Home
http://www.faz.net/-gsb-72t8k
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

FAZ.NET-Frühkritik Auf den Hund gekommen

 ·  Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt. ARD und ZDF waren dabei. Journalisten können aber nur noch das Desaster öffentlicher Meinungsbildung dokumentieren.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (43)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Andreas Muench
Andreas Muench (amffm) - 13.09.2012 18:08 Uhr

Die nächste Wahl kommt bestimmt...

und ich werde bestimmt nicht die bekannten Parteien wählen, schon allein mal wegen deren Unfähigkeit bei diesem Problem.

Empfehlen
Wolfgang Schlage

Stimmungsbild und Unterhaltung

Mir dient eine solche Sendung weniger der Information über die Inhalte (ich weiß doch vorher, dass Herr Sinn in der Sache im wesentlichen Recht hat und Frau von der Leyen Unrecht), sondern als Stimmungsbild. Denn eine konstruktive Diskussion wäre doch ein sehr unwahrscheinliches Ergebnis, da die Teilnehmer ganz unterschiedliche Ziele auf dem Kontinuum zwischen echtem Interesse an der Sache und dem Ziel, nur ja die rhetorische Oberhoheit zu behalten, und auch ganz unterschiedlichen Kenntnisstand haben. Und kaum einer ist bereicht, zuzuhören. (Herr Sinn hat sich zu Recht darüber beschwert, das Frau von der Leyen seine Aussagen völlig verfälschend und herablassend paraphrasiert hat.)

Also ist für mich eine solche Sendung - neben der Unterhaltung - ein Abbild der öffentlichen Stimmung. Und die ist deutlich kritischer gegenüber der merkelschen Politik geworden, sowohl was die Teilnehmer, das Publikum, als auch die redaktionellen Einspieler angeht. Gut so!

Empfehlen
Michael Schreiber

Raus aus dem Parallel-Universum

Nach abendlichen ARD/ZDF gestern glaubte ich mich wider Willen endgültig in einem Paralleluniversum angekommen. Als dann ein Prof. im heute-Journal meinte, die Maximalhaftung läge nun tatsächlich bei den avisierten 190 Mrd. €, wollte ich schon um Erlösung betteln. Das Herr Schäuble im Interview unser Volk mal wieder verschaukeln wollte, ist leider nichts neues mehr.

Ich frage mich nach den Motiven auch bei anderen Regierungen, Junker, Bankvorständen und co. Ist es die geballte Inkompetenz oder die Angst vor dem Zusammenbruch? Ist es beides? Manchmal ja, manchmal nein?

Zur Sendung von Frau Will: Endlich mal eine Sendung, die mich aus meiner "nicht-mehr-einschalten-wollen"-Tendenz herauszieht. Danke Herr Prof. Sinn! Danke Frau Gmelin! Auch wenn's ein bißchen schwerer fällt: Danke auch an Herrn Gysi - für die abermalige Feststellung zum Regelverstoß! Sie sind bei der Sache geblieben und haben sich nicht vom Pathos beeindrucken lassen.

Einschleimerei von Frau v.d. Leyen = abstoßend!

Empfehlen
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 13.09.2012 13:02 Uhr

Sehnsuchtsjaulen

Der Artikel ist sehr wichtig, weil er minutiös eine Situation beschreibt, die nichts anderes als eine Krisensituation ist. Der Grund, weshalb wir in der Krise sind, sind aber m.E. nicht nur die ökonomische Blindheit oder Unfähigkeit unseres Personals. Es holen uns verdrängte Probleme ein. D ist geistig in vielen Punkten eine 15jährige, der gerade die Zahnspange abgenommen wurde und die jetzt schüchtern in die Disko geht, ungelenk tanzt und prompt dem Charme von Südländern erliegt, die ihre Interessen geschickt durchsetzen. Frau vdL ist die Mutti, die nichts versteht und sich nach 9 Monaten erst entsetzt und dann verständnisvoll gibt.

Das Flüchten nach Europa ist nur das Jaulen eines überforderten Hundes. Es käme darauf an, die eigenen Interessen zu erkennen und verständig zu verfolgen. Wie in der Migrationsdebatte ist das politische System dazu derzeit nicht in der Lage. Sarrazin hat diesen Zusammenhang m.E. als wohl Einziger von Anfang an instinktiv richtig gesehen.

