. wir sollte froh sein das es in die
Öffentlichkeit kommt. Wie ich die Deutschen kenne wird es wieder
ein Sturm im Wasserglas bleiben kurzer Aufschrei das wars.
Sind die Arbeitsverhältnisse bei ARD und ZDF abgesichert? Woher
wissen Sie das. Ich weiß das bei den Fernsehanstalten des
öffentlich rechtlichen viele Mitarbeiter freischaffend sind. Auch
wird bei denen viel ausgelagert. Das zu den sicheren Arbeitsverhältnissen!
... da kann man sich drüber informieren ...
... auf der Seite des NDR sind z. B. sogar die - großzügigen
- Tarifverträge veröffentlicht.
Und das Argument ist ja ohnehin ein anderes: Da kritisieren Leute aus
einer staatlich subventionierten und parteinahen, zudem ideologisch
links ausgerichteten Quasi-Beamten-Gender-Szene, die sich wenig um
Kundenzufriedenheit kümmern muss, einen Konzern, der trotz
Buchpreisbindung einen guten Service organisiert und sicherstellt.
Ich habe gerade wieder etwas bestellt und durch eine Schlamperei bei DHL
ist das nicht angekommen. Amazon reagiert auf die Beschwerdemail schon
nach einem Tag. Bei DHL kriegt man mittlerweile nach 1 Woche eine
Reaktion.
Im Fall von Amazon hat eine nette "Roxana - A." geantwortet,
bei der eine flüchtige Google-Recherche ergab, dass sie wohl aus
Rumänien stammt und Anfang 20 ist. So what? Ist doch gut, dass der
Konzern auch Arbeitsplätze für engagierte Zuwanderer schafft
und nicht nur, wie bei ARD/ZDF, eine Versorgungsanstalt für
Parteifreunde und deren Clique ist..
Die abgesicherten Arbeitsverhältnisse bei ARD und ZDF
... sind dagegen natürlich das Paradies und das normale
Arbeitsleben ein Skandal. Kein 14. Monatsgehalt, keine faktische
Unkündbarkeit, kein Fünftel der Belegschaft faktisch für
irgendwas freigestellt (Fortbildung, Überstundenabbau, Betriebsrat,
Personalrat), immer Leistung erbringen müssen. Moderne Sklaverei
halt ...
Und da kauft so ein ARD-Reporter dann sein günstiges Obst und freut
sich wie selbstverständlich und schneidet dazu dann so ein Zeugs zusammen.
Als ob die Qualität der Leistung von Amazon daran hängt, dass
man einen Arbeitsvertrag mit Amazon direkt hat und nicht mit einem
Subunternehmer. Und als ob das frische Obst liebevoll von einem
deutschen Akademiker mit NRW-Abitur gepflückt, abgetupft und
ökologisch eingetütet worden wäre.
Man kann Amazon nur danken, dass die trotz der Gebührenritter von
ARD und ZDF hier investieren. Nur weil man selbst dank Zwangsgebühr
genug Kohle hat und andauernd Showstars zeigt, meint man der Rest, der
Welt sei ein Fernsehstudio...
sieht doch schön aus da im angeblichen Arbeitscamp auf 75-110 qm , oder?
da wäre ich auch gern mal eingepfercht ;) für kostenlos
versteht sich.
Dort machen deutsche Urlaub für viel Geld !!!!
Also liebe Leute hier...immer selbst ein Bild machen und das denken
nicht anderen überlassen!!!
Viele der Gastarbeiter wohnen zu Hause bestimmt
schlechter(Woohnstandart).
Und die meisten spanischen Hotels sind sicher schmutziger als diese
deutsche Anlage.
fehler
Wohnstandard sollte es heißen
übrigens stehen die Anzahlen pro Haus daneben(deutscher
Urlauberstandard?)
Zeitarbeit im Niedriglohnsektor ist moderne Sklaverei und dem Ganzen
gehört ein Riegel vorgeschoben. Ich freue mich sehr über die
Reportage, bin aber skeptisch, ob sich da was ändern wird.
