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FAZ.NET Frühkritik „Günther Jauch“ Blick vorbei am Abgrund

 ·  Die Morde der NSU drohen das Vertrauen in den Staat zu zerstören. Bundesinnenminister Friedrich änderte daran bei Jauch nichts.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (88)

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Ralf Vormbaum

Abstruse Verschwörungstheorien

Da wird hier doch tatsächlich von einigen FAZ Lesern behauptet, der deutsche Geheimdienst wolle unbescholtenen Bürgern mit nationaler Gesinnung Taten der türkischen Drogenmafia anhängen und habe dafür offenbar sogar gemordet. Warum dann über Jahre hinweg nicht einmal ernsthaft in die Richtung rechtsextremistischer Hintergrund ermittelt wurde und stattdessen 14.000 Telefonate des Opferumfeldes mit der Türkei abgehört wurden, bleibt ein Mirakel. Die These, der Verfassungsschutz und die Kripo seien von der türkischen Mafia infiltriert, ja gesteuert, ist derart abstrus, dass man sich wirklich nur noch wundern kann, wie Menschen mit Verstand so einen Unsinn von sich geben können. Auch die viel gebrauchte Vermutung, rechtsradikale Terroristen hätten sich doch relevantere Opfer als Gemüsehändler ausgesucht, lässt einen staunen. Standen etwa die Opfer des rechtsextremen Norwegers Breivik im politischen Rampenlicht oder waren Wirtschaftsführer? Nein, das waren normale Jugendliche.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.10.2012 11:16 Uhr
Ralf Vormbaum

Herr Rohlfs!

Sie schreiben: "und die ziemlich abstruse Verschwörungstheorie, die uns seit Monaten präsentiert wird, sollen wir einfach glauben."

Ich brauche doch in Ihre Aussage nichts hineinzudeuten, Sie ist deutlich:

1) Die 9 Morde gehen nicht auf das Konto von Rechtsradikalen
2) Es gibt eine staatliche Verschwörung, die von der Kripo und dem Verfassungsschutz im Nachhinein gedeckt wird, um den mafiösen Tathintergrund gegenüber der Öffentlichkeit zu verschleiern

Könnten Sie bitte einen einzigen nachvollziehbaren Grund nennen, welches Interesse staatliche Stellen an einer solchen Täuschung der Öffentlichkeit haben sollten? Und warum ermittelte man über Jahre hinweg in eine andere Richtung? Und wie ließe sich ein solches breit angelegtes Komplott des Staates vor den Medien geheim halten? Und woraus erklärt sich das abrupte Ende der Mordserie.

Man muss nicht in Hysterie bezüglich Rechtsextremismus verfallen, darum harmlos ist er jedoch nicht.

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Closed via SSO

Warum haben so viele Rechte unter den Deutschen ein so erbärmliches Selbstbewusstsein?

Und vor allem: Warum nehmen diese Leute auch noch an, dies mit Herablassung und Großmäuligkeit kompensieren zu können?

Offenbar hat Churchill immer noch recht. Die Deutschen hat man zu den Füßen oder an der Gurgel. Ein neurotisches Volk - zu dem ich da gehöre.

Oder um es mit meinem 10-jährigen Sohn zu sagen, der sich neulich bei unserem Lieblingsitaliener nach den überwiegend deutschen Gästen umschaute und dann sagte: "Papa, die Ausländer sind sympathischer als die Deutschen."

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 12:50 Uhr
Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 30.10.2012 12:50 Uhr

Der Sohnemann weiß schon, was der Papa gerne hört

Der sagt nämlich öfter, wenn ihn was nervt: "Mann, das ist mal wieder typisch deutsch!"
So hat Klein-Hänschen schon von früh auf gelernt, dass alles Deutsche total uncool ist.
Er wird dann in einigen Jahren nach Italien ziehen,i eine Italienerin heiraten (was Papa total cool findet) - bis er eines Tages, aber recht spät, dass die Italiener ihn nicht als Ihresgleichen betrachten wollen. "Il tedesco" wird er lebenslang heißen.
Dann kommt die Sehnsucht nach echtem Brot, nach Wintern mit Schnee, doch dann ist es spät für die Einsicht, wer man wirklich ist.
Im Vaterhaus wohnen dann andere.

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Dragan Mayer
Dragan Mayer (asmo-uk) - 29.10.2012 20:51 Uhr

In Germania gilt auf multiplen Ebenen- Rechts hat Vorfahrt

„Rechts erkennen- beachten- und in Talkshows vermarkten“ ist systemrelevant.
Rechte Agitatoren punkten beim Prekariat, besonders bei abgehängten Jugendlichen mit Rockmusic.
Nicht nur das „Celler Loch“ und geschredderte Verfassungsakten-, auch Baader Meinhof, Dutschke- und selbstgefällige multikulturelle Ethno- Cafe- Konsumenten tragen zu Erlöserreligion- Fantasien bei.

Die ARD punktet mit der Frageshow „der Intelligenteste Deutsche“ - und Jauch-RTL-WWM laut Bild mit den „Dümmsten Deutschen (Troschke-Hahn)“.
Aber die ARD ist auf dem besten Weg RTL erfolgreich Konkurrenz zu machen und beginnt mit der Reise nach Jerusalem „Sechs Talksshows-, 4 sind zuviel“ - Jauch & Blassberg sollen bleiben- weil BILD und somit ganz Deutschland stehen hinter ihnen.