Empfehlen
Thorsten Haupts
Thorsten Haupts (ThorHa) - 13.09.2012 12:19 Uhr

Eine Faktenberichterstattung ist nicht möglich? Oder nur zu mühsam?

Selbstverständlich ist der Kommentar Unsinn und nichts als die öffentliche Demonstration der Kapitulation vor ein bisschen Mühe. Und selbstverständlich kann man Fakten von Interpretation trennen. Der Text des ESM-Vertrages ist ein Fakt, die Meinung von Völkerrechtlern dazu (und eben nicht Ökonomie"professoren") die wichtigste Ibterpretationsgrundlage, über beides kann man sauber berichten. Wenn man als Zeitung, als Sender, bereit ist, sowohl die "Meinung" eigener Journalisten als auch die "Meinung" von klagenden Laien als das zu betrachten, was sie sind: Die Absonderung von Glaubensaussagen zum Zwecke der Beeinflussung der Öffentlichkeit. Wäre nicht so schwierig, man müsste es nur tun.

Empfehlen
Paula Pilcher

Unser Reichtum ist die Zeitbombe

" Das Traurige an dem ganzen Euro-Desaster ist.... daß es die Länder nicht näher zusammenbringt, sondern zunehmend trennt.", schreibt Mitdiskutant Ulrich Schnappe. Unbedingte Zustimmung. Und was uns trennt, ist die Aufspaltung in Schuldner- und Gläubigerländer, die durch die Fehlkonstruktion des Euro mit einer positiven Rückkopplung versehen ist: wer hat, dem wird gegeben. Nach derzeitiger Lage wird Deutschland immer reicher, der Süden immer ärmer. Nicht nur in Geld; inzwischen sogar in Arbeitskräften, die dem Geld nachziehen. Erwartet irgendjemand ernsthaft, dass sich Italien, Spanien, Frankreich das beliebig lange gefallen lassen? Mit jedem Tag, den sich Deutschland vor seiner europäischen Verantwortung drückt, akkumulieren wir Forderungen, die uns eines Tages um die Ohren fliegen werden.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.09.2012 15:54 Uhr
Paula Pilcher

Verzicht auf immer noch mehr Zuwachs ist keine Entbehrung

"Große Anstrengungen und Entbehrungen" ??? Mitten in Lissabon, auf einer Bank frühstückend, bin ich von einer alten Frau um ein paar Schluck Milch angebettelt worden. Da passt pathetische Sprache. Aber wer bitte in Deutschland muss irgendetwas entbehren?

Empfehlen
Michael Schreiber

Welcher Reichtum??

Unser Reichtum??
Habe ich was verpasst? Welchen Reichtum meinen Sie?

Wie wäre es wenn Sie sich mal den Verzicht der anschauen, den die Deutsche Bevölkerung geleistet hat. Die Mehrheit der Deutschen ist nämlich nicht reicher geworden. Die gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit (Produktivität gemessen an den Kosten für Lohn und Gehalt) auf dem Weltmarkt war nur durch harte Einschnitte möglich.

Diese Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt brauchen jedoch alle Länder, welche dem Euro angehören. Andernfalls büßt der Euro-Raum selbstverständlich an Wohlstand ein.

Das was Deutschland unter großen Anstrengungen und Entbehrungen geschafft hat, wollen andere gerne ohne Anstrengung. Aber woher soll es kommen?

Empfehlen
Hans  Wollschläger

..die Motive der jetzigen sogenannten Politiker um Angie...

..dürften doch klar sein...im Vordergrund steht nicht der Amtseid auf die BRD...nein, nein: da wird in Brüssel ein neues "Geschäftsfeld" aufgetan...Ich sehe schon Westerwelle, Rössler oder auch unsere Bundesmutti mit Teilen ihrer CDU Mannschaft in Brüssel...und dann bekommen wir nicht "Europa light" (was sinnvoll wäre) sondern den diktatorisch geführten Europasozialismus...das kennt sie ja, in so einem System ist sie nun mal sozialisiert worden...sie weiß: den "Eurosozi in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf."..gelernt ist gelernt..
Bitte für 2013 alles vormerken und dann auf, z.B. zu den "Freien Wählern" mit ihrer im Sinne von D verfolgten Europa Politik...

Empfehlen
Gerhard Storm

Merkels schmählicher Bruch ihres Gelübdes "so lange ich lebe" v. v. der Leyen falsch gelobhudelt!