Natürlich ist das nicht nur Amazon, sondern bei sehr vielen
Unternehmen Gang & Gäbe. Tatsächlich müssten auch
eher die zwischengeschalteten, asozialen Leiharbeitsfirmen angegangen
werden, damit solche Praktiken gar nicht mehr möglich. Letzendlich
unterstützt aber Amazon/etc diese Praktiken aber und bedient sich
dieser, so dass auch sie die zu verantworten haben.
Es ist also völlig i.O. sich ein prominentes Beispiel mit Amazon
rauszupicken, um auf das allgemeine Problem der Leiharbeit im
Niedriglohnsektor hinzuweisen, dass dringend angegangen werden muss!
Verrennt euch nicht in Details gegen eine Firma oder deren
Sicherheitsdienst, sondern macht was gegen das große Problem, ihr Politiker!
Was mich wundert, ist, wieviele Kommentare und Empfehlungen hier
abgegeben werden von Leuten, die Geschäftspraktiken wie die von
Amazon scheinbar inzwischen für völlig hinnehmbar halten oder
solche Vorkommen sogar schlicht leugnen.
Jeder Arbeitnehmer und jeder Verbraucher trifft doch beinahe
täglich auf irgendwelche Gaunereien nicht nur irgendwelcher
Klitschen, sondern renommiertester Konzerne. Es wird getrickst auf
Deubel komm raus, und selbst offene Rechtsbrüche (z.B.
Probearbeiten ohne Bezahlung) sind an der Tagesordnung. Was hört
man eigentlich aus der Opposition zu dieser skandalösen
Entwicklung?
Bezahlung
Probearbeiten ohne Bezahlung ist häufig bei Arbeitslosen
Normalität , da sie ja ihre Bezahlung bereits von der ARGE erhalten.
Wenn es länger als einen tag dauert ist das natürlich nicht
i.O .
Melkkühe auf dem Hamsterrad und neoliberaler Zynismus!
Amazon hält sich an die *herrschenden* Rahmenbedingungen, wie viele
andere Unternehmen auch,
und freut sich über freundliche Bedingungen viel Geld auf dem
Rücken anderer zu verdienen.
Das ist doch menschlich, das kann man ihnen nicht übelnehmen, oder doch?
Vielleicht ist so eine anrührende Dokumentation genau die Art
Initialzündung, die unser Volk braucht um zu verstehen, was man
eigentlich schon längst weiß?
Wir werden Dementis hören und man wird die Vorgänge genau
untersuchen, Frau Merkel wird mahnende Worte an die Unternehmer richten
und das *billig* Volk wird mit Lasgne für 1.69€ incl.
Pferdefleisch und KIK Klamotten an denen Blut und Schweiss asiatische
Kinder klebt versorgt!
Wollen wir wirklich so weiterleben?
Und uns über unsere verunsicherten Kinder der *maybe* Generation wundern?
Den Untergang der Familien beweinen?
Weiter brav Lohndumping subventionieren, damit globale Unternehmen
Milliarden verdienen können?
Und weiter *alternativlos* Merkel wählen?
Wir bestimmen selbst und nicht die Politik
Jeder kann frei entscheiden ob er bei Amazon und Co im Internet kauft
oder aber beim freundlichen Buchhändler, der einen schon beim Namen
kennt.
Wir selbst entscheiden damit wen wir unterstützten. Wenn wir
lebendige Innenstädte mit guten Angeboten und Einzelhändlern
möchten, dürfen wir eben nicht im Versandhandel bestellen.
Diese "Versklavung" ist von der Wirtschaft erwünscht - und von der Politik erfüllt worden: EU & Co
Die gesamte Versklavung von Arbeitnehmern (China, Osteuropa, die sog.
EU) mit ihren sog. Freihandelsabkommen, etc. ist nicht von Gott auf die
Erde geworfen, sondern von der Politik so gestaltet worden.
