29.10.2012 · Die Morde der NSU drohen das Vertrauen in den Staat zu zerstören. Bundesinnenminister Friedrich änderte daran bei Jauch nichts.
Von Frank LübberdingRichtlinien für Lesermeinungen
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Abstruse Verschwörungstheorien
Da wird hier doch tatsächlich von einigen FAZ Lesern behauptet, der deutsche Geheimdienst wolle unbescholtenen Bürgern mit nationaler Gesinnung Taten der türkischen Drogenmafia anhängen und habe dafür offenbar sogar gemordet. Warum dann über Jahre hinweg nicht einmal ernsthaft in die Richtung rechtsextremistischer Hintergrund ermittelt wurde und stattdessen 14.000 Telefonate des Opferumfeldes mit der Türkei abgehört wurden, bleibt ein Mirakel. Die These, der Verfassungsschutz und die Kripo seien von der türkischen Mafia infiltriert, ja gesteuert, ist derart abstrus, dass man sich wirklich nur noch wundern kann, wie Menschen mit Verstand so einen Unsinn von sich geben können. Auch die viel gebrauchte Vermutung, rechtsradikale Terroristen hätten sich doch relevantere Opfer als Gemüsehändler ausgesucht, lässt einen staunen. Standen etwa die Opfer des rechtsextremen Norwegers Breivik im politischen Rampenlicht oder waren Wirtschaftsführer? Nein, das waren normale Jugendliche.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.10.2012 11:16 UhrHerr Rohlfs!
Sie schreiben: "und die ziemlich abstruse
Verschwörungstheorie, die uns seit Monaten präsentiert wird,
sollen wir einfach glauben."
Ich brauche doch in Ihre Aussage nichts hineinzudeuten, Sie ist deutlich:
1) Die 9 Morde gehen nicht auf das Konto von Rechtsradikalen
2) Es gibt eine staatliche Verschwörung, die von der Kripo und dem
Verfassungsschutz im Nachhinein gedeckt wird, um den mafiösen
Tathintergrund gegenüber der Öffentlichkeit zu verschleiern
Könnten Sie bitte einen einzigen nachvollziehbaren Grund nennen,
welches Interesse staatliche Stellen an einer solchen Täuschung der
Öffentlichkeit haben sollten? Und warum ermittelte man über
Jahre hinweg in eine andere Richtung? Und wie ließe sich ein
solches breit angelegtes Komplott des Staates vor den Medien geheim
halten? Und woraus erklärt sich das abrupte Ende der Mordserie.
Man muss nicht in Hysterie bezüglich Rechtsextremismus verfallen,
darum harmlos ist er jedoch nicht.
Warum haben so viele Rechte unter den Deutschen ein so erbärmliches Selbstbewusstsein?
Und vor allem: Warum nehmen diese Leute auch noch an, dies mit
Herablassung und Großmäuligkeit kompensieren zu können?
Offenbar hat Churchill immer noch recht. Die Deutschen hat man zu den
Füßen oder an der Gurgel. Ein neurotisches Volk - zu dem ich
da gehöre.
Oder um es mit meinem 10-jährigen Sohn zu sagen, der sich neulich
bei unserem Lieblingsitaliener nach den überwiegend deutschen
Gästen umschaute und dann sagte: "Papa, die Ausländer
sind sympathischer als die Deutschen."
Der Sohnemann weiß schon, was der Papa gerne hört
Der sagt nämlich öfter, wenn ihn was nervt: "Mann, das
ist mal wieder typisch deutsch!"
So hat Klein-Hänschen schon von früh auf gelernt, dass alles
Deutsche total uncool ist.
Er wird dann in einigen Jahren nach Italien ziehen,i eine Italienerin
heiraten (was Papa total cool findet) - bis er eines Tages, aber recht
spät, dass die Italiener ihn nicht als Ihresgleichen betrachten
wollen. "Il tedesco" wird er lebenslang heißen.
Dann kommt die Sehnsucht nach echtem Brot, nach Wintern mit Schnee, doch
dann ist es spät für die Einsicht, wer man wirklich ist.
Im Vaterhaus wohnen dann andere.
In Germania gilt auf multiplen Ebenen- Rechts hat Vorfahrt
„Rechts erkennen- beachten- und in Talkshows vermarkten“ ist systemrelevant.
Rechte Agitatoren punkten beim Prekariat, besonders bei abgehängten
Jugendlichen mit Rockmusic.
Nicht nur das „Celler Loch“ und geschredderte
Verfassungsakten-, auch Baader Meinhof, Dutschke- und
selbstgefällige multikulturelle Ethno- Cafe- Konsumenten tragen zu
Erlöserreligion- Fantasien bei.
Die ARD punktet mit der Frageshow „der Intelligenteste
Deutsche“ - und Jauch-RTL-WWM laut Bild mit den
„Dümmsten Deutschen (Troschke-Hahn)“.