Die von von der Leyen verkündete frohe Botschaft, die Deutschen hätten Glück, dass sie eine Kanzlerin wie Angela Merkel durch diese Krise führe, kann ich nicht nachvollziehen.

Merkel hat sich nämlich durch ihre Wendehaltung u. jetzt sogar Schwärmerei für den unbegrenzt dumm regelwidrigen selbsternannten Staatsanleihekaufkönig selbst in der Schuldenkrise disqulifiziert. Das BVerfG wird ihr das demnächst bestätigen.

Von der Leyen konnte sich für Merkels falsches Wendemanöver keine dümmere Lobhudelei ausdenken.

Entgegen dem Artikelschreiber halte ich wegen Merkels Verrat an den dt. Interesses es nicht für wahrscheinlich, dass die Kanzlerin die Akteurin ist, die von dieser dt. Eurodebatte profitierte.

Dafür kommt nur Prof. Sinn infrage. Diesem wird das BVerfG in seiner Hauptverhandlung bald Recht geben.

Bravo, Prof. Sinn!

Empfehlen
Frauke Klien
Frauke Klien (endivie) - 13.09.2012 11:10 Uhr

Was eigentlich abläuft und worüber keiner schreibt

Den politischen Akteuren geht es darum, sich für das ohnehin "alternativlose" Europa zu positionieren. Es herrscht Goldgräberstimmung in der politischen Klasse, um sich selbst zu profilieren und die eigenen Truppen und Klientel zu versorgen. Einer Frau Leyen ist ja die Gier geradezu ins Gesicht tätowiert.

Empfehlen
wolf haupricht

Plauderstunde, mehr nicht.....

Zufällig bin ich ins Erste geraten. Als ich Prof. Sinn erblickte, war meine Neugier geweckt. Sinn war derjenige, der nüchtern analysierte. Der pure Gegensatz dazu war Fr. v.d.Leyen, die ihre politit. Botschaften verkündete und mit einem Lob auf Frau Merkels gelungene Regierungsverantwortung endete. Peinlich. Wenn ich mir vorstelle, dass viele BT-Abgeordnete den ESM u.a. Vorhaben a la v.d.L. beurteilen und entscheiden, wird klar, wie oberflächlich solche Entscheidungen getroffen werden. Sie will alles und erreicht daher so gut wie nichts, sondern schadet der Sache und dem Geldbeutel der Wähler.

Empfehlen
Horst-G. Willweber

Das ewige Dilemma der Fachkundigen!

Fachkundige Beiträge setzen Fähigkeit und Bereitschaft der Diskutanten voraus, Regeln des Disputes den Vorrang einzuräumnen. Dieser Anspruch an eine 'Talk'-Runde, deren Grundmuster der Beliebigkeit und Unterhaltung der/durch die Teilnehmer folgt, muß scheitern und in eine allseitige Kakophonie enden: zu Lasten der Fachkundigen und des Zuschauers.

Es wäre daher ein besonderes Verdienst, wenn die FAZ-Redaktion das auf FAZ.net veröffentlichte Interview mit Prof. Sinn vom 18.02.2012 - "Wir sitzen in der Falle" [Quelle: FN 6, Wikipedia, 'Target2'] - im Lichte der gestrigen BVerfG-Entscheidung als wichtige Erkenntnisquelle in die Gesamtbetrachtung erneut einbinden würde!

Prof. Sinn's Ausführungen zur tickenden Bombe der TARGET2-Salden, des längst bestehenden (untauglichen) "EZB-Rettungsschirmes" und die pol. Verschleierung des wahren Ausmaßes der Eurokrise lassen dasjenige, worüber gestern das BVerfG entschied bzw. widerwillig entscheiden mußte, zu einer bloßen Randnotiz verkommen!

Empfehlen
Elisabeth Dreier

Gut dass sich Prof. Sinn seine Meinung nicht von U. v. d. Leyen interpretieren lässt.

U. v. d. Leyen ist auch unter seinem Niveau, denn Sachkenntniss hat sie nicht in ihren Gebieten und dann erst recht nicht zum ESM oder Euro. Auch ist die Forderung von H.-W. Sinn doch richtig, die EZB hat sich strikt an seine Vorgaben zu halten. Ich verstehe aber nicht, dass er nicht weitergeht mit seinen Forderungen, Rückkehr zur No-Bail-out-Klausel, weg mit den riesigen Targetsalden, keine Unterstützung finanziell gescheiterter Staaten oder gar sofort die Aufgabe des Euro. Hatte/hat er nicht solche Standpunkte. Er fürchtet wohl um seinen Platz in solchen Sendungen oder durfte er nicht mehr fordern, eigentlich liebt er doch furiose Auftritte. Aber dazu sind solche Talkshows auch nicht gemacht mit dem Huhn der Kanzlerin an der Seite.