Transparente TV-Nachrichten werden immer weniger, siehe ARTE News und Arte Journal, weil- News dürfen nicht zum Nachdenken anregen, siehe Strepp usw.

Fazit- wer ARD/RTL schaut erhält nicht nur bei AXA Prozente.

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Philipp Laurisch

"Friedrich bekommt keine Briefe, wo er wegen seiner Abstammung bedroht wird"

Er kann ja mal den ÖPNV benutzen.
Da läuft man nämlich als "Sch**ß-Deutscher".
So viel zu diesem Teilaspekt des Inlands-Rassismus.

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Ekke Hoffmann

Herr Rademacher,

Hass ist ein schlechter Ratgeber und führt zu Urteilen,Meinungenund Reaktionen, die man ja eigentlich bei den "Gegner" kritisiert. Zuesrt in den Spiegel schauen, in diesem Fall zuerst die eigene Stellungnahme nochmals lesen ....dann eine Nacht schlafen und dann urteilen.

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Frank Rademacher

Man kann der FAZ und Anton Schöttl für den Spiegel, nur dankbar sein!

Anton Schöttl hat für seinen Kommentar 232 Sternchen bekommen (Stand 29.10.2012 16:08). Das spricht Bände. Sind wir nicht alle ein bisschen Nazi?
Nein natürlich nicht. Ein gesunder Nationalismus gepaart mit ein bisschen Rassismus aller Thillo Sarrazin, der unsere südländischen Mitbürger mit Lipizzaner Kulturpferderassen vergleicht, muss doch genehmigt sein. Wo kommen wir da hin?
Pfuii und nochmals Pfuii.

Als Thillo Sarrazin in der Münchener Reithalle sein Buch vorstellte, musste ich meinen ehrenwerten Opa in die Veranstaltung kutschieren. Erschreckend wenn ich da alles getroffen habe. Zwei Vorsitzende Richter, die einer Strafkammer des LG Mü I vorstanden, einen VRiOLG, ebenfalls Strafgericht.
Ich finde, dass gestern bei Jauch, kein übertriebenes Bild davon gezeichnet wurde, das der Rassismus / Rechtsradikalismus in weiten Teilen unserer Bevölkerung in einer verkappten Art und Weise, Anklang finden. Da gibt es nichts zu Beschönigen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.10.2012 11:27 Uhr
Lotta Hermann

wunderbar

vielen Dank für diese Antwort :)

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Lotta Hermann

nur a) und b)

c) Ich bin Weltbürger. Ich mag meine Eltern und auch meine Großeltern, aber nicht weil sie diese Funktion einnehmen, sondern weil sie tolle Menschen sind. Ich sehe einige Aspekte Deutschlands positiv, andere negativ. Nationalstaaten sind aber eh veraltet und überbewertet und gehören auf lange Sicht abgeschafft. Egal ob Deutschland oder Italien. Ich glaube an und kämpfe für das Gute. Gegen wen ist dabei egal.

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Ulrich Hinderer

@ Ulrich Mayer:

Antowrt c): Ich betrachte mich als friedfertigen Menschen und mag andere friedertige Menschen. Was Menschen in Behörden in irgendwelche Ausweisdokumente schreiben, interessiert mich da recht wenig. Ob der friedfertige Mensch Horst, Karl, Carlo, Bernard, Luigi, Harry oder wie auch immer heißt und ob er oder seine Vorfahren in Deutschland Großbritannien, Deutsch-Südwestafrika, Somalia, Frankreich, Kanada oder sonstwo geboren sind und welcher Staat ihn sein eigen nennt, interessiert mich ebenso wenig.

Nur ein friedfertiger Mensch sollte es sein. Er muss nicht einmal mit mir einer Meinung sein, ich bin an abweichenden Meinungen immer interessiert.

Ein nationalistischer, latent rassistischer Mensch kommt allerdings auf Antwort c) eher nicht, weil er sich gar nicht vorstellen kann, dass man einen Menschen nicht an seiner Staatsangehörigkeit - für die man nichts kann, im Guten wie im Schlechten -festmacht. Sondern an seinem individuellen Verhalten. Also ohne Sippenhaft.

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Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 29.10.2012 18:15 Uhr

Stellen Sie sich eine einzige kurze Frage

Wie stehe ich zu meinem Land, meinen Eltern und Großeltern - zu mir selbst?

Antwort a) Ich bin Deutscher und das ist auch gut so. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
Antwort b) Ich wäre eigentlich lieber Italiener und kann auch schon bei Luigi um die Ecke recht gut ein, zwei Sätze sagen, jedenfalls hat er mich neulich gelobt. Dass ich Deutscher bin, finde ich echt schwierig, und eigentlich sollten wir bald von der Erdoberfläche verschwinden, wegen unserer Geschichte und so.

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Frank Rademacher

Man kann der FAZ und Anton Schöttl für den Spiegel, nur dankbar sein!