Aber die ARD ist auf dem besten Weg RTL erfolgreich Konkurrenz zu machen
und beginnt mit der Reise nach Jerusalem „Sechs Talksshows-, 4
sind zuviel“ - Jauch & Blassberg sollen bleiben- weil BILD und
somit ganz Deutschland stehen hinter ihnen.
Transparente TV-Nachrichten werden immer weniger, siehe ARTE News und
Arte Journal, weil- News dürfen nicht zum Nachdenken anregen, siehe
Strepp usw.
Fazit- wer ARD/RTL schaut erhält nicht nur bei AXA Prozente.
"Friedrich bekommt keine Briefe, wo er wegen seiner Abstammung bedroht wird"
Er kann ja mal den ÖPNV benutzen.
Da läuft man nämlich als "Sch**ß-Deutscher".
So viel zu diesem Teilaspekt des Inlands-Rassismus.
Hass ist ein schlechter Ratgeber und führt zu Urteilen,Meinungenund Reaktionen, die man ja eigentlich bei den "Gegner" kritisiert. Zuesrt in den Spiegel schauen, in diesem Fall zuerst die eigene Stellungnahme nochmals lesen ....dann eine Nacht schlafen und dann urteilen.
Man kann der FAZ und Anton Schöttl für den Spiegel, nur dankbar sein!
Anton Schöttl hat für seinen Kommentar 232 Sternchen bekommen
(Stand 29.10.2012 16:08). Das spricht Bände. Sind wir nicht alle
ein bisschen Nazi?
Nein natürlich nicht. Ein gesunder Nationalismus gepaart mit ein
bisschen Rassismus aller Thillo Sarrazin, der unsere
südländischen Mitbürger mit Lipizzaner Kulturpferderassen
vergleicht, muss doch genehmigt sein. Wo kommen wir da hin?
Pfuii und nochmals Pfuii.
Als Thillo Sarrazin in der Münchener Reithalle sein Buch
vorstellte, musste ich meinen ehrenwerten Opa in die Veranstaltung
kutschieren. Erschreckend wenn ich da alles getroffen habe. Zwei
Vorsitzende Richter, die einer Strafkammer des LG Mü I vorstanden,
einen VRiOLG, ebenfalls Strafgericht.
Ich finde, dass gestern bei Jauch, kein übertriebenes Bild davon
gezeichnet wurde, das der Rassismus / Rechtsradikalismus in weiten
Teilen unserer Bevölkerung in einer verkappten Art und Weise,
Anklang finden. Da gibt es nichts zu Beschönigen.
nur a) und b)
c) Ich bin Weltbürger. Ich mag meine Eltern und auch meine Großeltern, aber nicht weil sie diese Funktion einnehmen, sondern weil sie tolle Menschen sind. Ich sehe einige Aspekte Deutschlands positiv, andere negativ. Nationalstaaten sind aber eh veraltet und überbewertet und gehören auf lange Sicht abgeschafft. Egal ob Deutschland oder Italien. Ich glaube an und kämpfe für das Gute. Gegen wen ist dabei egal.
@ Ulrich Mayer:
Antowrt c): Ich betrachte mich als friedfertigen Menschen und mag andere
friedertige Menschen. Was Menschen in Behörden in irgendwelche
Ausweisdokumente schreiben, interessiert mich da recht wenig. Ob der
friedfertige Mensch Horst, Karl, Carlo, Bernard, Luigi, Harry oder wie
auch immer heißt und ob er oder seine Vorfahren in Deutschland
Großbritannien, Deutsch-Südwestafrika, Somalia, Frankreich,
Kanada oder sonstwo geboren sind und welcher Staat ihn sein eigen nennt,
interessiert mich ebenso wenig.
Nur ein friedfertiger Mensch sollte es sein. Er muss nicht einmal mit
mir einer Meinung sein, ich bin an abweichenden Meinungen immer interessiert.
Ein nationalistischer, latent rassistischer Mensch kommt allerdings auf
Antwort c) eher nicht, weil er sich gar nicht vorstellen kann, dass man
einen Menschen nicht an seiner Staatsangehörigkeit - für die
man nichts kann, im Guten wie im Schlechten -festmacht. Sondern an
seinem individuellen Verhalten. Also ohne Sippenhaft.
Stellen Sie sich eine einzige kurze Frage
Wie stehe ich zu meinem Land, meinen Eltern und Großeltern - zu
mir selbst?
Antwort a) Ich bin Deutscher und das ist auch gut so. Liebe Deinen
Nächsten wie Dich selbst.
Antwort b) Ich wäre eigentlich lieber Italiener und kann auch schon
bei Luigi um die Ecke recht gut ein, zwei Sätze sagen, jedenfalls
hat er mich neulich gelobt. Dass ich Deutscher bin, finde ich echt
schwierig, und eigentlich sollten wir bald von der Erdoberfläche
verschwinden, wegen unserer Geschichte und so.
Man kann der FAZ und Anton Schöttl für den Spiegel, nur dankbar sein!