Aber Sinns große Auftritte werden wieder kommen, denn der Euro trudelt immer mehr. Das ändert auch der ESM oder die EZB nicht.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.09.2012 13:18 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 13.09.2012 13:18 Uhr

Sie haben recht Frau Dreier, gäbe sich Prof.Sinn etwas forscher, würde er nicht mehr eingeladen.

Dann ginge es ihm so wie Prof Hankel (Ex-Präs. der Hessischen Landesbank) der nach dem Kandidatenbriefing für die Sendung "Hart aber fair" wieder ausgeladen wurde, mit der Begründung, dass nicht mehr der EURO das Thema für die Sendung sei, sondern ein anderes Thema gesendet werden sollte. Er hatte sich wohl als zu "EUROkritisch" geoutet (wohlgemerkt nicht europakritisch) und wurde deswegen wieder ausgeladen, denn das Thema der dann tatsächlich gesendeten Version von "Hart aber fair" war nach wie vor der "EURO". Übrigens besser als vdL gestern Abend kann man seine Inkompetenz nicht dokumentieren, und dies noch begleitet von einem dümmlichen gagern.

Empfehlen
Michael Schreiber

Prof. Sinn wird da seine Gründe gehabt haben.

Sie haben Recht Frau Dreier!

Leider werden absolute Experten wie Prof. Sinn in derartigen Sendungen auch mal ganz gerne vorgeführt sobald sie die Wahrheit "kalt servieren". Das wird dann mittels Angst, Pathos (v.d.Leyen), Populismus und oft genug ohne jeden Sachverstand derart torpediert, dass der Experte als der "Böse" dasteht, welcher uns in Verderben führt und natürlich gerne so geschickt formuliert, dass die Studiogäste wie wild geworden klatschen und "genau so" rufen. Dann ist man schnell auf verlorenem Posten.

Daher halte ich das Vorgehen des gestern sehr gut aufgelegten Prof. Sinn für richtig. Das war einfach stark. Gmelin übrigens auch sehr gut.

Empfehlen
Hans  Wollschläger

Je später der Euro "zerbricht", umso teurer wird es...

BVerf.G.: „Die Überschreitung der Höchstgrenze von 190 Milliarden bedarf der Zustimmung des Bundestags“…wäre ok, wenn wir wahre „Volksvertreter“ hätten und nicht „Parteifunktionäre“ , die nicht einmal genau wissen über welche Summen sie abstimmen (s. G. Jauch Sendung am 9.9.)und was wird sein, wenn die Summe erreicht ist und Staaten tatsächlich vor der Insolvenz stehen?? Ganz klar dann ist eine Aufstockung wieder alternativlos…sonst würden ja auch die 61 % Angie Fans deutlich zu spüren bekommen was „Mutti“ mit ihrer richtungslosen Trippelschritt Politik angerichtet hat und damit aus der Traum von weiterer Kanzlerschaft ab 2013…Da ist „Insolvenzverschleppung“ doch wohl sinnvoller.. …
…neue Richtlinien, Handhaben, Hürden, Sanktionen, Verstöße. Sieht denn niemand auf was wir uns in Europa auch politisch zubewegen...wer kümmert sich in der Regierung noch um rein deutsche Probleme?
Dem Wähler bleiben 2013 als Alternative nur die "Freien Wähler" mit ihrer nachvollzeihbaren Europapolitik..

Empfehlen
Christoph Rohde

Eurowahn als Identitätskrise

Die Angst der Deutschen vor eigener Verantwortung führt in den Euro-Wahn. Als ob das vernünftige Vertreten eigener Interesse sündhaft wäre. Im Gegenteil: wenn man deutsche Interessen derart desavouiert, der schadet ganz Europa!

Empfehlen
Michael Ludwig
Michael Ludwig (milu71) - 13.09.2012 09:57 Uhr

Frau von der Leyen versus Prof. Sinn

Frau von der Leyen hat gestern abend eine sachliche Diskussion zu verhindern gesucht.

