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FAZ.NET-Frühkritik: „hart aber fair“ Nur rumgeeiert

 ·  Wer den Fußball vor seinen Fans schützt, wollte Frank Plasberg wissen. Für die falsch gestellte Frage hatte er leider auch noch die falsche Mannschaftsaufstellung gewählt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)

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Martin Fettke
Martin Fettke (MF-KO) - 22.05.2012 14:22 Uhr

Kerner - Pocher - Plasberg...

Mein Sohn (22), generationentypisch durchaus medien- und insbesondere TV-affin, kam kurz vor Beginn der Sendung zu mir und sagte: "Da kam gerade der Trailer zu 'Hart aber fair' - stell Dir vor: Plasberg, Kerner und Pocher in einer Talkshow... was soll das denn für ein tiefschürfender Talk werden? Die unterbieten sich doch gegenseitig." - Dem hatte ich nichts hinzuzufügen. Die Sendung gab ihm recht...

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Gregor Keuschnig

Die DFL sollte zahlen

Die 100 Millionen Euro für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen müssten von der DFL bezahlt werden (man kann ja nach einem internen Schlüssel diese Kosten an die Vereine weitergeben). Diese nimmt ja enorme Beträge durch Fernsehrechte ein. Es ist nicht einzusehen, dass sie als Veranstalter keinerlei Verpflichtung einzugehen braucht. Eine Berechnung der Kosten würde die Vereine auch zu nachhaltigen Maßnahmen veranlassen. Auf grobe Keile gehören gelegentlich grobe Klötze (Helmut Schmidt).

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Karl S. Walter

Die Kritik an Plasberg

Die Kritik an der Sendung und der Besetzung ist in jedem Punkt zutreffend. Die Kritik an Plasberg ist viel zu milde. Nicht nur, dass der ohnehin überschätzte Moderator offenbar Fußball - wenn überhaupt - nur aus den Medien kennt, also nicht die geringste Ahnung hatte, worüber er da eigentlich moderierte: Gefährdung in Stadien muss man mal selbst erlebt haben.

Diese Ahnungslosigkeit scheint bei seiner gesamten Redaktion zu herrschen. Bei Plasberg kommt hinzu, dass er außerdem persönlich beschämend schlecht vorbereitet war. Oder beratungsresistent wie ein Röttchen. Diese Sendung hat der eitle Moderator jedenfalls so krachend verloren wie sein Vorbild die Wahl.

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Otto Meier

Super Artikel, dem nichts hinzuzufügen ist - in jeder Hinsicht.

Besonders erfreulich finde ich, daß es noch "Schreiberlinge" mit Sprachkompetenz gibt.

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Gerd Möller
Gerd Möller (GMNW) - 22.05.2012 12:06 Uhr

"Fußballexperte"

Nachdem sogar ein Herr Pocher von der ARD als "Fußballexperte" und Teilnehmer der Talkshow vorgestellt worden ist, habe ich den Fernseher ausgeschaltet und habe bestimmt nichts versäumt!
Übrigens, der BMI und die Länderinnenministerien sollten endlich eine sehr deutliche Aufwandsentschädigung, etc für den immer größer werdenden Polizeieinsatz vom DFB / den Vereinen fordern.
Die am Wochenende eingesetzten Massen von Polizeibeamten sind in der Folgewoche entweder krank geschrieben oder bauen Überstunden ab und fehlen so für ihre originären Aufgaben zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger!
Grundsätzlich fehlt mir auch eine kritische Betrachtung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten auf die immer mehr werdende aggressive Art und Weise der Ankündigungen und Übertragungen von Fußballspielen -Zusammenschnitte, Musik, "Interviews", "Kommentare", etc -, die gerade bildungsschwache "Fans" in deren Verhalten beieinflussen!
Gute Nacht Deutschland!

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Richard Carstens

Risiken und Nebenwirkungen

So wie es momentan aussieht, sind die Vereine und DFB nicht in der Lage, Pyrotechnik mittels Überwachung und Kontrollen aus den Stadien zu verbannen. Ob und was da noch möglich ist, darauf möchte ich nicht eingehen, da es teilweise Spekulation ist (gerade was die Wirksamkeit diverser Maßnahmen angeht: z.B. könnten verbesserte Videoüberwachungen u.U. nur kleine Erfolge bringen, da sich die betreffenden Personen vermummen). Wenn ich nun Leute im Stadion habe, die Pyrotechnik zünden und ich greife mit Hilfe der Polizei und den Ordnungskräften durch, würde sich eine Eskalation der Situation kaum vermeiden lassen, da ein starker Solidarisirungseffekt unter den restlichen Fans auftreten würde. Wenn die Leute, die Pyrotechnik abbrennen wollen, damit rechnen müssen, dass sofort eingegriffen wird, werden die sich möglichst in der Menge platzieren und nicht am Rand der Kurve/ Tribüne, wo das Abbrennen nicht ganz so gefährlich wäre. Fazit: blinder Aktionismus würde die Situation nur verschlimmern