Da schreibt der Mitkommentator ANTON SCHÖTTL, empörend über den Titel, der Jauchsendung, sowas gäbe es nur in Deutschland. Die Domina Jauch schikaniere unserer Land, mit seinem Masochismus Anton Schöttl habe vor lauter Masochismus, gestern den TV abgeschaltet. Außerdem sei das Thema NSU – Morde inzwischen ausgelutscht, es sei genug darüber berichtet. Wichtiger sei die Aufmerksamkeit jetzt, auf die kriminellen Gewalttaten, türkischer Jugendlicher in Berlin zu richten.

Das die Taten der rassischen NSU-Mörderbande, selbst die der RAF in den Schatten stellt, scheint der Mitkommender völlig zu ignorieren. Wir erinnern uns, das im Zuge der RAF Taten, die halbe Republik in den Ausnahmezustand versetzt wurde. Noch heute, nach fast 30 Jahre, werden noch gigantische Gerichtsverfahren angestrengt.

Aber Anton Schöttl ist wie mein eigner (inzwischen verstorben) Opa. Und der meinte, bis seinem Tod, letztes Jahr, hätten wir damals die Ostfront nicht begonnen, dann hätten wir den Krieg gewonnen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 18:46 Uhr
Günter Platzdasch

NSU-RAF-Vergleich

Um Sie vielleicht doch noch verstehen zu können, Herr Rademacher, bitte ich um Erläuterung Ihrer Behauptung, das die "Taten der rassischen NSU-Mörderbande selbst die der RAF in den Schatten stellt". Denn die Opferzahlen können Sie offensichtlich nicht meinen (bei Rote Armee Fraktion: 34; gezählt nur Todesopfer, schwer- oder lebensgefährlich verletzte Personen nicht mitgezählt). Daß die zu vermissen scheinen, daß "die halbe Republik" in "Ausnahmezustand" versetzt wird, kapiere ich auch nicht - denn den angeblichen Ausnahmezustand der siebziger Jahre gab's während die RAF-Terroristen weiter agierten; daß der NSU nach bekanntwerden am 4. November 2011 noch existiere und mithin als gegenwärtige Gefahr bekämpft werden müsse, das habe ich noch nicht vernommen. Interessant finde ich die historische Kostümierung rechts (National-Sozialismus) wie links (Rote Armee) - eine deutsche Marotte!?

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Michael Leh

längst alles aufgeklärt

Der Autor schreibt: "Oder in Kassel sitzt ein Beamter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz am Tatort – und hält es nicht für nötig, seine Anwesenheit bei einem Mord mitzuteilen. Friedrich hat bis heute nichts getan, um solche Umstände aufzuklären."

Es ist hier längst alles aufgeklärt. Unter anderen wurde längst auch Ministerpräsident Bouffier zu diesem Fall im NSU-Ausschuss als Zeuge befragt. Überall kann man nachlesen, dass dieser Verfassungsschützer Andreas T. wegen seiner Nicht-Meldung seinen Dienst quittieren musste, aber mit den NSU-Morden nichts zu tun hatte (hier ist kein Platz, das alles nochmal zu schildern). Insbesondere Bouffier hatte vor dem NSU-Ausschuss alles noch einmal haarklein und überzeugend dargelegt. Der Opfer-Vertreter bei Jauch brachte die Ereignisse in Hessen auch völlig einseitig und verkürzt aufs Tapet: es ging nur um die Frage, ob Quellen mittelbar oder unmittelbar vernommen werden sollten, und zwar auch welche zum islamist. Bereich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.11.2012 14:39 Uhr
Dietmar Fleischhauer

"hier ist kein Platz, das alles nochmal zu schildern"

Aber wenigstens ein Hinweis auf Quellen Ihrer Erkenntnis wäre nett. Denn just zu diesem hessischen Verfassungsschutzbeamten Andreas T. habe ich gestern in der aktuellen Ausgabe des ef-Magazins gelesen, dass dessen mehrere (angeblich bezeugte) Aufenthalte in unmittelbarer Nähe von Tatorten der Mordserie mitnichten befriedigend geklärt seien (in einem Fall soll er den Tatort frühestens Sekunden vor der Tat verlassen haben).

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Christoph Schwiers

Wie lange hat der Staat gebraucht, die sogenannte RAF (weitgehend) zu zerschlagen ?

Trotz Bekennerschreiben ? Wieviele Opfer gab es da schon ? Mit Fahrern, Polizisten, vor deren Familien sich glaube ich kein Parlament in Scham verneigt hat und die keine Entschädigung erhielten ?
Weiter gefragt zum Thema "auf dem rechten Auge blind": Gibt es Rechtsanwälte, welche die Taten von Neonazis rechtfertigen, etwa mit dem Widerstandsrecht oder mit Vergleichen mit dem Widerstand gegen das Naziregime ? Und wenn ja, kommen sie später in den Bundestag oder verlieren sie ihre Zulassung ?
Sorgt sich jemand um eine Isolation der Beschuldigten Zschäpe, will sie jemand besuchen ? Findet irgend jemand den Tod der beiden mutmaßlichen Mörder tragisch und bedauerlich ? Es soll doch niemand hier erzählen, der Staat ginge rigider gegen links vor ...
Nach dem 11. September 2001 und den Erkenntnissen über Täter aus Deutschland hieß es verkürzt gesagt vom Verfassungsschutz und Co : Davon haben wir deswegen nichts mitbekommen, weil wir so auf rechts konzentriert waren...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 18:07 Uhr
Chr. Schwiers