Sie hat wiederholt von präzisen Punkten hin zu "Europa" abgelenkt. In Wahrheit gehe es gar nicht ums Geld, sondern darum, wie man "mehr Europa" (EU) erreiche. Ganz falsch: Es geht sehr wohl ums Geld, nicht um "mehr EU".

Sie hat (wie auch Herr Bremer) Prof. Sinns Ausführungen wiederholt verkehrt wiedergegeben. Er wolle "crash" und "cut", er wolle nicht dem kleinen Sparer sein Geld erhalten. Ganz falsch, da Prof. Sinn für die Haftung der Olivenanleihen-Spekulanten eintritt.

Und dann hat sie fröhlich-freundlich gelacht, ihren Charme spielen lassen und getan wie die Unschuld vom Lande. (Eine Waffe, über die Frau Merkel nicht verfügt.)

Den Kern der Sache hat natürlich Prof. Sinn getroffen: Es wird jetzt ein Dummer gesucht, der die Olivenanleihen kauft. Was immer die Motive: Bundesregierung sowie eine Mehrheit von Parlament und Medien (FAZ natürlich nicht) wollen das deutsche Volk zum Dummen machen.

Empfehlen
Wolfgang Kreuter

wenig sachverstand

das elend der diskussion war der eklatante mangel an sachverstand. ausser herrn sinn hat offenbar niemand der anwesenden eine über klippschulniveau hinausreichende kenntnis von nationalökonomie. erschütternd frau von der leyen, die ihren mangel durch eine quasireligiöse schwärmerei für eine unausgegorene idee von europa auszugleichen suchte. peinlich der permanente weibliche schulterschluss mit anne will gegen sinn, den sie in der tat ständig fehlinterpretierte, weil sie ihn wohl gar nicht verstand. merkwürdig schwach auch gysi, der seine wirtschaftspolitische sicht gegen die übermacht der kompetenz sinns nicht rhetorisch zur geltung bringen konnte und deshalb irgendwann erschöpft aufgab. schlimm herr bremer, der sich als vollkommen ahnungsloser journalistisch-juristischer flügeladjutant zur unterstützung der bundesregierung gerierte. entscheidet euch: entweder diskutieren nur fachleute, oder politiker absolvieren den ökonomie-tüv. dann klappts auch wieder mit den fakten.

Empfehlen
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.09.2012 14:06 Uhr
Wolfgang Kreuter

@stolz

ich habe nur gesagt, dass er erschöpft aufgegeben hat, in der diskussion mitzumischen. und das war ja wohl offenkundig. was sowohl sinn wie gysi aber gleichermaßen nicht erkennen wollen, ist, dass die esm milliarden eben nicht ausschliesslich in den schlund von finanzinvestoren gestopft werden, sondern vermittelt und direkt auch in die realwirtschaft fliessen, damit durch die entlastung der nationalen ökonomien kaufkraft sichernd für die deutsche exportwirtschaft. nur so herum wird ein schuh draus. man muss die ökonomie ganzheitlich betrachten und nicht bei der permanent durchs dorf getriebenen sau geldfetisch aufsitzen.

Empfehlen
Christoph Stolz

@ Herr Ludwig. Auch Ihnen kann ich nur bepflichten,...

das Parteidenken ist ebenfalls nicht meine Sichtweise. Ich möchte vernünftige Ideen und Visionen für die Zukunft, die die wirklichen Probleme unserer Gesellschaft angehen (Armut, Bildung, Perspektivlosigkeit, KLIMAWANDEL...). All das findet in der öffentlichen Debatte kaum noch statt (nur noch Krise!). Dabei ist es mir egal, welcher Partei derjenige angehört, der die Visionen als handelnder Politiker umsetzt. Auch vor Herrn Bosbach oder Herrn Schaeffler ziehe ich den Hut.

ABER: Leider leben wir in einer Parteindemokratie und das diese abgeschafft wird, halte ich für noch unwahrscheinlicher als die Abschaffung der EU. Deshalb: Was können wir tun(die von Merkels ungeheuren Machenschaften wissen) gegen den Ausverkauf unserer Werte und der Zerstörung all der (materiellen) Errungenschaften, die unsere Großeltern und Eltern (ich bin 26), mühsam aufgebaut haben?

Ich muss Ihnen sagen, ich bin in den letzten Wochen und Monaten täglicher verzweifelter ob der Entwicklungen in unserem Land.