Die Politiker wissen sogar was sie tun, denn nach Vollendung jener
Tätigkeit lassen sie sich bis zur Bahre vom steuerpflichten
Arbeitnehmer mit Kost und Logis aushalten - sie ahnen selber, dass sie
in ihrer selber entwickelten Gesellschaftsform keinen müden Euro
mehr mit eigenen Händen erwirtschaften würden/könnten.
Amazon hat sich nichts zu Schulden kommen lassen
Der Leiharbeiter zahlt nicht drauf sondern er bekommt Lohn!
Bei Amazon sogar über Tarif und über dem Mindestlohn.
Amazon zahlt dafür mindestens 30% mehr an die Zeitarbeitsfirmene
als der Arbeitnehmer erhält
zzgl kostenfreier Übernachtung und 2 Mahlzeiten am Tag.
Ein Leiharbeiter ist also für Amazon nicht günstiger als ein
fest Angestellter.
Im Gegenteil: Die Kosten für Unterbringung Verpflegung und
Transport kommen noch dazu!
Wie sonst sollen ausländische Zeitrarbeiter auch untergebracht werden?
Dafür sind nun mal nur die Hotels und Ferienanlagen in der
Nähe der Amazon Standorte geeignet.
Der Vorteil für Amazon ergibt sich lediglich aus der schnellen
Rekrutierung und dem vereinfachten Handling der Arbeitsunterlagen sowie Anmeldeprozeduren.
Die Alternative wäre, das Amazon ins Ausland geht und die Leute
dort für weniger Geld arbeiten.
In weniger als 48 Std. kommt das Paket aus China
am Flughafen an....aber: Der Transport ist deutlich teurer und obendrein
kommen noch - falls der Zoll merkt, dass der deklarierte Warenwert auf
der Begleitrechnung nicht annähernd dem Handelswert entspricht -
nochmal 19% EUSt. und eventuell Zoll.
Nein, die Gefahr, dass amazon alles zukünftig aus Indien oder China
versendet, ist ziemlich überschaubar.
Eher würde es sich vielleicht ein kleines bisschen lohnen, das
Distributionszentrum in irgendein üppig subventioniertes
osteuropäisches EU-Zonenrandgebiet zu verlegen, dort die
Arbeitssklaven in Gulags zu halten und die gestiegenen Transportkosten
nach Westeuropa so zu kompensieren.
Aber: Lassen Sie sich nicht täuschen, dieser Markt in Deutschland
mit seinen 80 Millionen Konsumenten ist viel zu groß, als dass
sämtliche Produktion und Dienstleistung einen Bogen drumrum machen
könnte, um noch ein paar cent zu sparen.
@Peter Roth
ganz einfach..weil Amazon die Pakete nicht transportiert sondern nur zusammenstellt.
Außerdem geht es doch darum das die ausländischen Mitarbeiter
ja irgendwo untergebracht werden müssen wenn sie nach Deutschland
kommen um für Amazon zu arbeiten.
Amazon kann schlecht zu seinen ausländischen Zeitarbeitern kommen.
Die Transportwege sind heute nicht mehr das Problem.
Ein Paket aus China erhält man mit Luftfracht innerhalb von 48 Stunden.
Sobald der Markt in Osteuropa groß genug ist wird Amazon auch dort
Logistikzentren eröffnen.
Dann wird man Stück für Stück weniger hier verpacken wenn
es zu kostspielig wird.
@ Amazon
Wie könnte den Amazon ins Ausland gehen, wenn in Deutschland Pakete ausgeliefert werden müssen ? Amazon baut nicht aus Solidarität zum Absatzmarkt Logistikzentren auf, sondern aus schlichter Notwendigkeit.
zalando, redcoon, zimbo, mediamarkt, bürgel...ob deutscher oder ausländer, erpressbar mit arbeit - gewinnmehrend durch unterbezahlung und kostenfreie überstunden, schon ärgerlich, wenn man am ende der nahrungskette steht
Die ARD hat eine berührende Reportage über Gebührenzahler gemacht die nur Radio hören wollen
aber dazu gezwungen werden Fernsehanstalten zu finanzieren.