WOW ! Zwei Paragraphen nur gegen die Raf ? Propagandadelikte wirken auch nur gegen rechte Täter,

aber damit ist es eben nicht getan.
In Deutschland werden rechte Taten i.ü. nicht verharmlost, sondern sogar über welche berichtet, die keine sind (Sebnitz u.a.). Die Mordserie war zweifellos eine besonders grauenhafte, aber ob sie Staat und Gesellschaft als rechtslastig und unmenschlich entlarven, bezweifele ich. Die Morde von links addieren sich zu einer ordentlichen Summe, die DDR-Opfer nicht eingerechnet.
Eigentlich geht es aber nur um zwei Dinge: 1. Die meisten Menschen wollen von niemanden umgebracht werden, weder von Linken noch von Rechten oder Sonstigen Irren. 2. Ein sauberes Gerichtsverfahren, öffentlich und sachlich, schafft Gerechtigkeit und sühnt Taten , nicht Gesinnungen.
Grüße an die Genossen

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 29.10.2012 16:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Schwiers,

aufgrund der Taten der RAF sind extra zwei Paragraphen ins Strafgesetzbuch aufgenommen worden. Gucken Sie sich an, was die Täter von Hoyerswerda 1991 an Strafen bekommen haben. Gucken Sie sich an, was 1991 in Thiendorf passierte, Bredenbeck, Münster, Solingen.

Im Fall von Mete Eksi, 1991, haben drei Deutsche ihn mit einem Baseballschlärer totgeschlagen. 3 Jahre 7 Monate gab es dafür. Keine Mordanklage!

Erzählen Sie hier keine Märchen. Wir haben in Deutschland so lange in der Bevölkerung die rechte Gewalt verharmlost, dass wir uns jetzt wundern, wie die NSU überhaupt passieren konnte. Und wenn man solange verharmlost, erscheint das alles eine Medienlüge.

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Till Heinz
Till Heinz (tillheinz) - 29.10.2012 14:11 Uhr

Cui bono?

Politisch sind Nazis in Deutschland seit 1945 so relevant, wie Monarchisten seit 1918. Ihre Chance, jemals wieder auch nur in die Nähe der Macht zu kommen, ist Null.

Aus Mord wird Terror durch das öffentliche Bekenntnis des Terroristen, aus welchen Gründen er gemordet hat. Der Mord trifft das Opfer, der Terror die Lebenden. Ein Terrorist, der seine Taten im Geheimen begeht, ist ein Widerspruch in sich.

Ebenso sind Terror und 'tiefer Staat' nicht dasselbe. Die Möglichkeiten eines 'tiefen Staates' gehen durch den Zugriff auf staatliche Informationen, Logistik und Waffen weit über die Möglichkeiten von Amateuren hinaus. Unter einem 'tiefen Staat' verstehe ich ein kriminelles Netzwerk von Führungspersonen aus den Bereichen Polizei, Geheimdienste, Militär, Justiz und Politik mit einem gemeinsamen Ziel, nicht zwei Polizeiobermeister, die dem KKK beitreten. Die Vorstellung, daß ein solches Netzwerk geschaffen wird, um ein paar Gemüsehändler umzubringen, erscheint mir fragwürdig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 18:26 Uhr
Ralf Vormbaum

Eigentümliche Wandlungen

Es gibt Menschen, die früher mit Verve ihr linkes Gedankengut pflegten, sich mit der Polizei bei Demonstrationen an der Startbahn West prügelten und ihre Weltsicht als allein maßgeblich ansahen, um sich nach einer Jurakarriere plötzlich zu straffen Rechten zu wandeln, wobei man mit der gleichen Überheblichkeit nun rechtes Gedankengut vertritt. Der Übergang zu beiden Extremen ist eben fließend und erlaubt einen tiefen Blick in die Psyche autoritärer Charakter.

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gerhard monsees
gerhard monsees (germon) - 29.10.2012 13:53 Uhr

Mord und Politik

Mörder neigen dazu, ihre Taten zu rechtfertigen. Es ist wohl Sache der Gerichte, auch der Gesellschaft, solche Rechtfertigungen zu bewerten. Aber kann es sein, dass vor allem in den Medien angeblich rechtsextremistische Motive tendenziell anders bewertet werden als angeblich linksextremistische? Die mutmaßlichen Mörder der "NSU" sind namentlich identifiziert. Der oder die Mörder etwa des Industrie-Managers Rohwedders sind bis heute nicht ermittelt - und niemand regt sich darüber auf.

„Es nützt nichts, die besten Polizisten zu haben, wenn sie nicht gegen Rechtsextremisten ermitteln wollen“ - ja klar, aber es nützt ebensowenig, die besten Polizisten zu haben, wenn sie nicht gegen Linksextremisten ermitteln wollen.

Wenn Mörder nur noch mit Parteibrille verfolgt oder nicht verfolgt werden, hat der Rechtsstaat aufgehört zu existieren.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 14:45 Uhr
Ulrich Hinderer

...