Empfehlen
Christoph Stolz

@ Herr Noll

Was wären denn Ihre Lösungsvorschläge? Die würden mich interessieren. Denn da habe ich bei Herrn Gysi und Co, aber auch bei einigen Foristen hier ("Sofort raus aus dem Euro!") auch meine Probleme.

Um es klar zu sagen: Ich bin auch strikt gegen den Euro, sehe und verstehe die Konstruktionsfehler und glaube nicht, dass man diese beheben kann. Auch bin ich gegen übermäßigen Einfluss aus Brüssel. Wir müssten im Prinzip genau das Gegenteil von dem tun, was jetzt vorgeschlagen wird, nämlich unser Leben wieder mehr nationalstaatlich und regional organisieren, um die wirklichen Probleme unserer Zeit anzugehen.

ABER: Wie soll dieses nationalstaatliche Modell aus dem jetzigen Dilemma entstehen? Deutschland hat schon Haftungsrisiken von 360 Mrd. Euro + Target2-Forderungen (750 Mrd.). Wenn wir jetzt einfach so aus dem Euro austreten müsste der Steuerzahler auf einen Schlag 1 Billionen abschreiben. Ich fand daher die Idee der großflächigen Schuldenschnitte von Sinn gestern sehr interessant!

Empfehlen
Michael Ludwig
Michael Ludwig (milu71) - 13.09.2012 13:19 Uhr

Prof. Sinn und Dr. Gysi für Deutschland

Herr Stolz, genau, Sie haben ganz recht, nicht nur Prof. Sinn, auch Gregor Gysi (und auch Herta Däubler-Gmelin) haben durch Sachverstand und *Einsatz* für *Deutschland* überzeugt. Herr Gysi hat sich patriotischer verhalten als die gesamte angeblich bürgerliche, in Wahrheit aber internationalsozialistische Bundesregierung samt Fraktionen. Ausnahmen bilden nur einige aus dem erbärmlichen Haufen herausragende Akteure wie Wolfgang Bosbach oder Frank Schäffler. Vieles an der Linken geht mir vollkommen gegen den Strich. Aber wir müssen aufhören, in *Parteien* zu denken. Es gibt in allen Parteien ein paar Gute, auf welche Deutschland bauen kann. Nicht bauen kann es auf die Regierung sowie ihre Unterstützer, ehrlose Apparatschiks und Mitläufer.

Empfehlen
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 13.09.2012 12:55 Uhr

@Herr Stolz - Sie haben recht, die Analysen von Herrn Gysi (übrigens auch von Frau Wagenknecht)..

sind meist präzise und markieren sehr gut die Problembereiche. Dafür könnte man sie tatsächlich wählen, wenn sie leider nicht völlig andere Lösungsvorschläge für eben diese Probleme hätten, als ich sie mir vorstelle. Dennoch, was Gysi und Wagenknecht bislang in dieser Sache geleistet haben, verdient Hochachtung. Sie haben tatsächlich mit dazu beigetragen, dass nicht noch der letzte Rest an Demokratie den EUROillusionisten zum Opfer gefallen ist.

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Christoph Stolz

Gysi und Sinn mit vielen Schnittmengen

Sehr geehrter Herr Kreuter,
mit Ihrer Analyse zu UvdL gebe ich Ihnen völlig recht.
Die Kritik an Gysi finde ich aber zu plump: Zwar waren Aussagen von Herrn Sinn aus ökonomischer Perspektive analytisch präziser (dafür hat Gysi als Jurist das Urteil sehr gut seziert). Dennoch, und das war interessant und wichtig, waren sich beide in fast allen Punkten einig (vor allem, dass das ESM-Geld bei den Finanzinvestoren und nicht in der Realwirtschaft ankommt, wo man eigentlich die Gegenwerte schaffen müsste).
Ich glaube, dass viele sich Foristen hier und auch viele Bürger allgemein, noch schwer tun, die Linke anzuerkennen, geschweige denn zu wählen (ich habe das auch lange getan). Dennoch muss man doch gerade bei Gysi sagen, dass seine Analysen meistens zutreffen und auch viele Argumente dieses Forums in seinen Aussagen wieder zu finden sind. Sie müssen ihn ja nicht gleich wählen, dürften das aber schon mal anerkennen. Ihre Kritik ist unangemessen, er hat Sinn nicht widersprochen. Liebe Grüße

Empfehlen
Dmitriy Zhukov

Debatte? Wozu noch?

Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass die Einführung des Euro ein riesiger Fehler war, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Die einzigen offenen Fragen sind doch noch, wie dieser Unsinn wieder korrigiert werden kann und wie die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.09.2012 12:45 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 13.09.2012 12:45 Uhr

Genau diese eine Frage stellen die Politiker nicht: Wie kommen wir am besten aus ...

... der Fehlentscheidung einer gemeinsamen Währung wieder raus? Würden die Politiker diese Frage stellen, wäre ihr Scheitern öffentlich dokumentiert und es würden tausender schöner Pöstchen in Brüssel überflüssig. Das darf man nicht vergessen, das eigene Wohl, sprich die eigene Versorgung, steht den Politikern eindeutig über dem Wohl der Völker (insbesondere dem deutschen). Dieser Egoismus einer selbsternannten Elite ist das einzige, was der EURO an Völkerverbindung zustande gebracht hat, ansonsten säht er nur Zwietracht wohin man auch schaut. So huldigen diese furchtbaren Gestalten nur diesem einen Mantra, verbunden mit dem Tunnelblick: "EURO retten, EURO retten, EURO retten, EURO retten". Und sie bemerken nicht einmal mehr, dass das vermeintliche Licht welches sie am Ende des Tunnels zu erblicken glauben, der Gegenzug ist.

Empfehlen
Friedhelm Frank
Friedhelm Frank (Friwie) - 13.09.2012 09:46 Uhr

Auf den Hund gekommen

Wie PolitikerIn Verdrossenheit ensteht zeigte exemplarisch Frau von der Leyen. Nicht zuhören können, dem Gesprächspartner ins Wort fallen und jeden Satz um interpretieren , eine Zuschüt-tung mit Sprachmüll dagegen ist jedes Argument machtlos. Wer sich in den IFO Veröffentlichungen des Prof. Sinn auskennt, weiß seine Argumente ein zu ordnen.

Empfehlen
Jonathan Spieler

Fakten wären genügend vorhanden

Schön, dass einmal auf die Schwächen bei der Darlegung der Fakten der Eurokrise seitens der Journalisten hingewiesen wird. Nicht so schön, wenn dabei durchklingt, dies sei die Schuld der Politik oder gar in der Komplexität des Themas angelegt und man könne nur noch interpretieren. Es gibt nämlich sehr wohl Fakten, die ganz einfach nicht berichtet werden. Zum Beispiel, dass Ursache der Eurokrise nicht staatliche Verschwendung ist. Zum Beispiel, dass es nicht den geringsten Hinweis auf eine kommende Inflation gibt. Zum Beispiel, dass Deutschland bislang von der Krise profitiert hat und dass die von HW Sinn beschworenen Risiken erst dann relevant werden, wenn der Euro tatsächlich auseinanderbricht. Zum Beispiel, dass Deutschland nicht allein gegen die "verschwenderischen" Südländer steht, sondern allein gegen alle. Warum bloß? Könnte es an FAKTEN liegen?

Empfehlen
Klaus Letis

Der Bürger fühlt sich wie auf einer Schlachtbank

Die Bürger wurden im Laufe der Krise von ARD & ZDF nicht ausreichend informiert.
Sie wurden jeweils mit den Ergebnissen der einzelnen Schritte konfrontiert.
Auch wenn die Sachverhalte recht kompliziert sind, gab es keine Versuche, diese zu beschreiben.
Die Redaktionen und Moderatoren der Gruppensitzungen taten dann ein übriges.

Noch immer haben die Bürger keine Vorstellungen über ein weiters Projekt namens Energiewende. Hier traut sich die öffentlich-rechtliche Mannschaft nicht heran.
Kein Mensch, den man als Leihe auf der Strasse trifft, kann etwas über die finanziellen Dimensionen der notwendigen volatilen Ausgleichslasten oder über die verschiedenen Effektivitäten von Solar und Windkraft etwas sagen.

Das kommt nicht auf den Tisch, weil dies die Inkompetenz bestimmter politischer Gruppen offenbaren würde.

Die Senden haben ihre Glaubwürdigkeit verspielt.

Die Rundfunkräte müssen wieder ausschließlich aus den gewählten Parteien bestehen

Empfehlen
Weitersagen

Regen in Paris

Von Nils Minkmar

Acht Monate lang durfte Regisseur Patrick Rotman den französischen Präsidenten Hollande begleiten. Entstanden ist ein Film über Regen und Depression. In Frankreichs Kinos scheint er zu floppen. Mehr 1 8