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Karl Klotz
Karl Klotz (KAUZER) - 22.05.2012 11:42 Uhr

@ Herrn Wehner

Populistischer, als das, was Herr Kerner da mit seinem Bengalo-Experiment zeigen wollte, geht's jawohl nicht. Er sprach im Vorfeld von Würfen mit den Bengalos. Und dann dauert es 5 Sekunden - in Worten fünf -, bis die Kleidung Feuer fängt. Sind in Stadien neuerdings die Gesetze der Schwerkraft hinfällig? Seit wann schweben Gegenstände 5 Sekunden in der Luft? Und ein Fan würde in seinem Block wohl kaum ein Bengalo auf seinen Nebenmann richten. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass dies rivalisierenden Fan-Gruppierungen drohen könnte. Man sollte mMn auf die Fans zugehen und ihnen ein kontrolliertes Abfackeln vor oder nach dem Spiel erlauben. Mit Sandeimern, Feuerwehrleuten und Registrierung der Fans, die da gerade zündeln. In Österreich klappt die Methode ganz gut...und ein Nebeneffekt wäre: das Interesse an Feuerwerk im Stadion lässt schneller nach, als sie "sogenannte Fans machen den Fußball kaputt" sagen könnten!!!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 11:10 Uhr
Karl Klotz
Karl Klotz (KAUZER) - 23.05.2012 11:10 Uhr

@ Herrn Löhr

Ich habe nie in Frage gestellt, dass Bengalos gefährlich sind. Und um dem ewigen Verbieten, dass in unserem Lande immer mehr Überhand nimmt und Sie und mich in unserer Freiheit immer mehr einschränkt, zuvorzukommen, biete ich einen Lösungsvorschlag.

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Karl Klotz
Karl Klotz (KAUZER) - 23.05.2012 11:01 Uhr

Sippenhaft bei anderer Meinung?

Herr Walter, das soll darauf hinaus, dass man Kompromisse schließt. In dieser Saison hat die DFL mit den Ultragruppierungen verhandelt, ob man einen Kompromiss findet. In dieser Zeit haben alle Ultras (!!!) das Abbrennen von Pyros im Stadion eingestellt. Doch auf einmal bricht die DFL die Verhandlungen ab. Die Ultras fühlten sich vor den Kopf gestoßen und gaben als Devise aus, jetzt keine Rücksicht mehr zu nehmen (siehe Köln, Düsseldorf, Hertha). Ob das das richtige Verhalten ist, sei dahingestellt. Aber etwas mehr Kompromissbereitschaft täte dem ganzen Thema gut. Die Ultras wollen in den Verein eingebunden werden. Immerhin opfern sie für Choreos und soziales Engagement rund um den Verein viel, viel Zeit.
Verharmlosen sollte man das Thema auf keinen Fall und das ist auch nicht meine Absicht. Ich finde aber, dass das Thema viel zu überhitzt diskutiert wird und fast jeder mit der von dem Großteil der Medien oktruyierten Meinung in die Debatte geht, anstatt sich eine Meinung zu bilden!

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Karl S. Walter

Leser kommentieren, Karl Klotz (ver)antwortet

Es erschließt sich mir nicht, worauf das hinaus soll, Herr Klotz. Kontrolliertes Abfackeln nach dem Spiel - raten Sie mal, wohin sich die Pyros tippen, wenn sie das lesen.

Mit solchen Kommentaren tragen Sie zur Verharmlosung der Situation bei wie die missglückte Plasberg-Sendung. Sollte es mal Tote geben bei diesen Ultra-Belustigungen, müssen sich die Verharmloser nach ihrer Mitverantwortung fragen lassen. Was (ver)antwortet Karl Klotz dann?

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Bernd Löhr
Bernd Löhr (tholomaz) - 22.05.2012 12:29 Uhr

Heuto Bengalos, Morgen ein anderer Nervtöter

Wie wärs mit einem Bengalo 1 Sekunde in ihrem Gesicht oder Haar? Wohl bekomm's.