Sorry, der Fehlerteufel hat wieder(wie so oft bei mit)zugeschlagen.
Es muß heißen:
Die ARD hat keine .......
Die Frage, die ich mir stelle ...
Ist es denn bei den anderen Konzernen besser?
Amazon meiden, mehr Geld bezahlen und damit dem nächsten
Unterdrücker mehr Geld in den Rachen schieben? Das bringt doch
nicht viel.
Hier muss die EU-Politik gegensteuern. Aber gerade die profitiert ja von
diesem System. Der Wanderarbeiter aus Italien verdient in Deutschland
mehr als zu Hause und die Bedingungen sind ihm auch bekannt.
Gleichzeitig verdrängt er die Deutschen, die sich solche
Bedingungen häufig nicht gefallen lassen, vom Arbeitsmarkt.
Das ist also die EU - vielen Dank. Ich bin ja für Förderung
der Wirtschaft, aber nicht so und vor allem nicht so, dass es
Deutschland gar nichts bringt.
Naiv UND Dumm!
"Die von dem System ausgestossenen Menschen darf dann der deutsche
Staat dann auffangen."
Das System IST der Deutsche Staat und nicht Amazon. Das politische
System Deutschlands hat die Ausbeutung und Versklavung von Millionen
Menschen erst möglich gemacht.
Und es wird erbarmungslos ausgenützt! Von einer Industrie, die alle
Nase lang neue Erfolgsberichte über Steigerung Ihrer Gewinne heraus
trötet.
Amazon gehört noch zu den Besten der Großbetriebe bzw.
Unternehmen, die tatsächlich etwas auch für ihre Leih- und
Zeitarbeiter tun und sie nicht unanständig behandelt, so wie das
etwa in der Autoindustrie passiert.
Hinzu kommt, daß Amazon noch den Begriff "Kundendienst"
als Dienst am Kunden begreift, was man von "Ich bin doch nicht
blöd" Unternehmen wirklich nicht sagen kann.
Die Frage ist: Was wollen wir?
Wollen wir ausgestorbene Innenstädte und Stadtteile, ohne Geschäfte? Dann weiter munter im Versandhandel kaufen. Wollen wir lebenswerte Innenstädte und Stadtteile erhalten, in denen auch ältere Menschen eine fussläufige Versorgung finden, dann müssen wir die lokalen Anbieter stützen. Das hat auch den Vorteil, dass der Verkäufer, dem ich in die Augen schauen kann, sich mehr um Seriosität bemüht als der anonyme Versandhändler. Der noch dazu kaum Steuern in Deutschland zahlt: Ich habe mein amazon-Kundenkonto gelöscht.
Die Frage ist falsch gestellt:
Niemand muss bei Amazon oder anderen Konzernen irgendetwas bestellen. Bücher gibt es im Buchhandel vor Ort und den anderen Mist in Fachgeschäften oder man kauft ihn erst garnicht.
Naiv oder nur dumm?
Zitat: "Amazon meiden, mehr Geld bezahlen und damit dem
nächsten Unterdrücker mehr Geld in den Rachen schieben? Das
bringt doch nicht viel."
Mit jedem Auftrag den Sie bei Amazon platzieren fördern Sie das
System. Was soll das Gejammere "Das bringt doch nicht viel".
Das ist nichts anderes als eine dumme Entschuldigung für die
Förderung des Systems Amazon!
Die von dem System ausgestossenen Menschen darf dann der deutsche Staat
dann auffangen.
Der Wanderarbeiter aus Italien
aus Spanien, kennt die Bedingungen die in Deutschland herrschen oft
nicht, und dass diese dann mit Billiglöhnen mehr als Zuhause
verdienen ist wohl ein Gerücht.
Die Wanderarbeiter aus Rumanien, Bulgarien kommen nach Italien, die
Italien wandern nach dem Norden....tolle europäische Welt
MADE IN CHINA >>>>>>>>>>> AMAZON
Selbst wenn ein Teil dieses Berichtes vielleicht überzeichnet ist,
so ist doch die Frage zu stellen, könnte sich das ein "kleiner
Mittelständler" leisten, was hier abgeht? Die Gewerkschaften
wie auch die Politiker sind hier gefordert und dafür zu sorgen,
dass diese Mißstände umgehend abgebaut werden. Aber diese
Gewerkschaftsbonzen wie auch die Politiker rührt das nicht!!!