Leider weiß man noch nicht, wer alles mit diesen Menschen zusammen gearbeitet hat. Wer z.B. dafür gesorgt hat, dass im Jahre 2002 im beschaulichen Landkreis Schwäbisch Hall (das Wort "Land"kreis hat dort einen ganz anderen Klang) die Beantwortung der Frage "Was heißt NSU?" mit "Motorenwerke Nekarsulm" bei einem Jugendlichen, der gerade seinen Nazi"Freunden" den Rücken kehrte, hysterisches Gelächter auslöste. So allmählich verstehe ich, warum der mit seiner Geschichte nicht, wie von mir empfohlen, in Schwäbisch Hall zur Polizei ging: Da wusste er wohl nicht, ob er an den "richtigen" gerät - oder an jemanden, der ihn verpfeift. Dass er nach meiner Empfehlung völlig ausgerastet ist, de Befürchtung äußerte, er werde umgebracht, wenn er das tut, kann ich inzwischen nachvollziehen.

Damals wollte ich ihm nicht glauben und sah die Tatsache, dass er nicht zur Polize ging, als Hinweis darauf, dass er sich mit seinen Geschichten nur interessant machen wollte, wie so oft. Ich war wohl etwas naiv.

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Herbert Weidinger

Durchaus aber nicht nur

Die Protagonisten des NSU waren knapp 18 Jahre als Rechtsextreme aktiv. Wäre es nicht am Ende doch noch zu einem Ermittlungserfolg gekommen, würde sich auch über die Morde dieser Bande keiner aktuell "aufregen". Dass es in diesem Fall so lange gedauert hat und der Rohwedder-Mord nach 21 Jahren noch nicht aufgeklärt ist, zeigt nur, dass eben gewisse Mängel bei den Sicherheitsbehörden bestehen.

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Hagen Petersen
Hagen Petersen (nigredo) - 29.10.2012 14:22 Uhr

...

Und schon wieder diese Umwertung von rechts nach links. Rechtsextreme Mörderbanden sind eigentlich die unterdrückten Opfer, während der Feind in Wirklichkeit links steht...
Es ist ja schließlich nicht so, als habe es in Deutschland seit 1990 182 rassistische Morde gegeben, von denen die wenigsten überhaupt als "politisch motiviert" anerkannt worden sind.

Der Fall Rohwedder ist das allerdümmste Argument in dieser Argumentation - aber offensichtlich haben sie lange gesucht, überhaupt einen Fall zu finden.

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Ralf Vormbaum

Blick in den Abgrund

Es ist schwer erträglich, wenn man auch hier wieder in zahllosen Leserbriefen das klare Interesse erkennen kann, rechtsextrem motivierten Terrorismus als Schimäre abzutun.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 18:39 Uhr
Ralf Vormbaum

Aus "Der Ernstfall" von Günter Rohrmoser

"Diese Spätform des Liberalismus emanzipiert sich von der Wahrheitsfrage. Zugespitzt formuliert: Sie emanzipiert sich von der Wahrheit überhaupt. Der Weg von der Anarchie zur Tyrannei ist dann oft nicht mehr weit. Die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts sind nicht über uns gekommen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Sie sind auch nicht das Ergebnis von Verschwörungen oder Konspirationen von einigen unaufgeklärten Individuen, sondern sie haben ihre geschichtliche Genesis, die aufs engste mit der Indifferenz spätliberaler Systeme zu tun hat. Der Verfall, die Krise der bürgerlichen Gesellschaft war die Voraussetzung der totalitären Systeme. Die Genesis des Totalitarismus ist ohne die Krise des Liberalismus in den 20er Jahren nicht zu verstehen.Das Unheimliche unserer Lage besteht darin, daß der Zustand unserer Kultur die Menschen in einer Verfassung antrifft, in der sie das feiern, was man eine »fröhliche Apokalypse« nennt."

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Hugh Greene

Vorsicht, Herr Vormbaum, dieses Forum ist im Durchschnitt ziemlich gut informiert

Ich bin verwundert über Ihre schroffen Töne, denn ich schätze sonst Ihre Meinungen sehr.

Die Qualität der Recherche in den Medien hat sich in den letzten Jahren leider nicht erhöht, was denkende Menschen skeptisch machen sollte. Ich teile nicht jede Meinung, die hier geäußert wird, aber ich finde es dringend in unserem Staat, daß Leser hier noch bestimmte Fragen aufwerfen.
Medien und Politik tun in wesentlichen Fragen der Politik regelmäßig so, als ob alles entweder zweifel- oder "alternativlos" ist. Dagegen wenden sich immer mehr nachdenkliche Menschen, die feststellen, daß bei einigen Themen die offiziellen Meinungen nicht immer von Tatsachen gedeckt sind.
Ein altes Beispiel: Schon in der Adenauer-Zeit gab es plötzlich Hakenkreuze auf jüdischen Friedhöfen, was für eine antideutsche Welle sorgte. Jahre später stellte sich heraus, daß der Ostblock schmieren ließ, was kaum gemeldet wurde. Linke brauchen eben "ihre Nazis".