Da schreibt der Mitkommentator ANTON SCHÖTTL, empörend
über den Titel, der Jauchsendung, sowas gäbe es nur in
Deutschland. Die Domina Jauch schikaniere unserer Land, mit seinem
Masochismus Anton Schöttl habe vor lauter Masochismus, gestern den
TV abgeschaltet. Außerdem sei das Thema NSU – Morde
inzwischen ausgelutscht, es sei genug darüber berichtet. Wichtiger
sei die Aufmerksamkeit jetzt, auf die kriminellen Gewalttaten,
türkischer Jugendlicher in Berlin zu richten.
Das die Taten der rassischen NSU-Mörderbande, selbst die der RAF in
den Schatten stellt, scheint der Mitkommender völlig zu ignorieren.
Wir erinnern uns, das im Zuge der RAF Taten, die halbe Republik in den
Ausnahmezustand versetzt wurde. Noch heute, nach fast 30 Jahre, werden
noch gigantische Gerichtsverfahren angestrengt.
Aber Anton Schöttl ist wie mein eigner (inzwischen verstorben) Opa.
Und der meinte, bis seinem Tod, letztes Jahr, hätten wir damals die
Ostfront nicht begonnen, dann hätten wir den Krieg gewonnen.
NSU-RAF-Vergleich
Um Sie vielleicht doch noch verstehen zu können, Herr Rademacher, bitte ich um Erläuterung Ihrer Behauptung, das die "Taten der rassischen NSU-Mörderbande selbst die der RAF in den Schatten stellt". Denn die Opferzahlen können Sie offensichtlich nicht meinen (bei Rote Armee Fraktion: 34; gezählt nur Todesopfer, schwer- oder lebensgefährlich verletzte Personen nicht mitgezählt). Daß die zu vermissen scheinen, daß "die halbe Republik" in "Ausnahmezustand" versetzt wird, kapiere ich auch nicht - denn den angeblichen Ausnahmezustand der siebziger Jahre gab's während die RAF-Terroristen weiter agierten; daß der NSU nach bekanntwerden am 4. November 2011 noch existiere und mithin als gegenwärtige Gefahr bekämpft werden müsse, das habe ich noch nicht vernommen. Interessant finde ich die historische Kostümierung rechts (National-Sozialismus) wie links (Rote Armee) - eine deutsche Marotte!?
Der Autor schreibt: "Oder in Kassel sitzt ein Beamter des
hessischen Landesamts für Verfassungsschutz am Tatort – und
hält es nicht für nötig, seine Anwesenheit bei einem Mord
mitzuteilen. Friedrich hat bis heute nichts getan, um solche
Umstände aufzuklären."
Es ist hier längst alles aufgeklärt. Unter anderen wurde
längst auch Ministerpräsident Bouffier zu diesem Fall im
NSU-Ausschuss als Zeuge befragt. Überall kann man nachlesen, dass
dieser Verfassungsschützer Andreas T. wegen seiner Nicht-Meldung
seinen Dienst quittieren musste, aber mit den NSU-Morden nichts zu tun
hatte (hier ist kein Platz, das alles nochmal zu schildern).
Insbesondere Bouffier hatte vor dem NSU-Ausschuss alles noch einmal
haarklein und überzeugend dargelegt. Der Opfer-Vertreter bei Jauch
brachte die Ereignisse in Hessen auch völlig einseitig und
verkürzt aufs Tapet: es ging nur um die Frage, ob Quellen mittelbar
oder unmittelbar vernommen werden sollten, und zwar auch welche zum
islamist. Bereich.
"hier ist kein Platz, das alles nochmal zu schildern"
Aber wenigstens ein Hinweis auf Quellen Ihrer Erkenntnis wäre nett. Denn just zu diesem hessischen Verfassungsschutzbeamten Andreas T. habe ich gestern in der aktuellen Ausgabe des ef-Magazins gelesen, dass dessen mehrere (angeblich bezeugte) Aufenthalte in unmittelbarer Nähe von Tatorten der Mordserie mitnichten befriedigend geklärt seien (in einem Fall soll er den Tatort frühestens Sekunden vor der Tat verlassen haben).
Wie lange hat der Staat gebraucht, die sogenannte RAF (weitgehend) zu zerschlagen ?
Trotz Bekennerschreiben ? Wieviele Opfer gab es da schon ? Mit Fahrern,
Polizisten, vor deren Familien sich glaube ich kein Parlament in Scham
verneigt hat und die keine Entschädigung erhielten ?
Weiter gefragt zum Thema "auf dem rechten Auge blind": Gibt
es Rechtsanwälte, welche die Taten von Neonazis rechtfertigen, etwa
mit dem Widerstandsrecht oder mit Vergleichen mit dem Widerstand gegen
das Naziregime ? Und wenn ja, kommen sie später in den Bundestag
oder verlieren sie ihre Zulassung ?
Sorgt sich jemand um eine Isolation der Beschuldigten Zschäpe, will
sie jemand besuchen ? Findet irgend jemand den Tod der beiden
mutmaßlichen Mörder tragisch und bedauerlich ? Es soll doch
niemand hier erzählen, der Staat ginge rigider gegen links vor ...