Hat man Angst vor den "Amis"? Auch für diese
"Gangster" gilt deutsches/europ. Recht!
ich bin echt enttäuscht von Amazon!
Ich bin sicherlich gern ein Käufer von Amazonprodukten, nur der gestrige ARD Bericht war erschütternd. Saisonarbeiter beschafft man sich vom Ausland, da die hiesigen nicht mehr unter diesen Bedingungen arbeiten möchten(ist auch kein Wunder). Wenn man schon nicht das gelbe vom Ei bezahlt, soll man doch zumindest angenehme Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter schaffen. Die H.E.S.S. Security ist der Hammer. Die Saisonarbeiter haben nicht mal in Ihrer Freizeit vor denen Ruhe, wühlen einfach in deren privaten Sachen in den angemieteten Bungalows herum ohne jegliche Zustimmung und bedrohen diese dann noch wenn Sie nicht das machen was man Ihnen sage. Den gesamten Tagesablauf eines Saisonarbeiters kann man sorry wenn ich das sage schon fast mit einem Zwangsarbeiter im 3. Reich vergleichen. Es gibt nur minimale Unterschiede.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 17:45 UhrIhre Enttäuschung in allen Ehren,
und eigentlich stimme ich Ihnen weitgehend zu.
Ihre Kenntnisse der Zwangsarbeit im 3. Reich sind aber mangelhaft.
Ich hatte mal zur Not einen Job als Einkaufscentermanager...
...nachdem ich arbeitslos wurde, mit den üblichen Verdächtigen als Mieter, die in fast allen Konsumtempeln zu finden sind. Da sind mir die Schuppen von den Augen gefallen! Im Bereich der Haustechnik/meisterei, des Reinigungspersonals und bei den Angestellten der beiden Hauptmieter herrschten Verhältnisse, die ich im 19. Jahrhundert vermutet hätte! Es waren nicht nur die Bedingungen der Arbeit die mich schockierten, sondern die Mentalität der Firmen. Eine aggressive Kultur des Misstrauens, Kontrolle, der Übervorteilung und Bevormundung dieser armen Schweine! Unvergessen die Einstellung einer Toilettenaufsicht: Der Betreiber wollte hierfür keinen Cent zahlen. Die Dame aus Ghana machte es für Lau und "lebte" ausschliesslich vom Trinkgeld der Kunden. Ca. 50 Euro p. Tag. Der Tag wohlgemerkt von 08:00 - 20:00h. Davon zahlte sie auch die Putzmittel! Widerlich diese "Geiz ist geil" Kultur! Aber ich bin halt nur vehätscheltes Produkt des mitteleuropäischen Bildungsbürgertums.
Bitte ordentlich recherchieren statt düster daherzuraunen
„Berührend“, „atmosphärisch dicht“,
„guter Journalismus“ , „Einschüchterung“,
„Misstrauen“, „Ausgeliefert!“,
„Chinesische Verhältnisse“.
Herr Lübberding hat grosse Worte für uns aufgeschrieben.
Tatsachen, die seine bedeutungsschweren Beurteilungen rechtfertigen,
bleiben uns jedoch verborgen.
Nüchterne Zusammenfassung: Zwei Leute bekommen zwangseingetriebenes
GEZ-Geld für einen aufwendigen Bericht über Silvinas
Eindrücke und Gefühle. Beim Filmen erfahren sie von Leuten,
die Rechtsradikale mögen. Silvinas Arbeitgeber kennt die deutsche
Arbeitsgesetzgebung: entweder unbefristete Luxusverträge für
Arbeitsplatzbesitzer oder befristete Knechtschaft. Jetzt gruseln sich
Arbeitsplatzbesitzer und Betriebsratsprivilegierte über Herrn
Lübberdings atmosphärisch dicht munkelnden Text.