Ich weiß, wie Nachrichten entstehen. Meine Skepsis wächst.

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Hagen Petersen
Hagen Petersen (nigredo) - 29.10.2012 12:40 Uhr

Ein bisschen mehr Menschlichkeit, ein bisschen weniger Menschenhass...

Da wurden jahrelang Menschen umgebracht, und alles, was man in den FAZ-Kommentaren liest, ist, dass es sich im Grunde gar nicht im Nazis, sondern um eine Verschwörung der bolschewistischen Judenpresse handelt und dass die Türken doch froh sein können, in Deutschland ermordet worden zu sein, weil es in der Türkei ja noch schlimmer ist...

Die Legitimation des Staates wird nicht in Frage gestellt durch offensichtlich rassistoide "Sicherheits"behörden, sondern durch den Souverän selbst, dessen rassistoide Auswüchse sich bis in die staatliche Infrastruktur fortpflanzen.
Demokratie aber bedeutet "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit", nicht "Sicherheit, Divergenz, Segregation".

Statt "Deutschland, Deutschland über alles!" würde ich allzu gern nur ein einziges Mal "Deutschland von der Karte streichen, Frankreich soll bis Polen reichen" lesen; indes geht mein Vertrauen in den Staat dorthin, wo mein Vertrauen in diese Gesellschaft längst ist: "zum Teufel"!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 09:21 Uhr
Dietmar Blum

Herr Petersen

lesen Sie die erste Strophe des "Lied der Deutschen" im Kontext zur Zeit, als es geschrieben wurde und Sie stellen selbst die Absurdität Ihres Kommentares fest.
Im Übrigen finde ich nirgendwo in diesem Forum Zuschriften, die auch nur annähernd Ihrer persönlichen Interpretation der Kommentare entsprechen.
Ihr Elaborat ist eine Unverschämtheit!

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Lothar Wölfel

Der geplante Prozess gegen Beate Zschäpe kann abgesagt werden. Die Beweislage wurde

in zahlreichen Takshows, Medienberichten und Politiker-Statemens ausreichend erörtert, das Urteil über Zschäpe und die toten Böhnhardt und Mundlos gesprochen. Nur noch über das Strafmaß muss der Staatsschutzsenat am Münchner Oberlandesgericht aussprechen. Doch da ist nicht mehr viel Spielraum.

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Horst Henn
Horst Henn (glufa) - 29.10.2012 12:25 Uhr

Wo bleibt die Kontrolle des Bundestages

Die Abgeordneten des Bundestages, speziell der Innenausschuss, sollten eigentlich die Arbeit des Ministeriums kontrollieren. Hinterher wird man mit großem Mediumgetöse aktiv - von Mitvernatwortung will man aber im Bundestag nichts wissen. Herr Bosbach sollte sich vielleicht mehr um seine eigentliche Aufgabe als Vorsitzender des Innenausschusses kümmern.

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Kurt A. Schneider

Nur zur Erinnerung!

Das ist die Liste der Innenminister in dieser Zeit...

Otto Schily 27. Oktober 1998 bis 22. November 2005 SPD
Wolfgang Schäuble 22. November 2005 bis 27. Oktober 2009 CDU
Thomas de Maizière 28. Oktober 2009 bis 3. März 2011 CDU
Hans-Peter Friedrich 3. März 2011 bis ? CSU

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Hugh Greene

Warum hat es der Innenminister nötig, 110 "untergetauchte" Neonazis zu erfinden?

Ergänzend zum Beitrag 9.28 Uhr:
Je mehr man sich auch nur halbwegs kritisch mit der Mordserie und dem Zwickauer Trio beschäftigt, desto fragwürdiger werden die uns von der Politik und fast allen Medien, leider auch der FAZ, als sicher präsentierten "Fakten":
Erst gestern wurde bekannt, daß Innenminister Friedrich einen seiner größten Aufreger erfunden hat. Es gibt keine 110 untergetauchten Neonazis, die aber seit Wochen durch alle Medien geistern.
Warum werden in deutschen Medien regelmäßig vermeintliche Taten oder Täter der rechtsextremen Szene erfunden? Da war der erfundene Kindesmord im Sebnitzer Freibad, der angebliche Überfall auf einen Schwarzen in Potsdam, die dubiose Verletzung des Polizeidirektors Mannichl.

Jahrzehntelang wurde ein deutscher Ku-Klux-Klan immer mal wieder erfunden. Höhepunkt der Film-Betrugsfall in "SternTV", wozu Herr Jauch vor Gericht aussagen mußte.

Und: Eine Sendung mit Frau Kiyak ist per se fragwürdig. Sie schöpfte aus dem "Wörterbuch des Unmenschen".

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 19:03 Uhr
Ralf Vormbaum

Herr Greene,

der heutige Liberalismus pflegt grundsätzlich gegenüber allen Extremen in der Gesellschaft einen Kuschelkurs. Im Zeitalter des Relativismus wird eben alles zu einer Ansichtsache, darin liegt das eigentliche Problem. Weiter oben habe ich hierzu eine Passage aus Günter Rohrmoser zitiert, der sicher nicht als Linker gelten kann. Mir sind beide Spielarten des Liberalismus zuwider; Ihr linker Lehrer ebenso wie z.B. der rechte Anwalt.