Nach dem 11. September 2001 und den Erkenntnissen über Täter
aus Deutschland hieß es verkürzt gesagt vom Verfassungsschutz
und Co : Davon haben wir deswegen nichts mitbekommen, weil wir so auf
rechts konzentriert waren...
WOW ! Zwei Paragraphen nur gegen die Raf ? Propagandadelikte wirken auch nur gegen rechte Täter,
aber damit ist es eben nicht getan.
In Deutschland werden rechte Taten i.ü. nicht verharmlost, sondern
sogar über welche berichtet, die keine sind (Sebnitz u.a.). Die
Mordserie war zweifellos eine besonders grauenhafte, aber ob sie Staat
und Gesellschaft als rechtslastig und unmenschlich entlarven, bezweifele
ich. Die Morde von links addieren sich zu einer ordentlichen Summe, die
DDR-Opfer nicht eingerechnet.
Eigentlich geht es aber nur um zwei Dinge: 1. Die meisten Menschen
wollen von niemanden umgebracht werden, weder von Linken noch von
Rechten oder Sonstigen Irren. 2. Ein sauberes Gerichtsverfahren,
öffentlich und sachlich, schafft Gerechtigkeit und sühnt Taten
, nicht Gesinnungen.
Grüße an die Genossen
Sehr geehrter Herr Schwiers,
aufgrund der Taten der RAF sind extra zwei Paragraphen ins
Strafgesetzbuch aufgenommen worden. Gucken Sie sich an, was die
Täter von Hoyerswerda 1991 an Strafen bekommen haben. Gucken Sie
sich an, was 1991 in Thiendorf passierte, Bredenbeck, Münster,
Solingen.
Im Fall von Mete Eksi, 1991, haben drei Deutsche ihn mit einem
Baseballschlärer totgeschlagen. 3 Jahre 7 Monate gab es dafür.
Keine Mordanklage!
Erzählen Sie hier keine Märchen. Wir haben in Deutschland so
lange in der Bevölkerung die rechte Gewalt verharmlost, dass wir
uns jetzt wundern, wie die NSU überhaupt passieren konnte. Und wenn
man solange verharmlost, erscheint das alles eine Medienlüge.
Politisch sind Nazis in Deutschland seit 1945 so relevant, wie
Monarchisten seit 1918. Ihre Chance, jemals wieder auch nur in die
Nähe der Macht zu kommen, ist Null.
Aus Mord wird Terror durch das öffentliche Bekenntnis des
Terroristen, aus welchen Gründen er gemordet hat. Der Mord trifft
das Opfer, der Terror die Lebenden. Ein Terrorist, der seine Taten im
Geheimen begeht, ist ein Widerspruch in sich.
Ebenso sind Terror und 'tiefer Staat' nicht dasselbe. Die
Möglichkeiten eines 'tiefen Staates' gehen durch den Zugriff auf
staatliche Informationen, Logistik und Waffen weit über die
Möglichkeiten von Amateuren hinaus. Unter einem 'tiefen Staat'
verstehe ich ein kriminelles Netzwerk von Führungspersonen aus den
Bereichen Polizei, Geheimdienste, Militär, Justiz und Politik mit
einem gemeinsamen Ziel, nicht zwei Polizeiobermeister, die dem KKK
beitreten. Die Vorstellung, daß ein solches Netzwerk geschaffen
wird, um ein paar Gemüsehändler umzubringen, erscheint mir fragwürdig.
Eigentümliche Wandlungen
Es gibt Menschen, die früher mit Verve ihr linkes Gedankengut pflegten, sich mit der Polizei bei Demonstrationen an der Startbahn West prügelten und ihre Weltsicht als allein maßgeblich ansahen, um sich nach einer Jurakarriere plötzlich zu straffen Rechten zu wandeln, wobei man mit der gleichen Überheblichkeit nun rechtes Gedankengut vertritt. Der Übergang zu beiden Extremen ist eben fließend und erlaubt einen tiefen Blick in die Psyche autoritärer Charakter.
Mörder neigen dazu, ihre Taten zu rechtfertigen. Es ist wohl Sache
der Gerichte, auch der Gesellschaft, solche Rechtfertigungen zu
bewerten. Aber kann es sein, dass vor allem in den Medien angeblich
rechtsextremistische Motive tendenziell anders bewertet werden als
angeblich linksextremistische? Die mutmaßlichen Mörder der
"NSU" sind namentlich identifiziert. Der oder die Mörder
etwa des Industrie-Managers Rohwedders sind bis heute nicht ermittelt -
und niemand regt sich darüber auf.
„Es nützt nichts, die besten Polizisten zu haben, wenn sie
nicht gegen Rechtsextremisten ermitteln wollen“ - ja klar, aber es
nützt ebensowenig, die besten Polizisten zu haben, wenn sie nicht
gegen Linksextremisten ermitteln wollen.
Wenn Mörder nur noch mit Parteibrille verfolgt oder nicht verfolgt
werden, hat der Rechtsstaat aufgehört zu existieren.
...