Wurde Silvinas Vertrag nicht eingehalten? Wie hat man sie
eingeschüchert ausser mit der Hausordnung? Bitte recherchieren
statt düster daherzuraunen. Am Reichstag wurden 10 Mark/h bezahlt.
Besser als in der Ukraine!
Weder "nüchtern" noch eine Zusammenfassung...
Hier das öffensichtlichste Beispiel gegen genannte "Nüchternheit":
"Zwei Leute bekommen zwangseingetriebenes GEZ-Geld für einen
aufwendigen Bericht über Silvinas Eindrücke und
Gefühle" (Nadie Nessuno) nüchtern? nein!
Und was bitte ist die "Hausordnung"?
"Wie hat man sie eingeschüchert ausser mit der
Hausordnung?" (Nadie Nessuno)
Zudem: Reicht es denn nicht, wenn das, was du in meinen Augen als
"Hausordnung" bezeichnest, eigentlich systematische
Überwachung und Kontrolle (=Einschüchterung) von (evtl.)
rechtsradikalem Securitypersonal heißt? Oder wieso schreibst du
"... ausser mit der Hausordnung" ?
Ich will mich auch nicht weiter über solche Lapalien (die leider
deinen ganzen Kommentar ausmachen) auslassen, denn diese (dieser) lenken
nur von der offensichtlichen Problematik ab, die jene ARD-Reportage
versucht hat zu beleuchten - Stichwort: unvertretbare Arbeits- bzw.
"Freizeitzustände" der Leiharbeiter.
Über Feinheiten einer Doku kann man sich übrigens immer streiten...
Amazon ist doch nur ein Beispiel
für inzwischen massenweise verbreitetes skrupelloses Verhalten aller möglichen Firmen. Der Betrug nicht nur von Mitarbeitern, sondern auch von Kunden ist heute vollkommen normal. Die ganze Zeitarbeit ist ein extrem missbrauchtes Mittel zur ungehemmten Ausbeutung der Menschen. Mittel zur Wiedereingliederung? Lächerlich, wer das noch glaubt oder den Menschen einreden will. Wann wacht die Politik endlich auf, und begreift, daß inzwischen ungehemmter Kapitalismus das Sagen hat? Übrigens: ich habe in den 70-ern BWL studiert, meist schwarz-gelb gewählt und hätte mir eine solche Entwicklung bis vor 10 Jahren im Traum für Deutschland nicht vorstellen können. Ich bin eigentlich fassungslos: Was bleibt eigentlich noch als die Linke? Die letzten beiden Reden von S. Wagenknecht im BT waren die einzige klare Äußerung zu diesem Thema.
"berührende Reportage" - aber leider auch nicht mehr
Die Preise bei amazon sind nicht anders, als im örtlichen
Fachhandel auch. Das gilt gerade für den Buchhandel mit seiner
Preisbindung. Wer bei amazon kauft, hat also andere Gründe, z.B.:
Was ich heute bei amazon kaufe, habe ich morgen im Briefkasten - zum
Buchhändler muß ich erst gegen Anzahlung bestellen,
später abholen - das kostet mich 3 Stunden + Parkgebühren. Was
nicht passt, kann ich bei amazon problemlos umtauschen - der
örtliche Händler gibt mir allenfalls nach endlosem Lamento
einen Gutschein. Erfahrungsberichte von amazon-Kunden schützen mich
vor Fehlkäufen - der "Fach-"Händler in der City
liest mir als Beratungsleistung die Produktbeschreibung auf dem Karton
vor.
Bei amazon muß ich nicht arbeiten. Der örtliche
Buchhändler bietet mir allenfalls einen 400-Euro-Job für die
Weihnachtszeit an. Ja, ich möchte auch bei ARD und ZDF
festangestellt sein und viel Zeit für "berührende"
Reportagen haben.