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Hugh Greene

Ja, über die eindeutigen Extremismen jeder Seite sollten die Bürger von Staat und Medien informiert

werden, da sind wir völlig einer Meinung, Herr Vormbaum. Neben dem links- und rechtsextremen Spektrum gibt es allerdings noch den dritten Extremismus, den politischen Islam, mit dem weite Teile von Politik und Medien einen Kuschelkurs fahren, dem nicht legitimierten Herrn Mazyek sogar eine Art Wächteramt über Freiheit und Demokratie in Deutschland einräumen.
Aber zur RAF: Einzelne Taten sind nicht in Einzelheiten geklärt, weil die meisten Terroristen in alter "Bandenkultur" schweigen. Mittäterschaft ist allerdings rechtsstaatlich nachgewiesen. Dabei ist es zweitrangig, wer arbeitsteilig "abgedrückt" hat.
Übrigens haben diverse Journalisten in der RAF-Hochzeit Ärger bekommen, weil sie vor einer Verurteilung nicht "mutmaßlicher" Täter gesagt oder geschrieben haben. Ich hatte diverse linke Lehrer, die empört waren, wenn ein Schüler "Baader-Meinhof-Bande" sagte statt "Gruppe", was ja soviel netter klang.
Grob gesagt: Weimar kippte eher nach rechts, wir eher nach links.

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Ralf Vormbaum

Mag sein, Herr Greene,

dass ich mittlerweile etwas empfindlich geworden bin, wenn ich die stereotypen Verharmlosungsmuster vieler Foristen beim Thema rechtsextremistisch motivierten Terrorismus lese. Sie haben natürlich Recht, dass es Ungereimtheiten gibt, die aber auch bei den Morden der RAF nicht fehlen, wie z.B. beim Buback Mord. Anscheinend greifen bei Terrorismus diverse Interessen ineinander, die dann für den Normalbürger kein klares Bild ermöglichen. Doch darum ist der Terrorismus nicht verschwunden, er ist sowohl im linken wie rechten Spektrum des Extremismus existent und stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr für unser Gemeinwesen dar. Zu erinnern sei z.B. an das Oktoberfestattentat im Jahr 1980. 13 Tote und über 60 Schwerverletzte. Bis heute blieben auch zu diesem Attentat noch Fragen offen.

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Hugh Greene

Verehrter Herr Vormbaum, ich schätze ja Ihre Kommentare sonst sehr, aber heute sind Sie auf dem

falschen Trip:
Die Klärung von Mordtaten obliegt nicht den Politikern und den Medien, sondern der dazu berufenen Strafjustiz. Zumindest in Fragen von Mord und anderen Tötungsdelikten habe ich da noch einiges Vertrauen in unseren Rechtsstaat, auch wenn einzelne Justizirrtümer wie im Fall Harry Wörz nie ganz auszuschließen sind. Auch dort arbeiten schließlich nur Menschen, was ich übrigens für ein entscheidendes Argument gegen die Todesstrafe halte.

Was dieses Zwickauer Trio an Taten tatsächlich begangen hat, werden hoffentlich bald und gründlich Strafrichter aufarbeiten und klären. Bisher wimmelt es von Gerüchten und Vermutungen zu allen Mordfällen.
Ich habe mich lange mit Fragen des Links- und Rechtsterrors (und vieler Verbindungen untereinander!) beschäftigt. Ich möchte auch Sie warnen, vorschnell irgendwelche News zu übernehmen, die mehr Gerüchte als Fakten enthalten.

Es kann auch einen deutschen KKK gegeben haben, obwohl ich Zweifel daran habe. Zu oft gab es nur getürkte Filmchen.

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Ralf Vormbaum

Zum Glück behaupten Sie nicht,

dass auch die der rechtsextremistischen Gruppe NSU zur Last gelegten Morde frei erfunden seien. Das ist ja schon einmal was.

"Jahrzehntelang wurde ein deutscher Ku-Klux-Klan immer mal wieder erfunden. "

Hierzu ein lesenswerter Artikel in der Welt vom 18.10.2012: "Mississippie Burning im schwäbischen Südwesten".

Anbei ein Zitat: "Als bewiesen gilt bereits, dass sich vor einem Jahrzehnt zwei Polizisten aus Schwäbisch Hallvon der deutschen KKK-Sektion anwerben ließen, die mittlerweile aufgelöst ist. Jetzt kam dem Innenminister aber zusätzlich zu Ohren, dass der Klan-Chef, der "GroßeDrache" Achim S., von einem Verfassungsschutzmitarbeiter des Landes offenbar gewarnt wurde. Denn der Bundesverfassungsschutz hörte das Telefon von Achim S. ab und filterte seine Mail."

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Otto Meier

Das Vertrauen in den Staat ist längst zerstört. Dazu brauchte es die NSU nicht mehr.

Es stellt sich nur noch die Frage, ob es mehr Nazis im Verfassungsschutz als verdeckte Ermittler unter den Nazis gibt. Die Art und Weise der Ermittlungen spricht jedenfalls eindeutig gegen den Verfassungsschutz. Andernfalls müßte ich davon ausgehen, daß der Verfassungsschutz sich überwiegend aus Dilettanten zusammensetzt.