Leider weiß man noch nicht, wer alles mit diesen Menschen zusammen
gearbeitet hat. Wer z.B. dafür gesorgt hat, dass im Jahre 2002 im
beschaulichen Landkreis Schwäbisch Hall (das Wort
"Land"kreis hat dort einen ganz anderen Klang) die
Beantwortung der Frage "Was heißt NSU?" mit
"Motorenwerke Nekarsulm" bei einem Jugendlichen, der gerade
seinen Nazi"Freunden" den Rücken kehrte, hysterisches
Gelächter auslöste. So allmählich verstehe ich, warum der
mit seiner Geschichte nicht, wie von mir empfohlen, in Schwäbisch
Hall zur Polizei ging: Da wusste er wohl nicht, ob er an den
"richtigen" gerät - oder an jemanden, der ihn verpfeift.
Dass er nach meiner Empfehlung völlig ausgerastet ist, de
Befürchtung äußerte, er werde umgebracht, wenn er das
tut, kann ich inzwischen nachvollziehen.
Damals wollte ich ihm nicht glauben und sah die Tatsache, dass er nicht
zur Polize ging, als Hinweis darauf, dass er sich mit seinen Geschichten
nur interessant machen wollte, wie so oft. Ich war wohl etwas naiv.
Durchaus aber nicht nur
Die Protagonisten des NSU waren knapp 18 Jahre als Rechtsextreme aktiv. Wäre es nicht am Ende doch noch zu einem Ermittlungserfolg gekommen, würde sich auch über die Morde dieser Bande keiner aktuell "aufregen". Dass es in diesem Fall so lange gedauert hat und der Rohwedder-Mord nach 21 Jahren noch nicht aufgeklärt ist, zeigt nur, dass eben gewisse Mängel bei den Sicherheitsbehörden bestehen.
...
Und schon wieder diese Umwertung von rechts nach links. Rechtsextreme
Mörderbanden sind eigentlich die unterdrückten Opfer,
während der Feind in Wirklichkeit links steht...
Es ist ja schließlich nicht so, als habe es in Deutschland seit
1990 182 rassistische Morde gegeben, von denen die wenigsten
überhaupt als "politisch motiviert" anerkannt worden sind.
Der Fall Rohwedder ist das allerdümmste Argument in dieser
Argumentation - aber offensichtlich haben sie lange gesucht,
überhaupt einen Fall zu finden.
Es ist schwer erträglich, wenn man auch hier wieder in zahllosen Leserbriefen das klare Interesse erkennen kann, rechtsextrem motivierten Terrorismus als Schimäre abzutun.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.10.2012 18:39 UhrAus "Der Ernstfall" von Günter Rohrmoser
"Diese Spätform des Liberalismus emanzipiert sich von der Wahrheitsfrage. Zugespitzt formuliert: Sie emanzipiert sich von der Wahrheit überhaupt. Der Weg von der Anarchie zur Tyrannei ist dann oft nicht mehr weit. Die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts sind nicht über uns gekommen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Sie sind auch nicht das Ergebnis von Verschwörungen oder Konspirationen von einigen unaufgeklärten Individuen, sondern sie haben ihre geschichtliche Genesis, die aufs engste mit der Indifferenz spätliberaler Systeme zu tun hat. Der Verfall, die Krise der bürgerlichen Gesellschaft war die Voraussetzung der totalitären Systeme. Die Genesis des Totalitarismus ist ohne die Krise des Liberalismus in den 20er Jahren nicht zu verstehen.Das Unheimliche unserer Lage besteht darin, daß der Zustand unserer Kultur die Menschen in einer Verfassung antrifft, in der sie das feiern, was man eine »fröhliche Apokalypse« nennt."
Vorsicht, Herr Vormbaum, dieses Forum ist im Durchschnitt ziemlich gut informiert
Ich bin verwundert über Ihre schroffen Töne, denn ich
schätze sonst Ihre Meinungen sehr.
Die Qualität der Recherche in den Medien hat sich in den letzten
Jahren leider nicht erhöht, was denkende Menschen skeptisch machen
sollte. Ich teile nicht jede Meinung, die hier geäußert wird,
aber ich finde es dringend in unserem Staat, daß Leser hier noch
bestimmte Fragen aufwerfen.
Medien und Politik tun in wesentlichen Fragen der Politik
regelmäßig so, als ob alles entweder zweifel- oder
"alternativlos" ist. Dagegen wenden sich immer mehr
nachdenkliche Menschen, die feststellen, daß bei einigen Themen
die offiziellen Meinungen nicht immer von Tatsachen gedeckt sind.
Ein altes Beispiel: Schon in der Adenauer-Zeit gab es plötzlich
Hakenkreuze auf jüdischen Friedhöfen, was für eine
antideutsche Welle sorgte. Jahre später stellte sich heraus,
daß der Ostblock schmieren ließ, was kaum gemeldet wurde.
Linke brauchen eben "ihre Nazis".
Ich weiß, wie Nachrichten entstehen. Meine Skepsis wächst.