Herr Schraube,
Ihr Beitrag stößt mich regelrecht ab. Sie reden nur von sich
selbst, Ihren Bedürfnissen und machen dabei deutlich, dass die
Mitarbeiter solcher Firmen und die in der Reportage dagestellten
Umgangsweisen mit Leiharbeitern Ihnen schlicht schnurz sind.
"Sie" müssen ja nicht bei Amazon arbeiten, wie Sie auch
noch selbstgerecht bekunden. Herzlichen Glückwunsch!
Daß ein solcher absolut ignoranter Beitrag auch noch so viele
Empfehlungen bekommt, läßt mich fast verzweifeln.
Andererseits, irgendwo her müssen ja die ganzen Stimmen für
diese famose Kanzlerin kommen. Eine Kanzlerin, die genau wie Sie, Herr
Schraube, von solchen Dingen einfach nichts wissen will. Und damit den
deutschen Michel scheinbar fest in der Hand hat.
Es geht zügig bergab, und das mit der besten Regierung aller Zeiten:
Kohl war selbstgerecht und stur. Schöder war eitel und eine Null.
Merkel ist nicht eitel, aber die größte Null in der
Geschichte der BR Deutschland.
Henne und Ei
Fragen Sie sich doch bitte mal, warum Sie der Kauf beim örtlichen Händler 3 Stunden + Parkgebühren kostet. Weil die kleinen lokalen Buchhandlungen aussterben, auch wegen Anbietern wie amazon !!! Die noch dazu in Deutschland kaum Steuern zahlen Wenn ich ein Buch kaufen möchte, bestelle ich es per email beim lokalen Buchhändler. Meist kann ich es am nächsten Tag abholen. Ich brauche nichts anzuzahlen. Und da, wo ich Zweifel habe, ob das Buch mir gefällt, kann ich sogar eine kostenfreie Ansicht vereinbaren. Und, nebenbei bemerkt, ich gehe zu Fuß hin oder fahre mit dem Rad. Was Ihnen vielleicht nicht möglich ist, weil in Ihrer Wohngegend die lokalen kleinen Buchhändler schon von amazon & Co kaputt gemacht wurden...
immer derselbe relativierende Reflex: die anderen sind aber auch böse, besonders die Politik!
Es ist nicht gut, die Verhältnisse bei Amazon schön zu reden, indem man auf die Leiharbeit insgesamt oder die bösen Politiker, die einen "flexiblen" Arbeitsmarkt eingerichtet haben, verweist. Amazon ist nicht eine amorphe Masse, die sich in Gesetzeslücken schiebt wie der Kitt in die Mauerfugen, und dessen Verhalten deshalb entschuldigt wäre. Bei Amazon sitzen Menschen im Management, die mit vollem Wissen um die Tragweite ihres Tuns Beschlüsse fassen, und diese Beschlüsse müssen keineswegs den maximalen Profit als einziges Kriterium haben. Das sollte man vor dem Einkauf bei Amazon überlegen. Und im übrigen: man bekommt in einer Buchhandlung jedes Buch.
Widerspruch! (Vollständiger Text)
Schlechte Behandlung von Mitarbeitern bleibt verwerflich. Das verurteile
ich grundsätzlich.
Wenn man davon absehen kann (und ich bin sicher, dass die
Marktwirtschaft davon abzusehen pflegt), so ist das Geschäftsmodell
von Amazon allerdings überzeugend. Ich werde mir nicht die Zeiten
zurückwünschen, da man in sehr schlecht sortierten
Buchhandlungen vergeblich nach dem passenden wissenschaftlichen Fachbuch
gesucht hat. Weder in Tübingen, Heidelberg (ein Professor hat
jüngst in der FAZ über verschwundene Buchhandlungen
verklärend gejammert), Freiburg, Frankfurt oder Hamburg konnten die
(wissenschaftlichen) Buchhandlungen etwa mit den Londoner Buchhandlungen
mithalten. Amazon hat diese mangelhafte Versorgung für den Nutzer
entscheidend verbessert (dieser kann als zweiter Nutznießer nach
Amazon ruhig genannt werden). Die Bücher werden ins Haus geliefert
und bei Verlust oder Versehen wird unkompliziert das Geld erstattet. Man
hat eine einmalige Gelegenheit, auch in den Büchern zu blättern,
Es geht hier doch nicht um ein Geschäftsmodell...