Lahme Ausreden und offensichtliche Vertuschungsversuche, reihenweise Rücktritte und ergebnislose Untersuchungsausschüsse lassen nur einen Schluß zu: Es ist noch viel schlimmer, als wir uns überhaupt nur vorzustellen wagen.

Solange in Deutschland Naziaufmärsche polizeilich geschützt und Gegendemonstranten durch die Justiz verfolgt und kriminalisiert werden, kann der Staat kein Vertrauen dahingehend erwarten, daß er der braunen Gefahr wirksam begegnen will.

Sicher, die Grundrechte stehen auch Nazis zu - solange sie sie nicht mißbrauchen. Und wer wollte das denn ernsthaft bezweifeln. Nationalsozialistisches Gedankengut faßt mehr und mehr Fuß in unserer Gesellschaft.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.10.2012 09:25 Uhr
Dietmar Blum

Ihre Behauptungen

sind schlicht und ergreifend FALSCH!

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 29.10.2012 12:18 Uhr

Das ist doch früher Tagesgeschäft der Polizei gewesen,

auf Linke eher einzuprügen als auf Rechte Gewaltdemonstranten. Es gibt sowohl bei der ANTIFA als auch bei den NAZIS den sog. Schwarzen Block. Allerdings habe ich nie davon gehört, dass die Polizei gegen den der Nazis so vorgegangen ist wie gegen den der Linken.

Wir haben in Deutschland seitens der Polizei immer noch eine Verharmlosung rechter Gewalt in der alltäglichen Praxis. Aber der Vorteil an der Demokratie ist doch, dass alles irgendwann ans Licht kommt. Misstände passieren in jeder Herrschaftsform. Wir haben den Vorzug, darüber zu diskutieren.

Das Positive für mich ist jedoch, dass es bei vielen Mitbürgern und einigen Foristen hier zwar keinen Schuldkult aber ein ausgprägtes Verantwortungsbewußtsein vor der deutschen Geschichte gibt.

Bei den Äußerungen mancher anderer Foristen hier wird einem klar, dass sie neben dem NSU auch andere Tatsachen als Lüge bezichtigen würden.

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Gerhard Winkler

Wer unterwandert hier eigentlich wen?

Wer glaubt denn mittlerweile noch die Beteuerungen, dass es sich um Fehler und Zufälle handelt? Längst ist klar, dass die Terroristen vom Staat gedeckt werden. Unklar ist allerdings wer wen unterwandert hat: der Staatsschutz die Nazis, oder die Nazis den Staatsschutz. Da kann der Innenminister noch so sehr versuchen abzuwiegeln, solange - nur beispielsweise - Polizisten beim Ku-Klux-Klan ohne Strafe davonkommen mit der Behauptung, sie hätten nicht gewusst, dass es sich um Rechtsradikale handelt, sind alles nur Lügen, Lügen und noch mehr Lügen.

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Christoph Schwiers

Hätte ich gestern nicht weggeschaltet, wäre mir schlecht geworden.

Der Titel war reißerisch und eigentlich rassistisch gegenüber uns Deutschen."Deutscher Hass" klingt so, also würde die Mehrheit der Deutschen Ausländer so hassen und töten wollen.
Die Unterstellungen gegen die Sicherheitsorgane von Özdemir und dieser "Publizistin" waren haltlos. Man sollte auch nur vom "sogenannten" NSU sprechen, denn ein terror. Untergrund ist etwas anderes als die paar Hanseln. Türken sind statistsisch sicherlich in D. sicherer vor linker, rechter und religiöser Gewalt als in der Türkei. Die Prüfung der Verwicklungen von Angehörigen soll ferner ein Ausdruck von Verachtung und Einseitigkeit sein ? Ich denke doch, daß die Polizei immer in alle Richtungen ermittelt - ohne konkretes gibt es dann auch keine Ermittlungserfolge. Man denke an den Mordfall Böger in BaWü: Auch hier wurde die Familie unter die Lupe genommen und fühlte sich natürlich verletzt. Der Täter ist nicht gefaßt - ist das ein Skandal, haßt die Polizei etwa Bankiersfamilien ? Das wäre doch zu einfach...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 15:05 Uhr
Ulrich Hinderer

...

Ich hatte das Erlebnis, dass ich annahm, mir erzählt jemand Märchen - und neun Jahre später standen diese Märchen in der Zeitung.

In diesem Märchen ging es weder um den "bösen Wolf" noch um den "Freund und Helfer" bei der Polizei, soviel kann ich Ihnen verraten.
Allerdings war ich damals genau so naiv wie Sie es heute sind: Vor kognitiver Dissonanz wurde mir schlecht und ich beschloss, die Geschichte als Märchen abzutun.

Wie gesagt, heute steht's in der Zeitung, mal wieder.
Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich diese Geschichte seit neun Jahren - und Jena ist ein ganzes Stück weg. Heilbronn jedoch ziemlich nah.
Keine Ahnung, welche Deutsche-Reichs-U-Boote bei der Polizei Baden-Württemberg so vor sich hintauchen. Aber es werden schon einige sein...

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