Ein bisschen mehr Menschlichkeit, ein bisschen weniger Menschenhass...
Da wurden jahrelang Menschen umgebracht, und alles, was man in den
FAZ-Kommentaren liest, ist, dass es sich im Grunde gar nicht im Nazis,
sondern um eine Verschwörung der bolschewistischen Judenpresse
handelt und dass die Türken doch froh sein können, in
Deutschland ermordet worden zu sein, weil es in der Türkei ja noch
schlimmer ist...
Die Legitimation des Staates wird nicht in Frage gestellt durch
offensichtlich rassistoide "Sicherheits"behörden, sondern
durch den Souverän selbst, dessen rassistoide Auswüchse sich
bis in die staatliche Infrastruktur fortpflanzen.
Demokratie aber bedeutet "Freiheit, Gleichheit,
Brüderlichkeit", nicht "Sicherheit, Divergenz, Segregation".
Statt "Deutschland, Deutschland über alles!" würde
ich allzu gern nur ein einziges Mal "Deutschland von der Karte
streichen, Frankreich soll bis Polen reichen" lesen; indes geht
mein Vertrauen in den Staat dorthin, wo mein Vertrauen in diese
Gesellschaft längst ist: "zum Teufel"!
Herr Petersen
lesen Sie die erste Strophe des "Lied der Deutschen" im
Kontext zur Zeit, als es geschrieben wurde und Sie stellen selbst die
Absurdität Ihres Kommentares fest.
Im Übrigen finde ich nirgendwo in diesem Forum Zuschriften, die
auch nur annähernd Ihrer persönlichen Interpretation der
Kommentare entsprechen.
Ihr Elaborat ist eine Unverschämtheit!
Der geplante Prozess gegen Beate Zschäpe kann abgesagt werden. Die Beweislage wurde
in zahlreichen Takshows, Medienberichten und Politiker-Statemens ausreichend erörtert, das Urteil über Zschäpe und die toten Böhnhardt und Mundlos gesprochen. Nur noch über das Strafmaß muss der Staatsschutzsenat am Münchner Oberlandesgericht aussprechen. Doch da ist nicht mehr viel Spielraum.
Wo bleibt die Kontrolle des Bundestages
Die Abgeordneten des Bundestages, speziell der Innenausschuss, sollten eigentlich die Arbeit des Ministeriums kontrollieren. Hinterher wird man mit großem Mediumgetöse aktiv - von Mitvernatwortung will man aber im Bundestag nichts wissen. Herr Bosbach sollte sich vielleicht mehr um seine eigentliche Aufgabe als Vorsitzender des Innenausschusses kümmern.
Das ist die Liste der Innenminister in dieser Zeit...
Otto Schily 27. Oktober 1998 bis 22. November 2005 SPD
Wolfgang Schäuble 22. November 2005 bis 27. Oktober 2009 CDU
Thomas de Maizière 28. Oktober 2009 bis 3. März 2011 CDU
Hans-Peter Friedrich 3. März 2011 bis ? CSU
Warum hat es der Innenminister nötig, 110 "untergetauchte" Neonazis zu erfinden?
Ergänzend zum Beitrag 9.28 Uhr:
Je mehr man sich auch nur halbwegs kritisch mit der Mordserie und dem
Zwickauer Trio beschäftigt, desto fragwürdiger werden die uns
von der Politik und fast allen Medien, leider auch der FAZ, als sicher
präsentierten "Fakten":
Erst gestern wurde bekannt, daß Innenminister Friedrich einen
seiner größten Aufreger erfunden hat. Es gibt keine 110
untergetauchten Neonazis, die aber seit Wochen durch alle Medien
geistern.
Warum werden in deutschen Medien regelmäßig vermeintliche
Taten oder Täter der rechtsextremen Szene erfunden? Da war der
erfundene Kindesmord im Sebnitzer Freibad, der angebliche Überfall
auf einen Schwarzen in Potsdam, die dubiose Verletzung des
Polizeidirektors Mannichl.
Jahrzehntelang wurde ein deutscher Ku-Klux-Klan immer mal wieder
erfunden. Höhepunkt der Film-Betrugsfall in "SternTV",
wozu Herr Jauch vor Gericht aussagen mußte.
Und: Eine Sendung mit Frau Kiyak ist per se fragwürdig. Sie
schöpfte aus dem "Wörterbuch des Unmenschen".
Herr Greene,
der heutige Liberalismus pflegt grundsätzlich gegenüber allen Extremen in der Gesellschaft einen Kuschelkurs. Im Zeitalter des Relativismus wird eben alles zu einer Ansichtsache, darin liegt das eigentliche Problem. Weiter oben habe ich hierzu eine Passage aus Günter Rohrmoser zitiert, der sicher nicht als Linker gelten kann. Mir sind beide Spielarten des Liberalismus zuwider; Ihr linker Lehrer ebenso wie z.B. der rechte Anwalt.