... sondern um die (Arbeits-) Bedingungen die es evoziert - zumindest in
diesem Artikel und der darin beschriebenen Reportage.
Wer wird sich denn beschweren, wenn er/sie alles auf einer Seite findet
und noch dazu vor die Haustüre geliefert bekommt? Niemand. Andere
zahlen dafür aber den Preis, den diese, unsere Bequemlichkeit
kostet - sehr vereinfacht, ich weiß. Es geht mir hier aber eher um
die Themaverfehlung, die bezüglich dieses Themas heute schon in
diversen Foren sehr leichtfertig begangen wurde...
Ich kann noch nicht den Abscheu gegenüber Amazon, den viele an den Tag legen, teilen
Ich kenne andere Portale, bin auch bei einigen Kunde. Nach meiner
Erfahrung hat Amazon den Vorteil, dass man überall einkaufen kann
(Spanien, USA, England, Frankreich, Italien), ohne jedesmal ein neues
Konto zu eröffnen. Bei Verlust oder falscher Ware ist es
unkompliziert, den Schaden zu beheben.
Ich nutze diese Gelegenheit, meinen zweimal verstümmelten Text zu ergänzen:
...Man hat eine einmalige Gelegenheit, auch in den Büchern zu
blättern, was früher nicht möglich war, wenn das Buch
(wie meist) nicht vorrätig war. Die Beschaffung aus dem Ausland war
überteuert und zog wochenlanges Warten nach sich. Solche
Erfahrungen im Buchhandel waren ärgerlich.
Ich wünsche mir natürlich, dass dieses Modell auch die
Mitarbeiter zufriedenstellt. Dann hat es eine glänzende Zukunft!
Amazon als einziger Online-Buchhändler?
Mag ja sein, daß klassiche Buchhandlungen einen schweren Stand haben. Mag auch sein, daß einige (was es in jeder Branche geben dürfte) den Zug der Zeit verpasst haben. Aber es gibt seit Jahren genug Alternativen um Bücher online zu bestellen - über unzähliche Buchhandlungsseiten oder schlicht über libri.de (jetzt ebook.de, und nein, ich arbeite nicht dort). Aber irgendwie hält sich vielerorts hartnäckig die Ansicht, Bücher gäbe es nur noch im Laden oder bei Amazon. Zeigt, wie geschickt deren Marketing ist - aber immer noch kein Grund, derartige Mißstände (mal vorsichtig ausgedrückt) zu billigen oder weiter mit Käufen zu unterstützen.
Was lieferbar ist, können computergestützte Büchereien auch liefern! Zum gleichen Preis!
Gebrauchte Bücher (kauft man nicht, ich meine, die ohne
Ledereinband und Goldprägung) werden über ca. 1.000 getrennte
Websides vertrieben.
Der spezifsiche Vorteil von amazon liegt eventuell bei Bücher neben
CD's, neben dütt un' datt! Mehr nicht!
Das ist für mich zu wenig, um derartige Zustände zu
tolerieren!
Wer der ARD hier eine scheinheilige Systemkritik unterjubeln
möchte, mit der Begründung dass es die Zeitarbeit ja schon
lange gibt und wir auch nicht spanischen Gastarbeitern Luxusvillen
finanzieren wollen, der möge doch bitte zuerst mal diese besagte
Reportage anschauen!!!
Was mich gestern abend wirklich schockiert hat war nicht Leiharbeit als
solche. Über die erregt sich mein Gemüt schon lange, da ich
noch vor einigen Jahren selbst in diesem System dienen durfte.
Die wirklich üble Sache war dieses Gesamtklima dieses Lagers mit
seinen Wachhunden. Was noch gefehlt hatte waren die altbekannten
"ARBEIT MACHT FREI" Banner. Ich dachte so etwas hätten
wir hinter uns.