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Karl Klotz
Karl Klotz (KAUZER) - 22.05.2012 11:35 Uhr

@ Herrn Storm

Herr Storm, ein etwas diffenrenzierterer Umgang mit dem Thema ist, glaube ich, angebracht.
Klar ist: Man muss gegen Gewalttäter polizeilich vorgehen. Aber sollen dafür jegliche Mittel eingesetzt werden, wie etwa eine unrechtsstaatliche "Kartei Gewalttäter Sport" (siehe Wikipedia)? In ihr werden "auffällige" Fans ohne Info aufgenommen und stigamtisiert. In ihr stehen bestimmt auch zu Recht Hooligans und Ultras, aber auch vollkommen unbeteiligte Fans. Bei der Meisterfeier 2011 in Dortmund wurde neben mir ein Rauchtopf abgefackelt von Fans, die ich im Leben noch nicht gesehen hab. Als nächstes fand ich mich neben einem Mannschaftswagen der Polizei wieder, wo meine Personalien aufgenommen wurden. Das Ermittlungsverfahren gegen mich wurde eingestellt, weil ich nichts mit dem Vorgang zu tun hatte. Trotzdem stehe ich nun in dieser Kartei. Und der Weg zur Löschung daraus ist beschwerlich und langwierig. Ein Riesenwitz, oder etwa nicht, Herr Storm?! So viel zu Zero Tolerance.

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Mario Bartelt

Nur rumgeeiert

Als erste muss ich leider verbessern, dass es sich bei dem einen Teilnehmer nicht um einen Fanbeauftragten, sondern um den Leiter des Fanprojekts handelte. Leider liegen das meilenweite Unterschiede in der Aufgabe beider Funktionen.

Ansonten empfinde ich den Titel " Nur rumgeeiert " als Kompliment für die Inhalte der Gespräche.

Ich kann nur den Ratschlag geben, wirklich Personen einzuladen, die sich mit der Thematik auskennen. Alleine der Umstand ständig irgendwelche Gewerkschaftler zu Wort kommen zu lassen, die seit Jahren nicht auf der Straße ihren Dienst versehen haben und wie auch in diesem Fall von " Tuten und Blasen " keine Ahnung haben, regt mich maßlos auf. In so eine Sendung gehören eventuell, Sicherheitsbeauftragte der Vereine, sowie deren Fanbetreuer. Teilnehmende Polizeibeamte sollten Szenekundige Beamte sein, die wenigstens jedes Wochenende erleben, was es bedeutet an so einem Einsatz beteiligt zu sein.

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Jürgen Klonpries

Ein etwas hartes Urteil

Ich sah gestern abend die Sendung und empfand die Debattanten zwar als teils fehlbesetzt, aber keineswegs so negativ wie Körte das hier schildert. Der Eiferer Kerner war aber in jedem Fall eine Nervensäge.

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Manfred Wehner

Das Bengalo Experiment

hat überzeugend die Gefährlichkeit gezeigt. Daraus ergibt sich, dass die Zündler fahrlässig gefährliche Körperverletzung billigend in Kauf nehmen. In dem Sinne sind überführte Täter abzuurteilen. Stadionverbote und Ordnungsstrafen sind wohl kaum geeignete Maßnahmen.

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Gerhard Storm

Null-Toleranz bei Straftätern

Wer Leib und Leben anderer gefährdet, muß an Ort u. Stelle von der Polizei festgenommen u. der Gerichtsbarkeit zugeführt werden.

Viele €-Mio werden alljährlich für Polizeieinsätze im Gefolge unverantwortlicher Chaoten in Fußballstadien ausgegeben.

Dennoch funktioniert das Lustspiel der Chaoten auch im Beisein der Polizei u. der Vereinsordner reibungslos.

Zu bedauern sind die vielen verletzten Opfer der Straftäter.

In der Plasberg-Sendung fielen soviel unsinnige, ja verharmlosende Äußerungen, dass die Sendung besser nicht ausgestrahlt worden wäre.

Die, die etwas zu sagen gehabt hätten, sagten nichts, die Verharmloser hatten durchwegs Oberwasser.

Die hohen Risiken durch ungehemmte u. von niemand gebremste Chaoten, bewaffnet mit Bengalos u. anderen Instrumenten, bewirken, dass man solchen Veranstaltungen besser fernbleibt.

Und zwar solange, bis die Zuschauer von Vereinen u. Polizei endlich wirksam geschützt werden. Mit der Strategie der Null-Toleranz!

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Jahrgang 1958, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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