Ja, über die eindeutigen Extremismen jeder Seite sollten die Bürger von Staat und Medien informiert
werden, da sind wir völlig einer Meinung, Herr Vormbaum. Neben dem
links- und rechtsextremen Spektrum gibt es allerdings noch den dritten
Extremismus, den politischen Islam, mit dem weite Teile von Politik und
Medien einen Kuschelkurs fahren, dem nicht legitimierten Herrn Mazyek
sogar eine Art Wächteramt über Freiheit und Demokratie in
Deutschland einräumen.
Aber zur RAF: Einzelne Taten sind nicht in Einzelheiten geklärt,
weil die meisten Terroristen in alter "Bandenkultur"
schweigen. Mittäterschaft ist allerdings rechtsstaatlich
nachgewiesen. Dabei ist es zweitrangig, wer arbeitsteilig
"abgedrückt" hat.
Übrigens haben diverse Journalisten in der RAF-Hochzeit Ärger
bekommen, weil sie vor einer Verurteilung nicht
"mutmaßlicher" Täter gesagt oder geschrieben haben.
Ich hatte diverse linke Lehrer, die empört waren, wenn ein
Schüler "Baader-Meinhof-Bande" sagte statt
"Gruppe", was ja soviel netter klang.
Grob gesagt: Weimar kippte eher nach rechts, wir eher nach links.
Mag sein, Herr Greene,
dass ich mittlerweile etwas empfindlich geworden bin, wenn ich die stereotypen Verharmlosungsmuster vieler Foristen beim Thema rechtsextremistisch motivierten Terrorismus lese. Sie haben natürlich Recht, dass es Ungereimtheiten gibt, die aber auch bei den Morden der RAF nicht fehlen, wie z.B. beim Buback Mord. Anscheinend greifen bei Terrorismus diverse Interessen ineinander, die dann für den Normalbürger kein klares Bild ermöglichen. Doch darum ist der Terrorismus nicht verschwunden, er ist sowohl im linken wie rechten Spektrum des Extremismus existent und stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr für unser Gemeinwesen dar. Zu erinnern sei z.B. an das Oktoberfestattentat im Jahr 1980. 13 Tote und über 60 Schwerverletzte. Bis heute blieben auch zu diesem Attentat noch Fragen offen.
Verehrter Herr Vormbaum, ich schätze ja Ihre Kommentare sonst sehr, aber heute sind Sie auf dem
falschen Trip:
Die Klärung von Mordtaten obliegt nicht den Politikern und den
Medien, sondern der dazu berufenen Strafjustiz. Zumindest in Fragen von
Mord und anderen Tötungsdelikten habe ich da noch einiges Vertrauen
in unseren Rechtsstaat, auch wenn einzelne Justizirrtümer wie im
Fall Harry Wörz nie ganz auszuschließen sind. Auch dort
arbeiten schließlich nur Menschen, was ich übrigens für
ein entscheidendes Argument gegen die Todesstrafe halte.
Was dieses Zwickauer Trio an Taten tatsächlich begangen hat, werden
hoffentlich bald und gründlich Strafrichter aufarbeiten und
klären. Bisher wimmelt es von Gerüchten und Vermutungen zu
allen Mordfällen.
Ich habe mich lange mit Fragen des Links- und Rechtsterrors (und vieler
Verbindungen untereinander!) beschäftigt. Ich möchte auch Sie
warnen, vorschnell irgendwelche News zu übernehmen, die mehr
Gerüchte als Fakten enthalten.
Es kann auch einen deutschen KKK gegeben haben, obwohl ich Zweifel daran
habe. Zu oft gab es nur getürkte Filmchen.
Zum Glück behaupten Sie nicht,
dass auch die der rechtsextremistischen Gruppe NSU zur Last gelegten
Morde frei erfunden seien. Das ist ja schon einmal was.
"Jahrzehntelang wurde ein deutscher Ku-Klux-Klan immer mal wieder
erfunden. "
Hierzu ein lesenswerter Artikel in der Welt vom 18.10.2012:
"Mississippie Burning im schwäbischen Südwesten".
Anbei ein Zitat: "Als bewiesen gilt bereits, dass sich vor einem
Jahrzehnt zwei Polizisten aus Schwäbisch Hallvon der deutschen
KKK-Sektion anwerben ließen, die mittlerweile aufgelöst ist.
Jetzt kam dem Innenminister aber zusätzlich zu Ohren, dass der
Klan-Chef, der "GroßeDrache" Achim S., von einem
Verfassungsschutzmitarbeiter des Landes offenbar gewarnt wurde. Denn der
Bundesverfassungsschutz hörte das Telefon von Achim S. ab und
filterte seine Mail."
Das Vertrauen in den Staat ist längst zerstört. Dazu brauchte es die NSU nicht mehr.
Es stellt sich nur noch die Frage, ob es mehr Nazis im Verfassungsschutz
als verdeckte Ermittler unter den Nazis gibt. Die Art und Weise der
Ermittlungen spricht jedenfalls eindeutig gegen den Verfassungsschutz.
Andernfalls müßte ich davon ausgehen, daß der
Verfassungsschutz sich überwiegend aus Dilettanten zusammensetzt.
Lahme Ausreden und offensichtliche Vertuschungsversuche, reihenweise
Rücktritte und ergebnislose Untersuchungsausschüsse lassen nur
einen Schluß zu: Es ist noch viel schlimmer, als wir uns
überhaupt nur vorzustellen wagen.
Solange in Deutschland Naziaufmärsche polizeilich geschützt
und Gegendemonstranten durch die Justiz verfolgt und kriminalisiert
werden, kann der Staat kein Vertrauen dahingehend erwarten, daß er
der braunen Gefahr wirksam begegnen will.
Sicher, die Grundrechte stehen auch Nazis zu - solange sie sie nicht
mißbrauchen. Und wer wollte das denn ernsthaft bezweifeln.
Nationalsozialistisches Gedankengut faßt mehr und mehr Fuß
in unserer Gesellschaft.
Ihre Behauptungen
sind schlicht und ergreifend FALSCH!
Das ist doch früher Tagesgeschäft der Polizei gewesen,
auf Linke eher einzuprügen als auf Rechte Gewaltdemonstranten. Es
gibt sowohl bei der ANTIFA als auch bei den NAZIS den sog. Schwarzen
Block. Allerdings habe ich nie davon gehört, dass die Polizei gegen
den der Nazis so vorgegangen ist wie gegen den der Linken.
Wir haben in Deutschland seitens der Polizei immer noch eine
Verharmlosung rechter Gewalt in der alltäglichen Praxis. Aber der
Vorteil an der Demokratie ist doch, dass alles irgendwann ans Licht
kommt. Misstände passieren in jeder Herrschaftsform. Wir haben den
Vorzug, darüber zu diskutieren.
Das Positive für mich ist jedoch, dass es bei vielen
Mitbürgern und einigen Foristen hier zwar keinen Schuldkult aber
ein ausgprägtes Verantwortungsbewußtsein vor der deutschen
Geschichte gibt.
Bei den Äußerungen mancher anderer Foristen hier wird einem
klar, dass sie neben dem NSU auch andere Tatsachen als Lüge
bezichtigen würden.
Wer unterwandert hier eigentlich wen?
Wer glaubt denn mittlerweile noch die Beteuerungen, dass es sich um Fehler und Zufälle handelt? Längst ist klar, dass die Terroristen vom Staat gedeckt werden. Unklar ist allerdings wer wen unterwandert hat: der Staatsschutz die Nazis, oder die Nazis den Staatsschutz. Da kann der Innenminister noch so sehr versuchen abzuwiegeln, solange - nur beispielsweise - Polizisten beim Ku-Klux-Klan ohne Strafe davonkommen mit der Behauptung, sie hätten nicht gewusst, dass es sich um Rechtsradikale handelt, sind alles nur Lügen, Lügen und noch mehr Lügen.
Hätte ich gestern nicht weggeschaltet, wäre mir schlecht geworden.
Der Titel war reißerisch und eigentlich rassistisch gegenüber
uns Deutschen."Deutscher Hass" klingt so, also würde die
Mehrheit der Deutschen Ausländer so hassen und töten wollen.
Die Unterstellungen gegen die Sicherheitsorgane von Özdemir und
dieser "Publizistin" waren haltlos. Man sollte auch nur vom
"sogenannten" NSU sprechen, denn ein terror. Untergrund ist
etwas anderes als die paar Hanseln. Türken sind statistsisch
sicherlich in D. sicherer vor linker, rechter und religiöser Gewalt
als in der Türkei. Die Prüfung der Verwicklungen von
Angehörigen soll ferner ein Ausdruck von Verachtung und
Einseitigkeit sein ? Ich denke doch, daß die Polizei immer in alle
Richtungen ermittelt - ohne konkretes gibt es dann auch keine
Ermittlungserfolge. Man denke an den Mordfall Böger in BaWü:
Auch hier wurde die Familie unter die Lupe genommen und fühlte sich
natürlich verletzt. Der Täter ist nicht gefaßt - ist das
ein Skandal, haßt die Polizei etwa Bankiersfamilien ? Das
wäre doch zu einfach...
...
Ich hatte das Erlebnis, dass ich annahm, mir erzählt jemand
Märchen - und neun Jahre später standen diese Märchen in
der Zeitung.
In diesem Märchen ging es weder um den "bösen Wolf"
noch um den "Freund und Helfer" bei der Polizei, soviel kann
ich Ihnen verraten.
Allerdings war ich damals genau so naiv wie Sie es heute sind: Vor
kognitiver Dissonanz wurde mir schlecht und ich beschloss, die
Geschichte als Märchen abzutun.
Wie gesagt, heute steht's in der Zeitung, mal wieder.
Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich diese Geschichte seit neun Jahren - und
Jena ist ein ganzes Stück weg. Heilbronn jedoch ziemlich nah.
Keine Ahnung, welche Deutsche-Reichs-U-Boote bei der Polizei
Baden-Württemberg so vor sich hintauchen. Aber es werden schon
einige sein...